Die Definition von Stress ist: Anspannungen und Anpassungsreaktionen, die einen aus dem persönlichen Gleichgewicht bringen können und bei denen man seelisch und körperlich unter Druck steht. Stress ist eine Reaktion auf einen Reiz, der auf den gesamten Organismus wirkt. Diese Reize werden als Stressoren bezeichnet. Als Bedrohung werden die Stressoren generell nur empfunden, wenn es auf bestimmte Anforderungen keine geeigneten Bewältigungsmöglichkeiten gibt. Dazu gehören die Reptilien-Strategien, Kampf, Flucht oder Ohnmacht. Für die Bewältigungsstrategien sind Erfahrungen ein wesentlicher Faktor, um sogenannte Stressbewältigungsstrategien zu entwickeln. Wir werden uns wahrscheinlich nicht erinnern aber als Baby war es stressig nicht Laufen zu können und dementsprechend lernten wir zu Laufen, um dazuzugehören oder Anerkennung zu bekommen. Oder vielleicht wollten wir uns auch einfach durchsetzen, um Freiheit zu gewinnen … 

Die zwei unterschiedlichen Arten von Stress sind allgemein bekannt. Dazu gehört einmal der positive Eustress und der negative Disstress. Dieser Disstress entsteht, wenn wir Handlungen nachgehen müssen, wo wir keine Strategie haben sie entspannt zu bewältigen. Wir freuen uns nicht diese Aufgabe zu erledigen, weil wir die Anforderungen als unangenehm, belastend oder überfordernd ansehen. So entsteht der Eindruck das man der Situation nicht gerecht wird und die Angst vorm scheitern hemmt unsere Leistungsfähigkeit. Dies kann auf Dauer sehr krank machen. Dieses Handeln gegen die eigenen Motive und Bedürfnisse passiert nicht, wenn man sich im Eustress befindet. Die Anforderungen werden als Herausforderung und nicht als Problem empfunden. Man vertraut in seine Kompetenz und die Fähigkeit neues zu lernen. Dieser Ansporn der Situation gerecht zu werden, lässt diese auch meistens positiv ausgehen. Das Gefühl nach Zufriedenheit ist ein guter Indikator, dass man nach seinen Motiven und Bedürfnissen handelt. Doch auch eine zu lange Beanspruchung auf dieser Ebenen kann negative Folgen haben. Wir benötigen Ausgleich und Ruhe. Jedes der Bedürfnisse hat seine Berechtigung und muss erfüllt werden. Das hängt von jedem Menschen ab.

Der Mensch ist in einer Situation und wird sich orientieren. Mit den Sinnen und Erfahrungen wird er die Situation einordnen und er bekommt ein Signal. Aus der Emotion, je nach Stärke, entwickelt sich ein Alarm bzw. eine Aktivierung in unserem kognitiven System. Dieses wirkt sich auf unsere Hormone aus welche uns nun in die dritte Phase der Anpassung oder des Widerstandes eintreten lassen. Eine Deeskalation findet statt und der Körper kann in die Erholung eintreten und speichert das Event bzw. die Verhaltensmuster zur Bewältigung ab. Wenn dies nicht gelingt tritt der Mensch in die Überforderung ein. Weitere Auswirkung zehren an dem menschlichen Geist und Körper bis er in die Erschöpfung fällt. Diesen Prozess gilt es ebenfalls als sehr dynamischen zu betrachten. Manchmal stressen uns Dinge die uns normalerweise nicht stressen. Manchmal suchen wir die Erschöpfung und verzichten auf ein Stück Gesundheit für etwas Freiheit. Menschen haben unterschiedliche Motive und streben verschiedene Ziele an. Daraus entsteht eine variable Wirkung von Stressoren zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Kontexten.

Deswegen ist es wichtig die einzelnen Stressmuster von Persönlichkeitspräferenzen zu erkennen. Dabei hilft die Methode TwentyFive. Denn die Grundannahme, mit welcher diese Methode Verhalten beschreibt, ist, dass Persönlichkeit Ausdruck von Motiven, Bedürfnissen und Emotionen ist. Das Verhalten wird von der Motivation gesteuert, welche wiederum von situativen Anreizen und dispositionellen Eigenschaften abhängig ist. So kann ein Motivator/Stressor wie folgt gesehen werden, nämlich einmal zur Erreichung (Eustress/Wachstumsbedürfnis) eines gewünschten Zustandes oder zur Vermeidung (Disstress/Mangelbedürfnis) eines Zustandes oder Situation.

Wenn das Verhalten als Ausdruck von Bedürfnissen und Motiven unter Berücksichtigung der Orientierung und Fokussierung aufgefasst wird, wird das Handlungsspektrum eines Menschen erweitert und lässt die unterschiedlichsten Blickwinkel zu. Der Kontext, der dabei eine Rolle spielt, ist variabel und kann bzw. soll sich ergänzen. Die Emotionen dienen dazu, die Signale des Körpers richtig zu erkennen und gegebenenfalls rechtzeitig eine Verhaltensregulation bei zuführen. Ein Beispiel ist, wenn eine ergebnisorientierte Person, sich auf Prozesse fokussieren muss. Das heißt eine Person die in der Regel eine extravertierte Informationsaufnahme- und Verarbeitung hat, sich auf kleine strukturierte Details konzentrieren muss. Die Person nimmt die Welt eher in Bildern und im Kontext von außen über Eindrücke wahr, anstatt in Strukturen auf einem beschränkten visuellen Feld. Das „überfordert“ solch eine Person und sie fühlt sich mit der Aufgabe nicht wohl. Lieber arbeitet sie mit Texten und Sprache.

Um hier ein besseres Verständnis zu schaffen, verweise ich auf die Reihe der Resilienz mit besonderer Betonung auf den letzten Artikel.

Abschließend lassen sich folgende Aussagen aus dem Text zusammenfassen: Die Dynaxität ist eine ansteigende Herausforderung die uns immer mehr anspruchsvolleres abverlangt. Unternehmen und Individuen können nur gemeinsam diesem Stigma entgegentreten. Dafür fangen wir auf der untersten Ebene an – bei uns selbst. ir bekommen einen freien Kopf und sind unaufhaltsam kreativ, wenn wir keinen (Dis)Stress haben. Anders ausgedrückt, müssen wir Selbstbestimmtheit durch Selbstregulation erreichen. Dabei hilft die Methode TwentyFive.

JETZT PLATZ SICHERN