Ein gesundes Selbstbewusstsein ist eine wichtige Grundlage für deinen Erfolg. Die Grundlage für positives Selbstbild wird normalerweise in der Kindheit gelegt; über die Jahre hinweg können sich ihm allerdings negative Glaubenssätze in den Weg stellen und dein Selbstbild verzerren und dein Selbstbewusstsein mindern. 

Selbstbewusstsein geht einher mit einer Vielzahl an verwandten Begriffen. Wer selbstbewusst ist, hat auch ein gutes Selbstwertgefühl und eine gesteigerte Selbstsicherheit. Selbstbewusste Menschen sind erfolgreicher, glücklicher und haben weniger Stress. Glücklicherweise ist Selbstbewusstsein nicht in Stein gemeißelt. Heute schauen wir uns an Hand einiger Beispiele an, was du tun kannst, um an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten und dein Selbstwertgefühl zu steigern. 

Was sind negative Glaubenssätze?

Du hast dich sicher schon einmal selbst dabei ertappt, wie du ein Lied gesungen hast und hinterher entschuldigend anschließt: “Ich kann einfach nicht so gut im Takt singen.” Oder du hast das Essen anbrennen lassen und kommentiert: “Entschuldige, ich bin einfach kein guter Koch.” Diese Aussagen sind Glaubenssätze, die du mit aller Wahrscheinlichkeit von anderen über dich selbst übernommen hast und die – unbewusst – dein Leben beeinflussen. Die Grundlagen für diese negativen Denkmuster werden meist bereits in der Kindheit gesetzt. Lehrer, Eltern oder Freunde machen einen unüberlegten Kommentar und dein Gehirn speichert ihn als wahr ab, ohne ihn weiter zu hinterfragen. Diese Vorprogrammierung lässt uns auf Situationen auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, ohne dass wir eigentlich wissen, warum. Negative Glaubenssätze können dich blockieren und dir in der Umsetzung deiner Ziele im Weg stehen. 

Deshalb ist es wichtig, negative Glaubenssätze zu identifizieren und langfristig durch positive zu ersetzen. Ein persönliches Coaching kann dir dabei helfen, problematische Vorprogrammierungen zu erkennen und zu verändern. 

Lerne dich selbst kennen 

Gute Selbstkenntnis ist der erste Schritt zu einem gesunden Selbstbewusstsein. Das Wort selbst bedeutet nämlich genau das: Sich über sich selbst bewusst sein, also eine gute Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen haben und eine gesunde Selbsteinschätzung über die eigenen Fähigkeiten besitzen. 

Dabei geht es nicht darum, das eigene Ego aufzuputschen, sondern ein gesundes und realistisches Bild von sich selbst zu erhalten. Was hast du bereits erreicht im Leben? Worauf bist du besonders stolz? Welche Situationen hast du gut gemeistert? Wo liegen deine persönlichen Stärken? An welchen Bereichen musst du noch arbeiten? Bei welchen Aufgaben brauchst du Hilfe oder mehr Unterstützung? Wer unter einem verzerrten Selbstbild leidet, dem fällt es oft schwer, diese Aufgaben ehrlich und realistisch zu beantworten. Es gibt immer mehrere Sichtweisen auf deine Person, deine eigene und die der Menschen um dich herum. Du wirst erstaunt sein, wie sehr die sich voneinander unterscheiden können. Deshalb empfehle ich dir, die folgende Aufgabe erst für dich selbst zu beantworten und sie dann an drei Freunde oder Bekannte weiterzuleiten, denen du vertraust. 

Übung: Selbstbewusstsein steigern 

1.Wo siehst Du meine Stärke (3-5 Antworten)?

2. Wo siehst Du meine Schwächen (3-5 Antworten)?

3. Gibt es etwas, worauf ich besonders stolz sein könnte?

4. Nenne meine 5 stärksten Charaktereigenschaften und gib jeweils eine Situation

dafür an!

5. In welchen Bereichen habe ich mich besonders entwickelt? Was könnte ein Grund

für diese Entwicklung sein?

6. Wo siehst Du Möglichkeiten, die sich mir bieten? (Möglichkeiten sind Chancen die

ich wahrnehmen könnte, sie sind äußerlich und können von mir nicht direkt beeinflusst

werden.)

7. Welche Dinge können mich bedrohen/stellen eine Gefahr für mich da/könnten

meine Situation negativ beeinflussen? (Dinge, die ich nicht beeinflussen kann wie z.B.

Finanzkrise)

8. Woher beziehe ich Deiner Meinung nach meine Energie?

9. Was würdest Du sagen gehört zu meiner absoluten Leidenschaft? (Mit Beispiel)

10. Wann war das letzte Mal, dass Du mich voller Leidenschaft hast etwas tun sehen?

Was genau habe ich da gemacht? (Bitte beschreibe diese Situation)

11. Was gebe ich Deiner Meinung nach meinem Umfeld? (gemeint sind nicht materielle

Dinge wie z.B. Energie, Liebe, Anerkennung…)

12. Welcher Beruf würde zu meinen Stärken/Fähigkeiten passen?

13. Wo siehst Du mich in 5 Jahren? (Bitte schreibe ein paar Sätze dazu)

14. Worüber habe ich in den letzten Jahren gesprochen, was ich irgendwann einmal

tun werde und immer noch nicht getan habe?

15. Was bin ich für Dich?

16. Welche Frage würdest Du mich bezüglich meiner momentanen Situation stellen

wollen? Gibt es eine Frage, die Du mir stellen wolltest, es aber noch nie getan hast?

Diese Übung hilft dir nicht nur dabei, dein Selbstverständnis zu verbessern und dein Selbstbewusstsein zu steigern, sondern kann auch die Beziehung zu deinen Mitmenschen immens verbessern. Viel zu selten sagen wir uns gegenseitig, was wir aneinander schätzen. Nimm dir genau das zum Anlass, um heute jemandem ein unerwartetes Kompliment zu machen. 

Tipp #1: Haltung bewahren

Deine Körperhaltung spielt eine wichtige Rolle für dein Selbstwertgefühl. Du kannst es ganz einfach selbst ausprobieren. Lass deine Schultern nach vorne fallen, Kopf leicht nach unten, die Arme verschränkt. Wie fühlt sich das an? Richte jetzt deine gesamte Haltung auf, Schultern nach hinter, stemmt die Arme in die Seiten und hab einen klaren, geraden Blick. Merkst du den Unterschied? Eine offene und gerade Körperhaltung trägt positiv dazu bei, dass du dich gut und selbstbewusst fühlst. Kontrolliere immer wieder über den Tag, ob du deine Schultern hängen lässt oder in dich zusammenfällst. Korrigiere, wenn nötig. 

Tipp #2: Umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen

“Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du dich am meisten umgibst.” Das Zitat stammt von Jim Rohn und hat einen wahren Kern: Je mehr wir uns mit Menschen umgeben, die eine positive Einstellung zum Leben haben, desto einfacher ist es, dasselbe zu tun. Umgib dich mit Menschen, die dich motivieren und bei deinen Zielen unterstützen anstatt dich zu kritisieren und runter zu ziehen. (Konstruktive Kritik hier und da ist natürlich absolut okay.) Bilde ein Netzwerk an Freunden und Arbeitskollegen, in dem ihr euch gegenseitig aufbaut und unterstützt, dein Selbstbewusstsein wird es dir danken. 

Tipp #3: Führe ein Erfolgstagebuch 

Besonders, wenn du dich selbstkritisch fühlst, ist es leider nur zu leicht zu vergessen, was man eigentlich bereits alles erreicht hat. Schreib deine Erfolge, egal wie klein, in ein Erfolgstagebuch und hole es heraus, wann immer du eine Erinnerung brauchst, was du bis jetzt alles großartig gemacht hast!

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