Wenn unsere Gedanken ziemlich unkontrolliert, ja geradezu verwirrt wie ein besoffener Affe hin und her springen, dann hat uns das Monkey Mind voll im Griff. Der am besten passende deutsche Begriff ist dafür das Gedankenkarussell. Doch zur Erledigung unserer täglichen Aufgaben brauchen wir ein stringentes Mindset, das konzentrierte und produktive Gedankengänge ermöglicht. Es gilt daher, unser verrücktes, launisches Äffchen im Kopf zu zähmen und möglichst ganz zur Ruhe zu bringen. Aber wie geht das?

Klares Mindset versus unruhiges Monkey Mind

Da sind bestimmte Gedanken, die sich immerzu im Kreise drehen und uns darin blockieren, endlich konzentriert unsere Arbeit zu machen oder auch einfach nur einzuschlafen. Wer kennt es nicht, das Monkey Mind Phänomen? Die Vorstellung des Affengeistes stammt noch aus dem Buddhismus, denn dieser verwirrte Geisteszustand ist den Menschen bereits lange bekannt beziehungsweise er plagt die Menschheit schon seit alters her. Man machte sich also schon früh das Bild von Gedanken, die wie ein betrunkener Affe wild herumspringen.

Während so einer Monkey Mind Phase sind wir hochgradig unkonzentriert, hektisch, unbeständig, angespannt oder auch launisch. Ein solches Mindset ist so unangenehm wie anstrengend, insbesondere am späten Abend, wenn wir endlich einschlafen möchten in dem Wissen, morgen wieder einen anstrengenden Tag vor uns zu haben. Oftmals stecken größere Sorgen hinter dem Phänomen, die uns zuweilen nicht einmal richtig bewusst sind. 

Crazy Monkey Mindset

Das englische Wort Mindset steht für mehrere unterschiedliche deutsche Begriffe und kann übersetzt werden mit:

  • Haltung oder Einstellung
  • Denkweise
  • Mentalität
  • Weltanschauung

Die wesentliche Prägung erfährt unser Mindset durch die Summe aller Erfahrungen, ob positive oder negative, insbesondere jener, die wir schon in unserer frühen Kindheit machen. Da nimmt es nicht wunder, dass ein klares Mindset besonders beliebt und begehrt ist, denn ein solches ist außerordentlich hilfreich für die Bewätigung unserer Aufgaben und Umsetzung der Ziele, die ja hoffentlich jeder im Leben hat.

Doch das Monkey Mind generiert sich aus dem reaktiven Teil unseres Gehirns und hat überhaupt kein Interesse an unseren möglicherweise hochgesteckten Zielen in der fernen Zukunft. Nicht einmal einen Sinn für nahe gesteckte Deadlines und Verpflichtungen kann man dem Monkey Mind abverlangen, denn es ist ausschließlich auf schnelle Belohnung und großen Spaß aus. Was ist also zu tun? Wir müssen unser verrücktes, launisches Äffchen im Kopf dringend irgendwie zähmen. 

In Harmonie mit sich selbst leben

Nichts für ungut. Tatsächlich ist unser Äffchen im Kopf ein Teil unserer Persönlichkeit, hin und wieder aus unseren eingefahrenen Gedankenbahnen auszubrechen, um zumindest kurzfristig Horizonte zu erkunden, an die wir noch nie gedacht habe. Das Monky Mindset hat also eine ganze Menge mit Kreativität zu tun.

Insofern kann dir so ein Herumspringen der Gedanken durchaus wertvolle, neue Impulse für ganz andere Aktivitäten geben und das Kreisen der Gedanken immer um denselben Punkt herum zeigt sehr oft an, dass man eine bestimmte Situation noch nicht verarbeitet hat, und genau dafür versucht dann unser freundliches Äffchen im Kopf zu sorgen.

Es ist daher ein wichtiger, erster Schritt, das Monkey Mindset nicht nur abfällig zu hassen, sondern es als ein Teil des Ganzen zu akzeptieren, nach dem Motto: Nach dem Regen wird wieder die Sonne scheinen. Ein solches Mindset entkrampft die Lage ungemein und verhilft sehr dazu, in Harmonie mit sich selbst leben.

Crazy Monkey Mindset

Verrückte Äffchen lassen sich gern mit Keksen zähmen

Unterschäze das Äffchen nicht, denn es ist ziemlich schlau. Aber man kann es sich leicht zum Freund machen mit dem Slogan: Gib dem Affen Kekse. Das ist natürlich sinnbildlich gemeint, gleich einer Metapher. Tatsächlich bringt man so ein quirliges Äffchen zum Beispiel mit Keksen dazu, sich relativ ruhig in der Nähe hinzusetzen und an dieser Stelle erst einmal geduldig, natürlich in Erwartung weiterer Kekse, zu verharren. Jetzt ist es nur wichtig, sein Äffchen nicht zu veräppeln. Damit kehrt sich die Situation um, denn das innere Äffchen lenkt seine Aufmerksamkeit endlich auf dich.

Chris Ley hat genau darüber ein wunderbares Buch mit dem Titel Crazy Monkey Mindset: Wie du dein Äffchen im Kopf ruhig und ein klares Mindset bekommst geschrieben. Darin zeigt er jene erfolgreichen Ansätze beziehungsweise Kekse auf, die das Äffchen im Kopf zu deinem Freund und liebenswerten Begleiter werden lassen. Das bedeutet, dass sich die innere Unruhe, die hohe Impulsivität, die vermaledeite Unentschlossenheit, die teilweise Verwirrung sowie die charakterliche Unbeständigkeit sogar positiv nutzen lassen, was dein Leben geradezu revolutionieren kann, wenn du das willst.

Im Ergebnis weist das Buch den Weg zu einem klaren Mindset, indem es die Nebel zu lichten hilft. Dein Durchsetzungsvermögen erreicht ein ganz neues, vielleicht ungeahntes Niveau, deine Fokussierungsfähigkeit erstarkt, Wichtiges wird mit Leichtigkeit von Unwichtigem unterschieden und in der Folge wird die Priorität eine rechte Lust mehr daran, dich von deinen Plänen abzuhalten, und deine innere Balance festigt sich nachhaltig. Ja, es ist eine andere Form des Erwachens und Erwachsenwerdens.

In dem Buch mangelt es wahrlich nicht an konkreten Ratschlägen und Techniken, die das ewige Gedankenkarussell unterbrechen und nicht so schnell wieder aufkommen lassen. Der Autor hat dabei auf einen gut verständlichen Schreibstil Wert gelegt und gewiss nicht an Humor gespart, was die Leselust zuweilen beflügelt. Viel Spaß beim Lesen.

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