Motivation: Wie du dich extrem motivieren kannst

Klarheit und in die Umsetzung kommen, auch wenn du gerade im Motivationsloch steckst

0
1858
Extreme Motivation
Extreme Motivation

Sei ganz ehrlich zu dir selbst: Was ist mit deiner Motivation? Lebst du eigentlich so, wie es dir gut tut?

Was ich damit meine:

Jeder von uns hat angeborene Antreiber, die uns motivieren, bzw. intrinsische Motive, die beeinflussen, was uns wichtig ist im Leben. Bekommst du aber stÀndig von anderen Leuten erzÀhlt,dass diese Motive nicht gesellschaftsfÀhig sind, fÀngst du an, dich zu verbiegen und entgegen deiner eigenen Prinzipien zu leben. Wenn du es schaffst, dieses soziale Korsett abzustreifen und nach deinen ganz persönlichen Antreibern zu leben, kannst du alles erreichen.

Als Motivationstrainer hat es mich natĂŒrlich schon immer interessiert, was eigentlich wirklich hinter Motivation steckt. Motivationstheorien bieten dabei ganz unterschiedliche AnsĂ€tze. Der amerikanische Psychologe Steven Reiss bricht unsere Handlungsmotivation auf 16 Grundmotive herunter, die fĂŒr jeden von uns individuell mehr oder weniger wichtig sind. Je wichtiger ein Motiv fĂŒr uns ist, desto mehr kann es als Antreiber genutzt werden, um uns erfolgreich und glĂŒcklich zu machen. Oder fĂŒr das genaue Gegenteil, wenn wir aus gesellschaftlichem Zwang gegen diesen Antreiber handeln. Warum wir das machen?

Du wirst schon mal schief angeguckt, wenn du auf einer Party erzĂ€hlt, dass du vor allem hart arbeitest, weil du dir einen Tesla leisten möchtest. Oder dass du 2 Stunden am Tag im Fitnessstudio verbringst, weil du gerne Komplimente fĂŒr deinen Körper bekommst. Dabei ist es absolut egal, was dein Motiv ist, solange es dich wirklich antreibt. Statussymbole sind dein Ding? Mach dir das zu nutzen und brich das soziale Tabu. Deine Freunde können laufen, wĂ€hrend du gemĂŒtlich in deinem Tesla sitzt! Jeder sollte seine Erfolge so feiern können, wie er das möchte.

Du hast zu lange damit verbracht, dein Leben nach den Regeln anderer zu leben!

Es ist Zeit, das zu Ă€ndern. Sobald du dich nicht mehr entgegen deinen angeborenen Antreibern verhĂ€ltst, wird es dir plötzlich viel leichter fallen, dich zu motivieren und deine Ziele zu erreichen. Deine Motivation wird einen extremen Boost erhalten, den du vielleicht gar nicht fĂŒr möglich gehalten hast.

Schritt #1 fĂŒr mehr Motivation: Was sind deine Antreiber?

Okay, du bist bereit, nach deinen intrinsischen Motiven zu leben und deine eigenen Regeln aufzustellen. Als erstes musst du feststellen, was dich eigentlich wirklich antreibt. Denn ob du mit oder gegen deine Antreiber lebst, ist nicht immer offensichtlich. 

Mit meinen Kunden nutze ich hĂ€ufige das bereits erwĂ€hnte Reiss-Modell. Es ist eine gute Möglichkeit, um schnell festzustellen, welche Antreiber fĂŒr dich ausgeprĂ€gt sind und wo deine Schwerpunkte liegen. DafĂŒr beantwortest du einen Fragenkatalog darĂŒber, was dir wichtig ist. Diese Fragen sind in besagte 16 Motive unterteilt. Danach wird dein Profil erstellt, das erklĂ€rt, welche dieser Motive bei dir stark oder weniger stark ausgeprĂ€gt sind. Ein Motiv-Beispiel ist “Macht”. Ist dieses Motiv bei dir stark ausgeprĂ€gt, möchtest du Einfluss ausĂŒben, in Kontrolle sein und Verantwortung tragen. Ist es schwach ausgeprĂ€gt, ist das Gegenteil der Fall. In einer FĂŒhrungsposition wĂŒrdest du dich dann beispielsweise unwohl fĂŒhlen, ganz einfach auf Grundlage deiner Persönlichkeit. Weitere Motive nach Reiss sind 

  • Familie
  • UnabhĂ€ngigkeit
  • Ehre
  • Neugier
  • Anerkennung
  • Sparen
  • Idealismus
  • Status
  • Rache
  • Eros
  • Essen
  • Körperliche AktivitĂ€t
  • Ruhe

Einige der Motive sind absolut einleuchtend, andere brauchen ggf. ein bisschen ErklÀrung. Falls du gerne mehr Infos zur Methode oder zu Alternativen möchtest, bewirbt dich auf das Motivations-Coaching.

Schritt #2 fĂŒr mehr Motivation: Lebst du nach deinen Antreibern?

Nachdem du herausgefunden hast, welche Motive bei dir ausgeprĂ€gt oder nicht ausgeprĂ€gt sind, schau dir dein eigenes Leben ganz genau an. Wird jedes dieser Motive in deinem Leben so erfĂŒllt, wie es fĂŒr dich am besten ist? Gehen wir zurĂŒck zum Beispiel “Macht”. Hast du ein stark ausgeprĂ€gtes Macht-Motiv, stellt sich die Frage, ob du beruflich und privat in Positionen bist, in denen das ausleben kannst? Oder musst du dieses BedĂŒrfnis stattdessen unterdrĂŒcken? Gibt es in deinem Leben Strukturen, die deinen Motiven im Weg stehen?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass du gegen deine Motive lebst.

Wir alle tendieren dazu, einer Ideal-Version von uns selbst nachzujagen, die einer gesellschaftlichen Norm entspricht. Ertappst du dich selbst manchmal bei Gedanken wie “WĂ€re ich doch sozialer!”, “Warum weiß ich diese Situation nicht mehr zu schĂ€tzen?” oder vergleichst dich mit anderen oder wĂŒnschst dir, du hĂ€ttest bestimmte Charaktereigenschaften von Bekannten oder Kollegen? All das sind Indikatoren, dass du wahrscheinlich entgegen deiner Motive lebst und diese noch nicht akzeptiert hast.

Schritt #3 fĂŒr mehr Motivation: Brich die sozialen Tabus, die dich zurĂŒckhalten!

Warum das wichtig ist? Vor einiger Zeit hatte ich eine Kundin, die unbedingt abnehmen wollte und sich damit schwer getan hat. Statt strenger DiĂ€ten und harter Workouts haben wir ihr Reiss-Profil erstellt, um herauszufinden, was sie davon abhĂ€lt, ihre Ziele zu erreichen. Dabei hat sich herausgestellt, dass sie eine niedrige AusprĂ€gung im Beziehungsmotiv hatte. Solche Menschen neigen dazu, wenige soziale Kontakte zu benötigen, fĂŒhlen sich in großen Gesellschaften oft unwohl und benötigen viel Energie, um Small Talk aufrecht zu erhalten. Erzwungene soziale Situationen werden als stressvoll empfunden und Menschen mit niedrigem Beziehungsmotiv neigen vielmehr dazu EinzelgĂ€nger zu sein und benötigen Zeit fĂŒr sich.

Trotzdem arbeitete besagte Kundin in einem GroßraumbĂŒro, was sie absolut fertig machte. Um dem sozialen Druck zu entgehen die Mittagspausen mit Kollegen zu verbringen, arbeitete sie lĂ€nger, aß vor dem Computer und war am Ende des Tages zu mĂŒde, um sich zum Sport auf zu raffen. Ganz ehrlich, kein Wunder. Den Job zu wechseln half ihr im Endeffekt nicht nur mit ihren Zielen, sondern verbesserte ihr komplettes LebensgefĂŒhle und ihre Energielevel. 

Schritt #4 fĂŒr mehr Motivation: Finde deine Antreiber und nutze sie. 

Soziale Tabus sind der grĂ¶ĂŸte Feind deiner Motivation. Es ist letztendlich absolut egal, was dich antreibt, solange du es als Multiplikator nutzen und langfristig aufrecht halten kannst.

Lass dir von niemand anderem einreden, dass deine Motivation schlecht ist. Solange sie dich antreibt, wirst du deine Ziele erreichen.

Wie gesagt, wenn dir Statussymbole gefallen, mach dir das zu nutzen und lass dich davon motivieren. Du willst Komplimente von anderen fĂŒr dein gutes Aussehen bekommen? Wenn dich das morgens aus dem Bett und ins Fitness-Studio treibt, ist da nichts falsch dran! Wenn du gerne auf der BĂŒhne stehst, weil du von anderen gesehen werden willst, mach es. Als Rampensau wird man geboren und das solltest du ausleben.

Ich selbst hatte schon immer ein hoch ausgeprĂ€gtes Wettkampf-Motiv, ich liebe es, mich mit anderen zu messen (und bestenfalls zu gewinnen). Der Wettkampf mit anderen treibt mich an und hilft mir, mich auf meine Ziele zu konzentrieren. Bereits mit Anfang 20 habe ich mich mit Coaches verglichen, die 10 Jahre Ă€lter waren und damit ganz natĂŒrlich bereits einige Stufen höher auf der Karriereleiter geklettert waren. Das hatte zur Folge, dass ich mehr in kĂŒrzester Zeit erreichen wollte und mich mehr gepusht habe: Mit nur 21 Jahren hatte ich bereits mein erstes Buch herausgebracht. HĂ€tte ich mich damals gegen mein eigenes Wettkampfmotiv gestellt, hĂ€tte ich mich selbst nur unglĂŒcklich gemacht und hĂ€tte mich niemals selbst so gepusht.

Ich sage nicht, dass hinter solchen Motiven keine Gefahren oder andere Implikationen stehen.

NatĂŒrlich solltest du keinem unerreichbaren Schönheitsideal nachjagen oder in einer Beziehung ĂŒbermĂ€ĂŸig kontrollierend sein. Trotzdem wird es dir langfristig helfen, deine inneren Antreiber zu identifizieren und vor allem zu akzeptieren. Denn die eigenen Antreiber zu akzeptieren, ist nicht immer einfach, vor allem, wenn sie mit einem gewissen gesellschaftlichen Stigma verbunden sind. Der Trick ist jedoch, sie richtig und positiv zu kommunizieren. So können dich deine Freunde und Familie bestmöglich dabei unterstĂŒtzen, deine Ziele zu erreichen. 

Und nun?

Was motiviert dich persönlich? Lass uns einen Kommentar da.


Ich bin ein empathischer Game Changer. Es ist meine persönliche Mission, Menschen aus dem Motivationsloch zu helfen. Dabei verzichte ich auf oberflĂ€chliche MotivationssprĂŒche oder „Tschakka“ und halte mich an Techniken, die faktisch funktionieren. Ich weiß genau, was funktioniert und was nicht, denn ich habe viele Extrem-Situationen getestet đŸ”„ 


Christian da Silva Ley

Challenges und persönliche Weiterentwicklung sind meine Passion. Nicht eingefahren sein und neue Wege gehen. Das Maximum rausholen. Ob 250 km WĂŒstenmarathon laufen, 1.200km den Rhein mit einem SUP Board paddeln, 1 Jahr mit einem 2 Stundenschlaf auskommen oder bei -15°C Grad einen Marathon in Sibirien, nur in Shorts laufen, mit Mönchen im indischen Kloster leben – ich habe in zahlreichen Selbstexperimenten getestet, wie viel mehr unser Körper im Stande ist zu leisten. In VortrĂ€gen referiere ich zu diesen Themen und begeistere Menschen aus ihrer Komfortzone zu kommen.

Zugegeben: Keiner will jetzt wirklich lernen, wie man einen 250km WĂŒstenmarathon mit minimalem Training laufen kann oder wie man mit nur 2 Stunden Schlaf auskommt. Das was Du brauchst sind interessante Persönlichkeiten, die Menschen mitnehmen können. Und genau das bringe ich mit! (mehr als 800 TOP Referenzen!)


Wenn du mit einem Experten ĂŒber deine Situation sprechen möchtest, vereinbare hier ein kostenloses StrategiegesprĂ€ch.