Gewohnheiten ändern: Tipps und Tricks – so schaffst du es!

Gestalte Dein Leben, wie Du es willst!

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Gewohnheiten ändern

Gewohnheiten bestimmen in Summe unser Leben, positiv wie auch negativ. (Während ich diese Zeilen schreibe, trinke ich routinemäßig meinen dritten Kaffee, immer zur selben Uhrzeit versteht sich.) Eine Gewohnheit für sich allein genommen mag erstmal nichtig erscheinen, doch denken wir einen Schritt weiter: Was wir essen, wieviel wir schlafen, ob wir Sport machen oder nicht – all das summiert sich auf zu unserer Persönlichkeit und steuert unser Wohlbefinden. Die gute Nachricht ist, dass wir am Ende des Tages Schöpfer unserer Gewohnheiten sind. Die Realität und alte Muster funken uns dabei aber sehr oft dazwischen, das weiß ich aus eigener Erfahrung.Wie schaffen wir es also, schlechte Gewohnheiten zu ändern? Genau das erfährst Du in diesem Artikel!

Warum ist es schwer, Gewohnheiten zu ändern?

Unser Körper, spezifisch unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob eine Gewohnheit erstmal gut oder schlecht ist. Unser Körper liebt Gewohnheiten und Routinen, um Energie zu sparen. Der Erklärung des Psychologen Daniel Kahneman zur Folge hat unser Gehirn ein Ziel: kognitive Entlastung, wann immer es möglich ist. Möglichst viele Abläufe sollen auf „standby modus“ laufen können. Im Gegenzug sollen Phasen der enormen Konzentration möglichst kurz und gezielt eingesetzt werden. Unser Körper ist auf Effizienz ausgelegt. Vor unserem evolutionären Hintergrund macht das auch durchaus Sinn. Unsere Vorfahren mussten sehr genau mit ihrer Energie haushalten, um überleben zu können.

Gewohnheiten sind genau das, geliebte Vereinfachungen unseres Gehirns. Wir haben sie uns antrainiert und müssen erstmal sehr gezielt viel Energie darauf verwenden, uns umzugewöhnen. Dies ist aber absolut möglich!

Wie lange dauert es bis man eine Gewohnheit zu ändern?

Der Forschungsstand liefert verschiedene Antworten auf diese Frage. Im Volksmund heißt es oft, dass es circa 22 Tage benötigt, um eine Routine zu ändern. Studien der Psychologin Philippa Lally besagen hingegen, dass es zu 66 lang dauert. Vermutlich ist der Zeitraum immer auch abhängig von der allgemeinen Situation in der wir uns befinden und ebenso davon, wie lange und oft wir die Routine durchgeführt haben, die wir verändern wollen. Der Faktor „Suchtpotential“ spielt auch eine Rolle. So mag es länger dauern sich das Rauchen abzugewöhnen als sich spazieren gehen anzugewöhnen.

Setzen wir uns nicht unter Druck, sondern geben wir uns die Zeit, die es braucht, um unsere Gewohnheiten erfolgreich zu ändern.

Wie kann ich schlechte Gewohnheiten ablegen?

Oder anders, wie schaffe ich es, mein Verhalten zu verändern? Hier kommen meine Tipps und Tricks, wie Du Gewohnheiten erfolgreich ändern kannst.

Radikale Ehrlichkeit: Erkennen wir die schlechte Gewohnheit

Wie lange haben wir eine Routine laufen lassen, ohne sie bewusst zu betrachten? Sind wir uns der Schwere ihres Ausmaßes bewusst? Im ersten Schritt dürfen wir uns eine Sache eingestehen: Etwas läuft nicht optimal und wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir da jetzt hinsehen.

Prioritäten setzen und den Energieaufwand einschätzen

Wie bereits erwähnt benötigt das Ändern einer Gewohnheit viel Energie. Hier müssen wir ebenfalls ehrlich zu uns selbst sein: Sind wir bereit unsere Prioritäten zu ändern und unsere Zeit, Energie oder sogar Geld zeitweise anders einzusetzen? Setzen wir klare Ziele und zeigen wir Einsatz!

Trigger eliminieren 

Dies gilt insbesondere bei Süchten. Haben wir beispielsweise eine Sucht nach Zigaretten, hilft oft nur der Sprung in das kalte Wasser. Eliminieren wir, was wir uns abgewöhnen wollen. Das ist vielleicht der schwierigste, aber auch wichtigste Schritt. 

Unterstützer suchen

Wir sind nicht allein! Erzählen wir einer vertrauten Person von unserem Vorhaben und bitten wir um Hilfe. Sei es auch, indem wir der Person regelmäßig Updates geben. Im besten Fall suchen wir uns jemanden, der mit uns die Routine ändert.  

Erfolge belohnen

Feiern wir unsere Zwischenziele! Das Mindeste, was wir tun können, ist Dankbarkeit und Stolz für unseren Weg und unsere Disziplin zu empfinden. Natürlich sollten wir uns nicht mit der Sache belohnen, die wir uns abgewöhnen wollen. Für alles andere gilt: machen wir uns das Leben so leicht und schön wie möglich.

Nicht entmutigen lassen

Vielleicht werden wir auf unserem Weg Rückschläge erleiden müssen und in alte Gewohnheiten zeitweise zurückfallen – dies ist menschlich. Nehmen wir es hin und gehen wir es am nächsten Tag neu an. In der Summe werden wir dort ankommen, wo wir es wollen.

Eine Gewonheit zu ändern braucht Zeit, Kraft und Energie. Wenn wir uns über unsere Ressourcen bewusst werden und sie für uns nutzen, können wir alles schaffen!