Fitnessroutinen aufbauen in 5 Schritten

So baust du erfolgreich deine Fitnessroutine auf

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Der Schweinehund ist die vielleicht merkwürdigste Kreuzung zweier Tiere. Schweine fressen alles, was ihnen vor die Nase geworfen wird und sind nicht gerade für ihre sportliche Figur bekannt. Der Hund besitzt meistens einen ausgeprägten Bewegungsdrang und frisst höchstens zweimal am Tag, häufig eher einmal. Eigentlich müsste bei dieser Kreuzung ein bewegungsliebendes Tier entstehen, dass vielleicht etwas mehr frisst als nötig, damit aber haushalten kann. Wer seinen inneren Schweinehund nicht besiegen kann, gilt als willensschwach und disziplinlos, weil er seine Diät oder die sportlichen Ziele nicht einhält. Doch gibt es einen einfachen Trick, ihn zu besiegen: Mit Routinen. In diesem Artikel verrate ich dir, was dir Routinen bringen und wie du deine eigene Fitnessroutine aufbaust. 

Was bedeutet Routine?

Das Wort Routine leitet sich aus dem Französischem ab und bedeutet „Wegerfahrung“. Damit ist eine Handlung gemeint, die durch ständiges Wiederholen zur Gewohnheit wird. Bei Routinen müssen wir nicht mehr bewusst über die Handlung nachdenken, weil sie im Unterbewusstsein abläuft und somit dem Körper Energie spart. Damit die neue Gewohnheit wirklich unbewusst abläuft, gibt es einen Auslöser (Trigger), wie zum Beispiel das Klingeln des Weckers, dass es uns erleichtert aufzustehen oder das Packen der Sporttasche, damit wir nach der Arbeit ins Fitnessstudio fahren. Leider haben wir auch viele schlechte Gewohnheiten verinnerlicht: Sobald wir auf der Couch liegen, wird die Chipstüte geöffnet oder wir beantworten sofort jede E-Mail. 

Die Macht erfolgreicher Routinen wird von vielen Menschen immer noch unterschätzt. Einige Profisportler nutzen tägliche Gewohnheiten, um ihr Fitnessniveau auf dem absolut höchstmöglichen Level zu halten. Warum also nicht von den besten lernen und für die eigenen Ziele anpassen?

Wie sieht eine Fitnessroutine aus?

Eine gute Fitnessroutine aufzubauen ist gar nicht so schwer. Wir können täglich ein kurzes 10-Minuten Workout machen oder jeden Tag eine andere Übung ausführen. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, was du machst, sondern dass du es regelmäßig tust und dein Ziel verschriftlichst. Eine gute Fitnessroutine hat noch mehr Vorteile: Deine Fortschritte sind leicht und schnell sichtbar und wenn du deinen Körper nicht überforderst, ist eine tägliche kurze Sporteinheit eine super Verletzungsprophylaxe, da sich deine Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien an die Belastung anpassen. 

Bevor du mit der Umsetzung deiner neuen Fitnessroutine beginnst, solltest du dir erstmal Gedanken darüber machen, welches Workout oder welche Übungen du in deinen Alltag integrieren möchtest. Deswegen rate ich dir jetzt einen Stift und ein leeres Blatt Papier zu holen, um die nachfolgenden Punkte zu erarbeiten.

Welche Motivation steht hinter der neuen Routine?

Damit sich deine Fitnessroutine auch wirklich aufbaut, notiere dir, welche Motivation hinter deiner Idee steckt. Möchtest du dein Traumgewicht erreichen, gesünder leben, mehr Zeit für den Sport einräumen etc. Deine Motivation wird umso stärker ausfallen, wenn du dir den Grund notierst, statt nur darüber nachzudenken. 

Streiche schlechte Routinen

Jeder von uns hat schlechte Angewohnheiten, die wir ganz leicht eliminieren können, indem wir sie durch gute Gewohnheiten ersetzen. Welche deiner schlechten Angewohnheiten möchtest du durch eine Fitnessroutine ersetzen? Somit brauchst du dir nicht einmal mehr Zeit frei schaufeln und schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe.

Bestimme einen Auslöser

Du weißt jetzt, wieso du eine Fitnessroutine aufbauen möchtest und welche Angewohnheit du dafür austauschst. Jetzt musst du einen Auslöser definieren, der dich dazu bringt, deine neue gewonnene Fitnessroutine umzusetzen. Das könnte zum Beispiel sein, dass du jeden Morgen deine Sportsachen packst und sie direkt mit ins Auto nimmst, statt erst nach Hause zu fahren. Oder wenn du gerade im Homeoffice arbeitest, sobald der Laptop ausgeschaltet wird direkt in die Sportsachen schlüpfen. 

Automatisieren und im Unterbewusstsein platzieren

Damit eine neue Routine im Unterbewusstsein abgespeichert wird, muss du sie mindestens 21-mal hintereinander umgesetzt haben. Andere Literaturen gehen sogar von 66 Tagen und mehr aus, wobei die Persönlichkeit eine große Rolle spielt. Eins haben aber alle Untersuchungen gemeinsam: Das häufige Wiederholen führt zum Erfolg. Am besten du führst deine neue Fitnessroutine täglich durch, um sie möglichst schnell im Unterbewusstsein zu verankern. 

Erzähle deinen Bekannten von deinen Zielen

Ja, sein Ziel zu verfehlen, obwohl man es der Partnerin oder einem Bekannten versprochen hat, ist unangenehm. Und genau darin liegt die Stärke dieses Tricks. Erzähle einer engen Kontaktperson von deinem Vorhaben und du wirst merken, dass es dich umso motiviert, wenn du deinem Ziel hinterherhinkst. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine gute Fitnessroutine deine schlechten Angewohnheiten gegen gute austauscht, deine Gesundheit fördert und sich Ziele sehr schnell messen lassen, was die Motivation erhöht. Außerdem lernst du dadurch auch andere Routinen in deinen Alltag zu integrieren, die dir das Leben leichter und effizienter machen können.