Jeder Dritte leidet unter Dauerstress. Der Druck in der Arbeitswelt macht immer mehr Menschen zu schaffen. Zu enge Deadlines, Zeitdruck und zu viele Projekte, die gleichzeitig erledigt werden müssen, führen zu langen Arbeitszeiten und kaum noch Freizeit. Wer zudem nicht mehr zwischen Arbeit und Freizeit trennen kann, kann ernsthaft krank werden. Um aber nachhaltig erfolgreich agieren zu können, braucht es reife und weise Entscheidungen.

Weise und reif – klingt gut und laut Sage wurde Buddha dick, als er Weisheit erlangte. Aber eigentlich will ich nur auf Nagelbrettern sitzen, mir Metallstanden auf dem Kopf zerschlagen können oder Pfeile zum Zerbersten bringen, mit der Spitz an der Kehle.

Was liegt da näher als nach Indien zu reisen und in einem neuen Selbstexperiment mich von Mönchen im Himalaya-Gebrige in die Geheimnisse der Entspannung und der Selbstdisziplin einweihen zu lassen.

Okay zugegeben: Uns bringt es im Alltag nicht sonderlich viel, wenn wir uns Metallstanden auf dem Kopf zerschlagen können und im Kloster werde ich noch lernen, dass Mönche niemals diese Techniken anwenden würden, um damit Show zu machen oder sich zu messen, sondern nur um sich zu verteidigen. Übertragen auf dein Leben und deine Arbeitswelt heißt das, dass Achtsamkeit und Fokussierung wichtige Voraussetzungen für einen souveränen, gelassenen und nachhaltig erfolgreichen Arbeits- und Lebensstil sind. Das fördert Selbstvertrauen, innere Klarheit und wird Stress abbauen. Und das ist nötig, um Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden.


Basis der Weisheiten sind die sieben Prinzipien:

  • Das Prinzip der Achtsamkeit – Einsicht in sich und andere bekommen
  • Das Prinzip der Balance – Führt zu Überlegenheit und der wahren Kunst des Nachgebens
  • Das Prinzip der Disziplin – Gelegenheiten schaffen, auf sie warten, um sie für dich zu verwenden
  • Das Prinzip der Klarheit – Dinge ganz tun oder ganz lassen
  • Das Prinzip der Haltung – Das was du bist und was du wirst, liegt in dir selbst
  • Das Prinzip des Nicht-besitzen-Wollens – Begierde macht berechenbar, verletzbar und erpressbar
  • Das Prinzip der Gelassenheit – Sich nicht zu Handlungen hinreißen lassen

Tagesablauf im Kloster
5Uhr Aufstehen und Schlafsaal saubermachen
5:30Uhr Kriya (Reinigungsritual – bei mir eine spezielle Nasenreinigung für die anstehenden Atemübungen) & Tee
6-7:30Uhr Körperübungen (hauptsächlich Dehnen und statische Halteübungen) mit Lehrer Sandeep Semwal
7:30Uhr Atemübungen (Pranayama) mit Lehrer Pandey Ji
9:30Uhr Detoxgetränk + bescheidenes vegetarisches Frühstück + Tee
10:30Uhr Zeit für individuelles Üben
13Uhr bescheidenes vegetarisches Mittagessen
14-15Uhr Zeit für Ruhen oder Lernen
15Uhr Philosophy class mit Lehrer Dr. Sanjeev Pandey
16-17:30Uhr Körperübungen mit Lehrer Awdhesh Semwal
17:30-18:30Uhr Meditation mit Lehrer Lakai ram Ji
19Uhr Detoxgetränk + bescheidenes vegetarisches Abendessen + Tee
20-22Uhr Freizeit
22Uhr Schlafenszeit

Am 2. Tag gab mir mein Lehrer einen Becher mit Flüssigkeit und sagte „Trink! Das wird dir gut tun.“ Ich trank. 30 Minuten später habe ich mir einfach vor versammelter Mannschaft in die Hose gekackt… Mein Lehrer lachte. Doch dazu nachher mehr.

Stress abbauen

Entspannung und Achtsamkeit? Keine Zeit dafür!

Schau dich mal um. Auf der Arbeit, beim Einkaufen, wenn du unterwegs bist. Überall herrscht Hektik. Keiner scheint mehr Zeit zu haben, denn Zeit ist Geld. (Konkurrenz)Druck, Angst um den Job und Perfektion bestimmen den Fokus. Es geht zu, wie im Ameisenbau. Selbst eine etwas längere Schlange an der Kasse lässt uns ungeduldig werden. Wir haben keine Zeit mehr, um die Dinge gelassen anzugehen. Geschweige denn, um Entspannung zu finden und Stress abbauen zu können. Wir funktionieren. Wir sind im Hamsterrad gefangen. Klar, wir sind gewissenhaft und pünktlich, wie ein Schweizer Uhrwerk. Verdienen Geld, leben in einem Wohlstand, den viele Länder nicht haben und können uns in materieller Sicherheit wiegen. Eine enorm wichtige Sache verlieren wir jedoch in all der Hektik aus dem Fokus: uns selbst und damit unsere Gesundheit!

Wie oft hast du dich die letzte Woche dabei ertappt, dass du gerne etwas für dich getan hättest, jedoch das Gefühl hattest, dafür keine Zeit zu haben? Und wie hat sich das angefühlt? Ziemlich mies, oder? Immer Vollgas geben aber nie auftanken und Stress abbauen – das funktioniert einfach nicht. Bei unseren Autos achten wir sorgsam darauf, regelmäßig Kraftstoff zu tanken. Bei uns selbst schauen wir leider nur allzu oft weg. Bis die Karre steht und ausgebrannt ist. Burnout nimmt in der modernen Gesellschaft immer mehr zu. Jeder Zweite gab bei einer Umfrage einer großen Krankenkasse an, sich davon bedroht zu fühlen.

Wenn du kein Expertenwissen über Entspannung und Fokus lesen willst, sondern direkt zu Weisheit 1 kommen willst, überspringe diesen Kasten einfach und lies weiter bei „1. Achtsamkeit“.

Ohne Entspannung nimmst du dir das Leben
Ja, diese Formulierung mag auf den ersten Blick drastisch erscheinen. Doch das macht sie nicht weniger wahr. Denn wenn du dieses verrückte und aussichtslose Wettrennen im Hamsterrad immer weiter machst, ohne zwischendurch den Fokus auf Entspannung zu lenken, dann verpasst du genau das: das Leben! Du nimmst es dir selbst und ersetzt es durch Routine, immer mehr Leistung und irgendwann Frust. Natürlich brauchen wir einen Job, um unser Leben zu finanzieren, müssen Aufgaben erledigen, die uns nicht wirklich erfüllen und hier und da funktionieren. Wenn dein Fokus jedoch nur noch auf dem Funktionieren liegt und du denkst, Stress abbauen sei nicht nötig oder zeitlich drin, dann wirst du wie ein Zahnrad in einer Maschine. Du ratterst unentwegt weiter, direkt am Leben vorbei, bis eines Tages diese Stimme tief in dir immer deutlicher, trauriger und wütender wird und dich irgendwann förmlich anschreit: „Jetzt halt doch mal an und lebe endlich!“

Du kannst diese Stimme in dir nicht ewig ignorieren. Du kannst sie anfangs überhören und ausblenden, doch sie ist da. Und wenn du die Bremse nicht ziehst, dann tut sie es für dich. Und das nennt sich dann eben Burnout. Eine Notbremse sozusagen, in voller Fahrt. Du bist gezwungen anzuhalten. Jedoch nicht, weil dich irgendwas in dir ärgern will, sondern weil deine Seele ihr Recht einfordert, an dem schönen Leben teilzunehmen, das du ihm verwehrst und dich nicht kaputt zu machen. Bist du allerdings erst mal ausgebrannt, dauert es meist lange, wieder zu Kräften zu kommen. Stress abbauen wird dann sehr schwer und mühsam. Deshalb kann ich dir nur ans Herz legen: Fang jetzt schon damit an! Höre auf die Stimme und finde Entspannung und den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben, bevor es so weit kommt.



Entspannung und Stress abbauen kostet nur wertvolle Zeit? Sorry, ich muss dich enttäuschen!
Weißt du, was wirklich paradox ist? Wenn du dir Zeit für dich nimmst, gewinnst du Zeit dazu! Wie das funktionieren soll? Keine Angst, ich bin weder Physiker, noch habe ich vor, dir hier eine wissenschaftliche Abhandlung vorzupredigen. Das Prinzip ist so einfach und trotzdem fällt es uns so schwer, es umzusetzen. Es funktioniert folgendermaßen: Du nimmst dir regelmäßig Zeit für dich (kleine Pausen im Alltag, einen Abend der Entspannung, einen freien Tag…), setzt den Fokus ausnahmsweise mal auf dein Wohlbefinden und das Stress abbauen und lädst dich so richtig auf. Dadurch steigert sich deine Konzentration, deine Leistungskraft, deine Kreativität und deine Zufriedenheit enorm. Und das führt zu? Richtig! Mehr Ausdauer und effizienteres Arbeiten und Aufgaben erledigen im Alltag. Du gewinnst also Zeit dazu, weil du schneller voran kommst. Geil, oder? Eine echte Win-Win-Situation!

Deine innere Stimme will dich auf den richtigen Weg führen. Deinen Weg. Raus aus dem Funktionieren und rein in dein Leben. Diese Stimme hat übrigens jeder von uns in sich. Manche sind nur mit den Jahren Meister darin geworden, sie aus dem Fokus zu verbannen, weil sie sich so ans Funktionieren gewöhnt haben, dass Entspannung und Stress abbauen für sie so unerreichbar scheinen, wie der Jupiter. Die steigende Zahl an Menschen, die an Depressionen erkranken, zeigen, dass diese Meisterschaft jedoch ganz schön entgleist und wir uns eher an denen orientieren sollten, die glücklich und gelassen durchs Leben gehen, das Leben so richtig auskosten. Tief leben und nicht nur an der Oberfläche. Die den Fokus auf das Stress abbauen, die Gelassenheit und die Selbstliebe gelegt haben. An eben diese wahren Meister habe ich mich gewendet, um in einer lebensverändernden Challenge von ihnen zu lernen: Mönche, Yogis und spirituelle Meister in einem indischen Kloster Himalayas!

Entspannung, Fokus, Achtsamkeit – wie ich im indischen Kloster die Essenz des Lebens fand
Die meisten denken bei Ashrams, also indischen Klöstern, an Hippies und Gurus. Doch dahinter steckt so viel mehr, als alternative Menschen auf der Suche nach Erleuchtung. In den nach Räucherstäbchen riechenden Räumen werden unter anderem die sieben Weisheiten gelehrt, auf die ich später näher eingehen werde. Und zwar so, dass sie für jeden begreifbar und umsetzbar sind. Man braucht also keine jahrelange Erfahrung als Yogi, um Entspannung zu finden, den Fokus neu auszurichten und Stress abbauen zu lernen. In der heutigen Zeit, in der immer mehr in immer weniger Zeit geleistet werden muss, sind diese Weisheiten vermutlich wichtiger, denn je. Die Life-Work-Balance gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht und so ist der Fokus auf Entspannung und das Stress abbauen in der verbleibenden Freizeit umso nötiger.

Und das funktioniert am besten mit Meditation, Achtsamkeit und Gelassenheit. Zahlreiche Studien, wie die der Oxford University belegen das. Laut ihnen haben die spirituellen Praktiken, die Yogis und buddhistische Mönche täglich ausüben, viele positive Auswirkungen auf uns. Durch sie kann jeder lernen, das eigene Leben ganz neu zu erfahren, abseits von Dauerstress, Deadlines und Druck. Stress abbauen (oder besser gesagt gar nicht erst aufkommen lassen), Entspannung trainieren und den Fokus gezielt ausrichten sind die Meisterdisziplinen der Mönche. Und weil diese Challenge im indischen Kloster so bedeutend für mich war und mich so viel näher zu mir selbst gebracht hat, will ich die wichtigsten Aspekte davon heute mit dir teilen. Denn ich durfte im Gespräch und in der Übung mit vielen spirituellen Meistern die Essenz des östlichen Lebens kennenlernen, die ich dir auf keinen Fall vorenthalten will: Glück durch Fokus, Gelassenheit und Achtsamkeit. Du verdienst es ebenso, dein Leben in die richtige Richtung zu lenken, Entspannung zu finden, den Fokus neu zu setzen und endlich den Stress abbauen zu können, der dich daran hindert, glücklich und erfüllt zu sein. Deshalb: Lass uns loslegen! Ganz entspannt natürlich. Bereit für eine Reise zu dir selbst?

Was bringt Entspannung eigentlich überhaupt?
Die Frage mag dir lächerlich erscheinen, doch scheinbar wissen viele Menschen gar nicht wirklich, was Entspannung eigentlich alles bewirkt. Sonst würden sie es nämlich regelmäßig tun und ihren Fokus darauf richten. Und zwar auf richtiges Entspannen. Damit meine ich nicht Netflix und Chips essen (auch wenn das, zugegebenermaßen, ziemlich viel Spaß machen kann). Nein, so richtig den Alltag loslassen und bei sich selbst ankommen. Mal keinen Input haben, sondern den, den du hattest zu verarbeiten und Ruhe zu finden. Gezielt Stress abbauen. Denn wenn dir das fehlt, überlastet dein System irgendwann. Wie ein Computer, dessen Programm du nicht schließt, bevor du ein neues startest. Irgendwann hängt er sich auf und dann geht gar nichts mehr.

Deshalb schließe deine Programme (Arbeit, Termine, Verpflichtungen, Haushalt,…) und setze jeden Tag den Fokus auf eines der wichtigsten überhaupt: Entspannung. Stress abbauen ist nämlich keine Option, sondern Seelenhygiene. Du putzt dir doch auch die Zähne, wenn du sie zum Essen benutzt hast. Oder gehst duschen, wenn du beim Sport warst. Dann kümmere dich auch um deinen Kopf, wenn du ihn den ganzen Tag im Einsatz hattest. Er ist immerhin deine Schaltzentrale, die du noch lange brauchst.



Damit du erkennst, wie wichtig diese Seelenhygiene ist, möchte ich dir verraten, was Entspannung dir für Vorteile bringt. Denn Stress abbauen ist mehr, als nur lässig die Füße hochzulegen und mal nichts zu tun:


– dein Puls und Blutdruck sinken, was das Risiko für Herzkrankheiten (Todesursache Nr.1 weltweit, übrigens) deutlich senkt
– du bekommst einen klaren Verstand und triffst bessere Entscheidungen
– du kannst deine Erlebnisse besser verarbeiten und im Unterbewusstsein abspeichern, anstatt nur im Kurzzeitgedächtnis
– du bist besser gelaunt und ausgeglichener
– du bist energiegeladener und motivierter
– deine Konzentration steigt
– du schläfst besser
– du bist weniger anfällig für psychische Erkrankungen
– deine Muskeln entspannen sich und du bist weniger verspannt
– du baust Stresshormone ab, die unter anderem sogar Übergewicht fördern können
– du wirst seltener krank
– deine Körperwahrnehmung wird besser
– du bringt dich und deine Emotionen ins Gleichgewicht
– psychosomatische Symptome können gelindert werden
– du wirst belastbarer

Na, wenn sich das mal nicht lohnt. Entspannung und Stress abbauen ist wichtig, um dein Energiekonto in der Waage zu halten. Erinnere dich selbst jeden Tag daran. Egal, mit wem ich mich getroffen und unterhalten und von wem ich gelernt habe, die Botschaft war immer wieder die selbe: Entspannung und ein Fokus auf Achtsamkeit sind das Geheimnis zu einem gesunden, glücklichen Leben!

Achtsamkeit
Sonnenaufgang im Himalayagebirge mit Blick auf den Mt. Everest.

1. Das Prinzip der Achtsamkeit – Aus der Achtsamkeit kommt die Einsicht in andere und in dich selbst

Erste Philosophie-Stunde im Kloster.

Das Grundverständnis: Es werden 3 unterschiedliche Körper bzw. Ebenen unterschieden, auf dem alles aufbaut. In der 1. Ebene gibt es das Mantra (MANTRA = MAN – MIND + ANTRA – INSIDE) oder auch zu übersetzen mit Gedanken. In der 2. Ebene gibt es das Tantra (TANTRA = TAN – BODY + ANTRA – INSIDE) auch mit Energie – Prana zu beschreiben. Die 3. Ebene macht das Yantra aus (YANTRA = YAN – MASCHINE + ANTRA – INSIDE) also dem mechanischem System.

Die Hypothese: Wenn du krank bist, merkst du das in der 3. Ebene (wenn die Maschine ausfällt). Doch tatsächlich infizieren die Gedanken in der 1. Ebene, den Körper in der 2. Ebene und schließlich das mechanische System in der 3. Ebene. Was passiert, wenn du krank bist? Der Arzt schreibt dich krank. Die systematische Ebene lernt und beim nächsten Mal wird die Krankheit schlimmer ausfallen, anstatt, dass wir an unseren Gedanken und damit an der 1. Ebene arbeiten.

Schätzungsweise haben wir 40.000 bis 60.000 Gedanken, die uns Tag für Tag durch den Kopf gehen. Von denen sind 90 Prozent immer wieder die Gleichen und laufen unbewusst ab. Das kannst du selber überprüfen, wenn du mal versuchst eine Minute an nichts zu denken. In der Regel wir dann sehr viel kommen und du wirst an einem Gedanken hängen bleiben. Das zieht uns unglaublich viel Energie, weil jeder Gedanke ist Energie.

Das größte Geheimnis der Mönche

Das größte Geheimnis der Mönche besteht darin, ihre Gedanken zu beherrschen und damit Kraft aus den Gedanken zu beziehen. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu der westlichen Mentalität. Nehmen wir unsere Gedanken normalerweise für sehr ernst und stehen uns manchmal damit im Wege, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen, weiß der östlich sozialisierte Mensch dagegen, dass Gedanken kommen und gehen. Das Schöne ist: Wir können mit diesen Methoden lernen, unsere Gedanken zu kontrollieren und sie für unsere Ziele zu nutzen. Die 3 Schritte habe ich dir in einem anderen Blogartikel erklärt.

Lehrer Sanjeev Pandey fragte mich…

Wer ist der Boss?
Mein Lehrer fragte mich „Wer ist der Boss? Du oder deine Gedanken?“ Ich antwortete nicht schnell genug. Dann fuhr er fort: „Der Kopf kann Fehler machen. Das Herz nicht.“ Dann fragt er mich: „Wer bist du?“ – Ich verstand, ich sollte gar nicht antworten, sondern einfach zuhören. Er fuhr fort: „Du bist ein Mensch. Das sehe ich. Du bist ein Mann. Das sehe ich. Du bist der König deiner Gedanken. Du kannst alles und bist alles. Du bist jeder. Du nennst dich Chris, weil dich deine Eltern so genannt haben. Du kannst alles denken. Du kannst alles fühlen. Du kannst alles sein. Irgendwann wirst du sterben und was wird dann von dir bleiben? Stop thinking means dead.“

Zeitachsen-Ping-Pong

Was uns modernen Menschen so wahnsinnig schwer fällt: den Fokus im Hier und Jetzt haben und im Moment leben. Er ist das einzige, das wir wirklich haben, denn die Vergangenheit ist vorbei und die Zukunft noch nicht da. Unser Leben besteht sozusagen aus lauter einzelnen Momenten. Und doch machen wir nur allzu oft lieber eine gedankliche Zeitreise in die Zeiten, an denen wir keine Macht haben. Wir verirren uns entweder in den Erlebnissen, die längst geschehen sind, oder zerbrechen uns den Kopf über die, die noch kommen werden. Beides ist jedoch so nützlich, wie ein Paar Schlittschuhe in der Wüste Atacama. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, auch wenn du noch so hartnäckig darüber nachdenkst und den Fokus darauf lenkst. Du kannst nur aus ihr lernen und das erlernte Wissen aus den vergangenen Erfahrungen umsetzen. In der Zukunft hast du genauso wenig verloren, denn sie ist weder greifbar, noch berechenbar. Spätestens, wenn du mal eine große Party planst, merkst du, dass am Ende sowieso immer alles komplett anders läuft, als gedacht. Und während du so fleißig Zeitachsen-Ping-Pong spielst verpasst du das Leben an sich, denn das findet genau Hier und Jetzt statt. In diesem Moment.

Es gibt dazu ein sehr gutes Zitat von Laotse: „Wenn du depressiv bist, lebst du in der Vergangenheit. Wenn du Angst hast, lebst du in der Zukunft. Wenn du inneren Frieden erlebst, dann lebst du in der Gegenwart.“ Dieses Zitat bringt es, wie ich finde, perfekt auf den Punkt. Wie oft denken wir Dinge wie: „Hätte ich gestern/letzte Woche/ damals doch nur…“ oder „Ich habe ganz schön Bammel vor morgen!“. Das Problem ist, Reue, Traurigkeit und Angst sind keine guten Ansprechpartner, wenn du Entscheidungen treffen musst. Sie manipulieren dich nämlich, bringen dich dazu, nicht reflektiert und aus deiner aktuellen Situation heraus zu entscheiden, lenken deinen Fokus weg von dir und deinem Ziel und hindern dich am Stress abbauen. Und so kann es schnell passieren, dass die Vergangenheit oder Zukunft dir einen schönen Strich durch die Rechnung machen und dich Entscheidungen treffen lassen, die gar nicht zu deinem Besten sind, oder dir wirklich entsprechen.

Ein weiser Mönch wurde einmal gefragt
Ein Schüler fragte einmal seinen Meister, warum dieser immer so ruhig und gelassen sein könne.

Der Meister antwortete: “Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich.”

Der Schüler fiel dem Meister ins Wort und sagte: “Aber das tue ich auch! Was machst Du darüber hinaus?”

Der Meister blieb ganz ruhig und wiederholte wie zuvor: “Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich…”

Wieder sagte der Schüler: “Aber das tue ich doch auch!”

“Nein”, sagte da der Meister. “Wenn Du sitzt, dann stehst Du schon. Wenn Du stehst, dann gehst Du schon. Wenn Du gehst, dann bist Du schon am Ziel.”

Aus dem Zen-Buddhismus

Doch Unachtsamkeit hat noch weitere Folgen. Wenn du mit dem Kopf nie bei der Sache bist, nie den Moment bewusst erlebst, dann erinnerst du dich an viel weniger. Zack! Gedächtnislücke. Schonmal versucht, einer Filmhandlung zu folgen, während du am Grübeln warst? Das funktioniert beim Film deines Lebens genauso wenig. Er läuft zwar, aber du verpasst die Handlung und die Details und am Ende weißt du nur noch grob, worum es ging. Schalte den Autopilot ab und steure dein Leben in dem Moment, in dem es stattfindet: jetzt! Das Buch Hornhaut für die Seele ist übrigens ein grandioser Einstieg in das Thema Achtsamkeit und Resilienz. < kleiner Tipp, weil von mir geschrieben und so ne;) >

Wir werden den ganzen Tag an der Nase herumgezogen und denken, es wäre freier Wille.

Probier nur mal 14 Tage ohne Kaffee, Fleisch, Alkohol, Zigaretten und Internet zu leben. Ich hatte 2 Tage krasse Entzugserscheinungen im Kloster und danach ging es mir prächtig.

Tatsächlich können wir erst dann achtsam bewusste Entscheidungen treffen, wenn wir frei sind von Konsum und Genuss. Erst dann können wir wahrnehmen, welche Werte und Einstellungen in uns schlummern. Und auch erst dann können wir negative Glaubenssätze entlarven und Muster durchbrechen. Du kannst dann auf einmal bewusst entscheiden, wie oft und wie viel Schokolade du essen willst, anstatt aus Routine danach zu greifen und damit merken wie viel besser es dir damit geht.

Konflikte friedlich austragen

Da wir nicht alleine auf der Welt sind, gehört auch immer die Beziehung zu anderen Menschen zu unserem Glück. Es ist ein Grundverständnis von Mönchen im Buddhismus, dafür zu sorgen, dass es einem selbst und vor allem auch anderen gut geht. Wie stark dies verankert ist, sehen wir an „erleuchteten“ Menschen, die nach ihrem Tod eigentlich nicht mehr zurückkommen müssten, freiwillig die Wiedergeburt wählen, um andere Menschen auf dem Weg zu inneren Stärke und dauerhaftem Glück zu begleiten.

Lehrer Sanjeev Pandey fragte mich…

Wer ist der wichtigste Mensch
Mein Lehrer fragte mich „Wer ist der wichtigste Mensch für dich?“. Ich musste zuerst an mich denken, denn wenn ich nicht wäre, könnte ich gar nichts bewirken. Dann kam mir gleich der nächste Gedanke in den Kopf – meine Paty und unser Sohn Xavi. Das war dann auch meine Antwort. „Falsch!“ sagte mein Lehrer. „Der wichtigste Mensch, ist immer der Mensch, der gerade vor dir ist.“

Nach wie vor ist ein friedliches Miteinander zwar der größte Wunsch der meisten Menschen, die Weltgeschichte ist jedoch geprägt von Kriegen, Konflikten und Auseinandersetzungen. Grundsätzlich werden wir diese Herausforderung in naher Zukunft nicht lösen können, weil wir Menschen immer wieder mit unterschiedlichen Erwartungen, Einstellungen und Werten aufeinander treffen werden. Das Entscheidende ist, wie wir dies bewerten. Ich möchte dir nun noch ein paar Übung mit auf den Weg geben, die ich gelernt habe.

Übungen für mehr Achtsamkeit

Die Geh-Meditation
Die Geh-Meditation ist wirklich genial. Sie lässt sich nämlich überall ausführen. Sogar beim Einkaufen oder auf dem Weg zur Arbeit kannst du so ganz einfach Stress abbauen. Und sie erfordert keinerlei Vorkenntnisse. Bei der Geh-Meditation geht es darum, den Fokus nur auf den Atem und das Gehen zu lenken und dadurch zu innerer Ruhe und Entspannung zu kommen. So kannst du überall Stress abbauen:

– Falls es dir möglich ist, gehe barfuß. Das erdet dich noch mehr und du spürst jeden Schritt ganz deutlich. Trage ansonsten bequeme Schuhe.
– Gehe langsam und achtsam. Bringe deine Schritte mit deinem Atem in Einklang.
– Konzentriere dich nur auf deinen Atem und das Gefühl, wenn deine Füße auf dem Boden aufsetzen.
– Du kannst deine Umgebung wahrnehmen, beginne jedoch nicht, sie zu beurteilen oder darüber nachzudenken. Erwischst du dich dabei, dann lenke den Fokus zurück auf deinen Atem.
– Gehe aufrecht und stelle dir vor, wie du mit jedem Schritt positive Energie aus dem Boden aufnimmst und negative Energie an die Erde abgibst.
Möchtest du einen Meister der Geh-Meditation und das spannende Thema besser kennenlernen? Dann schau dir mal das Buch Geh-Meditationvon Thich Nhat Hanh an.

Konfliktübung
1. Versuche beim nächsten Konflikt konsequent deine Wünsche, Erwartungen und Gefühle als ICH-Botschaften zu formulieren. Vermeide alle Appelle, Vorwürfe, Forderungen und Schuldzuweisungen. Nimm nach dem Gespräch bewusst die Wirkung deiner Haltung wahr. Wie fühlst du dich? Was war vielleicht anders als sonst?

2. Beim übernächsten Konfliktgespräch stellst du Fragen an deinen Gesprächspartner, zum Beispiel: Wie siehst du das? Was sind deine Wünsche? Danach lösungsorientierte Fragen wie: Was können wir jetzt gemeinsam tun? Wie sieht eine Lösung aus? Was wäre dein Vorschlag? Nimm nach diesem Gespräch bewusst die Wirkung deiner Fragen wahr. Wie fühlst du dich? Was war vielleicht anders als sonst?

Balance
Balance führt zu Überlegenheit und der wahren Kunst des Nachgebens

2. Das Prinzip der Balance – Führt zu Überlegenheit und der wahren Kunst des Nachgebens

Balance liegt in der Natur des ganzen Universums. Nach dem Tag folgt die Nacht, nach dem Sommer der Winter, nach dem Regen die Sonne. Gerät nur ein Punkt aus dem Gleichgewicht, hat das weitreichendere Auswirkungen, als wir Laien das verstehen können. Denn diese natürliche Balance hat einen Sinn. Das merkst du vor allem daran, wie perfekt dein Körper gebaut ist, damit er sich fortbewegen kann, ohne umzufallen. Du begegnest dieser Balance jeden Tag, unzählige Male. Eine Balance gerät allerdings zunehmend bei vielen Menschen aus dem Gleichgewicht: die Balance zwischen Anspannung und Entspannung.

So richtig merken viele das erst, wenn sie entweder psychisch oder physisch krank werden, weil die Seele oder der Körper laut „STOP!“ schreit. Sicher brauchen wir auch Herausforderungen, Aufgaben, die unsere Disziplin stärken. Doch wenn wir den Fokus deutlich stärker auf Anspannung, als auf Entspannung lenken, dann beginnt wie Waagschale zu kippen. Sadhguru sagte: „Wenn du in der Welt funktionierst, ohne dich darum zu kümmern, was mit dem Leben um dich herum geschieht – das bedeutet kriminell zu sein.“ Und damit hat er ziemlich Recht, denn wenn du nur funktionierst, ohne dich um dich selbst zu kümmern, dann schadest du dir selbst. Du begehst sozusagen ein Verbrechen an deiner geistigen und körperlichen Gesundheit. Stell dir das wie ein Druckkochtopf vor, aus dem du den Druck nicht entweichen, sondern immer weiter ansteigen lässt. Irgendwann fliegt er dir um die Ohren. Kümmere dich also jeden Tag darum, deine Balance zu halten. Stress abbauen bedeutet Druck ablassen.

Übung für mehr Balance

Meine Empfehlungen für dich
Probiere mal die unterschiedlichen Yogaarten aus. Anders als im Fitnessstudio, wo es häufig sehr laut ist, dein Trainer dich pusht und es darum geht noch mehr Intensität auf den Körper zu geben, vereint Yoga den Atem, Entspannung und auch die Anspannung auf eine angenehme Art und Weise. Wie bei Eissorten, wird jeder eine andere Sorte bevorzugen. Die Locals in Indien machen sich übrigens ganz schön lustig darüber, dass es Menschen gibt, die Geld dafür geben sich nachher entspannt zu fühlen. Ist auch irgendwie lustig, dass wir dann eine Yogamatte, ein Yogashirt, die richtige Yogahose, eine Tasche für die Matte, einen Yogablock, einen Yogagurt und was noch alles kaufen müssen. Wenn du einfach starten willst, dir Anleitung dennoch wichtig ist – schau mal hier: Yoga at Home ist eine freie und unabhängige Plattform, die sich ganz dem Gedanken verschrieben hat, das Wissen über Yoga auf möglichst einfachem und günstigem Wege zugänglich zu machen.

Ich hatte meine besten Gedankenblitze während einer Tanzmeditation und ich habe währenddessen bitterlich geheult, so intensiv waren meine Erfahrungen.

osho nataraj meditation music – dance meditation

Wie du kampflos siegen wirst

Ist es nicht so, dass viele Menschen Energie verschwenden, weil sie Tag für Tag Kämpfe austragen. Sie kämpfen mit sich selbst, mit dem Partner, den Kindern, dem Nachbarn, anderen Autofahrern, Kollegen, Chefs, der Schwiegermutter oder der Ex… genau deshalb lernst du jetzt, wie du kampflos einen Kampf gewinnen kannst:

Der Affe und der Kranich

Unter Mönchen erzählt man sich die Geschichte, wie ein weiser Mönch eines Tages beobachtete, dass ein großer Affen über einen Kranich herfiel. Jeder weiß, dass ein Kranich keine Chance hat gegen einen Affen. Doch der Vogel, der keine Angst zeigte, versetze dem Affen einen kräftigen Schlag mit den Flügeln. Dann hüpfte er aufs andere Bein und in einem günstigen Moment pickte er dem Affen ein Auge aus. Der Affe ergriff die Flucht.

Manchmal hat es also vielleicht eher etwas mit dem Auftritt und nicht der tatsächlichen Stärke zu tun. Kurz vor Antritt meiner Reise nach Indien, hatte ich meinen Namen ändern lassen. Somit waren Personalausweis, Reisepass, Visum und alle Buchungen offiziell abgelaufen. In meiner Geizigkeit habe ich mir die Dokumente natürlich nicht neu ausstellen lassen und bin die Reise so angetreten, in der Annahme, dass das schon okay sei. Bereits bei der Ausreise gab es bei der Kontrolle Probleme. Das System blinkte rot und der Herr sagte „Wohin reisen Sie? Sie haben kein gültiges Visum.“ Daraufhin tischte ich ihm höflich und entspannt die tollste Märchengeschichte auf und erklärte ihm, dass ich das Visum bei einem Zwischenstop erhalten werde und zunächst nicht in EU Ausland reisen werde. Ich zeigte im ein Dokument der indischen Konsulats und bot ihm an dort mal eben in seinem Namen an zu rufen. Er stellte das System manuell auf grün – ich konnte in den Flieger einsteigen. So machte ich es bei allen 6 Kontrollen auf meiner Reise.

Keiner will ein Lappen sein

Mir hilft folgende Vorstellung: Wenn du mit der Faust gegen eine Hauswand schlägst, brauchst du viele Schläge bist die Hauswand anfängt zu bröckeln. Wenn du aber gegen ein hängenden Lappen/ hängendes Tuch schlägst, wird sich das Tuch immer wieder um deine Faust herumlegen und die Kraft absorbieren bis du schließlich müde aufgibst.

Nur wird in unserer Gesellschaft mit Eigenschaften eines Tuches, wie weich, sanft oder nachgebend häufig etwas Negatives verbunden und mit Eigenschaften einer Wand, wie groß, stark, gibt Schutz und Halt eher etwas Positives. Keiner will weich, sanft oder nachgebend sein. Das ist vor allem nicht männlich. So will Lehrer über sich gesagt bekommen und auch keine Führungskraft so gesehen werden. Das würdest du auch nicht gerne in deiner Bewertungen oder im Lebenslauf stehen haben. Kein Arsch will das. Und genau deswegen kommen wir jetzt zu dem Punkt der wahren Größe:

Die wahre Größe des Nachgebens

Laktose sagte mal „Darum sind Härte und Unbeugsamkeit Gefährten des Todes und Geschmeidigkeit und Zartheit die Gefährten des Lebens. Darum wird ein unbiegsamer Zänker nicht siegen und ist ein unbiegsamer Baum dem Tode verfallen. Mit Unbiegsamkeit und Macht kommt man nicht weit, mit Geschmeidigkeit und Zartheit kommt man überall hin.“

Stell dir einmal vor, die Natur würde sich nur an Härte orientieren. Du läufst über eine Wiese und jeder Grashalm bricht einfach ab. Nein, wäre doch sinnlos. Auch bei Tieren ist es nicht so. Igel zum Beispiel lassen ihre Gegner einfach kampflos stehen und verschwenden dabei keinerlei Energie. Die Perfektion von siegen ohne in den Kampf zu gehen. Eben dieses ist auch in uns Menschen als Geschenk der Natur so drin. Wir können Menschen, die uns anschreien, herausfordern, provozieren oder sich messen wollen, einfach stehen lassen. Das was dich bis jetzt noch davon abgehalten hat, war dein Stolz. Um mehr in Balance zu kommen, ist es also notwendig den Stolz ab zu legen und geschmeidig zu werden wie ein Tuch.

Waagschalen
Du musst dir für diese Übung keine alte Waage kaufen, auch wenn das Sinnbild natürlich sehr schön ist. Es reicht jedoch, wenn du zwei Schalen nimmst und diese an einem schönen Ort in deiner Wohnung platzierst. Eine Schale steht für die Aufgaben, die dich Kraft kosten, weil du sie zum Beispiel nicht gerne machst oder sie schlichtweg anstrengend sind. Die andere Schale steht für Dinge, die dir Kraft geben. Mache dir am besten für beide Schalen eine Liste und schreib alles auf, was dir dazu einfällt. Am Ende des Tages solltest du Bilanz ziehen und die Schalen mit Murmeln befüllen. Sind die beiden Schalen gleich voll, oder ist die mit den unliebsamen Aufgaben deutlich voller? Trifft letzteres zu, dann überlege dir, wie du das Schritt für Schritt ändern und gezielt Stress abbauen könntest. Ein entspannter Kaffee auf der Parkbank nach Feierabend, ein warmes Bad, ein Ausflug mit Freunden. Du weißt am besten, was dir gut tut. Und diese Übung zeigt dir sehr deutlich, wie gut du darin bist, deine Balance zu halten. Führst du ein Leben, das dir genug Kraft zurückgibt?

Disziplin
Disziplin bedeutet Gelegenheiten schaffen

3. Das Prinzip der Disziplin – Gelegenheiten schaffen, auf sie warten, um sie für dich zu verwenden

3. Tag, Unterricht mit Lehrer Awdhesh Semwal (mein Lieblings-Lehrmeister)

Awdhesh begann die Lehrstunde ohne Begrüßung, machte die Ventilatoren aus, schloss alle Fenster und sagt mit strenger Stimme sowas wie „Stellt euch vor die Wand. Jetzt Position Virabhadrasana II (Der Krieger 2).“ Da ließ er uns dann 90 Minuten stehen. Das war seine Unterrichtsstunde. Du kannst dir das Gefühl ungefähr so vorstellen: Es gibt solche Toiletten – wenn du irgendwo draußen unterwegs bist – da willst du dich einfach nicht hinsetzen. Du musst aber super dringend ein großes Geschäft machen. Und du hast eigentlich den Monstermuskelkater deines Lebens. Jetzt hockst du dich mit deinem Po so dich über die Schüssel, dass du sie ja nicht berührst und obwohl du gerade noch super dringend musstest, will jetzt einfach nichts kommen. Das 90 Minuten. Ist klar? Einen Tag darauf macht er das selbe Spielchen mit gespreizten Beinen vor der Wand sitzend. Alle 2 Minuten gehen die Beine ein kleines bisschen weiter auseinander. 90 Minuten.

Kennst du die Studie der Stanford University zum Thema Disziplin? Wenn du weiterliest vielleicht ja doch. Hier mal eine kurz Erklärung, falls sie dir unbekannt sein sollte: In den Sechzigerjahren testete Professor Walter Mischel etwa 600 Kinder. Er gab ihnen einen Marshmallow und sagte, sie könnten ihn entweder sofort essen oder 15 Minuten warten, dann bekämen sie einen zweiten. Die meisten Kinder aßen den Marshmallow sofort, nur ein paar konnten widerstehen. Einige Jahre später untersuchte er die nun Jugendlichen erneut und fand heraus, dass diejenigen, die damals die 15 Minuten abwarten konnten, erfolgreicher waren, bessere Schulnoten hatten, einen größeren Freundeskreis besaßen und sowohl körperlich als auch psychisch gesünder waren.

Auch die Mönche und spirituellen Meister im indischen Kloster leben in strenger Selbstdisziplin. Denn sie sind sich bewusst, dass es sich langfristig auszahlt, sich, um es mal einfach auszudrücken, zusammenzureißen. Den Fokus auf die eigenen Ziele zu richten und so das Leben zu leben, das man sich wünscht. Entspannung ist wichtig, aber wenn du jeden Tag bis mittags im Bett liegst oder nach Feierabend nur vorm Fernseher sitzt, dann arbeitest du nicht an dir. Und ganz nebenbei: Disziplin kann auch Stress abbauen. Denn nichts frustet auf Dauer mehr, als das Gefühl, nichts sinnvolles aus dem eigenen Leben zu machen. Frag dich deshalb: Was will ich wirklich in meinem Leben tun, was sind meine großen und kleinen Träume? Und arbeite jeden Tag daran. Auch wenn es nur ein bisschen ist. Ein bisschen ist immer noch besser, als nichts zu tun. Schärfe deinen Fokus. Zum Beispiel mit dieser Übung, die dir gleichzeitig Entspannung bringen wird.

Übung für mehr Disziplin

Visualisieren
Du kannst ja einfach mal aus Spaß eine Einheit von Lehrmeister Awdhesh machen. Yogis, spirituelle Meister, Mönche – sie alle haben sich auf den Weg des Geistes festgelegt, weil sie wissen, wie mächtig er ist und wie sehr er Stress abbauen kann. Unser Geist ist unser wichtigster Kompass im Leben. Fokus ist daher wichtig. Denn so kannst du Stress abbauen und deine Ziele erreichen. Und dafür bist du ja letztendlich hier. Um deine Träume zu leben, deinen Weg zu gehen. Setze dich also hin, komme zur Ruhe und lenke deinen Fokus auf deine Wünsche. Was ist dir richtig wichtig im Leben, was willst du unbedingt erreichen? Willst du ein bestimmtes Instrument lernen? Dich selbstständig machen? Ein Buch schreiben?

Gehen wir mal davon aus, du möchtest dich beruflich verändern und dich selbständig machen. Schließe deine Augen und atme einige Male tief ein und aus, bis du Entspannung spürst und dein Fokus bei dir ist. Du kannst vorher auch deinen Stress abbauen, indem du Sport machen gehst. Stelle dir nun genau vor, so bildhaft und detailreich wie möglich, wie dein Laden aussieht. Wo befindet er sich? Wie groß ist er? Wie sieht das Logo aus? Was verkaufst du? Visualisiere, wie es in deinem Laden riecht, welche Farben die Wände haben und was du für Kleidung trägst. Lebe und fühle die Rolle als Geschäftsmann oder Geschäftsfrau. Stelle dir vor, wie du deine Bücher durchgehst und dein Umsatz immer mehr steigt. Und wie das dein Leben verändert. Wiederhole das jeden Tag und sehe das Bild immer klarer vor deinem geistigen Auge. So kann es irgendwann Wirklichkeit werden, weil dein Fokus auf deinem Ziel liegt und du immer disziplinierter wirst, es zu erreichen. Der tolle Nebeneffekt ist, dass du dadurch Entspannung findest und Stress abbauen kannst. Eine richtige Power-Meditation.

Klarheit
Der Blick in die Flamme

4. Das Prinzip der Klarheit – Dinge ganz tun oder ganz lassen

Umso klarer du bist, umso mehr kannst du deine Wünsche Taten werden lassen. Dein Durchsetzungsvermögen steigt und du wirst zufriedener. Das kann nicht nur Stress abbauen und dir Entspannung bringen, sondern deinen Fokus auch schärfen. Denn wer klar sieht, der sieht besser. Deshalb meditieren die Mönche im indischen Kloster jeden Tag. Sie möchten einen klaren Verstand und somit auch eine höhere Bewusstseinsstufe erreichen. Lichtet sich der Nebel des Alltags, kommt die Intuition viel deutlicher zum Vorschein und die ist meist der beste Lehrmeister. Denn wer weiß besser, was du brauchst und willst, als deine Seele?

Lehrer Sanjeev Pandey fragte mich…

Stop thinking outside
Mein Lehrer sagte „Stell dir vor du fragst mich ‚Meister Pandey, bei wem findet heute Abend die Mediation statt?‘ und ich sage dir ‚Geh zu Meister ram Ji, er wird die Meditation machen.“ Du gehst also zu Meister ram Ji und er sagt dir „Geh zu Meister Pandey, er wird die Meditation machen.“ Du kommst also wieder zurück zu mir. Das geht 3 oder 4 Mal so. „Was machst du?“ – Ich hatte gelernt, dass er gerne seine Fragen selber beantwortet, also wartete ich seine Antwort ab. „Irgendwann wirst du in der Mitte stehen bleiben und nicht mehr wissen, was du glauben sollst. Genauso ist es mit unseren Gedanken im Kopf und der Realität. Irgendwann sind wir verwirrt und wissen nicht mehr was wir glauben sollen. Stop thinking outside and inside!“

Klarheit erlangen bedeutet also Stress abbauen, Entspannung finden, den Fokus auf sich selbst zu richten und sich weiterzuentwickeln. Ein klarer Geist ist ein wacher Geist. Und ein wacher Geist hat weitaus mehr Durchsetzungsvermögen, weil er genau weiß, wo es langgeht. Sowohl im Beruf, als auch privat. An dieser Stelle möchte ich nochmal extra betonen, wie wichtig es ist, dass du Entspannung im Alltag findest, denn ohne sie kann keine Klarheit kommen. Hektik und Stress sind nämlich zwei ihrer größten Feinde. Mache es deshalb wie die Mönche und lerne, wie du Stress abbauen kannst, um den Nebel zu lichten, der deinen überlasteten Geist oftmals nach einem anstrengenden Tag umgibt.

Übung für mehr Klarheit

Die Flamme einer Kerze beobachten
Um klar zu werden, musst du deinen Kopf frei bekommen. Und das gelingt am besten, wenn du deinen Fokus auf einen Punkt richtest und Entspannung zu dir kommen lässt. Stress abbauen funktioniert nur, wenn wenn du keinen anstrengenden Reizen ausgesetzt bist. Sorge deshalb für möglichst viel Ruhe und setze dich in einer für dich angenehmen Haltung auf den Boden oder ein Kissen. Entzünde eine Kerze. Dunkle vorher, wenn du möchtest, den Raum (etwas) ab. Nun lenke deinen Fokus auf die Flamme der Kerze und beobachte sie, ohne aktiv zu denken und die Flamme gedanklich zu beschreiben. Nimm einfach nur ihren flackernden Tanz wahr und sinke dabei mit jedem Atemzug in eine tiefere Entspannung. So kannst du nach und nach Stress abbauen, das Gedankenkarussell stoppen und mehr Klarheit erlangen. Solltest du dich dabei erwischen, wie du abschweifst, dann achte einfach auf deinen Atem. Beginne mit fünf Minuten täglich und steigere dich von Woche zu Woche. Diese Auszeit wird deinen Geist stärken, Stress abbauen und dir zu innerer Ruhe verhelfen.

Haltung
Haltung – Das was du bist und was du wirst, liegt in dir selbst

5. Das Prinzip der Haltung – Das was du bist und was du wirst, liegt in dir selbst

Kennst du auch Menschen, denen man ihren Frust schon am Gesicht ansehen kann? Sie sind der lebende Beweis dafür, dass Gedanken uns formen und uns eine entsprechende Ausstrahlung verleihen. Das positive Gegenbeispiel sind Menschen, die ein Leuchten in ihren Augen haben und uns förmlich anziehen mit ihrer Energie. Die einen haben ihren Fokus auf negative Gedanken und Muster gelegt, die anderen auf positive. Viele unserer Probleme und Sorgen machen wir uns selbst und vergiften unsere Geist mit Negativität. Wir grübeln, ärgern uns, tun Dinge, die uns nicht gut tun.

Es liegt an dir, ob du dich über den umgemähten Rasen des Nachbars aufregst oder nicht. Es liegt ebenso an dir, ob du dir den Kopf darüber zerbrichst, ob deine Kollegen auf der Arbeit über dich lästern. Klar, es gibt echte Sorgen, wie kranke Familienangehörige. Doch die meisten unserer negativen Gedanken und Handlungen könnten wir abschütteln, wenn wir den Fokus mal auf uns selbst, anstatt auf andere richten würden. So lässt sich übrigens jede Menge Stress abbauen. Denn wenn du dich nur noch um deine Angelegenheiten kümmerst, dann fällt vermutlich ein großer Teil an Stress einfach ab und du wirst mit Entspannung belohnt. Und die sieht und merkt man dir an. Tu was für deine Haltung und Ausstrahlung, entspann dich!

Übung für eine positivere Haltung und mehr Ausstrahlung

Ich, die anderen und das Universum
Die Übung „Ich, die anderen und das Universum“ lehrt dich genau das. Ich nenne es mal Universum. Du darfst stattdessen auch gerne Gott oder ein anderes Wort wählen. Und nun gehe nacheinander alle Situationen durch, die dich belasten und stelle dir folgende Frage: „Ist das meine Angelegenheit, die von anderen oder die des Universums?“ Hake anschließend gedanklich alle Situationen ab, die nicht unmittelbar mit dir zusammenhängen. Stress abbauen gelingt nur, wenn du dir keinen unnötigen auflädst. Du entscheidest in den meisten Fällen, was du in deinen Geist lässt und was nicht. Und wenn ja, wie du damit umgehst. Hier mal drei Beispiele zur Verdeutlichung: – Wenn du einen Wasserschaden im Haus hast, ist das deine Angelegenheit. – Ärgert sich dein Nachbar über den Hund eines anderen Hausbewohners, ist das seine Angelegenheit. – Regnet es am Wochenende wie aus Eimern, ist das die Angelegenheit des Universums. Du hast eh keinen Einfluss darauf. Also warum aufregen und nicht einfach das beste aus der Situation machen? (Bist du schon etwas geübt, kannst du sogar die schönen Seiten der Situation suchen: perfektes Lesewetter, romantisches Kuschelwetter…)

Gelassenheit
Begierde macht berechenbar, verletzbar und erpressbar

6. Das Prinzip des Nicht-besitzen-Wollens – Begierde macht berechenbar, verletzbar und erpressbar

Nicht-besitzen-Wollen ist nicht nur auf materielle Dinge bezogen, sondern ebenso mit emotionalen Dingen. Deshalb beginnen wir mit dem Loslassen vergangener Dinge. Du hast versehentlich einen Fehler auf der Arbeit gemacht? Eine Beziehung zu einer Person tut dir nicht gut? Eine Situation belastet dich, aber du hältst trotzdem an ihr fest und erfindest immer wieder Gründe, warum das so ist? Entspannung ist angesagt. Du kannst nur Stress abbauen, wenn du deinen Fokus darauf lenkst, was dir gut tut und was nicht. Und was du ändern kannst und was nicht. Das hat viel mit Selbstwert zu tun. Du kannst nur dann Stress abbauen und Entspannung in dein Leben lassen, wenn du bereit dafür bist, dir genau das selbst zu gönnen. Das musst du üben, denn es ist eine Fähigkeit, die nur durch Training wachsen und gedeihen kann. Es gibt zu diesem Thema einen guten Koan, also einen Ausspruch aus den Zenbuddhismus: Ein Schüler kommt zu seinem Meister und fragt: „Wie kann ich mich von der Vergangenheit lösen Meister?“ Da geht der Meister zu einem Baum, umklammert ihn und klagt: „Was soll ich bloß tun, damit dieser Baum mich loslässt?“

Stress abbauen, loslassen und Entspannung finden beginnt bei dir. Du bist kein Opfer deiner äußeren Umstände. Dein Job gefällt dir nicht? Wechsle ihn! Eine Freundin raubt dir immer nur Energie? Löse die Verbindung! Du fühlst dich in deiner Wohnung nicht wohl? Zieh um! Setze deinen Fokus auf dein Leben, analysiere, was dich Kraft kostet und lass es los. Auch, wenn es schwer ist und vielleicht nicht sofort geht. Genau das bedeutet Stress abbauen. Loslassen, was dir im Weg steht. Nur so kommst du zu Ergebnissen und bleibst nicht auf halber Strecke erschöpft liegen. Räume die Steine aus dem Weg und starte durch.

Übung zum Loslassen

Verzeihen
Der Schlüssel zum Loslassen und zur Entspannung liegt zu einem großen Teil im Verzeihen. Hast du etwas getan, das du nun bereust, oder das dich beschäftigt? Dann verzeihe dir selbst. Sage es dir, laut oder leise, immer wieder selbst, dass du dir verzeihst und die Erfahrung nutzt, um daran zu wachsen. Jede Erfahrung ist nützlich, auch die unliebsamen. Hat dich eine Person verletzt? Dann gehe alleine in den Wald und schreie es hinaus, schreibe einen Brief, indem du alles loswirst, was dich kränkt oder sage ihr in Gedanken, wie du fühlst. Lass alles raus. Und dann lass es los. Nachdem du reinen Tisch gemacht hast, verzeihe der Person. Nicht, um die Schuld von ihr zu nehmen, sondern um deinen Frieden mit der Situation zu machen. Tu es nicht ihr zuliebe, sondern dir selbst zuliebe. Nimm der Person oder der Situation die Macht über dich, sie hat dich genug gequält. Entscheide dich klar dafür, loszulassen und Entspannung zu finden. Du willst Stress abbauen? Dann halte ihn nicht länger fest. Denke an die Geschichte mit dem Meister und dem Baum. Zugegeben, das ist nicht immer einfach umzusetzen und doch wird es immer leichter, umso öfter du die Fähigkeit zu vergeben trainierst.

Gelassenheit – Sich nicht zu Handlungen hinreißen lassen

7. Das Prinzip der Gelassenheit – Sich nicht zu Handlungen hinreißen lassen

Ein brauner Fleck
Mein Lehrer gab mir einen Becher mit Flüssigkeit. „Trink! Es wird dir gut tun!“ Ich trank. 30 Minuten später habe ich mir einfach so richtig hart in die Hose gekackt. Alle haben es gesehen. Mein Lehrer fing an zu lachen und sagte so etwas wie „Sei stark Krieger!“ vielleicht hieß es auch „Starker Krieger.“ – mit einem ironischen Unterton.

Gelassenheit ist etwas Schönes. Aber was bedeutet Gelassenheit eigentlich genau? Es bedeutet, dass du Entspannung und Zufriedenheit in den Mittelpunkt deines Fokus stellst. Dass du verwurzelt in dir und deinem Leben bist und den Stürmen stand hältst, wie ein Baum. Dazu bedarf es einer gewissen Flexibilität, denn auch ein Baum würde einbrechen, wenn er nicht mit dem Wind schwingen würde. Wir Menschen können jedoch nicht einfach herumwackeln wie so ein Luftmann vor einem Kaufhaus, wenn es anstrengend wird (können wir schon, ist aber wenig effektiv). Unsere Taktik heißt: Stress abbauen! So kommen wir in unsere Mitte, also in die Gelassenheit. Dein Fokus sollte also darauf liegen, für genug Ausgleich in deinem Leben zu sorgen und nach Anspannung Entspannung zu erfahren.

Osho nadabrahma meditation – ‘om’ chanting meditation

Stress ist eine Entscheidung. Genauso wie Stress abbauen. Beobachte doch mal Angestellte in einem Unternehmen, die alle den selben Posten haben. Einige sind gelassen, andere angespannt, wieder andere wirken vielleicht sogar so, als bräuchten sie nach Feierband einen Boxsack. Das hängt eventuell auch mit der persönlichen Lebenssituation der Person zusammen, doch wie viel Stress sie sich auf der Arbeit machen, das entscheidet jeder ganz alleine. Ansonsten hätten ja alle das selbe Stresslevel. Was jedoch selten der Fall ist. Gelassenheit bedeutet, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, auch wenn es stressig wird. Entspannung im Fokus zu haben und so ans Ziel zu kommen. Und das tun diejenigen viel eher, die gelassen sind. Denn ihr Fokus ist darauf ausgerichtet, die Kraft gut einzuteilen und Stress abbauen zu können, bevor er wirklich entsteht. Gelassenheit bedeutet, sich gar nicht erst aus der Ruhe bringen zu lassen.

Übung für mehr Gelassenheit

Atmen
Um Gelassenheit zu finden, musst du (am besten mehrmals täglich) Stress abbauen und deinen Fokus von der Außenwelt zurück auf dich richten. Denn nur mit Entspannung und dem richtigen Fokus kommst du ans Ziel. Besonders dann, wenn es stressig wird. Mit dieser Übung kannst du immer und überall Stress abbauen. Selbst in einem Moment, indem ein Kollege dir mal wieder so richtig den letzten Nerv raubt. Bist du alleine, dann mache es dir bequem, schalte alle Geräte aus, die dich stören könnten und schließe die Augen. Lege deine Hand, wenn du magst, auf deinen Bauch und atme tief ein und aus, bis in den Bauch hinunter. So kannst du noch effektiver Stress abbauen, als wenn du nur flach atmest. Behalte nur deinen Atem im Fokus, lass alles andere los und finde Entspannung. Bist du gerade in einem Meeting, dann kannst du diese Übung auch mit offenen Augen machen und die Hand am Bauch weglassen, bevor dein Chef den Arzt ruft, weil er denkt, du hättest beim Mittagessen eine Pechsträhne gehabt. Nun stelle dir vor, wie du beim Einatmen Kraft, Freude und Gelassenheit einatmest, die deinen ganzen Körper wie goldenes Licht durchströmt und dich energetisiert. Und beim Ausatmen lässt du Ärger, Anspannung und Stress einfach aus dir herausströmen. Stelle dir dabei bildlich vor, wie dich schwarze, negative Energie verlässt und dafür goldene, positive Energie in dich fließt. Wiederhole das so oft, bis du dich geerdet fühlst und dein Fokus wieder auf Entspannung liegt. So kannst du selbst unterwegs im Bus, beim Einkaufen oder im Kundengespräch Stress abbauen. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Also finde jeden Tag ein bisschen mehr Entspannung und werde zum Meister. Ich wünsche dir eine gute Reise in ein erfülltes, gelassenes Leben.

Balance
Leitsätze der Mönche

8 Leitsätze von Mönchen

8 Leitsätze der Inneren-Stärke-Philosophie

1. Ich lerne jeden Tag mehr über mich selbst.

2. Ich kontrolliere meine Gedanken.

3. Ich achte auf meine Gefühle und lerne, sie anzunehmen und auch loszulassen.

4. Ich bin gefestigt und übernehme Verantwortung für mich und andere.

5. Ich wertschätze meinen Körper und achte auf ihn.

6. Ich achte und wertschätze andere Menschen.

7. Ich richte meinen Blick mit Gelassenheit auf das Wesentliche.

8. Ich lebe im Hier und Jetzt und nehme an, was geschieht.

Fazit & Empfehlungen

Lernen wollte ich auf Nagelbrettern sitzen, mir Eisenstangen auf dem Kopf zertrümmern und Pfeilspitzen am Hals zerbrechen. Gelernt habe ich zu Atmen, die Gedanken zu kontrollieren und auf eine neue Art und Weise Körper und Geist zu stärken. Ich habe so viel Liebe und positive Energie von Menschen erfahren, die fast nichts besitzen und eigentlich total fremd sind. Das was ich mitgenommen habe ist vor allem, sich mehr an dem Tempo und der Kontinuität der Natur zu orientieren. Mein Meister sagte zu mir „Kindern kommen auch nicht auf die Welt und können direkt laufen. Und schau dir an wie lange ein Baum braucht bis er wirklich richtig stark ist.“ Vermutlich braucht es 3-7 Jahre Klosterleben, um Meister zu werden. Und es wird vielleicht auch Menschen geben, die für Teillektionen 10 oder 30 Jahre brauchen. Konkret nehme ich mir einen Tag unter der Woche frei, um Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind.

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Yoga at Home ist eine freie und unabhängige Plattform, die sich ganz dem Gedanken verschrieben hat, das Wissen über Yoga auf möglichst einfachem und günstigem Wege zugänglich zu machen.

Hier kannst du einen Ayurveda-Test machen. In der ayurvedischen Medizin ist die persönliche Konstitution des Menschen der Ausgangspunkt für alle Behandlungen. Diese Konstitution (Sanskrit: Prakruti) drückt sich als individuelle Ausprägung der drei Doshas (Bioenergien oder Lebenskräfte) Vata, Pitta und Kapha aus. Jeder Mensch verfügt seit seiner Geburt über diese unveränderliche Konstitution – gerne auch Ayurveda-Typ genannt.

Was jetzt zu tun ist:

Jetzt weißt Du schon einiges, wie Du gestärkt in eine Herausforderung gehst. Wenn Du Deine Erkenntnisse noch weiter festigen möchtest, dann melde dich bei Mental-Coach Chris für ein kostenloses Motivationsgespräch.

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Wer schriebt hier? Umsetzungscoach, Motivations-Experte, Keynote Speaker, Autor, Extrem-Sportler, Personal Trainer…

Hi, mein Name ist Chris Ley und man nennt mich auch den Umsetzungscoach.

Warum?

Einerseits, weil ich Menschen in die Umsetzung bringe und dazu, ihre Ziele auch wirklich zu erreichen.

Außerdem, weil ich keine bloße Theorie aus Büchern predige, sondern meine Motivations- und Erfolgs-Techniken selbst in Extremsituationen getestet habe.

Zu solchen Extremsituationen zähle ich unter anderem einen 250km-Lauf durch die Wüste, ein Sibirien-Marathon bei -15 Grad, einen Weltrekord auf dem SUP-Board und mehr.

Falls du gerne bei deiner Ziel-Erreichung meine persönliche Unterstützung hättest, dann schau mal hier: klicken

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