Quinoa die Alleskönner?

Zuerst einmal ist die Quinoa kein Getreide, was oft angenommen wird. Sie zählt nicht zur Familie der Gräser, wie es beim Hafer der Fall ist. Quinoa ist ein Gänsefußgewächs, so wie auch Spinat oder Rote Bete. Ursprünglich stammt die krautartige Pflanze aus Südamerika. Seit mehr als 7.000 Jahren ist sie bei den Andenvölkern das Grundnahrungsmittel. Nun soll die Quinoa helfen den Hunger auf der Welt zu bekämpfen und durch ihre Anspruchslosigkeit an das Anbaugebiet, soll sie beim Kampf gegen den Klimawandel helfen.

Was kann das Gänsefußgewächs?

Quinoa ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen und gesunden Fettsäuren. Studien haben gezeigt, dass die Pflanze das Risiko für Krankheiten, die durch oxidativen Stress verursacht werden, senken kann. Das sind zum Beispiel Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit. Da Quinoa viel Eisen besitzt, ist die Pflanze bei Veganern und Vegetariern sehr beliebt.

Die Quinoa im Weltall

Als 1993 die NASA in einem Bericht die Quinoa für ihren hohen Eiweißgehalt und die besondere Aminosäurestruktur lobte, erlangte sie internationales Aufsehen. Die Nachfrage nach dem Gewächs schoss in die Höhe und somit auch der Preis. Zwar verdienen nun die Quinoa-Bauern in Südamerika deutlich mehr, aber die einheimische Bevölkerung kann sich ihr eigenes Grundnahrungsmittel plötzlich nicht mehr leisten.

Hafer die einheimische Alternative?

Bereits vor mehr als 32.000 Jahren wurden die ersten Hafersorten zu Mehl verarbeitet. Seit etwa 1.000 v. Chr. wird Hafer in Europa angebaut und hauptsächlich als Tiernahrung verwendet. Hafer wurde zu einem Grundnahrungsmittel in Skandinavien, Irland, Schottland und auch zeitweise in Deutschland. Als Overnight Oats oder Porridge erlebt der Hafer nun sein Comeback. Klingt dann geschickten Marketings auch toller als Haferbrei oder Haferschleim.

Was kann der Hafer?

Hafer gilt als das wertvollste Getreide. Er besteht zu fast 13% aus Eiweiß und die Proteine bestehen überwiegend aus essentiellen Aminosäuren. Die unverdaulichen Ballaststoffe des Hafers bilden auf der Magen- und Darmschleimhaut eine Art Schutzschicht und helfen bei Magen-Darm-Beschwerden. Er senkt außerdem das LDL-Cholesterin. Und in der traditionellen chinesischen Medizin wird Hafer zur Regulation des Blutzuckerspiegels verwendet.

Was ist nun besser?

Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, wählt oftmals Quinoa, da hier keine Gluten enthalten sind. Bei Hafer sind sich die Experten da noch uneins. Hier eignet sich, die auch in Deutschland angebaute, Hirse als einheimische Alternative sehr gut. Ob Quinoa oder Hafer: beide enthalten sehr viele Proteine und sind super verträglich. Wer an Nachhaltigkeit interessiert ist, dem fällt die Wahl nicht schwer!

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