Eine Trennung oder Scheidung tut immer weh, egal ob lange angedeutet oder völlig unerwartet. Trauer, Schmerz, Frust – einen geliebten Menschen zu verlieren ist hart und kann einen emotional in ein tiefes Loch stürzen. Ein Neustart nach der Trennung konfrontiert dich mit Fragen wie “Was soll ich denn jetzt anfangen mit meinem Leben?” “Ich fühle mich orientierungslos und weiß nicht, wie es weiter gehen soll.” Harte Fragen, aber auch die Chance, eine neue Perspektive auf dein Leben zu gewinnen und nochmal ganz von vorne anzufangen. Lass dir Zeit. Experten sagen, dass es etwa ein Jahr dauert, eine alte Beziehung zu verarbeiten.

Ein Neustart nach der Trennung ist gleichzeitig eine Chance. Du kannst dein Leben jetzt exakt so gestalten, wie du möchtest. Endlich kannst du die Freunde treffen, die du Lust hast, du kannst ungehemmt in Bars flirten. Du willst Samstagabend lieber auf der Couch verbringen? Deine Entscheidung! 

Im heutigen Artikel geht es darum, wie du den Neustart nach der Trennung schaffst, wenn du selbst nicht weißt, wo du anfangen sollst. 

Phasen der Trauer erkennen

Gib dir selbst genug Zeit, deine alten Gefühle zu verarbeiten. Du wirst dich nicht innerhalb von 2 Wochen absolut gut und glücklich fühlen. Das muss auch gar nicht sein. Du wirst dich mal besser, mal schlechter fühlen. Es kann helfen, zu verstehen, in welcher Phase der Trauer du dich gerade befindest. 

Trauer findet normalerweise in 5 Phasen statt: 

Verleugnung 

In dieser Phase willst du die Trennung noch nicht wahrhaben. Du nimmst Kontakt mit deinem Ex-Partner auf oder lenkst dich durch andere Aktivitäten ab. Weil du deine Gefühle verdrängst, setzt du dich schlichtweg gar nicht damit auseinander. Du sprichst nicht wirklich mit Anderen über deine Trennung und versuchst den Fakt zu ignorieren. 

Wut 

Du hast nun eingesehen, dass die Trennung wirklich passiert ist. Mit der Einsicht kommt die Wut. Wut auf den Ex-Partner und alle Kleinigkeiten, die dich schon immer aufgeregt haben. Wut auf die Umstände, die zur Trennung geführt haben. Und vielleicht sogar Wut auf diese verdammt glücklichen Paare im Park, die du am liebsten heute nicht gesehen hättest. Sei in dieser Phase vorsichtig, deinem Ex-Partner keine übertriebenen Vorwürfe zu machen oder deine Wut an ihr/ihm auszulassen. Du wirst dich im weiteren Verlauf besser fühlen, wenn du dich anständig verhalten hast. 

Verhandeln

In der nächsten Phase versuchst du, deinen Ex-Partner durch Versprechungen zurück zu gewinnen. Was, wenn du dich änderst oder Umstände schaffst, die ihm/ihr besser passen? Wenn diese Bemühungen scheitern, kommen Frust und tiefe Trauer auf. 

Depression 

Je nach Charakter ist diese Phase mehr oder weniger intensiv ausgeprägt. Die Einsicht, dass die Beziehung wirklich zu Ende ist, lastet schwer. Du empfindest Gefühle der Trauer und Einsamkeit, schläfst schlecht und fragst dich, ob du dich je wieder verlieben wirst. Umgib dich mit Freunden und Verwandten, die dir Trost spenden und dich motivieren, aus dem Haus zu kommen.  

Akzeptanz 

Früher oder später kommst du in die endgültige Phase der Trennung: Du akzeptierst, dass sie passiert ist und empfindest Gefühle der Resignation und Erleichterung. Du siehst die Möglichkeit nach vorne zu blicken und die alte Beziehung hinter dir zu lassen. Das heißt nicht, dass du nicht gelegentlich Schmerz oder Trauer empfindest, aber du bist bereit, dein neues Leben in Angriff zu nehmen. 

Trennung verarbeiten 

Jetzt ist es an der Zeit, dich mit dem Sinn deiner Trennung auseinander zu setzen. Was ist es, das du in deiner vorherigen Beziehung nicht ausleben konntest? Warum hat es zwischen euch nicht gepasst? Hast du dich eingeengt gefühlt oder hattet ihr vielleicht unterschiedliche Ideen von eurer Zukunft? In langjährigen Beziehungen passt du dich häufig an deinen Partner an, entwickelst gemeinsame Routinen und Mechanismen, die für dich vielleicht gar nicht wirklich gepasst haben. Jetzt ist es an der Zeit, die Trennung als Chance zu sehen, liebevoll mit dir selbst um zu gehen und dir langsam ein Leben aufzubauen, auf das zu stolz bist. 

Tipp #1: Stress erkennen 

Ein Neustart nach der Trennung kann deine Nerven auf eine Belastungsprobe stellen. Achtung, andauernder Stress und Belastung sind schlecht für die Gesundheit. Aber wir reagieren nicht alle gleich auf Stress. In einer Stresssituation reagiert unser vegetatives Nervensystem in Wechselwirkung mit unseren Stresshormonen und sorgt für unterschiedliche Reaktionen und Verhaltensweisen. Kennst du deinen Stresstyp und welche Anzeichen Stress mit sich bringt? 

Stresstyp A

Typ A reagiert mit einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Adrenalin. Er stürzt sich in Arbeit, schafft mehr und mehr in kürzester Zeit. Bei dieser Daueraktivierung des Gehirns, des zentralen Nervensystems und dem Hormonsystem wird ununterbrochen Glukose als Energiespender verbrannt. Hält dieser Zustand über eine längere Zeit an, droht eine chronische Dysbalance. 

Folgende Stressreaktionen sind typisch: 

  • Magen- und Darmprobleme
  • Verspannung, Kopfschmerzen 
  • Erkältungen und Infekte 
  • Schlafmangel, 
  • Unruhe, Sorge 
  • Ungeduldig und aufbrausend 
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Hohes Arbeitspensum 

Stresstyp C

Der Stresstyp C erhält seinen Namen durch ein Hormon – und zwar

dem des Cortisols. Es ist als eines der wichtigsten Stresshormone zu verstehen,

welches bei erhöhter Aktivität des parasympathischen Nervensystems gebildet wird. Es

aktiviert abbauende Stoffwechselvorgänge, wodurch dem Organismus Energie zur

Verfügung gestellt wird. Die eigentliche Stressreaktion erfolgt im Hormonhaushalt, da

nämlich das energiespendende Stresshormon Adrenalin nicht im ausreichenden Maße

gebildet wird. Der Stresstyp C wirkt lange, als sei alles normal bis es ganz unerwartet zum Zusammenbruch kommt. 

Folgende Stressreaktionen sind typisch: 

  • Müdigkeit und Erschöpfung 
  • Hautprobleme 
  • Kalte Hände und Füße
  • Passiv und zieht sich zurück
  • Lange to-do Listen 
  • Ohnmächtigkeitsgefühl 
  • Probleme sich unter Druck zu konzentrieren 

Typ G

Dieser Typ kann positiv und erfolgreich mit Stresssituationen umgehen. Sein Organismus ist gut balanciert und findet die Schwebe zwischen aus- und entspannen. 

Stresstyp S

Sobald auch nur kleine Anzeichen für Stress oder Belastung entstehen, geht dieser Stresstyp in den Schonungs-Modus. Auch bei ihm sind das sympathische und das parasympathische Nervensystem gut aufeinander abgestimmt, wobei beide nur eine geringe Aktivität aufweisen. Er zeichnet sich durch Passivität im Privaten und Berufsfeld aus. 

Der Stresstyp S ist an folgenden Stressreaktionen zu erkennen:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Bauchkrämpfe und Entzündung
  • passives Verhalten, kein Interesse an Aktivitäten
  • Distanz zu Mitmenschen
  • wenig Antrieb und Motivation
  • wenig ausgeprägtes Selbstbild

Welcher Stresstyp bist du?!

Tipp #2: Tu etwas für dich selbst 

Gibt es etwas, das du schon immer mal tun wolltest? Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um dich aus deiner Komfortzone herauszubewegen und neu zu erfinden. 

  • Unternimm eine Reise, nur du und dein Koffer. Wann bist du das letzte Mal ganz alleine unterwegs gewesen und hast einen neuen Ort erkundet?
  • Du bist ein Adrenalin-Junkie? Zeit das auszuleben. Egal, ob du Tiefseetauchen gehen möchtest oder aus einem Flugzeug springst, mach es einfach nur für dich selbst. 
  • Lern etwas Neues. Du wolltest schon immer Italienisch lernen? Ein neues Hobby ist ein guter Weg, neue Pfade zu erkunden und neue Leute kennen zu lernen. 
  • Such dir einen Coach und arbeite an dir selbst. Natürlich kannst du deine Selbstentwicklung auch selbst in die Hand nehmen. Ein Coach kann dir jedoch Strategien verraten, mit schwierigen Situationen umzugehen und zielgerichtet anzugehen. 
  • Sprich mit einem Therapeuten. Eine Lebenskrise musst du nicht selbst bewältigen. Wenn du Schwierigkeiten hast, über deine Gefühle zu sprechen, hilft es häufig, jemanden dafür zu bezahlen. Diese Zeit gehört nur dir und du brauchst dich weder peinlich berührt noch zu irgendetwas verpflichtet fühlen. 

Tipp #3: Kümmere dich um deine Freundschaften 

Freunde und Familie sind das Netzwerk, dass dich in schwierigen Situationen auffängt und unterstützt. Wann warst du das letzte Mal mit deinen besten Freunden in einer Bar? Wann hast du das letzte Mal jemanden unerwartet angerufen und nachgefragt, wie es ihnen geht? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt Zeit und Energie in die Menschen zu stecken, die dir persönlich wichtig sind. 

Tipp #4: Wo willst du hin im Leben?

Überdenke dein vorheriges Leben. Wie zufrieden bist du in den einzelnen Bereichen? (Falls du eine Anleitung zur Selbsteinschätzung brauchst, findest du sie in diesem Post!) Was möchtest du verbessern? Auf welche Bereiche solltest du deine Aufmerksamkeit lenken?

Stell dich neuen Herausforderungen! Was wolltest du schon immer einmal machen, hast es aber noch nicht getan? Was willst du für dich selbst erreichen? 

Welche Beziehungen sind gerade wichtig in deinem Leben?

Tipp #5: Genieße bewusst

Um eine Trennung zu verarbeiten, ist es wichtig, dass du dich auf die Dinge konzentrierst, die dir Freude bereiten. Kämpfe gegen die Gefühle der Lustlosigkeit an. 

  • Entwickle eine Morgenroutine, die dich glücklich macht. Meditation ist ein guter Weg, in den Tag zu starten und mehr Achtsamkeit zu entwickeln. 
  • Triff dich mit Freunden und umgibt dich mit Menschen, die dich zum Lachen bringen. 
  • Gönn dir einen guten Wein, ein leckeres Dessert oder was auch immer es ist, das dich glücklich macht. 

Und was nun? 

Jetzt hast du mehr Klarheit in dein Leben gebracht. Im nächsten Schritt ist es an der Zeit in die konkrete Umsetzung zu kommen. Aber wie ohne Anleitung? 

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