Wer selbst schon mal hart für seine Ziele gearbeitet hat, kennt das: Einfach nur wollen ist nicht genug. Ganz egal, welches Ziel du im Kopf hast, deine wichtigsten Antreiber sind Motivation und Durchsetzungskraft. Um in die Umsetzung zu kommen, ist es wichtig, konsequent weiter zu machen, auch wenn man sich gerade nicht danach fühlt oder eigentlich keine Lust hat. Der entscheidende Faktor hier heißt Motivation! Aber was ist das eigentlich? Wie entsteht Motivation? Und was kannst du tun, um Motivation über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten?

Besonders in Zeiten der Krise kann es schwierig sein, motiviert seine Ziele zu verfolgen. Zusätzliche Stressfaktoren bedeuten aber nicht, dass man die eigenen Ziele deshalb aufgeben sollte, ganz im Gegenteil! Mit der richtigen Strategie kannst du deine Motivation optimal aktivieren und das beste aus der aktuellen Krise machen. 

Wie entsteht Motivation? 

Motivation ist die treibende Kraft hinter unseren Aktionen. Sie gibt uns ein “Warum” für das, was wir tun. Motivation findet in 3 Phasen statt. 

Aktivierung (Activation) 

Du möchtest dein Ziel erreichen und triffst die Entscheidung, in die Umsetzung zu kommen. Diese erste initiale Entscheidung hilft dir, Motivation zu aktivieren. 

Beispiel: Du hast dir vorgenommen Gewicht zu verlieren, also meldest du dich im Fitnessstudio an. 

Beharrlichkeit (Persistence) 

Jetzt heißt es dran bleiben. Um deine Ziele wirklich zu erreichen, musst du Zeit, Energie und persönliche Ressourcen in die Umsetzung stecken. Beharrlichkeit ist ein wichtiger Faktor, um nach dem ersten Motivationsschub nicht aufzugeben, sondern über einen längeren Zeitraum dasselbe Ziel zu verfolgen. 

Beispiel: Du gehst mehrmals die Woche ins Fitnessstudio und nimmst an Coachings und Kursen teil. 

Intensität (Intensity)

Es geht nicht nur darum, regelmäßig an seinen Zielen zu arbeiten, sondern mit der entsprechenden Intensität, die notwendig ist, um diese auch zu erreichen. Je härter du für deine Ziele arbeitest, desto wahrscheinlicher und schneller wirst du sie auch erreichen. 

Beispiel: Je regelmäßiger du ins Fitnessstudio gehst und je intensiver deine Workouts sind, desto schneller wirst du auch Resultate sehen. 

Jede dieser drei Faktoren spielt eine gleichermaßen wichtige Rolle bei der Umsetzung deiner Ziele. Ihre Ausprägung hat einen starken Einfluss darauf, ob du dein Ziel letztendlich erreichst oder nicht. Eine starke Aktivierung gibt dir initial die Motivation deine Projekte zu starten und führt auch sehr wahrscheinlich dazu, dass du eine weitere Umsetzung anstrebst. Die Ausprägung in Beharrlichkeit und Intensität bestimmen, wie lange es dauert bis du deine Ziele erreichst und wie viel Mühe benötigt wird. Eine geringe Ausprägung in Beharrlichkeit kann beispielsweise dazu führen, dass du mehrmals dein Momentum verlierst und es dann wieder mehr Energie und Motivation kostet wiederholt neu zu starten. 

Verschiedene Typen der Motivation 

Aber woher kommt Motivation eigentlich? Motivation kann unterschiedliche Quellen haben, die wiederum bestimmen, wie nachhaltig du deine Ziele verfolgst. Als erstes unterscheidet man zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Dabei geht es um die Frage, aus welcher Quelle deine Motivation stammt. 

Extrinsische Motivation 

Extrinsische Motivation stammt von außen. Wenn wir extrinsischen Motiven folgen, dann tun wir etwas, weil jemand anders uns dazu aufgefordert hat. Befinden wir uns in einem Angestelltenverhältnis, sind viele unserer beruflichen Erfolge extrinsischer Natur: Wir haben eine Aufgabe erledigt, weil wir von jemandem, der durch seine Position Macht über uns hat, dazu aufgefordert worden. Extrinsische Motivation funktioniert gut für kleine Aufgaben, die über einen kurzen Zeitraum ausgeführt werden müssen, wird aber letztendlich eher nicht dazu führen, das eigene Potenzial vollständig auszuschöpfen. 

Intrinsische Motivation 

Intrinsische Motivation ist ein verlässlicher und stärkerer Antrieb, da sie aus uns selbst heraus kommt. Sie entsteht aus einer Übereinstimmung unserer Ziele mit unseren Normen und Werten oder aus der Idee heraus, dass ihre Umsetzung und Spaß und Erfüllung bringt. 

Gerade deshalb sind intrinsisch motivierte Menschen längerfristig motiviert, arbeiten härter und eignen sich besser als Führungskräfte. 

Warum es dir schwer fällt, dich zu motivieren 

Du konzentrierst dich nicht auf die Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Motiviert am Ball bleiben fällt dir schwer? Schau auf die Motivation hinter deinen Zielen. Warum möchtest du sie erreichen? Sind diese Ziele dir selbst wirklich wichtig oder versuchst du eigentlich nur, den Ansprüchen Anderer gerecht zu werden? 

Konzentrier dich stattdessen auf deine eigenen Ziele! Ein Coach oder Trainer kann dir dabei helfen, diese Ziele herauszuarbeiten. 

Deine Ziele sind nicht klar genug definiert. Was möchtest du erreichen? Es ist wichtig, dass du genau weißt, wo du hin möchtest. Je klarer du dir über deine Ziele bist, desto leichter ist es, Motivation zu finden. (Hier erfährst du, wie du Klarheit findest.

Deine Ziele sind zu groß. Das heißt nicht, dass du dir weniger vornehmen solltest. Trotzdem können große Ziele einen vor die Herausforderung stellen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Brich deine Ziele deshalb lieber in kleine Zwischenetappen runter. So lassen sie sich leichter umsetzen und du kannst deine Erfolg mehr feiern. 

Deine Ziele sind nicht messbar. Setz deine Ziele so konkret wie möglich. Der Grund, weshalb viele Neujahrsvorsätze scheitern, ist häufig, dass sie zu grob formuliert sind. “Ich möchte in 2021 mehr lesen” oder “Ich möchte mich gesünder ernähren” sind zu vage formuliert. Messbarer Erfolg gibt dir ein Gefühl von Befriedigung, sobald du Fortschritte siehst und deine Ziel näher kommst. 

Tipps, um Motivation zu finden 

Motivationstipp #1: Starte deinen Morgen richtig 

Mach deine Ziele sichtbar! Sorg dafür, dass du sie niemals aus den Augen verlierst. Stell dir einen morgendlichen Reminder auf deinem Smartphone ein, häng dir Post Its an den Spiegel oder programmiere eine Motivationsmail für jeden Morgen. Finde einen Weg, der dir dabei hilft, dich selbst regelmäßig an deine Ziele zu erinnern! 

Motivationstipp #2: Belohne dich nach getaner Arbeit 

Dopamin ist einer deiner Hauptmotivatoren im Gehirn. Deshalb fällt es dir leichter, Aufgaben zu erledigen, die dir auch Spaß machen. Mach dir das zum Nutzen und belohne dich, nachdem du einen Meilenstein geschafft hast. Achtung: Lass dich nicht von deinem Gehirn austricksen und belohne dich nicht, bevor die Aufgabe nicht auch wirklich abgeschlossen ist! Falls die Aufgabe nicht erledigt wird, ziehe Konsequenzen: Kein Erfolg, keine Belohnung! So trainierst du dein Gehirn langsam, mit positive Gefühle mit deinen Zielen zu verbinden. 

Motivationstipp #3: Umgib dich mit dem richtigen Umfeld 

Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Dein Umfeld ist wichtig für deine Motivation. Umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen und durch ihre eigene Motivation inspirieren. Je positiver die Haltung der Menschen um dich herum, desto leichter wird es dir ebenso fallen, dich positiv und motiviert zu fühlen. 

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