Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Das kann im ersten Moment frustrierend sein, jedoch ergeben sich häufig andere, neue oder sogar weitaus bessere Möglichkeiten, die zum gewünschten Erfolg führen. Der Austausch und das Netzwerk sind entscheidend.

Karriereweg verläuft nicht nach Plan.

Oftmals ist es vor allem bei jungen Menschen der Fall, dass der Karriereweg anders verläuft, als man es sich ursprünglich vorgestellt hat. Nach Abschluss der Schule sind die jungen Erwachsenen erst um die 18 Jahre alt und müssen sich direkt für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden. Vielen fehlt das nötige Wissen und die Erfahrung, um so früh schon entscheiden zu können, welchen Beruf sie in der Zukunft ausüben möchten. Der ein oder andere trifft die richtige Wahl und der erlernte Beruf oder das gewählte Studium führen direkt zum Traumberuf. Manchmal ist das wahre Berufsleben jedoch anders als in der Vorstellung. Was ist wenn irgendwann das Gefühl auftaucht, dass die eigentlichen Stärken in einem anderen Bereich liegen und ein anderer Berufsweg mehr Freude bereiten könnte? Wenn sozusagen nicht mehr alles nach Plan läuft? 

Ein guter Rat ist hilfreich.

Hilfreich in solch einer Situation ist meist ein guter Rat und eine Person, die einem den nötigen Schub an Selbstbewusstsein verleiht. In den meisten Fällen wenden wir uns an nahestehende Personen wie Partner, Eltern oder Freunde. Sind diese Personen aber nicht manchmal etwas zu voreingenommen? Erhalten wir stets ehrliches Feedback? Und ergibt sich aus diesem Austausch auch die Möglichkeit über den Tellerrand hinaus zu blicken und quer zu denken?

Mentoringprogramme für verschiedene Zielpersonen.

Der Input von einem Außenstehenden kann sehr wertvoll sein, weshalb mittlerweile zahlreiche Mentoringprogramme für verschiedene Themen und Zielpersonen angeboten werden. Beispielsweise gibt es Mentoring speziell für Frauen, Führungskräfte oder Schüler und Studenten aus Nichtakademiker Familien. Darüber hinaus haben zahlreiche Hochschulen und Universitäten Mentoringprogramme für Studierende entwickelt. Auch Unternehmen bieten interne Programme an, welche den Mitarbeitern die Möglichkeit bieten einen Ansprechpartner über die eigene Abteilung hinaus vermittelt zu bekommen. 

Allgemein beschreibt der Begriff Mentoring die Weitergabe von beruflichen Erfahrungen und Wissen durch einen Mentor (berufserfahrene Person, z.B. Manager) an einen Mentee (lernbereite Person, z.B. Student). „Ziel ist u.a., die Mentees darin zu unterstützen, ihre berufliche Identität zu entwickeln und ihr aktuelles berufliches Handeln zu reflektieren.“

Chancen für Mentees.

Neben Orientierung und Ratschlägen bekommt der Mentee die Möglichkeit seine offenen Fragen stellen zu können, die sich im beruflichen Kontext ergeben. Dank der Erfahrung des Mentors werden häufig auch Gesprächssituationen wie beispielsweise ein Vorstellungsgespräch durchgespielt, sodass der Mentee für die Realsituation vorbereitet ist. Darüber Hinaus bietet Mentoring die Chance neue Wege zur Erreichung der Karriereziele zu entdecken. Zudem wird oftmals durch den Austausch das Selbstbewusstsein des Mentees gestärkt, was dazu führen kann, dass der Mentee erfolgreich berufliche Wege einschlägt, die er sich vorher nicht zugetraut hätte. Nicht Zuletzt verfügt ein Mentor in der Regel über ein weitreichendes, wertvolles Netzwerk, welches bei einem Jobeinstieg oder auch Jobwechsel dem Mentee Türen öffnen kann. Zeitgleich kann sich ein Mentee durch die Teilnahme an einem Mentoringprogramm selbst ein Netzwerk aufbauen, welches in verschiedenen Situationen der Schlüssel zum Erfolg ist. Schlussendlich entwickelt sich oftmals ein Mentee zu einem späteren Zeitpunkt in seiner Karriere selbst zum Mentor, denn nicht nur für Mentees bietet solch ein Programm eine spannende Zeit

Zugewinn auch für Mentoren.

Auch für Mentoren ist die Aufgabe als Mentor ein wertvoller Zugewinn. Nachdem es sich bei Mentees oftmals um jüngere Personen handelt, kann der Mentor durch den Austausch neue Ideen und Erkenntnisse erlangen. Darüber hinaus bedeutet eine Teilnahme an an einem Mentoringprogramm auch gleichzeitig eine Erweiterung des Netzwerkes um wertvolle Kontakte. Sollte der Mentor noch beruflich aktiv sein und sich Möglichkeiten im eigenen Unternehmen ergeben, dann wird der Mentee manchmal als Nachwuchstalent im eigenen Unternehmen integriert. Letztlich bereitet es Freude, das erlangte Wissen und die Erfahrung teilen zu können und Wegbegleiter eines jungen Menschen in einer spannenden Lebensphase sein zu dürfen. 

Ablauf Mentoringprogramm.

Möchte man sich als Mentee für ein Mentoringprogramm anmelden, gilt es in einem ersten Schritt einen Veranstalter auszuwählen, der den persönlichen Bedürfnissen gerecht wird. Oftmals ist die erste Hürde ein Bewerbungssystem für die Mentees, um zu filtern, ob ein echtes Interesse sowie Engagement bei dem Mentee vorhanden ist. Zudem dient eine Bewerbung der Auswahl eines passenden Mentors. Aus einem Pool an Mentoren wird ein, den Interessen des Mentees entsprechender, Mentor ausgewählt, welcher die nötige Erfahrung mitbringt.

In vielen Fällen findet zu Beginn eine vom Veranstalter organisierte Auftaktveranstaltung statt, an welcher Mentor und Mentee die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen. Von diesem Zeitpunkt sind Mentee und Mentor gleichermaßen für den Erfolg des Mentoringprogramms verantwortlich. Das Programm ist für beide Parteien freiwillig, sodass eigenständig besprochen werden muss, wann und wie oft ein Treffen stattfinden soll. Es gibt online Leitfäden und Unterlagen, die als Unterstützung verwendet werden und einen Start erleichtern können. Zu Beginn empfiehlt es sich, sich darüber auszutauschen, mit welchen Erwartungen beide Teilnehmer in das Programm starten und was die jeweiligen Beweggründe sind. Darüber hinaus ist es denkbar, anfangs mögliche Meilensteine zu fixieren und Termine festzulegen. Eine besonders spannende Erfahrung für den Mentee kann beispielsweise ein Tag im Unternehmen des Mentors sein. 

Neben physischen Treffen ist auch der regelmäßige Austausch per Telefon oder E-Mail sehr zu empfehlen. Auf diese Weise wird der Kontakt gestärkt und auch kurze Fragen können schnell beantwortet werden.

Die Programme sind meist auf ein Jahr angelegt, in welcher ein aktiver Austausch vorgesehen ist. Viele Mentees und Mentoren blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück und bleiben über diese Zeit hinaus im Kontakt. 

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