Personal Branding? Selbstvermarktung? Warum sollte ich für mich Werbung machen? 

Die Frage, ob Du für Dich wirbst hat sich bereits erledigt, denn so wie Du bist, bist Du bereits eine eigene Marke. Unsere Mitmenschen assoziieren verschiedene Eigenschaften mit uns, wodurch wir gewissermaßen automatisch „gebrandet“ werden. Jedoch die Entscheidung, welche Marke wir wirklich sind, sollten wir besser selbst in die Hand nehmen und nicht anderen überlassen.

Personal Branding im Alltag.

Personal Branding findet im Alltag oftmals unbewusst statt. Sei es die Leidenschaft für das Tragen von extravagante Brillen, bunten Socken oder einer markanten Frisur, die unserem Umfeld in Erinnerung bleibt. Auch bestimmte Verhaltensweisen wie etwa ein besonders redseliger Mensch, der auf seine Mitmenschen unterhaltsam wirkt, können einen Wiedererkennungswert schaffen. Neben dem Personal Branding im echten Leben ist der Version im Internet heutzutage große Bedeutung zuzuschreiben. LinkedIn und Xing sind die am häufigsten genutzten Plattformen, wenn es darum geht, sich auf beruflicher Ebene zu präsentieren. Instagram, Facebook und ähnliches werden hingegen vorwiegend für private Zwecke genutzt, können aber auch für manche Business Auftritte sehr attraktiv sein. Allgemein sind alle Tools zur Selbstpräsentation im Internet Teil des Personal Branding.

Aktives Personal Branding ist für jeden interessant.

Wer sollte aktives Personal Branding betreiben? Jeder, der Ziele in seinem Leben hat und für den Erfolg auf ein großes Netzwerk zurückgreifen möchte. Sei es beispielsweise ein Künstler, der Reichweite erlangen möchte, damit seine Kunst Aufmerksamkeit erhält oder ein Yoga-Lehrer, der für seine Kurse Teilnehmer gewinnen möchte. 

Darüber hinaus haben viele Menschen Karriereziele, so wie vielleicht auch Du. Personal Branding hilft Dir dabei, deine Expertise sowie deine Werte hervorheben zu können und Reichweite zu erlangen. Sprich dein Netzwerk vergrößert sich schnell und die Chance, dass Unternehmen sowie Headhunter auf Dich aufmerksam werden, woraus sich neue Karrieremöglichkeiten ergeben, nimmt zu. Mit deinem Auftritt im Internet solltest Du das Interesse anderer wecken, sich mit Dir vernetzen zu wollen. Das kann unter anderem durch das Teilen von spannenden Beiträgen und relevanten Informationen erzeugt werden. Zudem kann das Hervorheben deiner Expertise im Profil Aufsehen erregen.    

Google Dich selbst.

Dein Ziel sollte es sein, dass bei der Suche deines Namens auf der ersten Google-Seite Einträge zu Dir selbst erscheinen. Neben Suchergebnissen zu Social Media und Karriereplattformen können das Beiträge wie etwa Podcasts, Artikel oder die eigene Homepage sein. Insbesondere wenn Du Selbständig bist oder die Selbstständigkeit anstrebst, ist es unerlässlich, dass Du Dich im Internet für Kunden auffindbar machst und dich von anderen abhebst.

Ferner ist auch ein Blick auf die Fotos und Videos relevant, die sich aus eine Google Suche ergeben. Professionelles Material, die mit deiner „eigenen Marke“ übereinstimmen, sollten erscheinen. Google Dich am besten gleich einmal selbst, um Dir ein Bild von deinem aktuellen Stand deines Personal Branding zu machen. 

Online-Checks können zur Job-Absage führen.

Die Unternehmen Staufenbiel Institut und Kienbaum haben zum Thema Online-Check von Bewerbern eine Studie durchgeführt. Statista hat die Daten im Jahr 2017 in einer Statistik veröffentlicht, welche zeigt, dass entgegen der Annahme vieler, überwiegend gar nicht online über den Kandidaten recherchiert wird. Jedoch Vorsicht: „Wenn es allerdings zum Online-Check kommt, hat dies bei jedem zehnten Bewerber zu einer Absage geführt.“

Der Auslöser dafür kann zum Beispiel sein, dass Inhalte zu dem Bewerber gefunden werden, die nicht mit dem Unternehmensleitbild konform sind. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Person online gar nicht auffindbar ist und das Unternehmen daraus den Rückschluss zieht, dass der Bewerber sich nicht, wie in der Stellenbeschreibung gefordert, mit Social Media auskennt. Letztlich bieten zahlreiche Unternehmen inzwischen die Auswahl an, dass Kandidaten ihr Profil einer Karriereplattform automatisch in das Bewerberportal einspielen können. Das erleichtert den Prozess und lässt eine schnellere Bewerbung zu.

Um also deinen Erfolg bei der Jobsuche zu fördern, behalte deinen Internetauftritt stets im Blick oder erstelle spätestens jetzt ein passendes Profil auf einer Karriereplattform. 

Wie gehe ich vor?

Falls deine eigene Marke im Internet nicht ausgearbeitet oder noch gar nicht vorhanden ist und Du das ändern möchtest, können folgendes Tipps hilfreich sein. In einem ersten Schritt definiere deine Ziele. Welche Expertise kannst Du vorweisen? Mache Dir darüber hinaus Gedanken, welche Werte Du vertrittst? Und welchen Eindruck möchtest Du hinterlassen? 

Wähle in einem nächsten Schritt eine geeignete Plattform aus, auf welcher Du dich präsentieren möchtest. Schaue Dir andere Profile an und verschaffe Dir einen Eindruck darüber, wie Dir ähnliche Charaktere oder Vorbilder auftreten. Entscheide Dich für ein passendes Bild von Dir und trage deine Daten entsprechend der Anforderungen ein. Insbesondere bei Karriereplattformen sollte der ganze Lebenslauf wahrheitsgemäß und der zeitlichen Reihenfolge nach im Profil gelistet sein. Oftmals bieten Plattformen auch die Möglichkeit, einen Slogan eintragen zu können. Dieser sollte so gewählt werden, dass er mit deiner eigenen Marke übereinstimmt. Bleibe aktiv, indem Du beispielsweise interessante Beiträge teilst oder nehme an Diskussionen teil. Vernetze Dich mit anderen Nutzern und treten in den Austausch. Für die Nutzung von online Plattformen gilt jedoch immer: Überlege Dir vorher, welche Inhalte Du teilst, denn das Internet „vergisst“ nie. 

Personal Branding wirkt sich auf Unternehmen aus. 

Abschließend ist Personal Branding nicht nur für jeden Einzelnen interessant, denn Personal Branding wirkt sich durch das Internet auch immer mehr auf Unternehmen aus. Viele Stellen werden heutzutage auf Xing oder LinkedIn ausgeschrieben, die dem Interessenten bei Aufruf Kontakte oder Verbindungen zu Kontakten anzeigt. Darüber hinaus hat der Nutzer die Option sich alle Mitarbeiter des Unternehmens anzeigen zu lassen. Die verschiedenen Profile der Mitarbeiter helfen dem Interessenten, sich einen Eindruck von dem Unternehmen zu machen. Ferner kann er zu jedem Einzelnen Kontakt aufnehmen, um sich über das Unternehmen und die Stelle auszutauschen. Wichtig hierbei ist, dass die Mitarbeiter hinter ihrem Unternehmen stehen und ein positives Bild vermitteln. Sprich zufriedene Mitarbeiter sind der Grundstein für positives Personal Branding.

Von Vorteil ist es auch, wenn das Unternehmen Beiträge anbietet, die durch die Mitarbeiter auf den Plattformen geteilt werden. Das hilft dabei, dass potenzielle Mitarbeiter oder auch mögliche Kunden auf das Unternehmen aufmerksam werden. Unternehmen sollten also daran interessiert sein, dass ihre Mitarbeiter aktives Personal Branding betreiben und sie dabei unterstützen, ihre „eigene Marke“ aufzubauen.

Allgemeine Quelle: 

Vgl. Podcast Episode 069: Personal Branding: Das neue Corporate Branding

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