Im Idealfall ist dein Job nicht nur ein Job, er fühlt sich wie eine Berufung an. Nach den ersten Jahren im Job stellt sich für viele Arbeitnehmer die Sinnfrage. Sitze ich im Job nur meine Zeit ab oder mache ich sinnvollen Nutzen von meinen Talenten? Erzeuge ich Mehrwert für Andere?

„Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.” – Albert Einstein 

Dieses Zitat von Einstein macht deutlich, wie wichtig es ist, seine eigene Berufung zu finden. Fühlst du dich wie besagter Fisch, hast du deine eigene Berufung noch nicht gefunden. Es gibt keine Blaupause dafür, wie du blitzschnell deine Berufung findest! Trotzdem kannst auch du Sinn in deiner Tätigkeit finden und langfristig ein glückliches und entspanntes Leben führen. Dieser Artikel soll dir ein paar Denkanstöße geben. Du bist gerade selbst auf der Suche nach einem Beruf, der sich genau richtig anfühlt? Ich helfe dir, deine Ziele in die Umsetzung zu bringen!

Sinn im Beruf finden 

Wer erinnert sich noch an die Zeit in der Schule, als wir uns gegenseitig in unseren Freundschaftsbüchern verewigt haben? Eine der spannenderen Fragen: Was möchtest du später mal werden? Kinder beantworten diese Fragen häufig mit Jobs, die sie damals als aufregend empfunden haben: Polizist, Pilot, Arzt oder Feuerwehrmann. Alle Berufen haben eines gemeinsam: Sie klingen abenteuerlich für Kinderohren. Im Erwachsenenalter treffen wir unsere Berufswahl unter ganz anderen Gesichtspunkten: 

  • Akute Ausbildungschancen/ Studienplatz 
  • Ausbildungszeit
  • Vorkenntnisse 
  • Gehaltsaussichten 
  • Jobchancen an einem bestimmten Ort 

Diese wichtigen und rationalen Gesichtspunkte können dazu führen, dass wir uns irgendwann mit der Frage konfrontiert sehen – macht mir mein Job überhaupt Spaß? Daraus folgt die nächste Frage. 

Berufung, was ist das überhaupt?

Der Duden definiert Berufen als “besondere Befähigung, die jemand als Auftrag in sich fühlt”. Ein wichtiger Faktor ist also, dass eine Tätigkeit, um als Berufung empfunden zu werden, mit den eigenen Fähigkeiten und Talenten übereinstimmt. Des Weiteren fühlt der Berufene eine Sinnhaftigkeit in seiner Tätigkeit. Er kann identifizieren, dass sie gewisse Funktion erfüllt, die einen Mehrwert für ihn oder Andere erzeugt. Manche Menschen empfinden ihre persönliche Berufung als Gott gegeben. Wer weniger religiös überzeugt ist, hat trotzdem das Gefühl, dass “alles passt”. 

Kurz gesagt: Ein Beruf wird dann zur Berufung, wenn man sich mit seiner Zielsetzung vollständig identifizieren kann. Die Ausübung des Berufs stiftet Sinnhaftigkeit im eigenen Leben und gibt dem Berufenen das Gefühl, der Welt etwas zurück zu geben. 

Muss Arbeit Spaß machen? 

Muss sich mein Beruf als Berufung anfühlen? Wichtige Fragen, die jeder für sich beantworten muss. Wir verbringen einen maßgeblichen Teil unserer Lebenszeit auf der Arbeit und gegebenenfalls mit unseren Arbeitskollegen. 

In einen erfüllenden Beruf spielen mehrere Faktoren mit ein. Wir fühlen uns erfüllt, wenn alle diese Bereiche ausreichend befriedigt werden. 

Leidenschaft. Es ist wahnsinnig mitreißend, jemanden mit Leidenschaft über ein Thema sprechen zu hören, das ihm selbst am Herzen liegt. Die langweiligsten Berufe erscheinen erfüllend und aufregend, wenn jemand voller Passion von seinen Erfahrungen und Erlebnissen spricht. Was dieses Feuer hervorruft, ist für jeden von uns unterschiedlich. 

Mission. Wer sich noch an das Gefühl erinnert, Hausarbeiten in der Schule oder Uni nur für die Augen des Lehrers oder Professors zu schreiben, weiß, wie frustrierend es ist, wenn die eigene Arbeit in die Leere läuft. Braucht die Welt das, was ich tue? Ein Beruf gewinnt an persönlicher Bedeutung, sobald er messbaren Mehrwert stiftet. Positives Feedback von außen ist mehr als nur ein paar nette Worte: Deine Arbeit ist für andere wichtig und sie wird geschätzt. 

Profession und Professionalität. Es spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, ob deine Bemühungen und deine harte Arbeit adäquat entlohnt werden. Wer tagtäglich enorme Arbeit leistet, aber sich dabei völlig unterbezahlt fühlt, wird irgendwann frustriert aufgeben wollen. Die Möglichkeit sich weiterzubilden und das eigenen professionelle Profil auszubauen, sind ebenfalls wichtige Faktoren. 

Wie finde ich meine Berufung?

Einige wenige haben von klein auf die Gewissheit, was sie mit ihrem Leben machen möchten. Für die meisten Menschen ist das allerdings ein langwieriger Prozess der Selbsterkenntnis, der sich mehrmals in ihrem Leben ändern kann. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen ihre berufliche Perspektive, ein, zwei oder dreimal innerhalb ihres Lebens ändern, weil sie einen weiteren Schritt auf ihrer Suche nach Sinn gemacht haben. 

Für dich steht fest, dass du dich in deinem aktuellen Job nicht wohlfühlst, du hast aber keine Ahnung, wo du anfangen sollst? Die Fragen können dir dabei helfen, dich zu orientieren. 

  • Was gefällt dir an deiner jetzigen Situation nicht? Wie würde das positive Gegenteil davon aussehen?
  • Welche Stärken hast du in deinem bisherigen Job gezeigt? Welche Stärken hast du privat? Wenn es dir schwer fällt, diese Frage zu beantworten, kannst du enge Freunde oder Arbeitskollegen bitten, sich etwas Zeit zu nehmen und dir deine Top 5 Stärken zu nennen. Du wirst vielleicht überrascht sein, was dabei herauskommt! 
  • Fühlst du dich in hierarchisch organisierten Teams wohl oder bevorzugst du ein familiäres Klima?
  • Woran hast du in deiner Freizeit Spaß? Was tust du, um abschalten zu können? 
  • Brauchst du viel Bewegung oder macht es dir nichts aus, den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen?
  • Wann fühlst du dich richtig in deinem Element und im Einklang mit dir selbst? Welche Tätigkeiten machen dich glücklich oder lassen dich vollkommen die Zeit vergessen? 
  • Trägst du gerne Verantwortung oder bevorzugst du es, wenn Andere wichtige Entscheidungen treffen? 
  • Ist dir der Kontakt mit Menschen wichtig oder arbeitest du lieber alleine?
  • Wenn Geld absolut irrelevant wäre, womit würdest du deinen Tag verbringen wollen?
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