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Selbstwertgefühl Test: Prüfe dein Selbstwertgefühl mit den 6 Säulen

Selbstwertgefühl Test: Prüfe dein Selbstwertgefühl mit den 6 Säulen

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Frage

Selbstwertgefühl beruht auf dem Prinzip, wofür Menschen Wertschätzung empfinden können. Wertschätzung bringen wir Lebewesen oder Dingen entgegen, die wir als besonders wahrnehmen. Wir wissen, dass sie auf ihre eigene Art einzigartig und wichtig für unser Leben sind.

Dieses Wertempfinden kann sich auch auf dich selbst beziehen. In der Psychologie spricht man dann vom Selbstwertgefühl.

Ein gesundes Selbstwertgefühl bedeutet, dass du dich selbst als wertvoll wahrnimmst – unabhängig davon, wie andere Menschen dich bewerten.

Wie entsteht Selbstwertgefühl?

Um Selbstwertgefühl zu entwickeln, musst du zunächst herausfinden, wer du bist. Dazu gehören:

  • deine Werte
  • deine Stärken
  • deine Schwächen
  • deine Ziele

Du entwickelst ein Selbstbild, das sowohl aus deiner eigenen Wahrnehmung als auch aus Rückmeldungen vertrauter Menschen entsteht.

Wenn dieses Selbstbild überwiegend negativ ist, wird es schwer, Wertschätzung für dich selbst zu entwickeln. Ein stabiles Selbstwertgefühl entsteht erst dann, wenn du dein eigenes Selbstbild akzeptierst.

Selbstwertgefühl wirkt im Hintergrund

Selbstwertgefühl ist dir im Alltag meist nicht bewusst. Trotzdem beeinflusst es viele deiner Entscheidungen.

Du kannst es dir wie ein Programm vorstellen, das im Hintergrund auf deinem Computer läuft. Du siehst es nicht direkt – aber es bestimmt, wie das gesamte System funktioniert.

Ein gesundes Selbstwertgefühl sorgt dafür, dass deine Entscheidungen eher im Einklang mit deinen eigenen Bedürfnissen und Werten stehen.

Menschen mit stabilem Selbstwertgefühl:

  • setzen Grenzen
  • akzeptieren sich selbst
  • treffen Entscheidungen, die ihnen langfristig guttun

Woran erkennst du dein Selbstwertgefühl?

Im Alltag zeigt sich dein Selbstwertgefühl vor allem in deinen Reaktionen auf Situationen.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl entscheiden sich häufig für den einfachsten Weg, auch wenn sie innerlich damit nicht zufrieden sind.

Menschen mit stabilem Selbstwertgefühl stellen sich dagegen eher Fragen wie:

  • Passt diese Entscheidung zu meinen Werten?
  • Tut mir diese Situation wirklich gut?
  • Möchte ich diesen Weg wirklich gehen?

Die Antworten auf diese Fragen zeigen dir oft sehr deutlich, wie es um dein Selbstwertgefühl steht.

Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls

In der Psychologie spricht man von sechs Säulen des Selbstwertgefühls. Diese Faktoren bestimmen maßgeblich, wie stabil dein Selbstwert ist.

1. Bewusstes Leben

Triffst du deine Entscheidungen selbst oder lässt du andere Menschen über dein Leben bestimmen?

Bewusstes Leben bedeutet, Verantwortung für dein Handeln zu übernehmen und deine Entscheidungen aktiv zu treffen.

2. Selbstannahme

Akzeptierst du dich selbst mit deinen Stärken und Schwächen?
Oder würdest du lieber jemand anderes sein?

Selbstannahme ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein stabiles Selbstwertgefühl.

3. Eigenverantwortung

Bist du dir bewusst, dass andere Menschen nicht für dein Leben verantwortlich sind?

Eigenverantwortung bedeutet, deine Gefühle, Entscheidungen und deinen Lebensweg selbst zu tragen.

4. Selbstbehauptung

Stehst du zu deiner Meinung und deinem Selbstbild – auch wenn andere Menschen dir widersprechen?

Selbstbehauptung bedeutet, für dich selbst einzustehen.

5. Zielrichtung

Weißt du, was du im Leben willst?

Du brauchst keinen perfekten 10-Jahres-Plan. Aber ein grobes Gefühl dafür, wohin deine Reise gehen soll, stärkt dein Selbstwertgefühl.

6. Integrität

Handelst du nach deinen eigenen Werten – oder passt du dich ständig anderen Erwartungen an?

Integrität bedeutet, dass dein Verhalten mit deinen persönlichen Überzeugungen übereinstimmt.

Selbstwertgefühl ist unabhängig von der Meinung anderer

Selbstbewusstsein entsteht oft durch ein Zusammenspiel aus eigener Wahrnehmung und Feedback von außen.

Beim Selbstwertgefühl ist das anders.

Dein Selbstwert darf nicht davon abhängig sein, wie andere Menschen dich bewerten. Im Leben wirst du immer wieder auf Menschen treffen, die andere Werte haben als du.

Ein stabiles Selbstwertgefühl bedeutet, dass du dir selbst vertraust – auch wenn andere eine andere Meinung haben.

Fazit: Selbstwertgefühl kommt von innen

Ein gesundes Selbstwertgefühl entsteht nicht über Nacht. Es entwickelt sich Schritt für Schritt durch Selbstreflexion, Erfahrung und persönliche Entwicklung.

Wenn du bei mehreren dieser Säulen Schwierigkeiten festgestellt hast, kann das ein Hinweis darauf sein, dass dein Selbstwertgefühl aktuell geschwächt ist.

Wenn du bei mehreren Säulen Schwierigkeiten festgestellt hast, kann das ein Hinweis darauf sein, dass dein Selbstwertgefühl aktuell geschwächt ist. Welche Ursachen hinter einem niedrigen Selbstwert stecken und wie du ihn langfristig stärken kannst, erkläre ich im Artikel Selbstwertgefühl: Darum fühlst du dich wertlos“.

Wenn du immer wieder zögerst, dich klein hältst oder Chancen gar nicht erst nutzt, dann liegt das nicht an fehlenden Fähigkeiten.

Oft ist es dein Selbstwert, der dich unbewusst ausbremst.

Denn ein niedriges Selbstwertgefühl sorgt dafür, dass du dir selbst weniger zutraust, dich zurückhältst – und genau dadurch hinter deinen Möglichkeiten bleibst. 

In diesem Artikel erfährst du, warum dein Selbstwertgefühl dir im Weg steht – und wie du beginnst, diese Blockade endlich aufzulösen:
→ Zum Artikel „Warum dein niedriges Selbstwertgefühl dir im Weg steht

Wenn dein Kopf nie stillsteht und du ständig in Gedanken festhängst, dann liegt das nicht daran, dass du „zu viel denkst“.

Sondern daran, dass du nie gelernt hast, deine Gedanken bewusst zu steuern.

Denn genau hier entscheidet sich, ob dich deine Gedanken antreiben – oder ausbremsen. 

In diesem Artikel erfährst du, wie du überflüssige Gedanken loswirst und wieder mehr Klarheit und Fokus in deinen Kopf bekommst:
→ Zum Artikel „Überflüssige Gedanken loswerden

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