Was versteht man unter Feel Good Management?

Was versteht man unter Feel Good Management?

Gibt man im Internet in den gängigen Suchmaschinen die Frage „Was ist Feel Good Management?“ ein, erhält man sofort knapp 140 Millionen Einträge. Im Vergleich dazu bringt die Frage „Wie findet man einen neuen Job?“ nur etwa 31 Millionen Ergebnisse. Allein diese Relation zeigt, wie gefragt und vielfältig das Thema Feel Good Management ist. Dabei sind viele Unternehmen in Deutschland in dieser Richtung noch eher schwach aufgestellt, doch die Anzahl der Eintragungen macht auch deutlich, wie umfassend und verzweigt Feel Good Management ist und was man damit in Verbindung bringen kann. Zum Einstieg in das Thema mag eine Definition aus Wikipedia beschreiben, worum es im Prinzip geht. Danach hat Feel Good Management zur Aufgabe, die Arbeit in einem Unternehmen dauerhaft zu verbessern. Feel Good Management setzt darauf, die Bedürfnisse der Mitarbeiter herauszufinden und die konstruktive Kooperation im Betrieb auszubauen. Feel Good Management zielt also darauf ab, optimale Rahmenbedingungen für die Unternehmens- und Führungskultur zu schaffen. 

 

Schnittstellen des Feel Good Management

Dabei fällt auf, dass unter diesem Schlagwort unterschiedliche Ansätze zusammengefasst sind. Es gibt Schnittstellen zum Gesundheitsmanagement und zur Personalentwicklung, zum Training, zur Geschäftsführung und zur Mitarbeiterschaft. Typische Aufgaben sind danach in den Bereichen der internen Kommunikation, in der Teambildung und im Facility Management zu finden. Auch die Planung von Firmenevents und von Ausflügen gehört zu den Tätigkeiten im Feel Good Management. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sogar eine gesunde Ernährung und letztlich alle Anliegen der Mitarbeiter im Rahmen des Feel Good Managements betrachtet werden sollen. Allerdings geht diese eher theoretische Definition des Feel Good Managements noch nicht weit genug. 

 

Wohlfühlführung und Wohlfühlkutur

Feel Good Management ist ein ganzheitliches Konzept zur Unternehmensführung, der nahezu alle wichtigen Funktionen eines Unternehmens einbezieht. Letztlich zielt es darauf ab, eine werteorientierte Kultur im Unternehmen einzuführen und zu stärken. Übersetzt man „Feel Good Management“ wörtlich, kommt man zu „Wohlfühlführung“ oder „Wohlfühlkultur“. Ursprünglich zum ersten Mal vor rund fünf Jahren von vielversprechenden Start-ups angewandt, gerät es heute zunehmend in den Fokus von mittleren und großen Firmen. Ein Start-up, das die ersten Hürden am Markt genommen hat und von der Gründungsphase in eine wachstumsorientierte Ausrichtung übergeht, hat in der Regel eine Zeit der hohen Mitarbeiter- und Innovationsorientierung hinter sich. In der Gründungsphase wird ein junger Betrieb von der außerordentlich hohen Motivation aller Teammitglieder getragen. Viele Gründer beschreiben diese Zeit mit großer Begeisterung, denn sie ist einerseits geprägt von einem familiären Zusammensein, in dem jeder für den anderen einsteht und alle an einem Strang ziehen. Andererseits ist sie aber auch von hohen Belastungen gekennzeichnet, die man gemeinsam meistert. Erste Erfolge werden im Team gefeiert, man belohnt sich, man achtet aufeinander und umschifft so die eine oder andere Hürde, die in der ersten Zeit nach der Gründung unvermeidlich ist. So entsteht ein tiefes Wir-Gefühl, das dem menschlichen Bedürfnis nach Gemeinsamkeit sehr nahe kommt. Im Idealfall lässt sich dieses Wir-Gefühl aus der Gründungsphase in die Wachstumsphase übertragen. Letztlich ist dieses Gefühl sogar die Grundlage dafür, dass sich ein Unternehmen immer wieder neu erfindet und optimal auf die Anforderungen des Marktes reagiert – und damit wettbewerbsfähig bleibt. 

 

Arbeitswelt 4.0 als ganzheitliches Konzept

Hier setzt das ganzheitliche Konzept des Feel Good Managements an. Es zeichnet das Bild der Arbeitswelt von morgen, gerne auch als „Arbeitswelt 4.0“ bezeichnet. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer optimalen Unternehmenskultur mit Voraussetzungen, die es erlauben, konstruktive Arbeits- und Lernbedingungen zu schaffen. Dadurch will man effizientes und nachhaltiges Arbeiten im stetigen Wandel der Zeit ermöglichen. Feel Good Management orientiert sich nicht allein an der Einordnung der Mitarbeiter nach den viel zitierten High Potentials und Low Performern. Vielmehr geht es darum, jeden einzelnen Mitarbeiter in seiner ganzen Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und seine Bedürfnisse zu befriedigen, so weit dies erforderlich ist, damit er voll und ganz in seiner Arbeit aufgeht. Individuelle Stärken sollen gefördert werden, an Schwächen darf man arbeiten, persönliche Vorlieben sollen dabei ausdrücklich berücksichtigt werden. So wird das Potenzial eines jeden Einzelnen gefördert, das kooperative Miteinander wird gestärkt und ausgebaut. Der zwischenmenschliche Austausch und das Gefühl der Zusammenarbeit werden dabei explizit gefördert. Mit einer werteorientierten und wertschätzenden Unternehmenskultur will das Feel Good Management dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, in denen sich jeder Mitarbeiter mit seiner Individualität wohlfühlt und voll und ganz einbringen kann. Letztlich geht das Feel Good Management davon aus, dass jeder Mitarbeiter in dieser Umgebung sein ganzes Potenzial ausschöpft und stressfrei arbeitet. Aus diesem Arbeitsumfeld entsteht eine hohe Motivation und ein entsprechendes Engagement, das dazu beiträgt, dass man sich stärker für die Ziele seines Unternehmens einsetzt. 

 

Kreative, produktive und eigenverantwortliche Mitarbeiter

Im Idealfall ist so der Raum geschaffen für kreative, produktive und eigenverantwortliche Mitarbeiter, die sich über die Grenzen etablierter Abteilungen hinweg austauschen und vernetzen. Wer täglich neue Impulse und Anregungen für die eigene Arbeit aufnimmt und umsetzt, arbeitet motivierter und loyaler und trägt damit unmittelbar dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nachhaltig auszubauen. Das allerdings ist nur möglich, wenn sich neben der Unternehmenskultur auch die Organisationsstruktur und die Arbeitsmethodik nachhaltig ändern. In letzter Konsequenz setzt Feel Good Management nicht nur daran an, neue Werte in ein Unternehmen einzubringen und Strukturen zu ändern. Es geht auch darum, die Art der Kommunikation und die Kommunikationswege und Kanäle anzupassen, Arbeitsplätze und das Umfeld zu optimieren und dadurch die Zusammenarbeit zu optimieren. Somit ergeben sich in der täglichen Arbeit immer wieder auch Schnittstellen zur Personalentwicklung, zum Gesundheitsmanagement oder zur Aus- und Weiterbildung. Sind diese Funktionen in einem gestandenen Unternehmen bereits gesetzt, sind Schnittstellen zu harmonisieren und Abläufe zu optimieren, um die so entstehenden Synergien zu nutzen. Bei einem Start-up dürfte es dagegen eher das erklärte Ziel sein, diese Prozesse überhaupt erst zu entwickeln und von der Gründungs- und die Wachstumsphase zu überführen. 

 

Fazit im Feel Good Management

Im Grunde ist Feel Good Management keine völlig neue Bewegung der modernen Arbeitswelt. In der Psychologie kennt man diesen Ansatz seit langem, er setzt an der Überzeugung an, dass ein Unternehmen erfolgreicher ist und dauerhaft wettbewerbsfähiger ist, wenn die Bedürfnisse der Mitarbeiter optimal berücksichtigt sind. Letztlich zielt Feel Good Management also darauf ab, die tägliche Arbeitszeit so angenehm wie möglich zu gestalten und das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Freizeit ausgewogen zu halten, um die Produktivität des Einzelnen maximal zu nutzen. 

Menschen nennen mich manchmal Freak. Ob 250km Wüstenmarathon laufen, 1.200km den Rhein mit einem SUP Board paddeln, 1 Jahr mit einem 2 Stundenschlaf auskommen - ich habe in zahlreichen Selbstexperimenten das Wissen getestet und spreche aus eigener Erfahrung. Zu mir kommen vor allem die Spezialfälle: Bandscheibenvorfall, 200Kilo, Diabetes mit schwarzen Löchern, die mit Krücken, im Rollstuhl, 80 Jahre oder VIPs. Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei ein fitteres, gesünderes und schöneres Leben zu führen. Schreib mir einfach! DEIN LEBEN. DEIN ZIEL. UNSERE CHALLENGE.

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