Warum funktioniert Feel Good Management nur durch Kommunikation?

Warum funktioniert Feel Good Management nur durch Kommunikation?

In den letzten Artikeln hast du viel gelernt über die Bedeutung der Unternehmenskultur, über die Entwicklung einer Vision und über die Einführung von wertorientierten Strukturen in Unternehmen. Im nächsten Schritt erfährst du mehr über die Bedeutung der Kommunikation im Rahmen des Feel Good Managements. Kommunikation ist so etwas wie das Geheimnis hinter der erfolgreichen Einführung von Feel Good Management. Doch warum ist das so, und was macht ein Unternehmen richtig, das das Wohlfühlmanagement in seinen Strukturen verankert hat und mit Erfolg lebt? 

 

Unbekanntes macht manchmal Angst

Feel Good Management ist für die meisten Führungskräfte und Mitarbeiter ein ganz neuer Ansatz, der bisher noch wenig bekannt ist. Jedes Unbekannte macht Angst, es führt zu Unbehagen und Unsicherheit, denn der Einzelne weiß nicht, wie sich die anstehende Veränderung auf sein Leben auswirkt. Ganz ähnlich verhält es sich, wenn man neue Prozesse, Verfahren oder gar Kulturen in einem Unternehmen einführt! Meist vernimmt die Belegschaft zuerst Gerüchte, wenn sich ein etabliertes Unternehmen eine neue Strategie verordnet. Vielleicht erfährt man davon, dass eine Beratungsgesellschaft mit der Entwicklung einer zukunftsweisenden Vision beauftragt wurde. Sobald sich die ersten Gerüchte verbreiten, dauert es nicht mehr lange, bis die ersten Mitarbeiter unruhig werden. Von den anfänglichen Tatsachenberichten bis zu falschen Informationen und auch Lügen ist es meist nur ein kleiner Schritt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt diffundiert im ganzen Betrieb das Schreckgespenst einer neuen Strategie, die unmittelbar zum Verlust von Arbeitsplätzen führen soll oder die mindestens erhebliche Veränderungen im Arbeitsalltag nach sich ziehen soll. 

 

Offene Kommunikation

Wer solche Gerüchte vermeiden oder ihre Verbreitung wenigstens steuern will, muss offen kommunizieren – das gilt für die Einführung von Feel Good Management ebenso wie für jede andere Neuerung. Durch eine offene Kommunikation entzieht man den Nährboden für Gerüchte. Aber aus welchen Elementen besteht eine offene Kommunikation? 

 

Kommunikation muss beim Empfänger ankommen

Jede Kommunikation ist nur so gut wie ihr Inhalt und der Kanal. Kommunikation muss beim Empfänger ankommen. Das heißt, sie muss verständlich sein, und der Empfänger muss Zugang dazu haben. Eine verständliche Kommunikation ist auf die Zielgruppe ausgerichtet. Die Inhalte müssen für die Empfänger wichtig sein, und sie müssen zielgruppengerecht formuliert und aufbereitet sein. Eine Präsentation für das Topmanagement muss demnach anderen Kriterien genügen als eine Information für die Mitarbeiter. Außerdem ist zwischen der internen und der externen Kommunikation zu unterscheiden. Im besten Fall beschäftigt ein Unternehmen mindestens einen Fachmann, der auf die interne und externe Kommunikation spezialisiert ist. Er muss wissen, welche Zielgruppen er ansprechen soll und welche Inhalte für diese Zielgruppen wichtig sind. Er muss ein Gefühl dafür entwickeln, welche Ausdrucksweise er verwenden muss. Er sollte unbedingt beachten, über welche Kanäle die Adressaten bevorzugt kommunizieren. Auch der Zeitpunkt der Kommunikation ist ausschlaggebend. Je früher man erste Informationen verteilt, desto eher entzieht man Gerüchten den Nährboden. Gleichzeitig schafft man Raum für Spekulationen, wenn man zunächst nur vage Informationen verbreitet, weil konkrete Inhalte noch nicht feststehen. Es gilt also, den richtigen Zeitpunkt für eine Erstinformation sorgfältig auszuwählen. Man kann bei der internen und der externen Kommunikation somit eine ganze Menge verkehrt machen. Doch wie könnte die optimale Kommunikation bei der Einführung von Feel Good Management nach innen und nach außen aussehen, damit alle Beteiligten frühzeitig eingebunden sind und damit man die so wichtige Verbundenheit mit der neu entwickelten Vision herstellt? 

 

Orientiere dich an der Zielgruppe

An die internen Mitarbeiter aller Ebenen kann eine erste Information schon sehr frühzeitig erfolgen. Im Idealfall macht sich ein Experte für Kommunikation zuerst Gedanken, welche Zielgruppen er ansprechen muss. In einem Großunternehmen sind das vermutlich die Führungskräfte aller Ebenen, die Mitarbeiter und die Auszubildenden. In einem kleineren Betrieb mag die Hierarchie und die Anzahl der Mitarbeiter geringer sein. Sind die verschiedenen Zielgruppen identifiziert, geht es im nächsten Schritt darum, die Inhalte festzulegen. Für die Führungskräfte sind andere Schwerpunkte wichtig als für die Mitarbeiter. Orientieren kann man sich zum Beispiel an den W-Fragen nach dem „Wer?“, „Wo?“, „Wann?“ und „Wie?“. Damit kreist man die relevanten Inhalte für alle Zielgruppen recht gut ein, um am Ende vor allem die wichtigste Frage der Betroffenen in wenigen Sätzen zu beantworten: „Was bedeutet das für mich?“. Für die Führungskräfte sind zum Beispiel Antworten ausschlaggebend, wie sich ihre Führungsaufgabe durch das Feel Good Management in Zukunft verändert, welche Ebenen der Führungskräfte direkte Aufgaben im Rahmen des Feel Good Managements zu übernehmen haben, zu welchem Zeitpunkt sie aktiv werden müssen, und wie sie Feel Good Management anwenden müssen. Typische Antworten sind nach dem reinen Konzept des Feel Good Managements, dass jede Führungskraft unabhängig von der Ebene in der Hierarchie in das Wohlfühlmanagement involviert ist und die Grundsätze verstehen und leben muss. Dazu gehört ein vertrauensvoller Führungsstil, der auf die individuellen Bedürfnisse des Mitarbeiters zugeschnitten ist. Er könnte durch ein regelmäßiges Feedbackgespräch mit jedem Mitarbeiter umgesetzt werden, in dem seine Belange im Vordergrund stehen. Relevant ist für die Führungskräfte natürlich auch, ab wann das neue Konzept gilt und ob sie eine spezielle Einweisung in das Thema bekommen. Wesentlich dürfte außerdem sein, was im Rahmen der Erstkommunikation an die Mitarbeiter gegeben wird, damit eine Führungskraft nicht mit unerwarteten Fragen konfrontiert wird, auf die sie keine Antwort hat. Sind die Inhalte für die Führungskräfte konzipiert, sind die Informationswege festzulegen. Abhängig von den internen Medien kann zum Beispiel über ein Firmenintranet kommuniziert werden, das passwortgeschützt nur den Führungskräften zugänglich ist. Auch eine Informationsmail an die Führungskräfte kommt in Frage, ebenso eine Broschüre mit den wesentlichen Angaben. 

 

Je früher desto besser ist die Kommunikation

Eine ähnliche interne Information ist für die Belegschaft zu entwickeln. Auch hier geht es darum aufzuzeigen, was Feel Good Management für jeden Einzelnen bedeutet, wobei man sich wieder an den W-Fragen orientiert. Ein Mitarbeiter möchte vermutlich wissen, ob sich seine Aufgaben durch Feel Good Management ändern und ob es Auswirkungen auf die Ausführung seiner Tätigkeiten gibt. Vielleicht will er wissen, welche Möglichkeiten sich ergeben, um zukünftig noch besser auf die Gesundheit zu achten. Unter Umständen interessiert ihn, wie er Arbeit und Freizeit besser in Einklang bringt. Für viele Mitarbeiter wird es wichtig sein zu erfahren, ob es neue Strukturen gibt, ob sich an der Zusammensetzung des Teams etwas ändert und ob man einen neuen Vorgesetzten bekommt. Die Frage nach der Einsparung von Arbeitsplätzen und möglichen Kündigungen kann ebenfalls von Bedeutung sein. Ältere Arbeitnehmer wollen möglicherweise wissen, ob sie Chancen haben, früher in Ruhestand zu gehen oder ob es durch das neue Konzept Angebote des Arbeitgebers für Altersteilzeit gibt. Je umfassender solche Fragen schon frühzeitig beantwortet werden, desto eher gelingt es, die Mitarbeiter in die spannende Vision des Feel Good Managements einzuführen und die Akzeptanz zu verbessern. Im Rahmen der Konzeption der Kommunikationsmaßnahme ist noch zu berücksichtigen, wie man die Belegschaft am besten erreicht. Eine Information im Firmenintranet ist ein Weg, eine E-Mail an die Mitarbeiter eine andere Variante. In Großunternehmen mögen separate Informationsveranstaltungen interessant sein, die jeder Mitarbeiter innerhalb der Arbeitszeit besuchen kann und in der man offene Fragen stellen kann. Solche Veranstaltungen können zum Beispiel in Form von Informationsständen durchgeführt werden, an denen die Verantwortlichen an bestimmten Tagen vertreten sind und für Fragen zur Verfügung stehen. 

 

Kommunikation nach draußen

Was für die interne Kommunikation gilt, greift auch für die Kommunikation nach draußen. Ein Unternehmen, das sich konsequent auf Feel Good Management einschwören will, kann seine externen Kunden schon sehr früh darüber informieren. Wichtig sind auch hier die Inhalte und die Kanäle. Inhaltlich dürfte für einen Kunden vor allem wichtig sein, ob sich für ihn im Bereich des Kundenservice und der Produktqualität etwas ändert. Wenn ein Betrieb zum Beispiel plötzlich alle Mitarbeitern eine Vier-Tage-Woche einräumt und am Freitag nicht mehr erreichbar ist, kann sich das direkt auf den Kundenservice auswirken. Wer solche Veränderungen mit direkten Auswirkungen nach außen plant, muss seinen Kunden transparent machen, dass sich für ihn keine Verschlechterungen ergeben. Sonst besteht schnell die Gefahr, dass bisher zufriedene Kunden zur Konkurrenz abwandern. Eine solche Information für den Kunden birgt allerdings durchaus auch Potenzial. Wenn man es geschickt darstellt, präsentiert man sich durch die Einführung von Feel Good Management als ein offenes und innovatives Unternehmen, das die Trends der Zeit erkennt und das durch neue Ideen darauf reagiert. Man zeigt sich als offen und serviceorientiert und verbessert das Image in der Öffentlichkeit. Welche Kanäle für die Kommunikation an externe Kunden gewählt werden, kommt sehr auf die bereits bestehenden Wege an. Mögliche Alternativen sind eine Informationsmail oder ein Newsletter. Wer seine Kunden regelmäßig mit Waren beliefert, wählt vielleicht einen Flyer oder eine Broschüre zum Einstieg und legt sie der nächsten Lieferung bei. Große Bedeutung hat natürlich das Social Media Management, denn in den sozialen Netzwerken kann man solche Inhalte sehr werbewirksam präsentieren. Allerdings sollte man dazu Experten beauftragen, die sich mit dem Onlinemarketing und der Repräsentanz in den Social Media auskennen. Hier sind zum Beispiel bestimmte Schlüsselworte von Bedeutung, die man in der Kommunikation einsetzen sollte, um eine bessere Auffindbarkeit von Beiträgen in den gängigen Suchmaschinen zu ermöglichen. Wer eine eigene Webseite hat, kann sie um eine Rubrik zum Feel Good Management erweitern und darlegen, wie, wann und in welchen Schritte die Einführung des neuen Konzepts geplant ist. Ein interaktiver Austausch in einem Chat ist für innovative Unternehmen ebenso denkbar wie ein kleiner Werbefilm, den sich der Kunde ansehen kann. Die Verankerung der Bemühungen zu Feel Good Management in den Onlinemedien ist auch hervorragend geeignet, um sich attraktiv für zukünftige Mitarbeiter zu präsentieren. Wer hier geschickt kommuniziert, optimiert das Image des Unternehmens nicht nur aus der Sicht der Kunden, sondern auch im Licht der breiten Öffentlichkeit. 

 

Großes Potential

In der internen und der externen Kommunikation liegt somit ein erhebliches Potenzial, eine Vision mit allen Beteiligten und Betroffenen zu teilen und sie auf diesem Weg mitzunehmen. So erhöht man die Akzeptanz und schafft Transparenz, die unabdingbar ist, wenn man etwas Neues und Wegweisendes erfolgreich einführen will. Nur wenn intern und extern das Feel Good Management mitgetragen und unterstützt wird, ist dieses Konzept auf Dauer von Erfolg gekrönt, denn Feel Good Management lebt von der Umsetzung in der Praxis. Indem man frühzeitig kommuniziert und die Vorzüge aufzeigt, die interne wie externe Betroffene davon haben, schafft ein Unternehmen eine solide Basis für die Einführung und für die dauerhafte Verankerung. Eine zielgerichtete, effektive und offene Kommunikation ist also ein elementares Schlüsselelement und ein wichtiger Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen, das dieses Konzept einführen will. 

 

Wohlfühlkultur schaffen

Ist das spannende und vielfältige Feld der Kommunikation nach innen und nach außen bearbeitet und ist man hier auf einem guten Weg, ist ein weiterer Baustein eines gelungenen Feel Good Managements zu entwickeln. Ein effektives Konfliktmanagement ist ein fester Bestandteil einer Wohlfühlkultur, und es birgt für Unternehmen und für Mitarbeiter enorme Chancen, durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und Auffassungen voneinander zu lernen und sich ständig weiterzuentwickeln. 

Menschen nennen mich manchmal Freak. Ob 250km Wüstenmarathon laufen, 1.200km den Rhein mit einem SUP Board paddeln, 1 Jahr mit einem 2 Stundenschlaf auskommen - ich habe in zahlreichen Selbstexperimenten das Wissen getestet und spreche aus eigener Erfahrung. Zu mir kommen vor allem die Spezialfälle: Bandscheibenvorfall, 200Kilo, Diabetes mit schwarzen Löchern, die mit Krücken, im Rollstuhl, 80 Jahre oder VIPs. Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei ein fitteres, gesünderes und schöneres Leben zu führen. Schreib mir einfach! DEIN LEBEN. DEIN ZIEL. UNSERE CHALLENGE.

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