Wann hast du das letzte Mal so richtig etwas in den Sand gesetzt?

2020 steht vor der Tür und mit dem neuen Jahr gute Vorsätze und Zukunftspläne. Du hast dir deine Ziele gesetzt, du bist bereit sie umzusetzen. Und natürlich denkst du am liebsten über den bestmöglichen Ausgang deines Vorhabens nach. Voller Erfolg, etwas anderes kommt nicht in Frage. Der Gedanke ans Scheitern ist zwar irgendwo im Hinterkopf, daran denken möchtest du aber wahrscheinlich nicht. Dabei ist Scheitern wichtig.

Failure is part of the process of success. People Who Avoid Failure also avoid success.

– Robert Kiyosaki

Scheitern ist ein unausweichlicher und konstruktiver Faktor auf deinem Weg zum Erfolg, solange du weißt, wie du richtig scheiterst. Denn sich selbst mit Selbstliebe und Mitgefühl zu begegnen, ist mindstens genauso wichtig, wie sich außerhalb der eigenen Komfortzone zu pushen.

Im heutigen Artikel klären wir: 

  • Warum ist scheitern wichtig? 
  • Wie du in Zukunft besser scheiterst 
  • Wie du aus deinen Fehlern lernst 

Schon in der Schule kriegen wir eingetrichtert, dass Fehler schlecht sind. Mit Rotstift werden sie am Heftrand markiert, unauslöschlich und grell. Am Ende werden alle Fehler zusammen gerechnet und von der Gesamtpunktzahl abgezogen. Der Umgang mit Fehlern in der Schule hat für viele von uns unser Verständnis von Fehlern geprägt: Negatives Feedback und das Gefühl, versagt zu haben. Dabei sind Fehler viel mehr als das; sie sind eine Möglichkeit, etwas zu verbessern, die Option für einen Neustart. Sie sind alles andere als schlimm und mit der richtigen Einstellung vor allem kontruktiv und hilfereich.

Warum wir scheitern 

Scheitern bedeutet, ein angestrebtes Ziel nicht zu erreichen oder bei einem Versuch keinen Erfolg zu haben. Die gute Nachricht: Dass du das Gefühl hast zu scheitern, bedeutet, dass du bereits ein Ziel vor Augen hast. Du strebst etwas an, dass dir wichtig ist und machst Fortschritte auf dem Weg dorthin. Glückwunsch, du hast den ersten Schritt zum Erreichen deiner Ziele bereits gemacht. Du hast dir ein Ziel gesetzt und es messbar gemacht, zwei wichtige Voraussetzungen, um für ein erfolgreiches Gelingen.

Scheitern ist normalerweise ein Indikator, dass du noch nicht auf dem richtigen Weg bist oder die richtige Methode eben noch nicht gefunden hast. Hast du gerade ein Projekt gegen die Wand gefahren oder das Gefühl, auf persönlicher Ebene gescheitert zu sein, lohnt es sich, dir selbst diese Fragen zu stellen: 

  • Habe ich mir realistische Zwischenziele gesetzt?

Als Menschen neigen wir dazu, uns das “Best-case-Szenario” als oberstes Ziel zu setzen. Das ist absolut gut und richtig so, du solltest immer ein höheres Ziel haben, dass du anstrebst, um deinen Antrieb aufrecht zu halten. Trotzdem ist es wichtig, dass du dir realistische Zwischenziele setzt, um dir ein Gefühl des Erfolges zu geben. Ist es also dein oberstes Ziel, mit deinem Business Summe x zu verdienen, solltest du dir ein Jahresziel setzen, dass dir auf dem Weg dorthin hilft und das ambitioniert, aber realistisch ist. 

  • Steht mir mein Perfektionismus im Weg?

Dein Persönlichkeitstyp kann mit dafür verantwortlich sein, was du als Scheitern empfindest. Perfektionistische Persönlichkeiten neigen dazu, sehr Detail kritisch zu sein und deshalb selbst kleine Rückschritte oder Umwege bereits als scheitern zu verbuchen. 

  • Sind meine Ziele messbar?

Der Weg zum Erfolg ist keine Schnellstraße. Deshalb ist es wichtig, dass deine Ziele messbare Meilensteine haben und ggf. ein zeitliches Limit. In welchem Zeitraum willst du dein Ziel erreichen (hier auch wieder fragen: Ist das realistisch?) und welche Faktoren zeigen dir, dass du dein Ziel erreicht hast? Kleine Umwege sind normal, bist du wirklich schon gescheitert?

Die Kunst, richtig zu scheitern

Scheitern selbst ist einfach. Im Grunde musst du nichts besonderes tun, um zu scheitern. Wenn du deine Ziele lange genug verfolgst, passiert das von ganz alleine. Richtig scheitern dagegen ist eine Kunst, die dir viel Frust ersparen kann und dich deinen Zielen näher bringt. Fehler zu machen, Rückschläge zu erfahren und Ziele nicht zu erreichen passiert. Diesen Fehlern allerdings etwas Positives abgewinnen zu können, bedarf Resilienz und Selbstdisziplin.

Fail often, fail fast.  

Mache viele Fehler und mach sie schnell. Dieser Einstellung folgen viele moderne Startups aus gutem Grund. Dass eine Idee vielleicht nicht funktioniert, ist nicht schlimm. Dein Frust wird allerdings umso größer sein, wenn du jahrelang Zeit und Energie in ein Projekt gesteckt hast und es dann scheitert. Viele heute erfolgreiche Unternehmer mussten erst mal einige Projekte vor die Wand fahren, um das nötige Wissen zusammen zu tragen, das heute Grundlage ihres Erfolges ist. Wenn du zum Beispiel an Steve Jobs, Gary Vaynerchuk oder Mark Zuckerberg denkst, erinnerst du vor allem an ihre Erfolge. Dabei gab es vorher eine ganze Reihe an Misserfolgen, die deren Erfolge erst möglich gemacht haben. Steve Jobs ist ein Paradebeispiel für den positiven Umgang mit gescheiterten Projekten:Jobs hat beispielsweise seine Schulausbildung nicht beendet und frühzeitig das College verlassen, wurde von Apple gefeuert und hat einige seiner Business-Ideen gegen die Wand gefahren. Hat ihn das gestoppt? Ganz im Gegenteil! 

Fehler zu vermeiden ist schlimmer, als sie zu machen

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft werden Fehler schnell als absolutes Versagen abgestempelt. Und ganz ehrlich, persönlich ist auch keiner von uns scharf auf negative Erfahrungen. Es ist also leichter gesagt, als getan, seine eigenen Fehler zu schätzen. Gleichzeitig ist es aber umso schlimmer, in ständiger Angst davor zu leben, Fehler zu machen. Erfolg sollte immer dein Ziel bleiben, Fehler und scheitern sind dabei unausweichliches Beiwerk, das nur einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Erfolg darstellt. Im konkreten Augenblick fühlt sich ein Fehler furchtbar an, aber sobald du deine Einstellung dazu änderst, wird der Fehler zur Möglichkeit. 

  • Was kann ich aus dieser Situation lernen?
  • Was kann ich beim nächsten Mal besser machen, um diesen Fehler zu vermeiden? 
  • Wie kann ich das Problem von einem neuen Blickwinkel angehen?

Auch wenn ein Ereignis sich im Augenblick wie ein großer Fehler anfühlt, öffnet er womöglich neue Türen und Wege, ein altes Problem von einer anderen Seite zu beleuchten oder gibt dir den nötigen Anstoß, dich endlich hinter ein Projekt zu klemmen, dass du vorher vernachlässigt hast. 

Tipp #1: Scheitere wie ein kleines Kind.

Erinnere dich an das kleine Kind in dir. Als du laufen gelernt hast, hast du alles gegeben, bist unzählige Male auf den Hintern gefallen und trotzdem wieder aufgestanden. Weil du es wirklich wolltest, ohne wenn und aber. Du hast deine Methode minimal angepasst und es gleich noch einmal versucht, bis zur Erschöpfung. Die Fähigkeit, uns wie ein kleines Kind auf unsere Ziele zu stürzen, geht uns mit der Zeit verloren. Statt zu zögern, stürze dich 100% auf dein Ziel. Und wenn etwas nicht klappt, aufrappeln, Windeln gerade rücken und mit angepasster Strategie gleich nochmal versuchen. 

Tipp #2: Konzentriere dich auf dein Ziel, nicht auf den Moment. 

Okay, du hast einen Fehler gemacht und der Fehler fühlt sich im aktuellen Moment echt ätzend an. Die meisten Menschen würden sich in deiner Situation ähnlich fühlen. Jetzt stehst du an einem Gabelweg und kannst dich entscheiden: Entweder versinkst du in Ärger und Selbstmitleid, analysierst besagten Fehler oder du fokussierst dich darauf, was du aus der Situation lernen kannst. Mit dem Endziel vor Augen wird es dir leichter fallen, etwas Positives in der Situation zu sehen und daraus zu lernen. 

Tipp #3: Scheitere auch im Kleinen richtig.

Scheitern heißt nicht unbedingt nur, eine Business-Idee nicht durchzusetzen oder einen wichtigen Deal nicht zu bekommen. Nimm dir jeden Abend 5 Minuten Zeit und frage dich, woran du heute gescheitert bist und was du daraus lernen kannst. Das kann dabei helfen, negative Muster im eigenen Verhalten zu erkennen und kleine Dinge zu verändern, die langfristig einen nachhaltigen Einfluss auf deinen Erfolg haben. 

Wie du aus deinem Scheitern lernen kannst

Fehler zu machen ist kein Problem, Fehler zweimal zu machen ist allerdings ärgerlich. Das englische Sprichwort “Fail again, but better” (Scheitere nochmal, aber besser!), trifft den Nagel auf den Kopf. Die wichtigste Lektion, die du aus deinem eigenen Scheitern lernen kannst, ist deine Strategie so anzupassen, dass sie beim nächsten Versuch zumindest ein kleines Bisschen besser ist. Sie hat wieder nicht funktioniert? Dann mach es beim nächsten Mal wieder ein bisschen besser. Niemand ist von Anfang an perfekt und solange die Lernkurve aufwärts geht, spielt es keine Rolle, wie schnell dieser Prozess ist. 

Und nun?

Wenn du noch keinen genauen Plan hast, wie du deine Ziele 2020 erreichen kannst, lass uns das zusammen angehen. Bei einem kostenlosen ONLINE LIVE-WEBINAR berät Motivationscoach Chris Ley, wie du am besten in die Umsetzung kommst.

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