„Kältetraining ist etwas ganz wunderbares. Der Kopf wird klar, der Geist ist frei und der Körper heizt von Innen.“ Chris Ley nach dem Sibirienmarathon in Badehose bei -15 Grad.

Diese Worte vom Iceman bringen alles zum Kältetraining auf den Punkt. Ist das dumm, krank, idiotisch? Keine Ahnung. Auf jeden Fall extrem und es funktioniert! Tatsächlich ist die positive Wirkung des Kältetrainings auf Geist und Körper uralt und in vielen Kulturen verbreitet. Nach russisch-orthodoxer Tradition zum Beispiel härtet Eisbaden nicht nur den Körper ab, sondern gilt auch als Ritual zur Reinigung von Sünden. Hintergrundwissen und faszinierende Bilder dazu gibt es in einem Beitrag des MDR. Auch in Teilen Skandinaviens und Chinas tauchen die Menschen in Eislöchern, um Geist und Körper zu stählen. Traditionen wie diese beruhen meist auf der tiefen Weisheit von Urvölkern, die noch im Einklang waren mit sich selbst und mit der Natur. Von ihnen können wir das wieder lernen, was wir selbst längst verloren haben. Nie mehr krank: So wirst du mit Kältetraining zum Iceman:

Ich war für Dich in Sibirien und habe das Kältetraining bei einem Icemarathon getestet…

Nie mehr krank mit Kältetraining zum Iceman

In diesem Artikel erfährst du, wie auch du das Kältetraining für dich nutzen und zum Iceman werden kannst. 

Zu den positiven Effekten von Kältetraining gehören unter anderem:

  • #1 Effekt Kältetraining: Stärkung von Herz und Kreislauf
  • #2 Effekt Kältetraining: Verbesserte Durchblutung
  • #3 Effekt Kältetraining: Längere Lebenserwartung
  • #4 Effekt Kältetraining: Glänzendes Haar und straffe Haut
  • #5 Effekt Kältetraining: Erhöhte Fettverbrennung (erleichtert das Abnehmen)
  • #6 Effekt Kältetraining: Mehr Energie und mehr Selbstvertrauen
  • #7 Effekt Kältetraining: Stärkung des Immunsystems, Schutz vor Infektionen
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Ein konsequentes Kältetraining wirkt immer ganzheitlich. Du wirst als Iceman ein ganz neues Lebensgefühl bekommen, mit dir selbst im Reinen sein und viel mehr leisten können – in körperlicher Hinsicht ebenso wie auf mentaler Ebene.


Was passiert beim Kältetraining?

In unserer zivilisierten Welt haben wir uns an ein enges Temperaturfenster zwischen 18 und 23 Grad gewöhnt. Wir verbrauchen Unmengen von Strom und geben jede Menge Geld aus, um im Winter unsere Räume zu heizen und im Sommer die Klimaanlage in Betrieb zu halten. Wärmedämmung, dicke Betonwände und Doppelfenster sollen die Außentemperaturen von uns fernhalten und draußen tragen wir bei Kälte Daunenmäntel, Wollschals und gefütterte Stiefel.

Was wir langläufig für eine gute Lösung halten, kann der Iceman nur bedauern. „Wir sollten die Kälte nutzen, anstatt uns nur immer vor ihr zu schützen“, so lautet die Devise.

Damit du jedoch genau verstehst, was das Kältetraining auch in deinem Körper verändern kann, musst du zunächst wissen, wie Kälte sich auf bestimmte Körperfunktionen auswirkt:

Was passiert im Körper beim Kältetraining?

Kältetraining
Chris Ley, Kältetraining bei -15 Grad in Sibirien

Unser ganzer Körper ist durchzogen von einem Netzwerk feiner und feinster Blutgefäße, die zusammen mit dem Herzen das kardiovaskuläre System (Herz-Kreislauf-System) bilden.

Die Hauptaufgabe all dieser Blutgefäße besteht darin, Milliarden von Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Die Nährstoffe gehen durch die Gefäßwände feinster Kapillaren in die Gewebezellen über und das sauerstoffarme Blut fließt dann über die Venen zurück zum Herzen. Nur wenn das reibungslos funktioniert, können auch Gehirn und Nerven, Herz und Lunge, Leber, Niere, Magen, Darm und Muskeln ihre Arbeit machen und es geht uns gut.

Welche Rolle spielt nun aber die Temperatur auf dem Weg zum Iceman?

Das ist ganz einfach: Je kälter die Gefäße werden, desto stärker ziehen sie sich zusammen und der Blutfluss wird gehemmt. Setzt du dich nun einer extremen Kälte aus, indem du zum Beispiel ein Eisbad nimmst, dann reduziert dein Körper den Blutfluss zu Körperteilen, die nicht unmittelbar lebenswichtig sind, drastisch. In erster Linie betrifft das die Arme und Beine. Sie werden schlechter durchblutet und fangen an zu kribbeln (das Gefühl kennst du bestimmt). Der Körper konzentriert sich dann ganz auf die Versorgung von Herz, Lunge, Leber und Nieren und tut alles, damit die Körperkerntemperatur nicht unter 35° C fällt – das würdest du nämlich nicht lange überleben! Wärmst du deinen Körper wieder auf, dann öffnen sich auch die Blutgefäße und die Durchblutung nimmt ihren normalen Verlauf.

Durch ein Iceman Kältetraining kannst du deine Gefäße zwingen, sich zu verengen und danach wieder weit zu werden. Der Effekt ist derselbe wie bei einem Muskeltraining: Kostet das Training selbst noch Kraft und kann sogar schmerzhaft sein, so sind die Gefäße anschließend kräftiger und dein ganzer Organismus profitiert davon.

Kältetraining
Kältetraining in Sibirien

Was passiert bei einer Hypothermie?

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig, dass du das Training langsam angehst und dich nicht plötzlich und unvorbereitet einer extremen Kälte aussetzt. Sinkt nämlich deine Körperkerntemperatur unter 35° C, dann kann es zu Erfrierungen kommen. Werden diese nicht rechtzeitig behandelt, stirbt Gewebe ab. Meist beginnt ein solcher Kälteschaden an den Fingern und Zehen. Sie werden zunächst weiß und brennen oder kribbeln, dann werden sie taub. Bleiben sie weiter der Kälte ausgesetzt, so wird die Haut dunkel oder verfärbt sich sogar schwarz als hätte eine Verbrennung stattgefunden.

Schreitet die Hypothermie (Unterkühlung) voran, sind bald auch die lebenswichtigen Stoffwechselfunktionen gefährdet. Das Herz schlägt langsamer, Blutdruck und Atemfrequenz sinken, bis du schließlich das Bewusstsein verlierst. Nach spätestens einer Stunde führt dieser Prozess normalerweise zum Tod.

Wenn du bei deinem Kältetraining trotz aller Motivation Vernunft walten lässt und dich an die Anweisungen hältst, hast du absolut nichts zu befürchten. Verschaffe dir auf jeden Fall einen Überblick über die nötigen Maßnahmen bei Hypothermie und Erfrierungen – für alle Fälle.

Wie der Iceman bei seinem Kältetraining diesem Prozess mit einer speziellen Atemtechnik entgegenwirkt, erfährst du weiter unten.

Welche Rolle spielt das Fettgewebe?

Aufgabe der Fettzellen in unserem Körper ist es, Fett und Wasser zu speichern und beides dem Bedarf entsprechend wieder abzugeben.Aber wusstest du, dass Fettgewebe nicht gleich Fettgewebe ist? Wusstest du, dass dein Körper verschiedene Arten davon enthält? Im Zusammenhang mit dem Iceman Kältetraining spielt der Unterschied zwischen weißem und braunem Fettgewebe eine wichtige Rolle und auch du wirst gleich verstehen, warum das so ist.

Ist von Fettgewebe die Rede, so sprechen wir zumeist vom weißen Fettgewebe, da es den größten Anteil ausmacht. Es sitzt vor allem in der Unterhaut, am Bauch und in den Gesäßbacken und erfüllt neben der Speicher- auch eine Isolierfunktion. An bestimmten Stellen des Körpers übt das weiße Fettgewebe als Baufett eine Art Schutzfunktion aus, zum Beispiel an Gelenken oder als druckelastisches Polster unter der Fußsohle. Durch die Sekretion hormonähnlicher Substanzen ist es außerdem am Energiestoffwechsel beteiligt. Ein normalgewichtiger Mann trägt etwa 15 kg dieser Fettzellen mit sich herum, bei Frauen können es auch mal ein paar Kilo mehr sein (Brüste und so – ist klar).

Hormesis Prinzip steckt hinter der Funktion von Kältetraining

Viel wichtiger für das Iceman Kältetraining – und somit auch interessanter für dich – ist jedoch das braune Fettgewebe. Seine Aufgabe besteht in der unmittelbaren Thermogenese (Erzeugung von Wärme) und es findet sich im Körper eines Erwachsenen nur an wenigen Stellen. Säuglinge sowie Tiere, die von Natur aus Winterschlaf halten, haben mehr davon.

Das braune Fettgewebe ist reich an kleinen Zellorganellen, den sogenannten Mitochondrien, die nicht ohne Grund auch als Kraftwerk der Zelle bezeichnet werden. Sie setzen Energie frei und können selbständig Wärme erzeugen. Studien haben gezeigt, dass entsprechende Fettsäuren schon ab 18° C Umgebungstemperatur aktiviert werden, um die Körpertemperatur konstant zu halten (vgl. van Marken-Lichtenbelt et alii, 2011). Je kälter es wird, desto mehr braunes Fettgewebe aktiviert dein Körper. Er verwandelt weißes zu braunem Fett und nutzt dieses dann als Kraftstoff, um Wärme zu erzeugen.

Bei dem Iceman Kältetraining konnten wissenschaftliche Studien (Hopman et alii, 2010) belegen, dass die Stoffwechselrate um bis zu 300 Prozent ansteigt, wenn man sich der Eiseskälte aussetzt. Solche Menschen verfügen durch das Kältetraining über deutlich mehr braunes Fettgewebe.

Welche Funktion haben Leukozyten (weiße Blutkörperchen)?

Die weißen Blutkörperchen, in der Fachsprache Leukozyten genannt, spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem deines Körpers. Sie wehren Erreger wie Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze ab und nehmen in ihrer Zahl immer dann zu, wenn eine Infektion droht. Studien der Thrombosis Foundation aus dem Jahr 1994 haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig kalt duschen, auch im völlig gesunden Zustand mehr Leukozyten im Blut haben. Wissenschaftler sehen hier einen Zusammenhang mit der Aktivierung des Immunsystems durch das Kältetraining.

Nachdem du jetzt erfahren hast, was Kältetraining in deinem Körper alles bewirken und verändern kann, kannst du es sicher kaum noch erwarten, dein Wissen in die Praxis umzusetzen und auch selbst von der Erfahrung des Iceman Kältetrainings zu profitieren.

Um dir zu zeigen, dass dieses Training funktioniert, bin ich am 02.03.19 einen Sibirienmarathon bei -15 Grad in Boardshorts gelaufen.

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Kältetraining Schritt für Schritt Anleitung zum Iceman

Es ist toll, dass du so motiviert bist! Denk bitte bei aller Begeisterung daran, dass du das Iceman Kältetraining Schritt für Schritt umsetzt und keinen Punkt auslässt. Bring dich nicht in Gefahr durch unüberlegte Aktionen – die Kälteresistenz ist uns nämlich nicht angeboren, sondern muss gezielt trainiert werden. Aber keine Bange! Wenn du konsequent alle Schritte durchführst, dann wirst du dich schon bald als Iceman fühlen und dein erstes richtiges Eisbad nehmen können.

Schritt #1 beim Kältetraining: Ein kaltes Bad für Gesicht und Hände

Wenn dein Körper kaltes Wasser gar nicht gewohnt ist und sofort ins Zittern gerät, fängst du am besten ganz klein an. Beuge dich einfach über den Wasserhahn und schütte dir mit den Händen immer wieder kaltes Wasser ins Gesicht. So konfrontierst du Gesicht und Hände gleichzeitig mit den kühlen Temperaturen und kannst dich langsam daran gewöhnen. Nach ein paar Minuten bist du erlöst und freust dich vermutlich schon auf den nächsten Schritt.


Schritt #2 beim Kältetraining: Langsame Temperatursenkung beim Duschen

Dusche zunächst einfach so, wie du es gewohnt bist, mit einer dir angenehmen Temperatur. Nach ein paar Minuten fängst du dann an, den Wasserhahn langsam nach links zu drehen, bis du am kältesten Punkt angelangt bist.Die ersten 10-20 Sekunden wird es dich wahrscheinlich Überwindung kosten, unter der Kälte auszuharren. Versuche einfach, tief durchzuatmen und konzentriert bei der Sache zu bleiben – dein Körper wird sich zu helfen wissen! Er wird die Durchblutung steigern und schon nach kurzer Zeit wirst du merken, dass du einen klaren Kopf bekommst und die Kälte dir nichts mehr ausmacht. Dein Energieumsatz wird sich in dieser Phase mindestens verdreifachen!


Schritt #3 beim Kältetraining: Die kalte Dusche als Kälteschock

Wenn der zweite Schritt gut klappt, darfst du schon zu härteren Maßnahmen greifen und kommst dem Iceman ein großes Stück näher. Du stellst dich jetzt einfach unter die Dusche und drehst nach spätestens 10 Sekunden den Wasserhahn in einem Ruck ganz nach Links. Das Wasser wird dabei so schnell kalt, dass der Effekt fast einem Kälteschock gleichkommt.Vergiss nicht, auch bei dieser Übung wieder schnell und tief durchzuatmen! Wenn du das Ganze ein paar Minuten aushältst, wirst du merken, wie schnell dein Körper sich an die Temperatur gewöhnt und du wieder entspannter wirst. Das Kältetraining macht dann plötzlich Spaß!


Schritt #4 beim Kältetraining: Ein Bad in der kalten Wanne

Wenn die kalte Dusche keine Herausforderung mehr für dich darstellt, lässt du als nächstes die Badewanne mit kaltem Wasser volllaufen. Am besten legst du dich beim ersten Mal nicht gleich ganz hinein, sondern setzt dich zunächst aufrecht ins kalte Wasser. Nach zwei oder drei Minuten rutschst du dann langsam tiefer, bis dein ganzer Körper unter Wasser liegt.Ziel ist, ganze 20 Minuten lang in der kalten Wanne zu bleiben, aber du solltest dich diesem Ziel langsam annähern. Steig aus dem Wasser, bevor du völlig vor Kälte erstarrt bist (zum Iceman wirst du noch früh genug), und probiere es beim nächsten Mal wieder ein paar Minuten länger.


Schritt #5 beim Kältetraining: Das Eisbad zu Hause

Je nachdem, in welcher Region du wohnst, ist auch das kälteste Leitungswasser nicht besonders eisig. Um eine Temperatur von weniger als 8° C zu erreichen, musst du also nachhelfen. Du lässt wieder deine Badewanne mit kaltem Wasser volllaufen und schüttest dann noch zwei große Tüten Eiswürfel hinein. Schnell ist eine Temperatur von etwa 4° C erreicht – und die gilt es nun auszuhalten!Wenn du die angestrebten 5 Minuten nicht gleich beim ersten Mal durchhältst, klappt es sicher beim nächsten Mal. Erreichst du mit der Zeit gar 10 Minuten, dann bist du schon ein richtig fortgeschrittener Iceman.

Tipp: Manche empfinden das Eisbad als angenehmer, wenn sie ein paar Tropfen Eukalyptus-Badezusatz ins Wasser geben.


Schritt #6 beim Kältetraining: Ein Bad im kalten See

Du hast dich in der heimischen Badewanne schon als Iceman bewährt? Prima! Dann bist du jetzt bereit, dich bei deinem Kältetraining den Elementen der Natur auszusetzen. Suche dir im Winter (idealerweise sollte die Außentemperatur nicht mehr als 5° C betragen) einen eiskalten Teich, Bach oder See und lege dich für ein paar Minuten hinein.Denke bei dieser Übung an alles, was du bisher über Atmung und Konzentration gelernt hast, damit dein Körper die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen, Adrenalin ausstoßen und Wärme produzieren kann.

Natürlich übertrifft dieser Schritt alles, was du zu Hause vorbereitend geübt hast. Es macht einfach süchtig, umgeben von einer herrlichen Winterlandschaft und nur in Shorts bekleidet im Wasser zu sitzen und sich dabei sogar noch warm zu fühlen! Übertreiben solltest du trotzdem nicht – es ist wichtig, dass du gut auf deinen Körper hörst und rechtzeitig aus dem Wasser steigst (im Idealfall hast du hier immer einen „Trainingspartner“ dabei, der dich absichert).


Schritt #7 beim Kältetraining: Eisbaden in der Natur

Die absolute Königsdisziplin für jeden Iceman ist ein Tauchbad im Eisloch in verschneiter Landschaft. Wenn du dein Kältetraining bis zu Schritt 6 erfolgreich absolviert hast, darfst du auch das jetzt wagen. Zur Sicherheit solltest du allerdings nicht alleine ins Eis gehen, sondern immer noch jemanden mitnehmen (Trainingspartner ist jetzt PFLICHT).

Für alle Etappen des Kältetrainings gilt:

Du solltest dich danach sofort abtrocknen, anziehen und so schnell wie möglich wieder aufwärmen. Beim Iceman Kältetraining geschieht dies durch Bewegung, du darfst dich aber nach deiner ersten kalten Dusche auch mit einem heißen Tee und einer Decke aufs Sofa kuscheln.

Neben dem Kältetraining sind noch zwei weitere Aspekte entscheidend: die Atmung und das, was im Englischen „commitment“ bezeichnet wird (eine unbeirrbare Zielstrebigkeit). Lies einfach weiter und du wirst verstehen, worum es geht:

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Die richtige Atemtechnik beim Kältetraining

Wie atmen beim kalt duschen?

Seit du geboren bist, atmest du. Aber weißt du auch, welches ungeheure Potential in deiner Atmung steckt, wenn du ganz bewusst damit arbeitest?Atemübungen gehören ab sofort fest in dein Kältetraining integriert. „Diese Methode basiert auf der kalten, harten Natur“, so sagt Iceman Chris Ley. „Durch sie habe ich gelernt, Naturkräften wie Kälte und Hitze zu widerstehen.“ Apnoe-Taucher benutzen übrigens eine ganz ähnliche Methode.

Inspiriert sind die Atemübungen des Iceman von der alten tibetanischen Meditationstechnik Tummo sowie von Pranayama, einer wichtigen Atemmethode aus dem Yoga. Durch beständige Konzentration auf den Atmungsvorgang gelingt es dir, Prozesse deines Bewusstseins willentlich zu beeinflussen und mehr Kontrolle über deinen Körper zu erhalten.

Bei deinem ganz persönlichen Kältetraining mach für den Anfang einfach folgendes: Schon wenn die Dusche noch angenehm warm ist, atmest du etwa eine Minute lang ganz bewusst. Du atmest tief ein und sehr langsam wieder aus. Nach etwa sechs bis zehn solcher bewussten Atemzüge drehst du das Wasser kalt. Dein Körper wird darauf reagieren und durch den Kälteschock wirst du ganz automatisch schneller atmen. Der Trick des Iceman Kältetrainings besteht nun darin, diesen Mechanismus unter Kontrolle zu bringen und genauso ruhig weiterzuatmen wie vorher. Du wirst feststellen, dass du die Kälte dann ganz anders empfindest und deine Muskeln sich wieder entspannen.


Nur mit Entschlossenheit wirst du zum Iceman

Bist du gut? Ein guter Partner? Gehst du gut mit deinem Körper um?

Gut ist heute nur noch Durchschnitt! Der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung ist übergewichtig. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer bekommt nicht einfach so eine Gehaltserhöhung. Ein durchschnittliches Unternehmen wird es auf dem Zukunftsmarkt nicht mehr geben. Ein durchschnittlicher Vater sieht seine Kinder von Montag bis Freitag eher nicht. Eine durchschnittliche Ehe hält im Schnitt 7 Jahre.

Gute Standards reichen nicht!

Zwei wichtige Säulen der Methode von Iceman Kältetraining – Kältetraining und Atemtechnik – hast du nun schon kennengelernt. Die dritte und letzte ist vielleicht sogar die wichtigste, denn mit ihr steht oder fällt alles. Es ist eine mentale Säule aus Entschlossenheit, Mut und Ausdauer, die dich letzten Endes zum Iceman werden lässt.

Wenn du später springst, wir das kalte wasser nicht wärmen…

Lass dich also nicht abschrecken, wenn du schon beim Gedanken an die erste kalte Dusche zu zittern beginnst. Denk vielmehr an all die Vorteile, die du aus deinem Kältetraining ziehen wirst – auf körperlicher, aber auch auf geistiger Ebene! Als echter Iceman wirst du ein Immunsystem haben, von dem andere nur träumen können. Du wirst über mehr Energie verfügen und besser schlafen können. Du wirst kreativer sein, dich besser konzentrieren und Stress viel leichter abbauen können. All das erreichst du natürlich nicht von heute auf morgen – und schon bald nach Trainingsbeginn wirst du erste Veränderungen an dir bemerken und spüren, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Woher kommt die Motivation zum Kältetraining?

Resilienz

Die Motivation zum Kältetraining kann ganz unterschiedlich begründet sein. Das Kältetraining der Navy SEALS , einer Spezialeinheit der US-amerikanischen Navy, verschafft den Soldaten die nötige Grundlage, um auch Einsätze unter schwierigsten Bedingungen überleben und meistern zu können. Aber selbst wenn du persönlich nicht ganz so einschneidende Gründe haben solltest – auf deinem Weg zum Iceman wirst du über dich selbst hinauswachsen!

Um dich selbst und deine Lebensmotivation besser kennenzulernen, schau dir auch einmal das Reiss Profile mit den 16 Lebensmotive nach Steven Reiss an. Je klarer du herausfindest, was dich in deinen Möglichkeiten hemmt und was du wirklich willst, desto entschlossener gehst du deinen Weg – beim Kältetraining als Iceman und im Leben allgemein.

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Tipps zur Integration des Kältetrainings in den Alltag

Über die Methoden von Iceman Kältetraining hast du jetzt schon recht viel gelernt. Nun sollst du noch erfahren, wie du auch im Alltag deine Kälteresistenz steigern kannst. Zumindest was die Heizung betrifft, sparst du dabei sogar noch bares Geld.

  • Zuallererst gewöhne dir ab, in überheizten Räumen zu schlafen! Eine Temperatur zwischen 16 und 18 Grad ist zum Schlafen optimal. Mehr brauchst du nicht – du hast ja schließlich eine Decke.
  • Zieh dich zum Schlafen nicht zu dick an. Je leichter du im Bett bekleidet bist, desto mehr ist dein Körper gezwungen, unter der Decke selbst Wärme zu produzieren. Und keine Angst – er wird sich darauf einstellen und es tun!
  • Auch tagsüber solltest du den Heizregler ruhig etwas herunterdrehen. Du bleibst dann automatisch mehr in Bewegung und erledigst vielleicht sogar die leidigen Putz- und Aufräumarbeiten, die schon so lange überfällig sind. Möchtest du dann doch gemütlich sitzen, nimmst du dir einfach einen Pullover oder eine Decke. Die Hauptsache ist, dass dein Körper seine Wärme selbst produziert!
  • Vergiss auch im Winter das Lüften nicht! Auch bei Minustemperaturen brauchst du frische Luft und solltest wenigstens zwei- bis dreimal am Tag für ein paar Minuten die Fenster öffnen. „Stoßlüften“ nennt man die Methode, die mit dem Luftaustausch übrigens auch dafür sorgt, dass im Raum kein Schimmel entstehen kann.
  • Wenn du im Freien unterwegs bist, versuch es mal mit einer etwas leichteren Jacke als gewohnt und bleib dafür einfach besser in Bewegung. Beim Joggen kannst du sogar ganz auf die Jacke verzichten und du kannst mehr und mehr leichtere und kürzere Klamotten tragen. Das mag im ersten Moment etwas Überwindung kosten, aber du wirst dich schnell warm laufen.

Für all diese Tipps gilt natürlich dasselbe wie für die Trainingsmethoden des Iceman Kältetrainings: Achte auf deinen Körper, lass Vernunft walten und übertreibe nicht. Wenn du dir vor lauter falschem Ehrgeiz eine Erkältung holst, hast du nichts gewonnen.

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Thermogene Ernährung als Ergänzung zum Kältetraining

Kältetraining
Sibirien -15 Grad Baikalsee – Kältetraining

Die Navy SEALS essen löffelweise getrocknetes Chili, bevor sie sich nach ihrem Kältetraining in den Schlafsack packen, und auch für dich als künftigen Iceman ist das ein heißer Tipp. Das im Chili enthaltene Capsaicin kurbelt nämlich kräftig den Stoffwechsel an und sorgt so für zusätzliche Wärme von innen.

Ordentlich einheizen kannst du dir auch mit Cayennepfeffer, Senf, Ingwer oder Knoblauch – immer vorausgesetzt, du hast einen robusten Magen und verträgst die Schärfe. Dass auch Alkohol den Körper aufwärmt, ist hinlänglich bekannt. Gerade Extremsportler wie der Iceman würden natürlich trotzdem nicht dazu raten. Durch den beschleunigten Stoffwechsel werden nicht nur neue Mitochondrien gebildet, sondern du baust ganz „nebenbei“ noch weißes Fettgewebe ab und kommst so deiner Traumfigur ein Stückchen näher.

Von alters her werden die thermischen Effekte bestimmter Speisen auch in der fernöstlichen Heilkunde ganz bewusst eingesetzt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beispielsweise betrachtet folgende Nahrungsmittel als wärmend:

  • Shrimps
  • Auberginen
  • Oliven
  • Brombeeren und Himbeeren
  • Pflaumen
  • Fetter Fisch wie Makrele, Hering, Aal oder Wels
  • Nüsse und Samen aller Art (Walnüsse, Kürbiskerne etc.)
  • Wurzelgemüse wie Möhren
  • Schwarze Bohnen, Linsen und weitere Hülsenfrüchte

Aus der Traditionellen Chinesischen Medizin lernen wir außerdem, dass für die thermische Wirkung von Nahrungsmitteln auch deren Zubereitungsart eine Rolle spielt. Besonders das Braten, Rösten, Grillen oder Frittieren von Speisen soll ihren wärmenden Effekt noch intensivieren. Das altindische Ayurveda assoziiert darüber hinaus noch die Geschmacksrichtung von Lebensmitteln mit deren kühlender oder wärmender Wirkung. Scharfe und saure Speisen gelten dabei ebenso wie salzige als „Heißmacher“.

Wie du siehst, gibt es neben dem eigentlichen Kältetraining noch viele weitere Gebiete, die für einen richtigen Iceman von Bedeutung sind. Du musst dir nicht jedes einzelne Thema zu eigen machen – aber wenn du dich mit dem einen oder anderen Punkt näher beschäftigst und dein Wissen darüber vertiefst, wirst du nicht nur in der Kälte davon profitieren.

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Die häufigsten Fragen zum Thema Iceman und Kältetraining (FAQ)

Kältetraining
Kältetraining in Sibirien

Wie oft muss ich im Eis baden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen?

Um einen wirklichen Trainingseffekt zu erzielen und etwas für deine Gesundheit zu tun, solltest du mindestens einmal wöchentlich ein Bad in der Kälte nehmen. Ideal wären zwei bis drei Eisbäder pro Woche – so bringst du deinen Körper richtig in Schwung.

Muss ich mich vor dem Kältetraining aufwärmen?

Den meisten Menschen fällt der Schritt in die Kälte leichter, wenn ihr Körper vorher gut aufgewärmt ist. Du darfst daher gern zunächst ein paar Liegestützen machen, eine Runde joggen oder dich auf eine andere Weise sportlich betätigen. Unbedingt erforderlich ist das jedoch nicht.

Wie lange sollte ich morgens kalt duschen?

Eine Art Grundregel besagt, dass die Anzahl der Minuten, die du im Wasser bleibst, der Wassertemperatur entsprechen sollte. Das würde bedeuten, bei 8° C hältst du acht Minuten aus, bei 4° C vier Minuten usw. Viel wichtiger ist aber, dass du auf deinen Körper hörst. Mach dein Eisbad vor allem am Anfang lieber etwas kürzer als zu lang!

Kann ich durch tägliches Kältetraining die Wirkung verstärken?

Nein – das wäre selbst für den Iceman zu viel des Guten. Wie du inzwischen weißt, beeinflusst die Kälte deinen Körper gleich auf mehreren Ebenen. Du musst ihm also zwischendurch immer wieder ein bisschen Zeit geben, sich anzupassen.

Für wen ist Kältetraining und Eisbaden geeignet?

Wenn du gesund bist und beim Training Vernunft walten lässt, sollte deiner „Karriere“ als Iceman nichts im Wege stehen. Liegt jedoch eine akute oder chronische Erkrankung vor, musst du – wie auch bei jedem anderen Sport – unbedingt deinen Arzt fragen, bevor du mit einem Kältetraining beginnst. Ganz besonders gilt dies für Herz-Kreislauf-Patienten.

Was muss ich nach dem Eisbad beachten?

Es ist ganz wichtig, dass du dich sofort wieder anziehst und bewegst, sobald du aus dem Wasser steigst. Mach ein paar Kniebeugen oder Liegestützen oder geh eine Runde joggen, damit dein Körper so schnell wie möglich wieder aufheizt. Wenn du damit zu lange wartest, wirst du steif vor Kälte und kannst dir nicht mehr selbst helfen – das wäre dann richtig gefährlich.


Und nun?

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Ich bin ein empathischer Game Changer. Es ist meine persönliche Mission, Menschen aus dem Motivationsloch zu helfen. Dabei verzichte ich auf oberflächliche Motivationssprüche oder „Tschakka“ und halte mich an Techniken, die faktisch funktionieren. Ich weiß genau, was funktioniert und was nicht, denn ich habe viele Extrem-Situationen getestet 🔥 …

Christian da Silva Ley

Challenges und persönliche Weiterentwicklung sind meine Passion. Nicht eingefahren sein und neue Wege gehen. Das Maximum rausholen. Ob 250 km Wüstenmarathon laufen, 1.200km den Rhein mit einem SUP Board paddeln, 1 Jahr mit einem 2 Stundenschlaf auskommen oder bei -15°C Grad einen Marathon in Sibirien, nur in Shorts laufen, mit Mönchen im indischen Kloster leben – ich habe in zahlreichen Selbstexperimenten getestet, wie viel mehr unser Körper im Stande ist zu leisten. In Vorträgen referiere ich zu diesen Themen und begeistere Menschen aus ihrer Komfortzone zu kommen.

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