Muttermilch ist absolut unübertroffen

Muttermilch ist das wahre Superfood. Sie enthält absolut Alles was ein Baby braucht um gesund und kräftig zu wachsen. Viele wichtige Nährstoffen, langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Prä- und Probiotika und jede Menge wichtige Schutzstoffe. Muttermilch enthält sogar Stammzellen, die sich in andere Körperzellen, wie Knochen-, Fett-, Leber- und Gehirnzellen, verwandeln können. Muttermilch besteht zu rund 90% aus Wasser, 6% Milchzucker, andere Zucker, Fette, Proteine und hunderte individueller Substanzen. Und sie enthält im Durchschnitt etwa 69 kcal pro 100 ml.

Muttermilch ist anpassungsfähig

Bisher war bekannt, dass sich die Zusammensetzung in den ersten Tagen nach der Geburt ändert. Nun konnten Untersuchungen zeigen, dass noch weitere Veränderungen stattfinden. Muttermilch, die Jungen bekommen, enthält mehr Milchzucker als die, die Mädchen bekommen. Das ist so, weil Jungen kräftiger sein sollten. Auch das Alter des Babys, die Ernährung der Mutter und ihre Lebensumstände nehmen Einfluss auf die Zusammensetzung und den Geschmack der Muttermilch. Die Menge der Muttermilch passt sich exakt den Bedürfnissen des Babys an.

Stillen schützt

Und zwar nicht nur vor späterem Übergewicht, Diabetes und Allergien. Es werden automatisch Abwehrstoffe und Antikörper der Mutter ans Baby weitergegeben. Und der Schutz vor Bakterien und Viren wird durchs Stillen nachweislich erhöht. Außerdem beugt das Saugen Kiefer- und Zahnfehlstellungen vor. Und Muttermilch senkt das Risiko an Krebs zu erkranken, chronische Atemwegsprobleme zu bekommen oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen. Je länger gestillt wird, desto größer ist der Effekt.

Stillen bei Frühgeborenen

Muttermilch für Frühgeborene ist ganz besonders wichtig. Eine Darmerkrankung, die sogenannte nekrotisierende Enterokolitis, trifft zu 90 Prozent Frühchen und zwar fast nur die, die keine Muttermilch bekommen. Bei dieser Erkrankung sterben die Zellen der Darmschleimhaut ab. Und es kann sogar zum Durchbruch der Darmwand und dadurch zu einer Bauchfellentzündung kommen. Fast 10% der Babys überleben diese Erkrankung leider nicht. Aktuelle Studien konnten zeigen, dass Muttermilchersatz den Darm von Frühgeborenen schädigt. Die Darmschleimhaut ist noch nicht genug aufgebaut.

Muttermilchersatz

In der aktuellsten Studie stellte sich heraus, dass bei der Verdauung der Kunstmilch freie Fettsäuren gebildet werden. Diese töteten alle drei Typen der ursprünglich gesunden Darmwandzellen. Bei einem Zelltyp beispielsweise starben 47 bis 99% der Zellen ab. In manchen Fällen konnte der Zelltod in weniger als fünf Minuten beobachtet werden. Muttermilch hingegen baut die Darmschleimhaut auf und zerstört sie nicht.

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