Glücksskala 10 von 10: Zugegeben, die Annahme immer 10 von 10 Punkten auf der Glücksskala zu haben mag zunächst unrealistisch klingen, wenn nicht sogar naiv. Maximal glücklich sein zu jeder Zeit und Motivationslosigkeit komplett zu eleminieren, wie soll das möglich sein?

Wer die Antwort darauf kennt, möge sich sehr gerne bei mir melden, ich habe sie leider selbst nicht. Es ist keineswegs das Ziel des Artikels zu suggerieren, dass Glück ein feststehender Zustand sei, der – ist er einmal erreicht – ewig gehalten werden kann. Oder anders, wir können nicht zu jeder Zeit glücklich und euphorisch sein, aber wir können aktiv Schritte dafür gehen, dass sich unser Wohlbefinden erhöht.

Ich mag schlechte Tage haben, aber ich liebe mein Leben!

Step bei Step, sodass wir letztendlich guten Gewissens sagen können: „Ich mag schlechte Tage haben, aber ich liebe mein Leben!“ Denn seien wir ehrlich, wir verdienen genau das und nicht weniger. Ich bin diesen Weg selbst gegangen und gehe ihn noch heute (vermutlich auch noch jedes weitere Jahr meines Lebens.)  Die Intention dieses Artikels ist es, meine Erfahrungen auf der Reise zum inneren Frieden zu teilen.

Dafür habe ich die bisher wichtigsten Learnings kompakt zusammengefasst:

Glücksskala #1: Erlaube Dir Glück

Es mag banal klingen. Wieso sollte man sich nicht erlauben, maximal und grundlos glücklich zu sein? Vielleicht trifft diese Problematik nicht auf jeden von uns zu, mich betraf sie alle Mal. Glaubenssätze wie Das Leben ist kein Ponyhof oder Wenn es zu gut läuft, stimmt etwas nicht waren fest in mir verankert. Gleichsam fand ich es affig und befremdlich, grundlos glücklich zu sein. In Zahlen gesprochen habe ich mir selbst vielleicht eine 6.5 auf der Glücksskala erlaubt, denn es ist ja immer Luft nach oben und jeder hat sein Päckchen zu tragen

Leben auf dem Ponyhof

Diese Gedankengänge gehören nun der Vergangenheit an – zumindest meistens. Erlaube Dir, dass du dein Leben eben als Ponyhof ansiehst. Erlaube Dir, aufzuwachen an einem Montag  Morgen und einfach nur zu denken Heute wird ein toller Tag für mich!“ Gestehe Dir die 10/10 auf der Glückskala zu. 

Glücksskala #2: Erweitere das Verständnis von Glück

Im Verlaufe der Sozialisation haben wir gelernt, was uns glücklich macht: Geld, Statussymbole und Leistungen. Natürlich ebenso Liebe und Freundschaft. Don’t get me wrong, ich finde Geld haben super wichtig, es öffnet Türen und ermöglicht es, Erfahrungen zu machen. Ein neues Auto kann ebenfalls sehr glücklich machen. Daran ist nichts Verwerfliches, jedoch sind diese Ereignisse meistens Highlights im Leben und kommen nicht täglich vor. Es ist also an uns, Momente des Glücks jeden Tag zu erschaffen, abseits von großen und besonderen Ereignissen im Außen. Wir dürfen die Quantität und Qualität der Glücksmomente erhöhen.

Hierzu bedarf es ebenfalls unserer eigenen Erlaubnis. Eliminiere deine Motivationslosigkeit:

  • Erlaubst Du dir, super glücklich über den Geruch der morgendlichen Tasse Kaffee zu sein?
  • Freust Du dich, weil dein Körper gesund ist?

Oder nimmst Du diese Dinge für selbstverständlich und übergehst sie, wie ich es getan habe? Dann wirst du weiter deine Motivationslosigkeit füttern und verstärken.

Glücksskala #3: Trainiere Deine Dankbarkeit

Dankbar für vermeintliche Nichtigkeiten des Lebens zu sein, ist eng mit den vorherigen Aspekten verknüpft. Ich fühlte mich ebenfalls befremdlich, dankbar für mein tägliches Frühstück oder mein Studium zu sein. Schließlich sind diese Aspekte doch nichts Besonderes?

Dies ist jedoch eine reine Ansichtssache. Man könnte anstelle dessen auch feststellen, wie toll und bemerkenswert es ist, Zugang zu Bildung und Nahrung zu haben. Dankbarkeit zu empfinden bedarf Training, es ist jedoch ein wahrer Gamechanger für mich.

Glücksskala #4: Zeige Menschlichkeit

Ein weiterer fundamentaler Aspekt für maximales Glück ist der Faktor „Menschlichkeit“ oder auch der Umgang mit meinen Mitmenschen. Wir dürfen Menschen mit offenem Herzen und Freundlichkeit begegnen. Wir dürfen Respekt zeigen, auch wenn wir den Gegenüber nicht sympathisch finden. Zuletzt dürfen wir andere für ihre Arbeit und ihre Erfolge anerkennen. Menschen spüren unsere gute Energie und die meisten werden eben jene erwidern. 

Glücksskala #5: Die eigene Gedankenwelt steuern

Der letzte Aspekt bedarf vielleicht der meisten Übung. Wir alle kennen negative Gedankengänge a la ich bin nicht gut genug oder ich schaffe das nicht. Sie schleichen sich noch heute bei mir ein, jedoch versuche ich stets dagegen zu halten. Wieso sollte es legitim sein, dass wir uns ständig kritisieren, aber niemals loben? Entbehrt dies nicht jeder Logik? Wir dürfen uns durchaus selbst sagen, wie toll, erfolgreich und schön wir uns selbst finden. Dies hat nicht mit Arroganz zutun, im Gegenteil:

Sehe ich meine eigene Schönheit und Talente, so kann ich sie auch in meinen Mitmenschen sehen.

Ich bin überzeugt davon, dass wir unser eigenes Glück selbst erschaffen können, jeden Tag. Es braucht Arbeit und kognitive Umstrukturierung, aber das Ergebnis ist es mehr als wert. Wir verdienen Glück!

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