Motivationskiller – hättest du das gedacht?

Wie du mit deiner Ernährung deine Motivation beeinflusst

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Motivationskiller
Motivationskiller

Stress kann nicht nur ein gigantischer Motivationskiller sein, sondern ist Auslöser für hohem Blutzucker, verfettete Leber und Leaky Gut! Fettleber war früher vor allem bei zu viel Alkoholkonsum ein Problem. Inzwischen ist die nicht alkoholische Fettleber eine häufige Stoffwechselstörung. Führt ein durch Stress ausgelöstes Ungleichgewicht im Darm zu dieser Stoffwechselerkrankung? Und können auch andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus durch den löchrigen Darm (Leaky Gut) entstehen? 

Wir schauen uns in diesem Artikel an, wie du mit einer noch besseren Ernährung deine Motivation steigerst:

Motivationskiller #1: Hektik und Überlastung

Wie wirkt Stress auf den Darm?

Hektik und Überlastung beeinflussen unseren Alltag – da leidet auch der Darm mit. Ständiger Stress reduziert die Vielfalt unserer Darmbakterien. Zudem verursacht Dauerstress eine Verkrampfung von Magen und Darm und beeinflusst die Produktion von Magensäure, die wichtig für die Verdauung von Nahrungseiweißen ist. Wenn die Verschlussmechanismen zwischen Magen und Darm nur eingeschränkt funktionieren, gelangen nicht abgetötete Bakterien aus der Nahrung in tiefere Darmabschnitte.

Eiweiße aus Fleisch, Käse und Tofu gehen unzureichend verdaut in den Dickdarm über. Dort erfreuen sie einen schädlichen Bakterienstamm, die Proteolyten, deren Lieblingsfutter Eiweiße sind. Diese Bakterien sind im Darm in hoher Menge unerwünscht, denn sie können zur Durchlässigkeit der Darmschleimhaut beitragen. 

Motivationskiller #2: Leaky Gut Syndrom

Alarm im Darm – wie kommt es zum Leaky Gut?

Zwischen dem Darminneren und dem Körper besteht eine Barriere, die eine Grenze zwischen Darminhalt und Blutkreislauf bildet. So kommen schädliche Stoffe zum Beispiel krankmachende Bakterien und deren Abbauprodukte nicht in den Körperkreislauf. Die notwendigen Nährstoffe aus unserem Essen können die Barriere passieren, erreichen das Blut und liefern dem Körper so die notwendige Energie.

Bestimmte Medikamente, pathogene Keime, Alkohol und einige Nahrungsbestandteile wie Emulgatoren können die Darmbarriere aufweichen. Eine fettreiche, proteinreiche Ernährung fördert das Wachstum der oben genannten Proteolyten, die die Darmbarriere schädigen. Sie wachsen bei Stress besonders gut. Zudem greift chronischer Stress direkt die Darmbarriere an.

Denn Stresshormone attackieren die festen Verbindungen (Tight Junctions) zwischen den Darmzellen und weichen so die Barriere auf: der durchlässige Darm, das Leaky Gut Syndrom, entwickelt sich.

Motivationskiller #3: Anhaltende Überlastung

Bei lang anhaltender Überlastung beginnt der Circulus vitiosus im Darm

Als Folge des durchlässigen Darms können schädliche Stoffe, Bakterien und deren Oberflächenmoleküle – kurz LPS = Lipopolysaccharide – die Darmbarriere überwinden und sich Zutritt in den Körper verschaffen. Schädliche Stoffwechselprodukte der Bakterien gelangen ins Blut und lösen im ganzen Körper eine unterschwellige Entzündung aus.

Schlüssel-Schloss-Prinzip

Die entzündungsfördernden Botenstoffe und die Schadstoffe hemmen die Insulinrezeptoren in Muskel- und Fettzellen. Diese Andockstellen für Insulin sind wichtig, damit die Zellen den Zucker aus dem Blut aufnehmen können. Hemmen LPS und Entzündungsstoffe die Rezeptoren, funktioniert dieses „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ nicht mehr. Als Folge steigt der Blutzucker. Insulinresistenz – eine Vorstufe der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus – entwickelt sich. Hoher Blutzucker wiederum ist ein weiterer Faktor, der die Darmbarriere traktiert. Der durch Stress ausgelöste durchlässige Darm setzt so einen Teufelskreis in Gang.

Motivationskiller #4: Kranke Organe

NAFDL – die nicht alkoholische Fettlebererkrankung

Die schädlichen Stoffwechselprodukte und die abnehmende Insulinempfindlichkeit der Muskel- und Fettzellen beeinträchtigen ebenso die Leber: Sie nimmt den erhöhten Zucker im Blut insulinunabhängig auf und baut ihn in Fett um. Die überforderte Leber lagert so übermäßig Fett ein. Diese Reaktion verstärkt nochmals die Insulinresistenz und kann letztlich in einer Fettleber resultieren.

„let it be“ statt „to do“ Listen schreiben

Von Stress über den undichten Darm bis hin zu Diabetes und Fettleber – der Weg kann lang sein, so dass ein wesentlicher Auslöser – länger andauernde Überlastung – schnell vergessen scheint. Auch wenn das Leaky Gut Syndrom bisher eher ein alternativmedizinischer Ansatz ist, zu viel Stress ist definitiv ungesund. Lasst uns in diesem Sinne mehr „let it be“ statt „to do“ Listen schreiben!

Unspezifische Symptome wie Antriebs- oder Motivationslosigkeit

Neben dem Zuviel an Bier, Wein und Spirituosen ist Überernährung und Fettleibigkeit der Übeltäter Nummer eins bei Fettleber – aber möglicherweise spielt Stress eine wesentliche Rolle. Das Tückische ist, dass die Verfettung der Leber oft nicht bemerkt wird. Unspezifische Symptome wie Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit, Motivationslosigkeit und Müdigkeit nehmen einige Betroffene wahr, lassen sich aber nicht gleich einer Lebererkrankung zuordnen. Manche bemerken ein leichtes Druck- oder Völlegefühl im rechten Oberbauch. Gefürchtet ist im weiteren Verlauf über die Zwischenstadien Leberentzündung und -fibrose (vernarbte Leber) die lebensgefährliche Leberzirrhose (Schrumpfleber), bei der Leberzellen absterben und die Leber ihre Aufgaben nicht mehr ausführen kann. 

Motivationskiller #5: Schlechte Verdauung

Wie kann ich die Darmbarriere stärken?

Bei Stress leiden insbesondere die guten (gesundheitsfördernden) Darmbakterien und die bösen (krankmachenden) Nebenbuhler gewinnen leichter die Oberhand. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, hilft ein gesunder Lebensstil mit einem Mehr an Entspannung und einer darmfreundlichen Ernährung. 

Pektinreiches Obst wie Äpfel und Beeren, …

Gute Darmbakterien können die Barriere im Darm kräftigen. Einige unserer mikroskopisch kleinen Mitbewohner im Darm produzieren Butyrat (eine kurzkettige Fettsäure). Dieses Stoffwechselprodukt stimuliert die Bildung der Tight Junctions (für die dichte Verbindung) und ist die wichtigste Energiequelle unserer Darmzellen. So sorgt eine gesunde Darmmikrobiota für eine stabile Barriere.

  • Pektinreiches Obst wie Äpfel und Beeren
  • Leinsamen
  • Gerste
  • Kohl
  • Zwiebeln

gehören zu den Lieblingsspeisen unserer guten Darmbakterien.

Machen wir ihnen die Freude und genießen diese Lebensmittel regelmäßig! Unreife Bananen, Haferflocken, gegarte und wieder abgekühlte Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Reis und Nudeln fördern ein besondere Bakterium, welches Buttersäure produziert. Sie schützt die Darmbarriere und wirkt antientzündlich. Die Resteverwertung von gekochten Nudeln, Reis, Linsen und Erdäpfeln in Form von Salat oder angebraten macht also rundum Sinn: für die Umwelt (Lebensmittelverschwendung vermeiden), zur Zeitersparnis und für die Gesundheit! Damit es sich unsere guten Mitbewohner im Darm so richtig gemütlich machen und wir uns putzmunter fühlen.