Konzentration und Fokus, ein klarer Geist und Gewissheit über unsere Ziele – das sind die Hauptzutaten für eine erfolgreiche Umsetzung. Trotzdem fällt es uns schwer, diesen Zustand des Fokus lange beizubehalten. Einen Großteil unserer wachen Zeit verbringt unser Geist nämlich ganz anders: Unruhig springt er von Gedanke zu Gedanke. Dieses sogenannte Monkey Mind oder Gedankenkarussell lenkt dich ab, macht dich unproduktiv und lässt Platz für Selbstzweifel und negative Gedanken. 

Monkey Mind – was ist das?

Der Begriff des Monkey Mind stammt bereits aus der traditionellen buddhistischen Philosophie und ist über 2500 Jahre alt. Es beschreibt metaphorisch den Teil unseres Gehirns, das sich Ablenkungen hingibt, negative Gedanken formt, bewertet und sich sorgt. Das Monkey Mind wird eng mit dem Ego assoziiert und fürchtet sich davor, Fehler zu machen und nicht geliebt zu werden. Bist du einmal in diesem Mindset gefangen, ist es schwer, der Gedankenspirale wieder zu entfliehen. Deine Gedanken rasen nur so, du kriegst schlechte Laune und gibst dich deinen Ängsten hin. 

Das Monkey Mindset kann unterschiedliche Auswirkungen auf dich haben: 

  • Deine Schlafqualität leidet, du fühlst dich müde und unausgeruht. 
  • Es fehlt dir an Klarheit und du bist schnell abgelenkt. 
  • Du fühlst dich besorgt und Sorgen dominieren deine Gedanken. 
  • Du bist gestresst. 
  • Interaktionen mit deinen Mitmenschen sind häufig negativ oder anstrengend. 
  • Dein Alltag strengt dich an. 

Dein unruhiges Gemüt kann sich längerfristig negativ auf deine Gesundheit auswirken und deine Beziehung zu Anderen belasten. Wenn das Monkey Mind längerfristig zu aktiv ist, wirkst du auf deine Mitmenschen negativ, hektisch und gestresst. 

Wie du ein unruhiges Gemüt erkennst 

Als moderne Metapher kannst du dir das Monkey Mind ungefähr folgendermaßen vorstellen: Dein Gehirn hat zeitgleich eine Vielzahl unterschiedlicher Gedanken-Tabs offen und switcht immer wieder von einem zum nächsten. Währenddessen feuert dein Gehirn ständig Nachrichten in deine Richtung. “Hat der Typ im Supermarkt mich schief angeschaut? Habe ich vielleicht Zahnpasta im Gesicht?!” “Habe ich eigentlich vorhin den Herd ausgemacht?” “Irgendwas habe ich doch vergessen!!” Schnell versinkst du in einer Spirale aus Sorgen und Selbstzweifeln. 

Das ist wahnsinnig anstrengend und hält dich davon ab, deinen Fokus auf die Umsetzung deiner Ziele zu richten, Zeit für wichtige und tiefe Verbindungen mit Arbeitskollegen, Freunden und Familie zu entwickeln und dich um deine körperliche und geistige Gesundheit zu kümmern. 

Anzeichen #1: Angst vor Verurteilung 

“Warum schaut mich der Typ da drüben so an? Ich habe bestimmt etwas falsch gemacht.” “Ist mein Partner/meine Partnerin vielleicht unglücklich in unserer Beziehung?” Wenn du dich von Anderen schnell verurteilst fühlst und dir Sorgen über dein Image machst, sind das Anzeichen dafür, dass dein Monkey Mindset aktiv ist. Diese oft absolut unbegründeten Ängste und Oberflächlichkeiten halten dich davon ab, tiefere, bedeutungsvolle Beziehungen einzugehen und dich auf das zu fokussieren, was du im Leben erreichen möchtest. 

Anzeichen #2: Worst-case-Scenarios

Sobald du etwas anfängst, fangen die Ängste in deinem Kopf an zu rotieren. “Was, wenn ich es nicht schaffe?” “Vielleicht mache ich etwas falsch im Job und werde gefeuert. Wenn ich meinen Job verliere, kann ich die Miete nicht bezahlen. Mein Partner/meine Partnerin verlässt mich und ich sitze auf der Straße und bin alleine.” Sich solchen Schlimmst-Situationen hinzugeben erhöht den mentalen Stress und kann langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Deine Ängste halten dich außerdem davon ab, richtig durch zu starten und alles zu geben, um deine Ziele zu erreichen. 

Anzeichen #3: Du wertest ständig

Sich selbst und Andere ständig zu bewerten, ist ein Anzeichen dafür, dass dein Monkey Mind aktiv ist. Anstatt die Dinge zu nehmen, wie sie sind, hast du ständig etwas zu meckern. Du bist durch die kleinsten Dinge gereizt und lässt dich von deinen Mitmenschen schnell aus dem Konzept bringen. Persönliche Wertungen gehen schnell in Glaubenssätze über und können dein Selbstbild negativ beeinflussen. 

Anzeichen #4: Fehler aus der Vergangenheit 

Erinnerst du dich noch an diese peinliche Sache, die du damals in der 5. Klasse gemacht hast? Wenn in regelmäßigen Abständen negative Erinnerungen aufploppen, die teilweise schon Jahre zurückliegen, ist das kleine Äffchen aktiv. Diese Erinnerungen sind häufig mit starken negativen Gefühlen wie Scham, Wut oder Traurigkeit verbunden. 

Anzeichen #5: Dein Kopf gibt nie Ruhe. 

Du legst dich abends ins Bett, doch sobald du versuchst einzuschlafen, geht das Gedankengetöse im Kopf los. Es dauert manchmal Stunden bis du zur Ruhe kommst und nach dem Aufwachen fühlst du dich ausgelaugt. Manchmal wachst du mitten in der Nacht auf, weil du etwas vergessen hast. Dein Gehirn lässt dir keine Ruhe. Dieser Warnmechanismus kann dir manchmal den Hintern retten, kostet dich aber meistens eher Nerven und erhöht dein Stresspensum

Warum wir das Äffchen im Kopf brauchen 

Wenn du nicht aufpasst, landest du mit einem aktiven Monkey Mindset schell im Motivationsloch. Die schnellste und leichteste Lösung wäre es, zu versuchen, das Äffchen im Kopf zum Schweigen zu bringen. Vielleicht wird es dir mit viel Willenskraft auch für einige Zeit gelingen, dass Äffchen stumm zu schalten. Fakt ist jedoch, dass es sich dabei um einen wichtigen Teil deiner Persönlichkeit handelt. Außerdem tut es dir auch manchmal gut. Zum Beispiel, wenn du mitten in der Nacht aufwachst und die siedend heiß einfällt, dass du mal wieder Reifen wechseln müsstest und dass du dein Knöllchen noch nicht bezahlt hast. Diese Informationen sind wichtig. Dein Äffchen funktioniert als kleiner Sheriff in deinem Gehirn. 

Wie gehst du also um mit deinem Monkey Mind? Vielleicht ist es der beste Weg, sich mit dem Äffchen anzufreunden und es zu füttern. Wenn du das Äffchen trainierst, kann es dir nützlich sein und bei der Umsetzung deiner Ziele helfen. Ängste müssen kein Hindernis sein, sie können auch als Chance genutzt werden. Wenn du sie ernst nimmst und dem Äffchen zuhörst, bist du auf mögliche Hindernisse gut vorbereitet und kannst die Angst zu den Akten legen. 
Wie du das Äffchen trainieren kannst? Ein Coach kann dir mit den richtigen Übungen dabei helfen, das Monkey Mind zu zähmen und dir zu nutzen zu machen. Wenn du Autodidakt bist und lieber für dich alleine lernst, habe ich eine weitere Idee für dich: In meinem neuen Buch Crazy Monkey Mindset: Wie du dein Äffchen im Kopf ruhig und ein klares Mindset bekommst geht es genau darum: Wirf deinem Äffchen Kekse zu, die sein Interesse wecken. Mit dem richtigen Futter wird dein Äffchen zu deinem verbündeten und kann dir vielleicht sogar dabei helfen, deine Ziele schneller umzusetzen. Dieses Buch steckt voller Kekse für dein Äffchen.

JETZT PLATZ SICHERN