“Ich wäre gerne selbstbewusst, erfolgreich, beliebt und reich!“ Nun, alle diese Dinge lassen sich nicht über Nacht erreichen, doch sie bedingen einander. Denn wie es scheint, sind gerade die Menschen, die über ein hohes Maß an Selbstbewusstsein verfügen, besonders erfolgreich. Ihnen scheinen die schönen Dinge des Lebens wahrlich zuzufliegen. Dass sie dafür auch hart arbeiten, sieht ein Außenstehender kaum. Aber woher kommt eigentlich deren Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein: Was ist das und warum habe ich es nicht?

Zuerst konnte die Philosophie den Begriff Selbstbewusstsein definieren, danach spielte er auch in der Geisteswissenschaft und in der Soziologie eine Rolle. Besonders wichtig dürfte die Bezeichnung in der Psychologie sein. Diese erklärt Selbstbewusstsein als das Selbstwertgefühl, also das Bewusstsein über die Bedeutung und den Wert der eigenen Person. Es gibt wissenschaftliche Ansätze, in denen es darum geht, dass das Selbstbewusstsein wohl sogar für die soziale Ungleichheit einer Gesellschaft verantwortlich sein könnte. In Stichproben wurde herausgefunden, dass die Menschen, die einer höheren sozialen Schicht angehörten, selbstbewusster waren als Menschen einer niedrigeren sozialen Schicht. Dieser Ansatz würde bedeuten, dass es niemand in der Hand hat, ob er oder sie selbstbewusst ist oder nicht. Doch das stimmt nicht! Das Selbstbewusstsein ist an einige Eigenschaften und Charakteristika gebunden, die es direkt beeinflussen. Und das weit mehr, als es die gesellschaftliche Stellung vermag!

Zu nennen sind dabei die folgenden Begriffe:

  • Selbstwertgefühl
    Dies ist das Gefühl, sich selbst wahrzunehmen und zu wissen, dass die eigene Person wichtig ist. Man hält sich selbst für wertvoll und für einen wichtigen Menschen im gesellschaftlichen und vor allem im familiären Gefüge.

  • Selbstvertrauen
    Dies ist die Fähigkeit, sich selbst etwas zuzutrauen, Herausforderungen anzunehmen und zu wissen, dass sich diese meistern lassen. Wer genügend Selbstvertrauen hat, ist sich seiner selbst sicher. Daher ist das Selbstvertrauen mit Selbstsicherheit gleichzusetzen.

Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen bedingen und unterstützen einander. Beide führen zum Selbstbewusstsein, das bei einigen Menschen stark, bei anderen weniger stark ausgeprägt ist. Allen Menschen sollten aber bewusst sein, dass sie selbst als Mensch okay sind, dass eine krumme Nase oder zu große Füße nichts an ihrer Person selbst ändern. Charakterliche Eigenheiten, die von anderen negativ wahrgenommen werden, lassen sich ändern. Sie müssen nur bekannt und von der Person selbst als wenig hilfreich eingestuft werden. Derlei Eigenschaften haben aber nur wenig mit dem Selbstbewusstsein zu tun.

Gehe in die Kindheit zurück

Wer sich nun die Frage stellt, warum er oder sie nicht genügend Selbstbewusstsein hat, muss in die eigene Kindheit zurückgehen. Eventuell liegt die „Schuld“ bei den Eltern, die ihrem Sprössling stets zu wenig zugetraut und unangenehme Aufgaben immer selbst übernommen haben. Brötchen holen beim Bäcker? Selbst Pizza bestellen? Die Verkäuferin im Laden fragen, wo etwas steht? Diese scheinbar kleinen Aufgaben legen bereits den Grundstein für das Selbstbewusstsein. Sie sind für schüchterne Menschen echte Herausforderungen! Meistern sie diese Aufgaben aber, sind sie sehr stolz auf sich selbst und wachsen innerlich daran. Sie bemerken, dass sie für sich selbst sprechen können, dass ihnen zugehört und Auskunft gegeben wird.

Kurz: Sie interagieren mit der Umwelt und ziehen daraus wertvolle Anregungen für das eigene Selbstbewusstsein.
Eventuell liegt das fehlende Selbstbewusstsein auch darin begründet, dass Kollegen über mehr Fachwissen verfügen, dass Mobbing im Büro an der Tagesordnung ist oder dass manche Herausforderungen einfach nicht zu meistern sind. Zumindest scheinbar nicht zu meistern sind, denn andere können es ja doch. Kommen nun all die kleinen Puzzleteilchen zusammen, steht am Ende ein Erwachsener ohne oder mit nur wenig Selbstbewusstsein da, der stark an sich arbeiten muss und sollte. Das kann sogar ganz einfach sein!

Wie werde ich selbstbewusster?

Das nötige Selbstbewusstsein wächst nicht von allein, du musst aktiv etwas dafür tun, um es zu erlangen. Dabei musst du zwei große Schritte bewältigen. Zum einen solltest du deine eigene Wahrnehmung deiner Person ändern, zum anderen die Wahrnehmung deiner Person durch andere Menschen. Das ist eine echte Herausforderung, denn du solltest selbst von dir überzeugt sein und nicht nur anderen Menschen vorspielen, dass du selbstbewusst bist! Möglich wird das durch ein professionelles Training, bei dem dir die Einfachheit hinter dem „Phänomen Selbstbewusstsein“ klar werden wird. Auch die folgenden Tipps helfen dir dabei, endlich selbstbewusster zu agieren:

  1. Arbeite an deiner Ausstrahlung
    Die Ausstrahlung beeinflusst den ersten Eindruck, den andere Menschen von dir haben. Beginne mit der Arbeit an deiner Körperhaltung, denn hieran lässt sich bereits erkennen, ob jemand selbstbewusst oder eher schüchtern ist. Halte dich gerade und aufrecht, nimmt die Schultern nach hinten. Schau nach vorn und deinem Gegenüber ins Gesicht. Sieh nicht auf den Boden! Um dich wirklich gerade zu halten, stelle dir vor, dass dein Kopf an einem unsichtbaren Faden hängt und jemand diesen Faden nach oben zieht. Du wirst bei dieser Vorstellung automatisch ein paar Zentimeter größer wirken!

  2. Sei dir deiner selbst bewusst
    Ein schönes Wortspiel in Bezug auf das Selbstbewusstsein! Du solltest dafür wissen, was deine Stärken und Schwächen sind. Wichtig beim Aufschreiben der jeweiligen Eigenschaften: Die Liste der Stärken sollte mindestens genauso lang sein wie die Liste der Schwächen! Frage auch Freunde und deine Familie, welche Eigenschaften sie an die besonders schätzen und was du ihrer Meinung nach gut kannst. Versuche, dich selbst kennenzulernen und dabei nur die positiven Seiten zu sehen.

  3. Leiste etwas Besonderes 
    Du bist Mutter oder Vater eines Kindes? Dann leistest du ohnehin schon jeden Tag etwas Besonderes, indem du diesem kleinen Menschen den Weg in das eigene Leben ermöglichst und ihn dabei begleitest. Du hast kein Kind? Unterstütze andere Menschen, übernimm ein Ehrenamt oder beginnen, einen Blog mit Tipps zu führen. Setze dich für andere Menschen ein und versuche, Großes zu erreichen. Dabei kommst du direkt zum nächsten Tipp:

  4. Bleibe nie in deiner Komfortzone
    Ein bisschen ist dieser Tipp mit einer sportlichen Übung vergleichbar. Wenn du für einen Wettbewerb trainierst, wirst du dein Training jedes Mal ein bisschen anpassen. Du musst noch ein wenig schneller werden, weiter werfen, eine längere Strecke rennen usw. Du trainierst immer ein wenig härter, um am Ende die Konkurrenz hinter dir zu lassen. Das ist auch auf das Selbstbewusstsein übertragbar. Verlasse hier unbedingt deine Komfortzone und versuche, deine eigenen Grenzen, die du meist sogar selbst gezogen hast, zu überschreiten. Gehe immer ein bisschen weiter als bis dorthin, wo du dich wohl und sicher fühlst. Wichtig dabei ist, dass du jede Herausforderung auch wirklich meistern musst. Gehe daher nicht zu weit und versuche nicht gerade einen Bungeesprung, wenn du eigentlich schon auf dem Dreimeterbrett im Schwimmbad unter Höhenangst leidest. Aber vielleicht kannst du einen sicheren Aussichtsturm besteigen?

  5. Führe Tagebuch
    Damit ist nicht gemeint, dass du jeden Tag aufschreiben musst, was genau passiert ist. Aber wenn etwas geschehen ist, dass dich auf deinem Weg zu mehr Selbstbewusstsein voranbringt, solltest du das notieren. Du hast deinen Schwarm angesprochen und zum Kaffee eingeladen? Du hast bei der Projektbesprechung den Mund aufgemacht und auf einen Fehler in der Vorgehensweise hingewiesen? Du hast dich im Büro behauptet und endlich einmal nicht die Arbeit bekommen, die jeder nur bei dir abzuladen versucht? Notiere solche Erfolge unbedingt, denn so kannst du sie immer wieder nachlesen und nachempfinden. Du schöpfst daraus neue Kraft, wenn es einmal nicht so gut läuft.

  6. Sorge für dich selbst
    Stress ist ein wahrer Killer für das Selbstbewusstsein. Auch wenn viele erfolgreiche Menschen sagen, dass sie nur unter Druck gut arbeiten könnten, so stimmt das doch nur bedingt. Auch sie brauchen eine Pause, um sich zu erholen und den Körper zu regenerieren. Unter Stress leidet deine Gesundheit, du fühlst dich auf Dauer nicht gut. Stress beeinflusst dein Aussehen und dein Nervenkostüm. Also: Weg mit dem Stress und her mit einer gesunden Lebensweise, aus der du immer wieder neue Kraft gewinnen kannst!

  7. Lerne, nein zu sagen
    Wenn du einige Dinge nicht für andere übernehmen willst, lerne, nein zu sagen. Du musst für dich selbst Grenzen ziehen, damit du dich wohl und nicht ausgenutzt fühlst. Wenn du der Meinung bist, du bist der Laufbursche vom Dienst, setze eine Grenze und sage anderen deutlich: Bis hierhin und nicht weiter! Ansonsten leidet deine Achtung vor dir selbst und dein Selbstbewusstsein wird eher ein kleiner Keimling als eine große Pflanze.
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