Ich kann dir eins versprechen: Aller Anfang ist schwer. Mit etwas starten kostet meist nicht nur Energie, sondern vor allem auch viel Überwindungskraft. Kannst du dich erinnern, dass wir bereits darüber gesprochen haben? Bis etwas zur Gewohnheit wird, kostet es Kraft, Energie und Disziplin. Wenn eine Sache dann aber erst einmal zur Gewohnheit geworden ist, dann wird sie dir sehr leicht von der Hand gehen. So ist es auch mit dem Erreichen deiner Ziele. Nun stehst du am Anfang. Du hast deine Wünsche und Ziele definiert und aufgeschrieben. Du weißt nun, was du willst. Vielleicht hast du auch schon eine Idee, wie du diese Ziele erreichen könntest, was dir dabei helfen und was dir dabei im Weg stehen könnte. 

Zwischenmeditation 

Lass uns an dieser Stelle eine kurze Zwischenmeditation einfügen, um deine Disziplin und Vorfreude zu schärfen. Wähle ein beliebiges Ziel aus deiner Liste aus. Schließe nun die Augen. Stell dir dein Ziel so genau wie möglich vor. Du möchtest zum Beispiel eine neue Wohnung in der Stadt kaufen. Stell dir genau vor, wie die Wohnung aussehen soll. Hat sie einen Balkon? Wie riecht es in der Wohnung? Welche Farbe sollen deine Wände haben? Geh so sehr ins Detail wie nur möglich. Spürst du die Freude in dir hochsteigen? Umso genauer du ein Ziel vor Augen hast, umso genauer weißt du auch, wo du ansetzen musst, um dieses Ziel zu erreichen. 

Kenne deine neue Veränderung 

Um überhaupt etwas in deinem Leben zu ändern, musst du wissen, was genau du verändern willst. Du hast nun deine Ziele vor dir liegen. Was unterscheidet deine jetzige Situation von der Situation, die nach dem Erreichen deiner Ziele eintreten soll? Bevor du dich oder Situationen veränderst, musst du deine neue, veränderte Situation kennen. Das heißt: Kenne deine Veränderung. Kenne dein Neues. 

Nehmen wir an, du möchtest ausgeglichener werden. Es ist dann wichtig zu wissen, wie genau deine Veränderung aussehen soll. Definiere deine Veränderung so detailliert wie nur möglich. Wie soll deine neue Situation mit mehr Ausgeglichenheit aussehen? Wie stellst du dir dein ausgeglichenes Ich vor?

Bleiben wir bei diesem Beispiel. Wenn du ausgeglichener werden willst, musst du zum Beispiel auch wissen, in welchen Lebensbereichen du nicht ausgeglichen bist. Wann wird dir deine Unausgeglichenheit zum Problem? Wann möchtest du ausgeglichener reagieren können? Du könntest dich dann fragen, wie du zu mehr Ausgeglichenheit im Leben kommen kannst. Um dies zu erfahren, kannst du dir Wissen aneignen, das dir hilft, zu deinem Ergebnis zu gelangen. Schau dir Tutorials an, lies Bücher, füttere deinen Geist mit produktiven Informationen zu deinem neuen Ziel. Mit welchen Tricks kannst du dich zu einem ausgeglicheneren Menschen verändern? Du siehst, umso genauer du deine Veränderung kennst, umso genauer kannst du dir den Weg dorthin bahnen. 

Veränderung von innen

Ich verrate dir nun ein universelles Prinzip der Veränderung: Veränderung kann nur von innen heraus passieren. Deine Veränderung wird nie von außen passieren, wenn sie nicht die Wurzeln in deinem Inneren hat. Veränderung muss in dir beginnen. Du kannst nicht nur die äußere Schale aufpeppen. Die Veränderung muss in deinem inneren Kern ansetzen. Nagle dir dies in Stein: Veränderung passiert von innen nach außen. Es ist wirklich wichtig, dies zu wissen. 

Bleiben wir bei dem Beispiel von Ausgeglichenheit. Wenn du ausgeglichener in deinem Leben werden willst, muss die Veränderung von dir heraus stattfinden. Dafür musst du die Veränderung wollen und gleichzeitig leben. Das heißt, du selbst musst in deinem Kern ausgeglichener werden. Wenn du zum Beispiel in Situationen lediglich Ausgeglichenheit vortäuschst und dir selbst vorgaukelst, du seist jetzt ausgeglichen, so wird es dich nicht nachhaltig zu einem ausgeglicheneren Menschen machen. Du musst bei dir im Inneren anfangen, nachhaltig einen ausgeglicheneren Lebensstil zu erreichen. Du kannst zum Beispiel Meditationen in deinen Tagesablauf integrieren. Du kannst aber auch, anstatt fünf Tassen Kaffee zu trinken, auf einen beruhigenderen Tee umsteigen. Sport und gesundes Essen können auch zu mehr Ausgeglichenheit führen. 

Was will ich dir sagen? Ich will dir sagen, dass du das Erreichen deiner Ziele von innen heraus anpacken musst. Du kannst nicht nur an deiner Schale etwas ändern, du musst den ganzen Kern verändern. Nur so kannst du nachhaltig deine Ziele erreichen und bei ihnen bleiben. 

Weißt du noch, dass ich dir gesagt habe, dass viele Lottogewinner ihr Geld schnell wieder verlieren? Das liegt daran, dass sie sich in ihrem Kern nicht auf die Veränderung haben vorbereiten können. Um Veränderung zu schaffen, muss dein ganzes Paket geändert werden. Fange bei deinem inneren Kern an. 

Konzentriere dich auf das Mögliche 

Weißt du, warum viele Menschen frustriert sind und denken, sie könnten ihr Leben nicht ändern? Diese Menschen konzentrieren sich nicht darauf, was sie selbst ändern könnten. Du hast in deinem Leben einen Interessenbereich und einen Einflussbereich. Was viele nicht wissen: Du kannst nur deinen Einflussbereich ändern. Du kannst deinen Radius und deinen Haushalt ändern. Du kannst auch dich selbst ändern. Aber du kannst viele Dinge nicht ändern. Das ist nicht weiter schlimm. Du musst dir einfach nur darüber bewusst sein, dass du eben nicht alles auf dieser Welt verändern kannst. 

Schau dir einmal deinen aktuellen Einflussbereich an. Worauf hast du in deinem Leben wirklich Einfluss. Du kannst deinen Einflussbereich aber auch aktiv vergrößern. Umso bewusster du nach deinen Werten lebst und nach deinen Zielen strebst, umso größer wird dein Einflussbereich werden. Wenn du genau das Leben lebst, das dich erfüllt, dann wirst du immer mehr Menschen inspirieren, damit auch beeinflussen und somit einen Einfluss auf sie haben. Umso aktiver du in deinem Leben bist, umso größer ist der Einflussbereich, den du hast. Und umso größer ist auch der Kreis, den du erreichst. 

Vollzeitveränderung 

Ich habe diesen Abschnitt deshalb Vollzeitveränderung genannt, da du dein Ziel nicht in Teilzeit erreichen kannst. Wenn du deine Ziele erreichen willst, musst du dich voll und ganz auf sie einlassen. Und das bitte nicht nur zwischen 7 Uhr morgens und 13 Uhr nachmittags. Deine Ziele kennen keine Uhrzeiten. Wenn du dich verändern willst, dann musst du das in Vollzeit wollen und tun. Deine Veränderung findet nur zu 100 % statt, wenn du auch zu 100 % dabei bist. 

Kanalisiere dafür deine Gedanken und dein Mindset komplett in dein neues Ziel. Stell dich auf alles ein, was mit deinem neuen Ziel kommen kann. Sei Vollzeit bereit, dein neues Ziel in dein Leben zu lassen. Sei dir bewusst, dass du dich komplett für dein neues Ziel öffnen musst, damit es in dein Leben treten kann.

Ich habe mich zum Beispiel in ein indisches Kloster begeben, um meine innere Stärke zu finden. Die Mönche haben eine wahnsinnige Disziplin und Willenskraft. So wurde mir anfangs ganz angst, wenn ich daran dachte, ob ich jemals annähernd so willensstark werden könnte wie sie. Allein die Vorstellung war so intensiv, dass ich sie mir nur schwer vor Augen halten konnte. Wie könnte ich es schaffen, genauso diszipliniert und willensstark zu sein, wie diese Mönche es waren? Nach einiger Beobachtungszeit habe ich dann festgestellt, dass dies alles eine Frage der Übung und des starken Willens ist. Für die Mönche gab es keine Pause in der Auslegung ihrer Prinzipien. Keiner der Mönche brach aus dem eigenen disziplinierten Verhalten jemals aus. Keiner schlief aus oder nagte an einem Schokoriegel, während er vor Netflix den Kopf ausschaltete. Um zu den Menschen zu werden, die sie sein wollten, blieben sie kontinuierlich bei ihrer Disziplin und ihrer Auslegung des klaren Verstandes. Sie wurden eins mit ihren Zielen.

Was ich bei den Mönchen im indischen Kloster gelernt habe, ist, dass man nicht nur in Teilzeit erfolgreich sein kann. Wenn du eine Veränderung in deinem Leben willst, dann musst du in Vollzeit bereit dafür sein. Wenn du ein Ziel hast, musst du dieses 24/7 erreichen wollen. Das heißt nicht, dass du dir keine Auszeit leisten darfst. Natürlich kannst du auch mal die Beine hochlegen. Du musst nicht durchgehend dein Ziel aktiv verfolgen. Dennoch musst du durchgehend bereit sein, dieses Ziel zu erreichen. Auch hier ist es wieder eine Frage des Mindsets. Dein Wille sollte dein gestecktes Ziel von nun an immer wollen. Wenn du zu einem ausgeglicheneren Menschen werden willst, dann kannst du nicht Samstagabend genau das Gegenteil sein. Wenn du dein Ziel komplett in dein Leben integriert haben willst, dann musst du die Veränderung inklusive der Konsequenzen erstens zu 100 % wollen und zweitens zu 100 % leben. 

Du willst mit dem Rauchen aufhören? Sei dir bewusst, dass du in jeder Minute deines kommenden Lebens Nichtraucher sein willst. Pole dein Mindset in die richtige Richtung. Dein innerer Kern muss Vollzeit bereit für die neue Veränderung sein. Ganz oder gar nicht. Wenn du dir darüber bewusst bist, dass du die Veränderung wirklich willst, dann lebe sie auch zu 100 %. Sei bereit und starte mit deinem Ziel. 

Bleib auf dem richtigen Weg 

Der Anfang ist zwar der wichtigste Schritt in ein neues Leben, aber weißt du, was zusätzlich sehr wichtig ist? Auf dem Weg zu bleiben. Es reicht nicht nur, dass du dich für ein Ziel entschieden hast oder in die richtige Richtung läufst. Du musst kontinuierlich auf deinem neuen Weg bleiben. Es wird immer irritierende Abzweigungen auf deinem Pfad geben. Eventuell werden dich sogar Schilder dorthin locken wollen. Es kann auch durchaus einmal vorkommen, dass du dich verläufst, weil du deinen richtigen Weg nicht finden konntest. 

Verlaufe dich nicht …

Stell dir deine Suche nach dem Sinn des Lebens wie eine Bergwanderung vor. Es gibt einen Hauptweg, der dich auf den Gipfel des Berges bringt. Es gibt aber auch viele Nebenwege, die hier und da mal abzweigen. Diese können dich auf tiefer gelegene Nebengipfel bringen oder aber vielleicht sogar wieder ins Tal führen. Einige führen mitunter auf eine Berghütte. In der kannst du dich ausruhen, musst aber dann den Weg wieder zurück auf deinen Hauptweg finden. Es gibt unübersichtliche Tierpfade, die wie Trampelpfade ein Gewirr aus Fußspuren in den Wald oder die Wiesen ziehen. Auch hier gilt das Gleiche wie bei den Nebenwegen. Sie werden dich nicht auf den Gipfel bringen. Sei achtsam und prüfe immer wieder, ob du dich auf dem richtigen Weg befindest. Du kannst das anhand mehrerer Punkte sehen. Hast du den Gipfel vor Augen, ist das schon mal eine gute Sache. Zeigt dein Blick Richtung Tal, könntest du auf einem falschen Weg sein. Wird dein Weg wirr und unübersichtlich, könntest du dich eventuell auf einem Tierpfad befinden. 

So ist es auch in deinem Leben. Meist erkennen wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Oft sagt dir dein Bauchgefühl, ob du gerade richtig stehst. Aber oft sind es auch die äußeren Umstände, die dir aufzeigen, ob du in die richtige Richtung gehst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du auf dem richtigen Weg bist, ist es ratsam, eine Pause einzulegen und deine Position genauer zu untersuchen.

Etappen helfen 

Anhand von Unter- oder Zwischenzielen entlang deines Weges kannst du den Weg zu deinem Ziel besser in Etappen aufteilen. Denn wenn du bei deinen Zwischenzielen ankommst, weißt du, dass du richtig gehst. Überlege dir dafür Zwischenziele, die dich auf dem Weg zu deinem großen Ziel unterstützen könnten. Welche Etappen könntest du in dein Leben integrieren, die dir dabei helfen, deine Ziele besser zu verfolgen? 

Du möchtest immer noch Nichtraucher werden? Überlege dir Etappen, die es dir leichter machen, deinen Weg zum Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dein Ziel ist es, gar nicht mehr zu rauchen. Mögliche Zwischenziele könnten sein, dass du zum Beispiel im ersten Monat nur noch drei Zigaretten pro Tag rauchst. Im zweiten Monat reduzierst du dann deinen Konsum auf eine Zigarette. Monat drei ist ohne eine Zigarette, aber du darfst noch eine Notzigarette in der Woche haben. Im vierten Monat bist du komplett rauchfrei und alle Gegenstände, die etwas mit Rauchen zu tun haben, wandern aus deinem Umfeld. Dabei ist es ganz wichtig, deine Unterziele zu formulieren. Schreibe sie dir auf ein Blatt Papier. So kannst du dich nicht selbst anschwindeln!

Altes loslassen 

Einen Tipp muss ich dir an dieser Stelle noch geben. Lass das Alte los. Du kannst nicht an der Vergangenheit festhalten, wenn du in die Zukunft gehen willst. Es ist ungefähr so wie mit dem Verlassen der Komfortzone. Du kannst dein Glück nicht finden, wenn du dich im Sog deiner Komfortzone suhlst. Du kannst aber genauso wenig dein Glück finden, wenn du die Fesseln der Vergangenheit an dir hast. 

Lass das Alte los. Du sollst natürlich nicht deine ganze Vergangenheit vergessen und dich blindlings in die Zukunft stürzen. Du sollst dich aber auch nicht von Vergangenem aufhalten oder gar blockieren lassen. Du kannst aus der Vergangenheit lernen. Das ist auch wichtig, dennoch solltest du dir den Weg in die Zukunft niemals mit Steinen aus der Vergangenheit erschweren.

Lebe deine Veränderung jetzt 

Du hast nun ein Ziel vor Augen. Du hast die Koordinaten deines Zieles erfasst und dir darüber Gedanken gemacht, wie du dieses erreichen kannst. Du weißt, dass du tief in deinem Inneren ansetzen wirst, um die Veränderung von innen nach außen zu tragen. Soll ich dir etwas sagen? Du hast es geschafft. Du bist bei deinem Kompass deines Sinnes des Lebens angekommen. Du hältst ihn in deiner Hand. Du weißt, wie du ihn bedienen musst. Es kann also losgehen. Dein Sinn des Lebens wartet auf dich. 

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