Die Kurzarbeit der letzten Monate hat den Unternehmen nicht nur wirtschaftlich schwer zugesetzt. Auch das Thema Personalentwicklung ist völlig auf der Strecke geblieben. Warst auch du in Punkto Karriere mit angezogener Handbremse unterwegs und möchtest nun endlich wieder richtig durchstarten? Vielleicht gibt es intern eine interessante Stelle zu besetzen und du weißt nicht so recht, wie du dich optimal präsentieren kannst. Oder hast du Lust auf etwas ganz Neues und bist gerade auf Jobsuche? Lies in unserem Blog, wie du deine Karriere nach der Kurzarbeit wieder richtig ankurbeln kannst.

Look good – feel good!

Der Lockdown hat uns alle in eine Starre versetzt, die sich nur langsam wieder lösen lässt. Auch wenn es dir gerade schwerfallen sollte, dich selbst zu motivieren, solltest du genau damit anfangen. Die Vogel-Strauß-Taktik führt definitiv nicht zum Ziel. Stattdessen ist eine positive innere Haltung das A und O bei der Jobsuche. Fang damit an, dass du dir selbst etwas Gutes tust. Verbringe viel Zeit an der frischen Luft, treibe Sport, lies ein gutes Buch oder koch dir dein Lieblingsessen. Lass dir eine neue Frisur verpassen und miste im Kleiderschrank aus. Sobald du dich selbst gut fühlst, wirst du auch die richtige Einstellung mitbringen, um deiner Karriere einen neuen Anstrich zu verpassen. Am besten nutzt du einen Tag, an dem du besonders gut gelaunt bist, für ein neues Bewerbungsfoto.

Visualisiere deine neue Stelle

Visionen sind ein mächtiges Instrument, das uns dabei hilft, Dinge Wirklichkeit werden zu lassen. Selbst die genialste Erfindung war anfangs nur ein kleiner Gedanke im Kopf des Erfinders. Verbringe täglich etwas Zeit damit, dir deine neue Stelle vorzustellen. Wie sieht der Arbeitsplatz aus, an dem du dich wohl fühlst? Welche Arbeitszeiten und -formen kommen dir entgegen? Wie müssen Chefs und Kollegen sein, damit eine erfolgreiche Zusammenarbeit möglich ist? Welche Aufgaben möchtest du gerne wahrnehmen? Entwickle die innere Überzeugung, dass du die perfekte Stelle für dich finden wirst und versuche, mit Freude an die Stellensuche zu gehen.

Investiere Zeit in deinen digitalen Auftritt

Der Digitalisierungstrend geht auch an Personalern nicht spurlos vorüber. Immer häufiger werden geeignete Kandidaten direkt per XING oder LinkedIn angeschrieben und ein sauber gepflegtes Online-Profil gehört mittlerweile genauso zum Standard wie ein top ausgearbeiteter Lebenslauf. Investiere daher ausreichend Zeit in die Pflege deiner Online-Profile. Hier kannst du auch gerne mehrgleisig fahren, um deine Chancen zu erhöhen. Sorge dafür, dass der Lebenslauf, den du hochlädst, stets auf dem aktuellem Stand ist und auch alle optionalen Felder sauber ausgefüllt sind. Ansonsten macht dein Profil einen unvollständigen Eindruck und du wirkst schnell unseriös. Mit einem sympathischen Profilbild rundest du deinen Online-Auftritt ab.

Sorge für eine weiße Weste

Klassische Karriere-Netzwerke wie XING und LinkedIn sind die eine Seite der Medaille. Doch auch vorrangig privat genutzte Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram können für deine Karriere eine Rolle spielen. Und zwar vor allem dann, wenn dort Informationen, Bilder oder Videos zu sehen sind, die nicht für jedermanns Augen und Ohren gedacht sind. Am besten googelst du dich einmal selbst oder bittest einen Freund, das für dich zu tun. Du wirst staunen, welche Informationen von dir im Netz kursieren. Am besten lässt du prekäre Informationen und Bilder aus dem Netz löschen und passt deine Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook und Co. an, bevor dir der Personaler deines Wunschunternehmens zuvorkommt.

Sei bereit, auch unkonventionelle Wege zu gehen

Die meisten Stellen werden nach wie vor auf konventionelle Weise vergeben. Du suchst nach passenden Stellenprofilen auf Jobportalen oder in der Zeitung und bewirbst dich dann per E-Mail oder über das Karriereportal des jeweiligen Unternehmens. In 90 % der Fälle führt diese Vorgehensweise zum Erfolg, bei Aushilfen. Gehörst du allerdings zu dem Personenkreis Fach- und Führungskräfte, solltest du über weitere Bewerbungswege nachdenken.

Zum einen macht es Sinn, nicht nur passiv auf die geeignete Stelle zu warten, sondern sich proaktiv auf den Karriereseiten der jeweiligen Wunscharbeitgeber zu registrieren. Sobald eine Stelle vakant ist, haben dich die Personaler gleich im Visier und können dich direkt anschreiben. Eine weitere gute Möglichkeit ist auch die Kontaktaufnahme mit einem Karrierecoach. Coaches haben einen breiten Überblick über den Arbeitsmarkt und haben erprobte Strategien. Außerdem können sie bei der Jobsuche als Vermittler dienen.

Wie wäre es aber zur Abwechslung mal mit einer völlig neuen Form der Bewerbung? In manchen Branchen werden mittlerweile auch Social Media Kanäle zum Recruiting genutzt. Es kann für die Karriere durchaus von Vorteil sein, ein Jobgesuch auf Facebook, Twitter o. ä. zu posten und sich, z. B. über das Kommentieren von Beiträgen, mit der entsprechenden Firma zu verlinken und dadurch auf sich aufmerksam zu machen. Eine besonders originelle Idee ist auch das Erstellen einer eigenen Website, auf der du dich und deine Fähigkeiten präsentierst. Die Website kannst du entweder per Social Media verlinken oder als Initiativbewerbung an die jeweiligen Unternehmen senden.

Trau dir etwas zu

Unternehmen neigen dazu, in ihren Stellenanzeigen zu hohe Anforderungen zu stellen, was leider dazu führt, dass sich viele gut geeignete Kandidaten gar nicht erst bewerben. Die Auflistungen der geforderten Fähigkeiten und Kenntnisse sind lang und häufig so sehr mit Fachwörtern durchsetzt, dass manche Jobsuchende bereits beim ersten Durchlesen den Mut verlieren. Lass dich davon nicht abschrecken! Ein altes Sprichwort besagt, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. 

Mach dir bewusst, dass du nicht alle geforderten Fähigkeiten besitzen musst, um auf einer Stelle Karriere zu machen. Es genügt, wenn dein Profil sich zu 60 – 70 % mit der Stellenanzeige deckt. Sei dir darüber im Klaren, dass es erst einmal jemanden geben muss, der es besser kann als du und dass es mit großer Wahrscheinlichkeit niemanden gibt, der alle geforderten Kenntnisse mitbringt. Versuche den Fachjargon in eine verständliche Sprache zu übersetzen und du wirst sehen, dass alles nur halb so wild ist.

Pimp deinen Lebenslauf

Früher war ein Lebenslauf nichts anderes als eine formelle Aneinanderreihung schulischer und beruflicher Stationen. Heute nimmt ein ansprechend gestalteter Lebenslauf mindestens denselben Stellenwert ein wie ein originelles Anschreiben. Wenn du immer noch denkst, dass bei einer neuen Bewerbung lediglich das Datum des Lebenslaufes aktualisiert werden muss, bist du definitiv auf der falschen Fährte. Ebenso wie das Anschreiben ist der Lebenslauf eine einmalige Möglichkeit, dich von der Masse abzuheben und deiner Bewerbung den letzten Schliff zu verpassen. Versuche, in deinem Lebenslauf vor allem diejenigen Karriere Stationen detailliert zu beschreiben, die fachlich am besten zu deiner Wunschstelle passen. Greife Fähigkeiten, die in der Stellenausschreibung gefordert werden, gezielt in Lebenslauf und Anschreiben auf. Berufliche Stationen und Fähigkeiten, die nichts mit der Stelle zu tun haben, solltest du hingegen nur am Rande erwähnen. 

Pflege dein Netzwerk

Netzwerken kann anstrengend sein. Vor allem heute, wo wir durch moderne Kommunikationsmittel und Social Media mit zahlreichen Menschen gleichzeitig in Kontakt stehen. Nie war es leichter die Beziehungen zu alten Schulkameraden, Vereinsmitgliedern, Kollegen, Freunden, Verwandten und Bekannten mit relativ geringem Aufwand aufrecht zu erhalten. Da kann einem vor lauter Nachrichten und Chats schon einmal der Kopf schwirren. Dennoch solltest du nicht unterschätzen, dass ein gutes Netzwerk deine Karriere entscheidend beeinflussen kann. Entsprechend solltest du dir regelmäßig Zeit für die Pflege deines Netzwerks freischaufeln. Informiere deine Kontakte darüber, dass du auf Jobsuche bist und erwähne bei dieser Gelegenheit auch deine Qualifikationen. Vielleicht hat der ein oder andere einen heißen Tipp oder kann bei Gelegenheit sogar eine Empfehlung aussprechen.

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