Als ich mich dazu entschied, mit Fitnesstraining zu beginnen, war ich oft der Meinung, dass manche Leute einfach mehr Ausdauer haben als andere. Die ganzen Mucki-Menschen mussten einfach eine ausdauernde Willenskraft haben, um ihre Muskeln auf dieses Niveau zu bringen und es dann gleichzeitig zu halten. Als ich aber genauer hinsah, musste ich feststellen, dass es vor allem das Mindset der Menschen war, das darüber entschied, wie viel oder wie lange sie trainierten. Ihr Mindset unterschied sie von den anderen. Denn das Mindset entscheidet darüber, ob du deinem Ziel näher kommst. 

Mindset, das ist die Art und Weise, wie man über eine Sache denkt oder wie man an eine Sache herangeht. Fängst du an Sport zu machen, bist du wahrscheinlich extrem motiviert. Diese Motivation hält dann vermutlich die ersten drei Wochen. Doch dann kommt die Routine. Dein Mindset wird unmotivierter, du bist nicht mehr so optimistisch wie am Anfang. Anstatt im Fitnessstudio zu stehen, könntest du jetzt doch auch mit Freunden zusammensitzen. Dein Mindset hat sich bereits in den ersten Wochen geändert. Diejenigen, die weitermachen und bei ihrer Sache bleiben, diesen wird nachgesagt, sie hätten ein starkes Mindset und somit eine ausgeprägte Willenskraft

Diese Beobachtung war einer der Gründe, warum ich Motivationscoach wurde. Ich wollte den Menschen helfen, dass sie ihre Motivation finden und diese dann auch halten. Doch was hat das alles mit der Suche nach dem Sinn des Lebens zu tun? 

Zunächst einmal musst du deinen Sinn des Lebens finden. Das passiert, wie wir bereits wissen, nicht von heute auf morgen. Dein Sinn des Lebens lauert wahrscheinlich nicht an der nächsten Straßenecke. Du brauchst also Motivation bei der Suche. Hast du deinen aktuellen Sinn des Lebens dann gefunden, musst du ihn auch verfolgen. Du setzt dir Zwischenziele, überwindest Durststrecken oder Durchhänger. Du brauchst ein bestimmtes Mindset dafür. Ein Mindset, das dich nicht gleich aufgeben lässt, wenn mal etwas schiefläuft. Ein Mindset, das dich nicht gleich enttäuscht, wenn du im Dunkeln tappst. 

Denn im Endeffekt verhält es sich mit deinem Mindset so: Dein Mindset, das sind deine Gedanken, aus welchen Emotionen werden und diese wiederum dann deine Handlungen sind. Hast du ein positives Mindset, dann werden vermutlich auch deine Handlungen positiv sein. Und genauso verhält es sich auch andersherum. Denkst du ständig negativ, dann ist deine Handlung negativ geprägt und die Welt erscheint sehr grau. Versteh mich nicht falsch, du sollst dir keine Regenbogen in deiner Wohnung aufhängen und ständig mit einer rosaroten Sonnenbrille durch die Welt laufen. Aber deine Negativität hat keinen positiven Einfluss auf dein Leben.

In sieben Schritten zu einem positiven Mindset 

Diese sieben Schritte werden dir dabei helfen, ein positives Mindset zu erlangen. Probiere es selbst. Ich kann dir versprechen, dass du damit Erfolg haben wirst. Ich habe die Übung bereits mit einigen meiner Klienten durchgeführt. Fast alle wurden dadurch positiv berührt. 

Schritt 1: Sprich positiv mit dir selbst

Die Art, wie du dir selbst gegenübertrittst, beeinflusst deine Gefühle. Denn es heißt sogar, dass 95 % deiner Gefühle am Tag über einen inneren Monolog ausgelöst werden. Deshalb ist es wichtig, dass du die Verantwortung über deine innere Stimme übernimmst. Wenn sich deine emotionale Seite gerade mal wieder mit Einflussfaktoren beschäftigt, die dir schaden könnten, gewinnen meist negative Gedanken die Oberhand. Denn evolutionär ist der Mensch immer damit beschäftigt, potenzielle Gefahren zu meiden. Überlege dir, wie und wann du positive Monologe in deinen Tag integrieren kannst. Wofür bist du zum Beispiel dankbar? Oder was hast du heute schon erreicht? Positive Gedankenrituale können dir helfen, jeden Tag deine guten Gedanken zu festigen und damit dein positives Gesamt-Mindset stärken. 

Schritt 2: Stell dir immer wieder dein ideales Leben vor

Du weißt, was du willst? Stell es dir vor! Denn bevor der Mensch etwas schaffen kann, muss er es zuerst in seinen Gedanken haben. Erst wenn du dein Ziel vor Augen hast, dann kannst du es auch erreichen. Umso konkreter dein Bild im Kopf ist, umso gefestigter wird dein Mindset dieses Bild erschaffen wollen. 

Schritt 3: Umgib dich mit positiven Menschen

Dein Umfeld macht ganz viel aus, wie du dich fühlst und mit welchen Gedanken du dich umgibst. Wenn du dich beispielsweise mit erfolgreichen Menschen umgibst, dann wirst du auch dein Leben in die Hand nehmen wollen. Wenn du jedoch negative Faulenzer um dich geschart hast, wirst du nicht auf die Idee kommen, frühmorgens schon eine Runde joggen zu gehen, um dich danach zielstrebig auf die Arbeit fokussieren zu wollen. Auch ständige Horrorszenarien aus den Nachrichten wirken auf dich ein. Dein Umfeld beeinflusst dich enorm. Du musst selbst entscheiden, mit wem du deine Zeit verbringst. Da dein Umfeld auf dich abfärben wird, solltest du darauf achten, dass du dich von Pessimisten fernhältst. Umgekehrt ist es so, dass auch deine Art auf deine Mitmenschen wirkt. Auch du beeinflusst Menschen. Daher solltest du dich fragen, wie du auf Menschen wirkst. Möchtest du ein positives Umfeld haben, solltest du auch positiv sein. 

Schritt 4: Achte auf deinen Konsum

Wir wissen, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt. Gesunde Ernährung macht einen gesunden Körper. Aber wie fütterst du eigentlich deinen Geist? Der gesunde Körper allein reicht nicht aus, um deinen Geist gesund zu halten. Der tägliche Input für dein Gehirn trägt einen großen Teil zu deinem Mindset bei. Füttere deinen Geist also mit möglichst gesunder Nahrung, das heißt, vermeide mentales Fast Food. Weiterbildung ist ein essentielles Gebot für ein gesundes und positives Mindset.

Schritt 5: Entwickle dich ein Leben lang persönlich weiter

Es ist sehr wichtig, sich in seinem Leben ständig weiterzuentwickeln. Du kannst es mit Sport vergleichen. Ein Wellenreiter würde sich nie auf seinem Erfolg einer gerittenen Welle ausruhen. Er würde immer versuchen, die nächste Welle länger und besser zu reiten. Vielleicht wird die nächste Welle auch größer als die davor sein. 

Genauso verhält es sich in deinem Leben mit allen Eigenschaften. Der Mensch möchte sich weiterentwickeln. Wenn sich die Menschheit nicht weiterentwickelt hätte, gäbe es heute vielleicht keine Autos oder Aufzüge. Wir wüssten vielleicht sogar gar nicht, dass die Erde eine Kugel ist. Um ein positives Mindset zu erlangen, darfst du dich nicht in deiner Komfortzone ausruhen. Du musst sie regelmäßig verlassen, um Erfolge zu haben. 

Schritt 6: Betrachte das Leben aus einer ganzheitlichen Perspektive

Dein Leben ist eine Einheit mit vielen verschiedenen kleinen Einheiten. Da gäbe es zum Beispiel die Einheit Beruf, die Einheit Familie, dann sind da Freunde, Freizeit, Ernährung und so weiter. Um ein gutes Mindset zu haben, musst du alle Bereiche in deinem Leben berücksichtigen. Wenn du dich nur auf deinen Job fixierst, dafür aber deine Familie zu kurz kommt, kannst du kein einheitliches Leben führen. Alle Bereiche in deinem Leben müssen gepflegt werden. 

Schritt 7: Gehe davon aus, dass es klappt

Der letzte Tipp für ein positives Mindset, den ich dir an die Hand geben möchte, ist folgender: Deine Erwartungshaltung wird zu deiner Handlung. Nur wenn du ein gesundes und positives Mindset hast, dann wird auch deine Handlung positiv sein. Wenn du davon ausgehst, dass eine Sache klappt, hast du eine größere Gewähr, dass es funktioniert. Denn so wie du an eine Sache herangehst, so verhältst du dich auch. 

Nehmen wir das Beispiel erstes Tinder-Date: Du gehst auf ein Date und gehst davon aus, dass dein Gegenüber dich nicht gut findet. Wie verhältst du dich? Genau, du bist verschlossen und ängstlich. Glaubst du, dass dein Verhalten sich positiv gegenüber deinem Tinder-Date präsentiert? Nein. Du wirkst dann nämlich unsympathisch. Das Date wird ein Flopp. Wenn du aber positiv und gut gelaunt bei dem Date erscheinst, wird dein Gegenüber von deiner Aura eingeschlossen und das Date wird mit Sicherheit besser verlaufen. 

Als ich mit dem Stand-up-Paddleboard über den Rhein fuhr, bin ich zu 100 % davon ausgegangen, dass es klappen wird. Natürlich überlege ich auch, was schiefgehen könnte. Du sollst nicht naiv in Situationen rennen, aber eine positive Grundeinstellung zu deinen Herausforderungen im Leben verspricht dir eine höhere Erfolgsquote. Auf jeden Fall erspart sie dir das Grübeln und Zweifeln vor der überhaupt stattfindenden Situation. 

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