Selbstbewusstsein ist eine innere Einstellung. Sie kommt mit der Fähigkeit, sich im wahrsten Sinne des Wortes über sich selbst bewusst zu sein. Anders als viele Menschen annehmen, bedeutet das nicht, dass man sich selbst nur toll findet und in den Himmel lobt. Es bedeutet, dass man seine Stärken und Schwächen kennt und daraus Kraft und Energie ziehen kann. Genau da liegt der Knackpunkt: Selbstbewusstsein bedeutet, Kraft aus sich selbst und den eigenen Ressourcen ziehen zu können. 

Die eigene Praxis für ein gesundes und stabiles Selbstbewusstsein geht Hand in Hand mit Übungen für Achtsamkeit und persönliche Weiterentwicklung. Regelmäßige Meditation und Atemübungen können dich dabei unterstützen, dich mehr bei dir selbst zu fühlen. Meist sind es deine eigenen Gedanken und Glaubenssätze, die dich am meisten zurückhalten. Hast du das Gefühl, du bist selbst dein größter Kritiker? Dann ist dieser Artikel für dich genau richtig. 

Selbstbewusstsein, nicht Selbstüberschätzung 

“Na der ist ja selbstbewusst” – ein klassischer abfälliger Kommentar, der ab und zu fällt, wenn jemand komplett über seine Kompetenz hinaus agiert. Umgangssprachlich wird Selbstbewusstsein manchmal mit Selbstüberschätzung gleichgesetzt, obwohl die beiden absolut gegenteilig sind. Selbstbewusstsein bedeutet, sich das Bewusstsein über die eigenen Stärken und Schwächen zum Vorteil zu machen: Defizite können ausgeglichen und besondere Fähigkeiten voll ausgenutzt werden. Wer sich selbst gut kennt, findet es leichter sich realistische Ziele zu setzen, seine Stärken aktiv einzusetzen und kommt schneller in die Umsetzung. 

Der Knackpunkt: Machen, nicht reden! 

Besonders wenn es um die Arbeit an sich selbst geht, neigen wir dazu, zu behaupten, wir würden unser bestes versuchen oder wären vielleicht schon da. Gesundes Selbstbewusstsein kommt durch regelmäßige Praxis. Und damit meine ich jeden Tag. Es ist toll, einmal etwas mutiges zu tun und stolz auf dich zu sein, aber du solltest dich nicht darauf ausruhen. Selbstbewusstsein ist eine Gewohnheit, die regelmäßig praktiziert werden muss. Deshalb heißt es: Machen anstatt nur darüber zu reden! Such dir einen Verbündeten. Das kann ein Freund oder Familienmitglied, aber auch ein Coach oder Trainer sein. Erzähl dieser Person von deinen Ideen und sorg dafür, dass sie regelmäßig nachfragt und dich in der Verantwortung hält! 

Regel #1: Übernimm Verantwortung 

Du bist verantwortlich für dein Leben und niemand sonst. Der Dalai Lama sagte einst: “Solange du glaubst, dass an allem immer nur die anderen Schuld sind, wirst du viel leiden.” 

Siehst du dich selbst häufig in der Opferrolle?

Sind es meistens die anderen, die die Verantwortung für das tragen, was in deinem Leben schief gelaufen ist?

Warum hast du deine Ziele noch nicht erreicht? Sei ehrlich zu dir selbst. Wer regelmäßig die Schuld beim Umfeld oder in der Familie sucht, ist (noch) nicht bereit dazu, selbst Verantwortung zu übernehmen und einfach zu machen. Dein Leben ist wie eine Autofahrt. Du kannst entweder gemütlich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und hoffen, dass du auf Umwegen schon irgendwo in der Nähe von da ankommst, wo du hinwillst ODER du nimmst das Steuer in die Hand und gehst in die Umsetzung. 

Regel #2: Genieß die Reise 

Echtes Selbstbewusstsein kommt nicht über Nacht, du musst regelmäßig daran arbeiten. Ähnlich wie bei vielen anderen Themen ist der Weg das Ziel.

Du willst dich irgendwann komplett entspannt in der nächsten Gehaltsverhandlung fühlen, weil du weißt, wie du nachfragst?

Genieß die kleinen Schritte. Klopf dir selbst dafür auf die Schulter, dass du ausgesprochen hast, was du möchtest, auch wenn es sich noch nicht solide angefühlt hat. Selbstbewusstsein muss regelmäßig praktiziert werden und wie bei anderen Zielen auch ist der Verlauf nicht immer linear. Sei stolz auf dich und genieß den Prozess. 

Regel #3: Raus aus dem Komfortzone 

Diese Regel ist die wichtigste der 5. Dein Selbstbewusstsein wächst nicht innerhalb deiner Komfortzone. Raus da! Du musst raus in die Welt, die unwohl fühlen. Du musst etwas wagen! Selbstbewusstsein wächst dann, wenn du dich in Situationen begibst, in denen du dich eigentlich unwohl fühlst. 

Mein Tipp: Nimm dir jeden Tag eine Sache vor, die sich außerhalb deiner Komfortzone befindet. Setz dich am Ende des Tages hin und reflektiere über den vergangenen Tag. Was hast du heute gemacht, das außerhalb deiner Wohlfühlzone lag – und wie bist du damit umgegangen? Mach dir ein paar Notizen (Tagebuch, Smartphone, ganz egal) und denk darüber nach, wie du nächstes Mal mit dieser Situation noch besser umgehen kannst. Mit der Zeit kannst du so deine Komfortzone erweitern und dich immer weiter hinaus wagen. Darin liegt die eigentliche Freiheit, regelmäßig an dir selbst du arbeiten. 

Regel #4: Positive Selbstgespräche 

Wir sind oft selbst unser größter Kritiker. Wenn etwas nicht so läuft, wie du das eigentlich wolltest, bist du schnell dabei, dich selbst runter zu machen? Schluss damit! Fokussier dich lieber darauf, was du beim nächsten Mal besser machen kannst und sei nett zu dir selbst. Du hast dein bestes gegeben, nächstes Mal wird es noch besser. Positive Affirmationen können dabei helfen, das eigene Selbstbild langfristig zu verbessern. 

Regel #5: Umgib dich mit den richtigen Menschen 

Es heißt nicht umsonst: Du bist die Summe der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Dein Umfeld hat einen massiven Einfluss darauf, mit welcher Einstellung du in die Welt schaust – und wie du dich selbst wahrnimmst. Schau dich in deinem engsten Kreis um. Bauen diese Menschen dich auf oder ziehen sie dich eher runter? Ganz klar, Selbstbewusstsein muss aus dir selbst heraus kommen. Trotzdem kann es sein, dass die Menschen, mit denen du dich umgibst, einen negativen Einfluss auf dein Selbstbild haben, weil sie sich selbst nicht sicher fühlen. Toxische Beziehungen können ebenfalls dazu führen, dass du dich selbst kleiner machst, als du es eigentlich bist. Arbeite daran, dich mit Menschen zu umgeben, die dich aufbauen und unterstützen. Ein starkes Supportnetwork ist die beste Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein. 

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