Wie Du ein digitaler Nomade wirst

Wie Du ein digitaler Nomade wirst

Kennst Du auch die Instagram-Bilder und Webseiten, auf denen junge Paare an den schönsten Plätzen der Welt im Camping-Bus mit dem Laptop auf dem Schoß sitzen und von unterwegs Geld verdienen? Oder die Berichte über junge Start-up-Gründer, die in Thailand im Co-Working-Space ihr eigenes Business aufziehen? Während du im Büro schuftest und von der nächsten Urlaubsreise träumst, reisen digitale Nomaden durch die Welt und arbeiten dort, wo es ihnen am besten gefällt. Denn diese Menschen haben verstanden, dass Träume dazu da sind, gelebt zu werden. Wenn auch du nicht bis zum nächsten Urlaub warten möchtest, um an Traumstrände und in fantastische Städte zu fahren, und nicht bis zur Rente, um endlich selbst bestimmen zu können, was du machst, ist das digitale Nomadentum genau das Richtige für dich. Denn dank Internet und Online-Verdienstmöglichkeiten brauchst du nicht mehr als einen Rechner und eine Internet-Verbindung, um deine Träume wahr werden zu lassen.

Wenn Du Dich entschieden hast, Deine Zelte in der Heimat abzubrechen und in Zukunft von unterwegs aus zu leben, stehst Du nicht alleine da. Du kannst auf die Erfahrungen von Pionieren zurückgreifen, die diesen Lebensstil gewählt haben – und das teilweise schon lange, bevor dafür ein Begriff etabliert wurde. Wertvolle Tipps dazu, wie Du die ersten Schritte gehen kannst, findest Du zum Beispiel bei Web Work Travel. Dieser Artikel bietet einen guten ersten Einstieg ins Thema.

Das Forum Location Indie bietet eine Plattform für Gleichgesinnte: Hier findest Du schnell Anschluss und kannst all Deine Fragen an Leute stellen, die Erfahrungen gemeistert haben, die Du gerade machst. Und vielleicht lernst Du sogar Menschen kennen, die Du später auf Deinen Reisen wirklich triffst. In jedem Fall hilft Dir der Kontakt zu digitalen Nomaden, Deinen Entschluss zu festigen und auch mal Probleme zu meistern.

Wenn Du noch gar nicht weißt, wie Du anfangen sollst, Dein Leben umzugestalten, kannst Du sogar einen Kurs belegen, der Dir genau erklärt, wie Du zum Business Traveler der anderen Art wirst. Passend zum Thema gibt’s den Kurs natürlich online, und zwar hier: udemy

 

Die fünf Schritte, mit denen Du zum digitalen Nomaden wirst

Im Folgenden stelle ich dir vor, wie Du in fünf Schritten dein altes Leben hinter Dir lassen und ein neues voller aufregender Möglichkeiten und Abenteuer beginnen kannst. Ich hätte gerne geschrieben „in fünf einfachen Schritten“, aber ich bin ehrlich zu Dir: Wenn Du wirklich aus der 9-to-5-Tretmühle ausbrechen, dein eigener Chef werden und ein freies und selbstbestimmtes Leben auf Reisen führen willst, erfordert das Deinen ernsten Willen zu Veränderung und einiges an Einsatz. Der Weg, ein digitaler Nomade zu werden, steht Dir offen, und wenn Du Dich genau an meine Anleitung hältst, wird er dir auch leicht gelingen. Aber Du bist es, der ihn gehen muss. Das willst Du? Dann geht’s los mit meinen fünf Schritten.

 


Schritt 1: Reduziere Deinen Scheiß!

Das fängt schon gut an, oder? Wenn Du digitaler Nomade sein willst, musst Du das, was Du mit Dir rumschleppst, auf ein Minimum reduzieren. Das macht Dich beweglich, frei und damit auf eine Art reich, wie Du sie wahrscheinlich noch nie gekannt hast. Ab heute – nein – ab sofort musst du jedes Ding, das Du besitzt, und jede Anschaffung, die Du tätigst, kritisch hinterfragen, ob sie Dir auf Deinem Weg zum digitalen Nomadentum helfen oder ob sie nur eine Last sind, die Dich von Deinen Plänen abhalten. Ich verrate Dir jetzt schon: Die meisten Sachen fallen in die zweite Kategorie. Neue Klamotten? Wie viele Jeans kannst Du gleichzeitig tragen, während vielleicht eine gerade zum Trocknen in der Sonne liegt? Richtig, mehr als zwei lange und zwei kurze Hosen brauchst Du als digitaler Nomade nicht. Du liest gerne? Super, Du brauchst ab jetzt genau ein Buch. Und zwar einen E-Book-Reader. Damit steht Dir die gesamte Literatur der Weltgeschichte zur Verfügung, und er passt ins Handschuhfach. Noch besser ist es natürlich, wenn Du Dir gleich angewöhnst, auf dem Rechner zu lesen.

Wenn Du jetzt schon beginnst, in Deinem Leben alles zu reduzieren, was nicht wirklich nötig ist, hat dies drei sehr nützliche Folgen:

• Du sparst Geld, das Du später nicht mehr verdienen musst.

• Du gewöhnst Dich an einen minimalistischeren Lebensstil. Wenn Du viel unterwegs bist, kannst Du nicht immer Deinen gesamten Hausrat mitnehmen. Du wirst also viel improvisieren müssen, und das kannst Du jetzt schon üben.

• Du hast mehr Zeit. Jede einzelne Sache, die Du anschaffst, „verlangt“ etwas von Dir. Kleidung muss gewaschen, gebügelt und weggeräumt werden. Bücher verstauben, wenn Du Dich nicht um sie kümmerst. Glaub mir, je weniger Zeug du jetzt schon hortest, desto freier wirst Du. Und das schon, bevor Du auf Reisen gehst.


Schritt 2: Entscheide Dich bewusst für einen anderen Lifestyle.

Ich will Dir nichts vormachen, das ist ein großer Schritt, den Du vor Dir hast. Und es gibt eine Menge zu entscheiden, bevor Du startest.

Die erste wichtige Entscheidung betrifft, wie Du Geld verdienen möchtest. Es gibt dazu mehr Möglichkeiten, als Du denkst, und je nachdem, wie sehr Du Dich von Deinem „alten Leben“ entfernen möchtest, kannst Du unterschiedliche Wege einschlagen. Im Folgenden ein paar Ideen, wie Du Dein digitales Nomadentum finanzieren kannst.

• Frage deinen Chef, ob Du von unterwegs arbeiten kannst. Digitale Nomaden arbeiten meist freiberuflich, aber das ist nicht immer der Fall. Wenn Du einen Job hast, den Du gut alleine am Rechner erledigen kannst, ist Dein Chef wahrscheinlich froh, wenn Du nicht kündigst, sondern weiter zur Verfügung stehst. Mittlerweile erlauben immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern, vom Home Office aus zu arbeiten. Wenn deine Firma so flexibel ist, ist es vielleicht auch egal, wo genau das Home Office sich befindet. Diese Möglichkeit bedeutet für Dich die geringste Veränderung und größte Sicherheit, denn falls das Leben als digitaler Nomade doch nichts für Dich ist, kannst du wahrscheinlich problemlos in Deinen alten Job zurückkehren.

• Werde Freelancer. Als Freelancer kannst Du auf freiberuflicher und damit auf Auftragsbasis von überall auf der Welt Geld verdienen. Das hört sich einfach an, Du musst jedoch ein paar Bedingungen erfüllen. Zunächst musst Du etwas anbieten, was andere auf freiberuflicher Basis in Anspruch nehmen und was Du von unterwegs liefern kannst. Du kannst zum Beispiel Texte für Unternehmen schreiben. Gerade im Online-Marketing werden immer wieder Blog-Artikel oder SEO-Texte benötigt. Wenn Du gut texten kannst, ist das eine einfache Möglichkeit, Geld zu verdienen. Du kannst auch Web-Design oder Programmierung anbieten, wenn Du das kannst.

• Starte dein eigenes Online-Business. Gerade Online-Kurse sind eine beliebte und lukrative Möglichkeit, Geld von unterwegs zu verdienen. Überlege Dir, was Du anderen beibringen kannst, und erstelle dafür einen digitalen Kurs, am besten mit Video-Einheiten. Um Abnehmer dafür zu finden, musst Du Dich intensiv mit Online-Marketing auseinandersetzen. Aber als digitaler Nomade kannst Du Dir Deine Zeit ja frei einteilen!

• Schreibe ein Sachbuch. Es gibt Hunderte Dinge, die Du kannst, die andere gerne könnten. Wähle ein Thema aus, in dem Du Dich gut auskennst (zum Beispiel die Reparatur von Oldtimern, das Ziehen von Nutzpflanzen auf dem Balkon, die Einrichtung kleiner Wohnungen… Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt) und strukturiere es so, dass Du ein Buch von 150 bis 200 Seiten dazu verfassen kannst. Am einfachsten ist es, dieses Buch dann als E-Book über Amazon zu vermarkten. Damit erreichst Du die größte Zielgruppe und die Bedienung der notwendigen Software (zu finden unter kdp.amazon.com) ist auch ganz einfach.

• Vermarkte Dein digitales Nomadentum. Eine Sache, die Du (demnächst) kannst, die andere nicht können, ist Dein Leben als digitaler Nomade. Du wärst erstaunt, wie viele Menschen sich dafür interessieren! Auf einem Blog oder einem Social Media-Account kannst Du diese Menschen an Deinem Leben und Deinen Erfahrungen teilhaben lassen. Und das Beste daran: Je mehr Leser Du hast, desto besser kannst Du mit deiner Webseite Geld verdienen. Du kannst beispielsweise Affiliate-Links einbauen (zu Amazon oder Reise-Anbietern) und an jedem Kauf, den Deine Leser über Deine Webseite tätigen, mitverdienen. Oder Du blendest Werbeanzeigen zum Beispiel von Google AdSense ein und wirst sogar je Klick bezahlt. Diese Möglichkeit lohnt sich vor allem dann, wenn Du sehr viele Leser hast. Wenn Du das vorhast, solltest Du zusätzlich noch auf andere Art und Weise Geld verdienen oder ein Polster haben, denn bis Du damit genug hast, um davon auch nur einen Teil Deines Lebensunterhalts zu verdienen, vergeht sehr viel Zeit.

• Hast du entschieden, womit Du Dich finanzieren möchtest, steht noch eine andere wichtige Entscheidung an: Wohin soll es (zuerst) gehen? Wichtig ist, dass Du klärst, welche Formalia Du erfüllen musst, um im entsprechenden Land zu arbeiten. Am einfachsten ist es natürlich, in der EU zu arbeiten. Aber auch in anderen Ländern ist das möglich. Auf dieser Seite findest Du einige Informationen zum Thema Visa.

• Zuletzt musst Du noch entscheiden, wie Du arbeiten und leben möchtest. Möchtest Du mit einem Camping-Bus losfahren und einfach irgendwo stehen bleiben und arbeiten? Oder willst Du an einem festen Platz bleiben, Dir eine kleine Bleibe suchen und zum Beispiel in einem Co-Working-Space Gleichgesinnte treffen? Je nachdem, wie diese Entscheidung ausfällt, benötigst Du andere Vorbereitungen, siehe Punkt 4.


Schritt 3: Lerne schnell.

Bevor Du Dich in Dein Abenteuer stürzt, solltest Du kritisch hinterfragen, welche Fähigkeiten Du dafür schon besitzt und welche Dir noch fehlen. Das fängt natürlich bei der Sprache an. Mit Englisch kommst Du sehr weit in der Welt, aber bedenke, dass Du als digitaler Nomade die Touristenzentren verlassen wirst. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass immer freundliches Personal zur Stelle ist, dass mit Dir Englisch (oder sogar Deutsch) sprechen kann. Als digitaler Nomade tauchst Du richtig ein in die Kultur des fremden Landes. Du benutzt die gleichen Supermärkte wie die Einheimischen, musst auch mal zu Behörden und wirst immer wieder darauf angewiesen sein, mit Locals zu sprechen. Also: Lerne zumindest ein bisschen die Sprache des Landes, in das Du fährst.

Wenn Du vorhast, als Freelancer tätig zu sein, musst Du außerdem schauen, ob Du wirklich alles kannst, was Du dafür brauchst. Natürlich brauchst Du die fachlichen Fertigkeiten. Wenn Du da noch nicht zu 100 % firm bist, ist jetzt der Zeitpunkt, damit anzufangen. Als Freelancer brauchst du aber auch Kenntnisse darin, wie man neue Kunden gewinnt, wie man eine Rechnung stellt und wie man seine Steuern richtig meldet. Bevor Du also erst im Ausland merkst, dass Du gar nicht weißt, ob Du Umsatzsteuer einnehmen musst oder nicht (und was Du anschließend mit ihr machst), informiere Dich rechtzeitig zuhause. Ein Steuerberater ist eine gute erste Anlaufstelle für alle Themen rund um die Freiberuflichkeit. Die Zeit bis zum Aufbruch solltest Du außerdem nutzen, ein kleines Netzwerk aufzubauen. Wenn Du es zeitlich schaffst, solltest Du schon nebenberuflich als Freiberufler tätig werden. Dies kannst Du dann von unterwegs ausbauen. Der große Vorteil ist, dass Du dann nicht bei Null anfangen musst, sondern bei einigen Auftraggebern schon einen Fuß in der Tür hast.


Schritt 4: Organisiere Deinen digitalen Nomadentum.

Der Start ins digitale Nomadentum erfordert erst mal einiges an Organisationsarbeit. Ich weiß, genau das wolltest Du vermeiden, aber es ist eine kleine Investition im Vergleich zu dem, was Dich bei Deinem Abenteuer erwartet! Und ehe Du Dich dort hinein stürzt, solltest Du fragen, auf die folgenden Fragen finden:

◦ Was passiert während deiner Abwesenheit mit Deiner Wohnung? Kannst Du sie zwischenvermieten oder willst Du sie kündigen?

◦ Musst Du Dinge unterbringen? Wenn ja, wo kannst Du das? Vielleicht haben Freunde oder Familie ja einen Dachboden oder einen Kellerraum, in den Sie deine Sachen vorübergehend einziehen lassen.

◦ Welche Versicherungen benötigst Du für Deine Reise? Das Wichtigste ist eine gute Auslandskrankenversicherung, denn niemand ist dagegen gefeit, krank zu werden. Außerdem brauchst Du eventuell eine Haftpflichtversicherung, je nachdem, wie wahrscheinlich es ist, dass Du Dinge, die Dir nicht gehören, schädigst. (Denk dran, das passiert meistens, ohne dass man es vorhat!) Außerdem brauchst Du eventuell Versicherungen, um Deine Freiberuflichkeit abzudecken und Dich zu schützen, falls es zum Haftungsfall kommt.

◦ Wie kommst Du an Deinen Zielort? Wenn Du Dich für ein #vanlife entschieden hast, brauchst Du spätestens jetzt einen Camper, in dem Du gut arbeiten und schlafen kannst. Außerdem musst Du planen, welche Strecke Du nimmst und ob Du gegebenenfalls Visa brauchst für Länder, die Du durchquerst. Wenn Du fliegst, musst Du natürlich den Flug buchen. Außerdem musst Du Dich natürlich um Visum und Arbeitsgenehmigung für Dein Zielland kümmern, wenn Du beides dort benötigst.

◦ Wo bleibst Du die ersten Nächte? Sehr vieles kannst Du am besten vor Ort organisieren, aber zumindest die ersten drei Nächte solltest Du ein Dach über dem Kopf haben. Wenn Du mit dem Camper fährst, ist die Frage bereits geklärt. Dann musst Du Dir nur noch überlegen, wo Du ihn abstellst. Kommst Du mit dem Flugzeug an, suche Dir am besten ein günstiges Zimmer über ein Vergleichsportal. Dann hast Du vor Ort eine Basis, von der aus Du weiterschauen kannst. Wenn Du es schaffst, Dich von den Sachen zu trennen, verkaufe sie. Dann hast Du gleich auch ein bisschen mehr Budget für Deine Reise.

◦ Wie kommst Du an eine Internetverbindung? Ohne Internet läuft gar nichts als digitaler Nomade. Also informiere Dich darüber, ob Dein Campingplatz oder Deine Unterkunft WLAN zur Verfügung stellst. Wenn Du viel unterwegs bist, lohnt es sich, Dir vor Ort eine SIM-Karte zu kaufen, um telefonisch erreichbar zu sein und auch auf Dein mobiles Datennetz zugreifen zu können. Schließlich ist das die Grundlage für die Finanzierung Deines Vorhabens.

◦ Was nimmst Du mit? Die richtige Antwort lautet: möglichst wenig. Überlege, was Du dabei haben willst und breite alles, so weit möglich, auf Deinem Bett oder auf dem Boden aus. Dann pack ein Drittel davon wieder weg. Das brauchst Du nicht. Reduziere Dein Gepäck auf das Minimum. Zwei ist die goldene Regel bei Kleidung (zwei T-Shirts, zwei Hosen etc. Unterwäsche darf’s ein bisschen mehr sein), bei allen anderen Dingen (Rechner, Buch, Handy, Geschirr) ist ein Stück je Mitreisender die Obergrenze. Alles, was Du zuhause lässt (oder gleich verkaufst), macht Dir das Leben später leichter – im bildlichen wie im wörtlichen Sinn.

◦ Wen nimmst Du mit? Last but not least: Natürlich musst Du nicht alleine als digitaler Nomade unterwegs sein. Deine Freundin, Dein Freund, Deine Familie können natürlich mitkommen. Überlege Dir aber sehr gut, mit wem Du so lange so eng zusammenleben kannst und mit wem Du auch mal problematische Situationen meistern kannst. Schon so manche Freundschaft ist an zu viel Nähe zerbrochen. Und das Letzte, was Du als digitaler Nomade willst, ist, wieder von jemand anderem abhängig zu sein. Wenn Du also mit jemandem gemeinsam reist, solltet Ihr vorher klare Regeln vereinbaren, damit euer Trip nicht zum Desaster wird.


Schritt 5: Setze stark um.

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber viele Menschen sind so sehr in dem verankert, was wir seit unserer Kindheit gelernt haben, dass sie kurz vorm Ziel einknicken und doch darauf verzichten, ihre Träume zu verwirklichen. Aber nicht Du! Du willst schließlich bis zum Schluss gehen und mit dem Füßen im Sand und dem Laptop auf dem Schoß ein erfüllendes und absolut außergewöhnliches Leben führen!

Ich weiß, wie schwierig es ist, ungewöhnliche Pläne in die Tat umzusetzen. Selbst, wenn Du keine Zweifel zulassen möchtest, schleichen sie sich immer wieder ungebeten ein. Aber denke daran: Du bist stärker als jeder Zweifel, und was Du Dir vorgenommen hast, ist genau das Richtige für Dich! Falls Du doch mal zögern solltest, habe ich natürlich auch dafür ein paar ganz konkrete Tipps. Damit machst Du es Dir leichter, durchzuziehen, was Du ohnehin machen möchtest.

Mache es Dir selbst schwer, einen Rückzieher zu machen, indem Du möglichst vielen Menschen in Deinem Umfeld von Deinen Plänen erzählst. Zum einen werden Pläne immer konkreter, wenn Du darüber sprichst, und Du kannst Dir noch genauer vorstellen, wie alles werden wird. Zum anderen wirst Du viel positive Verstärkung erfahren, wenn Du Freunden und Familie von Deinem Vorhaben erzählst. Du wirst überrascht sein, wie sehr sie Dich unterstützen werden. Der Grund dafür ist einfach: Du lebst nicht nur Deinen, sondern auch ihren Traum. Auch nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache, dass Du mit Deiner Ankündigung quasi ein Versprechen gibst. Und das wirst Du auch einlösen. Schließlich möchtest Du ja nicht allen erzählen, dass Du Deine Pläne doch geändert hast und lieber ein ganz normales Leben führen möchtest.

Erstelle dir einen Notfallplan. Während Dein Ausstieg immer näher rückt, wirst Du immer wieder das erleben, was ich AWW-Momente nenne. AWW steht für „Aber was, wenn“ und auch Du kennst die Fragen, die mit diesen Worten anfangen. „Aber was, wenn ich keine Aufträge bekomme?“ „Aber was, wenn mir das Geld ausgeht?“ „Aber was, wenn alles total doof ist?“ Manche dieser Fragen entstehen einfach aus Unsicherheit, aber auf manche solltest Du eine Antwort parat haben, wenn sie kommen. Die einfachste Antwort dabei ist meist Geld. Mit einer kleinen finanziellen Notreserve lassen sich viele AWWs in ihre Schranken verweisen. Wenn Du etwas Geld auf der Seite hast, auf das Du nur in Notfällen zurückgreifst, gehst Du mit einem deutlich besseren Gefühl im Bauch. Und vor allem gehst Du auch wirklich.

Bestärke Dich selbst jeden Tag in Deinem Vorhaben. Stelle Dir bildlich vor, wie Du am Strand sitzt und arbeitest oder wie Du durch die Welt reist und tolle Menschen triffst. Je lebhafter Deine Vorstellung ist, desto realistischer fühlt sie sich an. Und das führt dann dazu, dass Du selbstverständlich Deine Pläne in die Tat umsetzet – schließlich siehst Du ja schon alles vor Dir.

Digitaler Nomade

Digitaler Nomade

Es ist erstaunlich, aber viele Menschen haben gelernt, dass der Grund, sich selbst etwas Gutes zu tun, nicht ausreicht, um einen Traum zu verwirklichen. Verabschiede Dich am besten jetzt sofort von solchen Gedanken. Schon allein, wenn Du das erreichst – wenn Du Dich in Zukunft selbst wichtiger nimmst und für Dich und Deine Träume einstehst – hat das digitale Nomadentum Dein Leben unendlich bereichert – und das, bevor es überhaupt richtig losgegangen ist.

 


Die Top 10 Gründe, ein digitaler Nomade zu sein

Wenn Du bis hier hin gelesen hast, bist Du wahrscheinlich ohnehin davon überzeugt, dass das digitale Nomadentum genau Dein Ding ist. Und Du möchtest am liebsten sofort loslegen. Keine Sorge, das tun wir gleich. Vorher möchte ich Dir aber noch zeigen, wie viele Vorteile ein Leben als digitaler Nomade mit sich bringt. Denn wie bei allen großen Projekten ist Motivation und Überzeugung enorm wichtig, um bis zum Ende durchzuhalten und auch mal Durststrecken durchzustehen. Einige der Gründe waren bestimmt der Auslöser dafür, dass Du dieses Leben wählen möchtest. Aber ich bin sicher, Du kennst nicht alle tollen Seiten dieses Way of Life. Daher hier für dich zusammengefasst die zehn besten Gründe dafür, als digitaler Nomade durch die Welt zu reisen.

#1: Work und Life sind wirklich in Balance

Menschen, die bei einem „normalen“ Job von Work-Life-Balance sprechen, meinen damit, dass sie an den Abenden und an den Wochenenden auch mal Zeit für andere Verpflichtungen haben, sich um Wohnung und Auto kümmern können und die Todo-Liste im Büro gegen die Zuhause austauschen. Und klar, hin und wieder ist auch ein Bier mit Freunden drin. Von Balance kann aber gar keine Rede sein, denn wenn Du einen Vollzeit-Job hast, verbringst Du automatisch die meiste Zeit Deines Lebens mit der Arbeit, dem Weg zur Arbeit oder Vor- und Nachbereitung der Arbeit. Wenn Du die gesamte Zeit zusammenrechnest, die du physisch oder gedanklich im Büro zubringst, wird Dir schnell klar, dass Deine wirklich freie Zeit minimal ist.

Noch deutlicher wird das, wenn Du dir Dein Leben in Summe anschaust. Die gesamte Zeit zwischen Kindheit und Rente ist der Berufstätigkeit gewidmet – also Deine besten und wertvollsten Jahre. In der Kindheit und Jugend lernst Du, um anschließend fast Deine gesamte Zeit in einen Job zu stecken. Drei Wochen im Jahr bist du vielleicht im Urlaub und kannst „abschalten“. Aber allein dieses Wort sagt schon, dass der Großteil deines Lebens etwas ist, was Du nicht für Dich tust, sondern weil man es eben so macht. Wenn Du dann endlich das Rentenalter erreicht hast, darfst Du dann die Früchte Deiner Arbeit genießen. Die Zeit, in der Du das in vollen Zügen hättest tun können, ist allerdings vorbei.

Als digitaler Nomade bist Du dir völlig bewusst darüber, dass Du arbeitest, um zu leben, und nicht umgekehrt. Die Zeit, die Du benötigst, um Geld zu verdienen, reduzierst Du entweder auf ein Minimum oder – und das ist noch besser – Du füllst sie mit einer Arbeit, die wiederum Dich erfüllt. So erreichst Du wirkliche Work-Life-Balance.

#2: Du brauchst keine speziellen Vorkenntnisse.

Vielleicht denkst Du, dass nur Menschen mit bestimmten Berufen oder in einem bestimmten Alter das Zeug dazu haben, digitaler Nomade zu werden. Das stimmt nicht. Klar, der Begriff „digitaler Nomade“ beinhaltet schon, dass man in einem digitalen Beruf von unterwegs arbeitet. Denn nur das verschafft einem wirkliche Unabhängigkeit und Freiheit.

Du musst aber kein Web-Designer oder Software-Entwickler sein, um von unterwegs mit dem Rechner tätig werden zu können. Welche Möglichkeiten es gibt, auf Reisen gutes Geld zu verdienen, erkläre ich Dir später in meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung.

#3: Du brauchst weniger Geld, als Du denkst.

Keine Sorge, Du musst nicht Deine Großeltern beerben oder im Lotto gewinnen, um Dir Dein Leben als digitaler Nomade leisten zu können. Zum einen willst Du ja unterwegs arbeiten und Geld verdienen, so dass Du zunächst einmal „nur“ Deinen Wohnsitz verlagerst (und Dein ganzes Leben umkrempelst, okay).

Aber selbst, wenn mal nicht alles so läuft, wie Du es Dir wünschst oder wenn Du einfach mal ein paar Wochen lang die Seele baumeln lassen willst, kannst Du das einfacher als zuhause. Denn die Lebenshaltungskosten in vielen Ländern wie Thailand, Sri Lanka oder auf dem südamerikanischen Kontinent sind deutlich niedriger als bei uns. Selbst, wenn Du wenig oder gar kein Erspartes hast, kannst Du von Deinem Einkommen dort lange leben. Denn Deine Tätigkeit als digitaler Nomade bezieht sich ja auf den heimischen Markt. Wenn Du digitale Dienstleistungen im deutschsprachigen Raum anbietest, wirst Du auch so bezahlt, als würdest Du in Deutschland leben. In vielen anderen Ländern der Welt gibt es solche Verdienstmöglichkeiten nicht, so dass Du Deinen Lebensunterhalt locker bestreiten kannst.

#4: Dir stehen (fast) alle Türen offen.

Im globalen Passport Ranking (passportindex) landet der deutsche Pass auf Platz 1. Der österreichische und der Schweizer Pass folgen dicht dahinter. Es gibt also kaum andere Pässe auf der Welt, mit denen Du problemlos in so viele Länder reisen kannst wie mit diesen dreien! Etliche Länder können sogar ohne Visum besucht werden. Das ist keineswegs selbstverständlich. Viele Angehörige anderer Nationalitäten benötigen Visa für manche Staaten oder haben bei der Einreise möglicherweise Schwierigkeiten.

Dies ist ein Punkt, an den man im Vorfeld vielleicht gar nicht denkt, der aber enorm wichtig ist. Denn mit dem richtigen Pass kannst Du deine Zelte auch kurzfristig abbrechen und in ein anderes Land reisen. Du kannst die Jahreszeiten immer an den besten Orten verbringen und musst dich nur ganz selten darum kümmern, ein Visum zu erhalten. Und mal Hand aufs Herz: Hast Du das bisher wirklich genutzt? Wahrscheinlich nicht, oder zumindest nicht os, wie Du es gerne würdest. Als digitaler Nomade kannst Du nun endlich die Reisefreiheit, die Du durch Zufall erhalten hast, wirklich ausnutzen.

#5: Du lernst interessante Menschen kennen.

Im Alltag ist es oft schwierig, neue Menschen kennenzulernen. Meist bist Du unter Zeitdruck, traust Dich vielleicht nicht, und kennst sowieso schon genügend Menschen. Wenn Du als digitaler Nomade unterwegs bist, ist das anders. Du gehst mit mehr Zeit und einer offeneren Einstellung in den Tag, und das merken Menschen. Sie sprechen Dich an und wollen von Dir wissen, wie Du Deinen Tag verbringst, wie Du zurechtkommst und wie Du auf die Idee gekommen bist, alles hinter Dir zu lassen, um ein neues Leben zu beginnen. (Das würdest Du schließlich auch wissen wollen, oder?)

Und auch Du gehst automatisch eher auf Leute zu als zuhause, selbst, wenn Dir dies bisher nicht so liegt. Denn wenn Du auf Dich gestellt durch die Gegend reist, wirst Du immer in Situationen kommen, in denen Du die Unterstützung anderer brauchst, und sei es nur, weil Du den Weg zum nächsten Supermarkt nicht kennst. Und von Mal zu Mal wirst Du offener, selbstsicherer und geübter darin, dich mit Fremden zu unterhalten. Schließlich ist jeder neue Mensch, den Du auf Reisen triffst, ein potenzieller Freund. Das ist eine wunderbare Einstellung, die Du Dir zuhause vielleicht auch wünschst, aber aufgrund von Stress und fehlender Zeit nicht immer einhalten kannst. Aber mit Stress und fehlender Zeit hast Du in Zukunft als digitaler Nomade ja eh nichts mehr am Hut!

#6: Du kannst Dich um Dich selbst kümmern.

Sei ehrlich: Wann immer die Zeit knapp ist und es verschiedene Prioritäten in Einklang zu bringen gibt, gibt es immer eins, das Du noch vernachlässigen kannst: Dich selbst! Du wolltest schon lange eine neue Sprache lernen? Ein Buch lesen, dass Dir Dein bester Kumpel empfohlen hat? Oder einfach nur neue Ideen entwickeln, wie Du Dein Leben weiter verbessern kannst? Das sind alles gute Vorhaben! Nur hast Du sie wahrscheinlich bisher immer auf später vertagt, weil es Wichtigeres gab oder Du Dich dazu verpflichtet gefühlt hast, Deine Zeit so einzusetzen, wie andere es von Dir erwarten.

Wenn Du digitaler Nomade bist, endet das ganz automatisch. Denn sowohl durch Deine freie Arbeitszeiteinteilung als auch durch die räumliche Distanz zu allem, was Dein Leben bisher bestimmt hat, wirst Du zum einzigen Herr über Deine Zeit. Das hört sich doch super an, oder? Und dadurch, dass Du Dich nicht den ganzen Tag abrackern musst, um Wohnung, Auto und ab und an einen Kneipenbesuch zu bezahlen, kannst Du Dir Zeit für all das nehmen, was leider viel zu lange auf der Strecke geblieben ist. Vor allem also für Dich selbst.

#7: Du hast zuhause etwas zu erzählen.

Natürlich hast du auch als digitaler Nomade weiterhin Verbindungen nach Hause. Deine Familie und Deine Freunde wollen schließlich wissen, was Du so erlebst. Und da wird es einiges zu erzählen geben. Denn dadurch, dass Deine Tage nicht wie zuhause einer festen Struktur und einem geregelten Ablauf unterliegen, sondern Du jeden Tag aufs Neue formen und gestalten darfst, erlebst Du haufenweise Abenteuer, wie es sie heute gar nicht mehr gibt. Du kommst an Orte, die andere in ihrem ganzen Leben nicht sehen. Du lernst Kulturen kennen und beweist Dir selbst jeden Tag aufs Neue, dass Du nur Dich selbst brauchst, um im Leben das zu erreichen, was Du möchtest. Nur wenige erleben das, was Du erlebst. Aber alle hören es sich gerne an! Also fahre los, komm zurück und erzähl davon!

#8: Du lernst die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Im Alltag ist es oft schwierig, jemanden noch so richtig vom Hocker zu reißen. Die meisten freuen sich nur noch über materielle Verbesserungen. Und das hält dann nicht lange an. Als digitaler Nomade lernst Du, dass es im Leben auf anderes ankommt. Du freust Dich, wenn Du eine Arbeit abgeschlossen hast und so richtig zufrieden und stolz auf Dich bist. Du berauschst Dich an der Natur um Dich herum und flippst vor Begeisterung aus, wenn das WLAN richtig schnell ist. Momente, in denen Du dankbar und froh bist, gibt es zuhauf als digitaler Nomade. Denn Du führst ein Leben, das Du dir selbst ausgesucht hast.

#9: Du wirst ein anderer Mensch.

Digitales Nomadentum ist erst ein Begriff, seit es überall auf der Welt schnelle Internet-Leitungen gibt. Daher kann es natürlich noch niemanden mit zwanzig oder dreißig Jahren Erfahrung als digitaler Nomade geben. Niemand weiß also, ob man diese Art zu arbeiten, leben und reisen wirklich sein ganzes Leben lang fortsetzen möchte. Aber das musst Du auch gar nicht. Vielleicht hast du nach fünf Jahren Weltenbummeln genug davon und möchtest sesshaft werden. Dann kannst Du das selbstverständlich tun! Und es wird Dir leichter fallen als jedem anderen, der eine große Veränderung im Leben angeht. Denn als digitaler Nomade machst du Erfahrungen, die Dir Dein ganzes Leben nützlich sein werden. Du wirst selbstsicherer, weltgewandter, kannst besser mit anderen Menschen umgehen und weißt, wie Du mit wenig Mitteln ein tolles Leben führst. Und das sind hervorragende Eigenschaften und Fertigkeiten, egal, was Du im Leben noch vorhast. Und genau darauf bereitet dich das digitale Nomadentum vor. Falls Du je damit aufhören willst.

#10: Digitales Nomadentum macht glücklich

Das Gallup Institut bringt jedes Jahr eine Studie heraus, in der erfasst wird, was Menschen bei der Arbeit zufrieden und glücklich macht. Wichtigste Faktoren – neben der Sicherheit des Arbeitsplatzes – sind dabei Work-Life-Balance und die Möglichkeit, etwas zu tun, was man gut kann. Beides kann man nirgends so gut erreichen wie als digitaler Nomade. Wahrscheinlich denkst Du jetzt: „Ja, klar, aber das „erkaufe“ ich mir, indem ich meinen sicheren Job aufgebe.“ Ich bestreite das ganz entschieden. Kein Job ist wirklich sicher. Die Dotcom-Blase und die Karstadt-Insolvenz haben gezeigt, dass jedes noch so große und erfolgreiche Unternehmen pleite gehen kann. Damit platzt dann auch die Illusion vom sicheren Job.

Wirkliche Sicherheit erlangst du nur dann, wenn Du Dich auf Dich selbst verlässt und Dir etwas aufbaust, was wirkliche Stabilität verspricht, die Du auch selbst kontrollieren kannst. Du weißt nicht, was in der Politik passieren wird oder welche Branchen in Zukunft boomen werden. Aber Du kannst daran arbeiten, Deine Fertigkeiten zu erweitern und Dir ein Netzt aus Auftraggebern aufzubauen. Dann hast Du nicht nur einen guten, sondern auch einen sicheren Job als digitaler Nomade. Und das macht glücklich.

 


Fazit zum Digitalen Nomaden

Das Internet hat uns die traumhafte Möglichkeit beschert, von überall auf der Welt aus zu arbeiten. Mit Rechner, Internet-Leitung und Online-Business machen sich immer mehr Menschen auf den Weg ins digitale Nomadentum. Auch Du kannst diesen Weg gehen! Die Erfüllung, die das mit sich bringt, die Abenteuer, die Du erleben wirst und die Unabhängigkeit und Freiheit, die Du Dir dadurch selbst schenkst, öffnen Dir die Möglichkeit zu einem völlig neuen Leben.

Du willst digitaler Nomade werden? Du kannst es! Starte noch heute, Du hast es Dir verdient!

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei, deine Ziele deutlich schneller zu erreichen. Was wir machen ist kein Schakka Motivationstraining, nein, wir gehen gemeinsam in die Umsetzung, an deine Fitness, deinen Erfolg, deine Ziele, deine Motivation und dein wundervolles Leben. Schreib mir einfach!

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