Verkaufen // Martin Limbeck

Verkaufen // Martin Limbeck

Die Geschichte von Martin Limbecks Karriere

Chris: Du erzählst auf der Bühne in deinen Veranstaltungen Geschichten. Du benutzt ja auch Geschichten im Verkauf. Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen. Was ist deine Geschichte? Wie bist du zu dem geworden oder wie bist du dahin gekommen wo du heute stehst?

Martin: Das ist natürlich eine lange Geschichte. Rückblickend war ein entscheidender Faktor, dass Schule und Ich nicht so viel gemeinsam miteinander hatten und die sich da wenig um mich gekümmert haben. Ich hatte eine gute Referendarin, die hatte gesagt: „Junge, wenn aus dir mal was werden will, dann geh mal ein Jahr nach Amerika.“ Also ging ich zu meinem Dad uns sagte „Du, Dad, ich brauche 12.000 Mark.“ und da sagt er „Und wo kriegst du die her?“ und da wusste ich schon mal er ist raus. Dann bin ich zu Oma gegangen, väterlicherseits, alles Bergmannsleute, wir kommen gebürtig aus Essen, und ich sag: „Oma ich brauch Kohle, aber nicht die die Opa abgebaut hat, sondern nur bares ist wahres, 12.000 Mark, ich will ein Jahr nach Amerika.“ IST Sprachreisen, gibt es heute noch. Das war dann auch so, ich musste dann so einen Test machen. Ich bin durchgefallen, sagt der Prüfer „Sagen sie mal junger Mann, wie wollen sie denn ein Jahr in Amerika überleben?“ und schlagfertig war ich damals schon und sagte „Wissen sie, wenn ich es könnte, müsste ich ja nicht hin.“ Sagte er „Gut, wir nehmen Geld, schicken wir dir.“
In der Nachbetrachtung war das Jahr Amerika, ich bin an eine nicht so tolle Familie gekommen, ich habe ein sehr harmonisches tolles Familienumfeld bin sehr eng mit meinen Eltern, wir sehen uns regelmäßig, fahren zusammen in den Urlaub und da war eher die Ehe auf der Kippe, dem 6-Jährigen sollte ich Deutsch beibringen, ich habe es erstmal mit deutschen Tugenden probiert: Disziplin und Ordnung. In der Nachbetrachtung habe ich mich dann durchgekämpft. Was mir Amerika aber gegeben hat, war dieses optimistische, dieses think big. Think big or go home. Große Bilder machen, du kannst alles im Leben erreichen. Natürlich mit 17, wenn du an der Schule bist, ist dir das so noch nicht klar, aber ich habe zum Beispiel schon erreicht: In Amerika habe ich die 11te Klasse übersprungen, ich habe also einen Highschool Abschluss gemacht wie jeder Amerikaner auch. Senior Year, weil die hatten eine Vertrauenslehrerin, ein paar Immigranten und ich habe so einen Test machen müssen für New Jersey, ob ich denn passe. Den habe ich bestanden. Und so habe ich dann erst einen richtigen Abschluss gemacht wie jeder Amerikaner auch. War nicht vorgesehen, war der Hammer. Du durftest auch keinen Autoführerschein machen – ich habe für 100 Dollar den Autoführerschein gemacht. Das geht ja in Amerika ein bisschen anders. Im Sportunterricht machst du die Theorie und fährst irgendwann mal auf den Übungsplatz, musst einparken, rückwärts, vorwärts und dann hast du den Führerschein. Böse Zungen behaupten das würde heute noch sichtbar sein bei mir.
Und das war so der Durchbruch, da habe ich irgendwie gemerkt, Ok, mein Vater war selbstständig und dann Geschäftsführer eines mittelständischen Konzerns, er hat sein Leben lang Tresortüren und Tresore verkauft an große Banken, Sparkassen, Volksbanken, und der sagte mir er ist kein Verkäufer, aber ich fand schon immer er war ein guter Verkäufer und so habe ich gelernt, im Verkaufen kannst du dein Gehalt selbst bestimmen, Lehre als Großhandelskaufmann gemacht, kurze Story, dann sofort in den Außendienst gegangen, mit 19 Kopierer verkauft und dann, ganz offen gesprochen, mit 27, ich kam in dem Konzern nicht weiter. Ich habe festgestellt, durch ein grafologisches Gutachten nicht führbar. Mein Chef war neidisch, weil ich mehr verdient habe als er, weil bei uns wurde eben 80% über Tantiemen bezahlt, sehr leistungsorientiert, und ich habe eben extrem gut verkauft mit meinem Team und war dann zum Schluss auch in der Führungsebene und hab dann gesagt: „Was machst du denn jetzt?“ und dann hatte ich 3 Angebote.
Mit einem Kollegen zusammen Immobilien machen, da kannte ich mich nicht so aus, mein Vater war selbstständig, betrogen worden vom Partner, er sagte immer mach was alleine.
Zweite Möglichkeit: Mit demselben Kollegen überlegt einen Kopierer Laden in den neuen Bundesländern zu machen, dann wäre ich wahrscheinlich heute auf Hawaii.

Der dritte Punkt war Trainer werden, weil wir sind extrem gut geschult worden in der Kopiererbranche. War fast jedes Quartal auf einem Verkaufs- oder Managementseminar und da gab es eben einen Trainer, diesen Peter Volke, der reizte mich. Der hatte ganz feine Uhrmacherhände, Führungskraft gewesen, Institut für Wirtschaftspädagogik. Und dann bin ich da Partner geworden. Ein Hauptpunkt war aber, ganz offen gesprochen: damals war ich noch extrem geldgetrieben. Ich habe sehr viel Geld verdient in der Kopiererbranche, durch diesen hohen Leistungsanreiz, wie zu damaligen Zeiten wahrscheinlich ein Vorstand einer mittelgroßen deutschen Bank zu D-Mark Zeiten. Und das wollte ich irgendwie halten. Ich wusste du kannst da auch ganz viel Geld verdienen und war nach 2 Jahren von 10 Trainern der erfolgreichste und erst später sind dann so die Dinge gekommen, du willst den Menschen was mitgeben und da sind halt viele Erlebnisse, viele Ausbildungen – ich hab mit Heilern gearbeitet, ich hab mit Schamanen gearbeitet, ich hab viel gemacht, weil ich immer auf der Suche war. Mein Bruder ist Psychologe und er sagte, „Junge wann hörst du denn endlich auf danach zu suchen warum du so bist wie du bist? Nimm dich doch mal so wie du bist.“ Und das treibt mich auch heute noch. Ich bin ein sehr werteorientierter Mensch, gerade Familie ist mir wichtig und heute ist mir wichtig Menschen was zu geben, weil ich eben gelernt habe, war schon in Amerika so, ich habe es nur nicht umgesetzt: Erst schaufeln, dann scheffeln.
In meiner jugendlichen Zeit durch den Fokus, ich hab so einen Trigger, wir haben ja alle in uns drin: Von was weg, oder zu was hin, und mein Trigger war einfach von was weg. Ich wollte nie Arm sein, ich wollte nie schlechte Klamotten haben, ich wollte kein kleines Auto fahren, also ich war eher getrieben von was weg. Das hat mir auch viele Herausforderungen gebracht damals, von Arroganz her. Und ich habe auch mal einen Seminarteilnehmer früher getötet im Seminar, wenn der Spruch gut war. Passiert mir heute nicht mehr, vielleicht hat das auch was mit dem Alter zu tun. Ich bin letztes Jahr 50 geworden und viele Dinge siehst du halt viel entspannter heute und heute geht es mir darum was aufzubauen, Menschen was mitzugeben. Ich habe auch ganz viele die mir bei Facebook oder Xing schreiben, ich war vor 20 Jahren bei ihrem Seminar, sie waren zwar nicht unbedingt mein Typ, aber ich habe bei keinem so viel gelernt. Und heute schreiben sie eben auch, Mensch, war das beste Seminar und sie sind menschlich auch Klasse, weil ich mich halt entwickelt habe.

Was Menschen im Verkauf mehr machen müssten

Chris: Ja und das wächst immer. Du bildest ja auch Verkaufstrainer aus, du reist durch die ganze Welt, was sind denn so – vielleicht kannst du es auch in 3 bis 5 Schlagwörter auch greifbar machen, was sind denn so die größten Fehler die Menschen im Verkauf machen?

Martin: Ich bin nicht so der fehlerorientierte, lass uns das Ding umdrehen und sagen, was müssten sie mehr machen?

Chris: Ja, okay. Dann dreh es um.

Martin: Ich glaube ein Punkt warum viele im Verkauf scheitern ist nach wie vor der Fleiß. Die Disziplin und die höfliche Hartnäckigkeit an Kunden und Situationen dranzubleiben, weil viele Verkäufer und Verkäuferinnen sagen mir auf dem Seminar: „Herr Limbeck, wie hartnäckig darf ich denn dran bleiben? Ich möchte dem Anderen ja nicht auf den ***** gehen.“ Diese Programmierung habe ich schon nicht mehr, weil ich habe eine tolle Dienstleistung, ich habe ein tolles Produkt, das muss meine Denke als Verkäufer sein, und ich weiß der Kunde braucht es. Natürlich gibt es eine Grenze. Nur ich glaube die meisten Verkäufer und Verkäuferinnen geben viel zu früh auf. Von mir gibt es ja diesen Spruch: „Das Einzige was du im Leben aufgeben kannst ist ein Brief oder ein Päckchen.“ Manchmal reicht auch eine Adresse. 3 Monate liegen, sage ich den Teilnehmern. Und dann rufe ich mal wieder an und sage: „Mensch, ja, Herr Ley, wir waren ja im Gespräch vor 3 Monaten. Jetzt habe ich nichts mehr von Ihnen gehört, ich war ein bisschen irritiert, ich wollte mal nachhaken: Wie kommen wir denn wieder ins Gespräch?“ Ganz nett, ganz freundlich. Manchmal sage ich auch 3-mal auf die Mailbox, so nach dem dritten Mal Anrufen: „Mensch, Herr Ley, sie wollen bestimmt jetzt mal meine höfliche Hartnäckigkeit testen. Kann ich ihnen sagen, mein zweiter Vorname ist Hartnäckigkeit. Sie wollen bestimmt auch nur einen starken Verkäufer an ihrer Seite haben, der nicht nur in der Akquise an Ihnen dran bleibt, sondern später auch bei der Betreuung und deswegen rufe ich sie nochmal an und werde es nächste Woche wieder probieren. Es ist einfacher sie rufen mal kurz zurück.“
Also das ist so ein Punkt.
Und, den großen Fehler, den ich bei vielen bemerke, wenn wir dann doch mal bei Fehler sind, ist gerade bei jüngeren Verkäufern: „Ja, verkaufen will ich ja nicht ewig machen. Irgendwann will ich ja auch Verkaufsleiter werden.“ und Verkauf ist eine Einstellungssache. Ich sage heute noch ich bin Verkäufer der zufällig Tranings und Speaking macht. Ich bin Unternehmer, das war mir immer wichtig, weil in unserer Branche gibt es viele Einzelunternehmer, was fein ist, ohne Wertung, für mich war aber immer wichtig, ich wollte was Größeres gestalten und, wir sehen es heute auch, in der Digitalisierung, wir haben schon eine Online Akademie, wir haben eine Software entwickeln lassen für die Online Akademie, wir bauen heute Online Akademien für Kunden, wir bringen blended und Präsenz zusammen, ich bin ein riesen Verfechter von Offline und Online, nur so funktioniert es. Aus meiner Sicht in B2B, wo wir zu 95% zu Hause sind. Ich habe auch offene Seminare und auch eine Online Akademie wo sich jeder Einzelne, auch du anmelden kannst. Aber unser Hauptgeschäft ist das B2B und wird es auch immer bleiben.

Martin Limbecks Online Akademie in der Praxis

Chris: Wo du jetzt gerade die Online Akademie ansprichst: Klar, Verkaufen lernen die Menschen dort, aber was konkret? Was sind so die Schritte die die Menschen in der Online Akademie durchlaufen?

Martin: Ich habe mein komplettes Wissen, also vielleicht auch long story short: Einer meiner Headcoaches kam auf mich zu vor vielen Jahren und sagte: „Martin wir müssen jetzt auch mal das Thema Online mache.“ Ich war da eher skeptisch und sagte mir: „Mensch, Rolf (Das war der Rolf Bielinsky), sei mir nicht sauer, so viele sind daran gescheitert.“, sagt er, „Aber das ist nicht unsere Denke.“ – also haben wir lange gesucht, Technikpartner, leider auch mit dem falschen Technikpartner uns ins Boot erstmal gesetzt, wobei es dann doch die richtigen wieder waren, weil wir viel darüber gelernt haben wie wir es in Zukunft besser machen. Hat halt Geld gekostet, Lernen kostet oft auch Geld.
Jetzt haben wir verstanden wie das wirklich funktioniert und wie Menschen didaktisch richtig lernen. Und was haben wir gebaut? Wir haben eine Online Akademie gebaut. Ich hab mein komplettes Wissen aus den letzten 30 Jahren Vertrieb in 50 Videos gepackt, 50 Kapitel von Einstellung, was ja auch dein Thema ist, über Motivation, Bedarfsanalyse, Fragetechnik, Preiseinwände, Telefonakquise, Empfehlungsmarketing, Reklamationsmanagement, also alles was im Verkaufszyklus so drinnen ist. Workbook. Dann musst du auch eine Selbsterfahrung machen. Und dann kriegst du am Ende auch von uns noch eine Lernkontrolle, um zu gucken wie gut du es umgesetzt hast. Und die Idee ist: Du kannst immer zurücklernen, nie vor. Du kannst also kein cherry picking machen du musst einmal den Prozess durchlaufen, kannst ja selber mal hereinschauen, wenn du einfach eingibst angebot.martinlimbeck.de, da haben wir einen Testzugang ohne Berechnung, da kannst du mal hereinschauen und dir selber das ganze anschauen, und das Verknüpfen wir heute auch sehr stark mit Kunden die, zum Beispiel: wir haben ein Autohaus, der hat eben „nur 17 Verkäufer“, und der sagt eben „Mensch Limbeck, ich kann keine Hälfte der Mannschaft den ganzen Tag oder 2 Tage aus dem Autohaus ziehen.“ also was machen wir mit dem? Der ist mit allen seinen Mitarbeitern in der Online Akademie und alle 2 Monate ist ein Trainer von mir im Haus und trainiert mit den Leuten Halbtagesweise und super. So kriegen wir auch mein know-how, aber anders eben als in 4-mal 2 Tagen wie früher vielleicht.

Wie Martin Limbeck sich motiviert

Chris: Ja absolut und ich glaube das ist auch genau der Trend. Den Link packen wir erstmal noch unter das Video drunter, wer jetzt Interesse hat mal kurz zu schnuppern und dann auch zu bleiben, der geht dann am besten direkt über den Link da rein. Gerade diese Digitalisierung, den Zugriff – Ich kann halt nicht die ganze Mannschaft einmal mit Monat raus schicken, jeder kann in seinem Lerntempo zu den Zeiten, wo er halt gerade Zeit hat, unter der Woche, Abends oder auch am Wochenende rein gucken – und gerade das ganze methodisch didaktische, total sinnvoll. Absolut.
Noch eine Frage zum Thema Motivation: Bei dir läuft es ja zurzeit richtig gut, du hattest ja gerade angesprochen: auch du hast Lernerfahrung die Zeit und Geld kosten.

Martin: Es läuft immer gut. Nur, dass wir nochmal gesprochen haben Chris. Bei mir läuft es seit 26 Jahren gut, bei mir läuft es nächstes Jahr noch besser im übernächsten Jahr noch viel geiler – an 2020 darf ich gar nicht denken. 2025, Hammer Jahr!

Chris: Genau richtig. Wenn du dich jetzt zurückerinnerst, wie motivierst du dich in diesen Phasen, dass du selber dir das sagen kannst? Wie motivierst du dich?

Martin: Also nochmal: Ich bin ja auch eng befreundet mit Steffen Kirchner, der ein sehr schönes Buch geschrieben hat wie ich finde, „Totmotiviert?“ und ich finde eine Sache sehr schön, das ging mir schon immer im Markt so ein bisschen auf den Zeiger, nachdem ich erwachsener geworden bin in dem Markt: „Chris du kannst alles schaffen in deinem Leben du musst nur wollen!“, das ist eben nicht so. Schau ich bin eben 1,87 Meter groß, je nach Trainingsphase habe ich, wenn es gut läuft zwischen 91 Kilo bis 105, ich habe mein Leben lang schon Gewichtsschwankungen und wenn ich mir als kleiner Junge vorgestellt hätte, was ich gern geworden wäre, Formel 1 Rennfahrer in so einem Ferrari wäre sensationell gewesen, dann hätte ich leider gefailt. Warum? Weil meine Maße für so ein Formel 1 Cockpit nicht unbedingt geeignet sind. Ich war 2 Jahren mit Freunden und Kunden in Abu Dhabi und dann haben wir beim Fahrerpaddock gestanden, die gingen mir alle bis zur Brust. Außer Damon Hill der ist so 1,70 Meter, ja der, der heute Kommentator in England ist. Das heißt also ich kann eben nicht alles schaffen, ich hätte im Rennsport aber trotzdem Karriere machen können mit Bergrennen, mit Ralley fahren, Walter Röhrl sehr großer Mann. Das wäre gegangen, aber das will ich damit sagen. Und das ist auch der Punkt, wenn Leute sagen „Ich bin immer gut drauf!“ Also, entschuldige mal, wenn ich eine Absage bekomme, von einem Auftrag wo ich 2 Jahre dran war, halbe Millionen, dann bin ich nicht gut drauf. Ja, sondern dann werte ich aus: was hätte ich besser machen müssen? Nur jetzt ist die Frage, und das ist die wichtige Frage für mich zum Thema Motivation: Wie schaffe ich es in solchen Momenten mich da wieder raus zu holen? Und da komme ich immer wieder auf einen Punkt zurück, den ich in meinem ersten Management Training gelernt habe, da durfte ich aufschreiben: Nimm dich selber nicht so wichtig. Das ist ein Punkt der mich extrem motiviert, und dann natürlich schon meine Frau, mein Sohn, wir haben uns einen Lebenstraum erfüllt, im letzten Jahr, wir sind nach Wesel am Niederrhein gezogen und lebe heute hier an einem Baggersee, auf den ich gerade schaue während ich mit dir hier eben das Skype Interview mache, kann angeln, das ist mein Hobby, da kann ich total herunterkommen und meine Frau sagte vor kurzem mal: „Ich hätte nie gedacht, dass du mal so ein Typ bist der im Garten was macht, ich find das total schön hier am Wochenende zu wuseln und ein bisschen was zu machen und mich motiviert eine Sache schon, die kann ich wirklich sagen: dass ich finanziell so frei bin, dass es für meine Frau, für mich und für meinen Sohn langt. Und das gibt mir schon einen Kick zu sagen: ich muss nicht mehr jedem Job hinterherrennen, was ich früher schon getan habe. Da wollte ich den Kunden auch bieten, wenn ich gemerkt habe die Chemie passte nicht, komm den krieg ich irgendwie gebogen, irgendwie mag der mich hinterher noch. Und ich darf das mal so salopp sagen: „Was shitty anfängt, hört shitty auf.“ Also sage ich da heute „Lass die Finger davon. Such du dir einen anderen Trainer und ich mir einen anderen Zirkus, weil wir sind beide viel glücklicher.“

 

Geheimtipps und Empfehlungen

Chris: Ja absolut. Sehr spannend. Jetzt kennst du die ganze Trainerbranche, du kennst die ganze Speakerbranche, du bist viel Unterwegs, in den Themen bist du Experte – was hast du noch für Geheimtipps, wo du sagst, das ist halt nicht dieses 0815 Laberrababer was du in jedem Buch bekommst, was du in jedem Programm bekommst. Hast du momentan irgendwas, was dich persönlich interessiert, wo du sagst „Hey das ist ein cooles Buch.“ oder „Guck dir das mal an, das finde ich gerade richtig geil“?

Martin: Also Limbeck Laws würde ich unbedingt lesen, sensationelles Buch.

 

Chris: Du Arsch ey! Ja natürlich das packen wir auch irgendwie unten drunter.

Martin: Schau, ich bin auch keiner von denen. Ich weiß noch wie Vera Birkenbihl – ich war einer der Wenigen, mit denen sie anscheinend konnte, weil wir haben öfters mal gesprochen. Sie war ja eine sehr besondere Persönlichkeit, wie ich fand. Und die hat ja 200 Bücher im Quartal gelesen oder so. Sehr belesen und intelligent. Ich lese zum Beispiel total wenig. Ich hör extrem viel Audio und Podcast im Auto, wenn ich unterwegs bin, zu den Zeiten wo ich nicht telefonieren kann. Ich habe eine Sache gemacht – und es ist ja alles ein Lernprozess, es gibt ja kein falsch oder richtig, weil zu der – oder vielleicht wo du was falsch gemacht hast, weil Fehler sind für mich ja sowieso nur Lehrer. So Punkt 1. Und Punkt 2: Zu der Zeit war es ja das Richtige. Jetzt nehmen wir doch mal so ein einfaches Beispiel: Ich bin das zweite Mal verheiratet. Jetzt kann man wieder statistisch sagen Zweitehen laufen für Männer besser habe ich gehört. War meine erste Frau ein Fehler? Nein sie hat mir das schönste Geschenk meines Lebens gegeben, meinen Sohn und sie war zu der richtigen Zeit die richtige Frau, weil wir haben gegeneinander das angezogen – da waren 2 Menschen im Mangel, die geguckt haben beim anderen das zu bekommen. Deswegen habe ich am Anfang, wenn ich so – Mensch, manchmal im Seminar, die schieben es auf ihre Ex-Frau, und da geht es vors Gericht und da, die ist so böse und so weiter – Hass und Liebe ist ja dieselbe Intensität. Geht nur in eine andere Richtung vom Gefühl her. Du bindest dich damit ja auch wie wir wissen heute. Deswegen gibt es das nicht. Was ich aber früher gemacht habe: Ich habe zu viel nach rechts und links geschaut was die Anderen machen. Ich konzentriere mich immer mehr auf mich und ich finde es ganz wichtig für die Trainerbranche: „Leute guckt über euren Tellerrand. Ihr braucht a) Leute außerhalb eurer Branche, um nicht in der Inzucht unterzugehen -“ Ich nehme ein Beispiel Chris, ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das Interview heute mit dir mache. Warum? Weil mir fällt gerade auf die Branche interviewt sich permanent untereinander selbst. Ja der eine Kollege den anderen Kollegen, der Kollege den Kollegen und der Kollege den Kollegen und dann macht man einen affiliate Link und dann geht man zu einem Podcast und so weiter – und da sage ich: „Seid mir nicht Böse, lasst euch doch mal was anderes einfallen.“ Das muss dann schon Spaß machen, weil ich gesagt habe: „Gut, der Chris, neues Gesicht, kenne ich so noch nicht. Mache ich mal.“ Ich glaube ich dachte früher auch überall dabei sein zu müssen, ich reduziere mich heute eher, nicht mehr überall dabei sein zu müssen. GSA, diese Trainerveranstaltung, hier treffen sich Trainer, da ist Klassentreffen … Ich könnte ja was verpassen.
Das habe ich nicht mehr. Nur das wir uns verstanden haben: Wir geben hier noch Vollgas, also ich möchte den Laden nochmal verdoppeln vom Umsatz. Nur, ich gucke außerhalb. Ich gucke was machen Unternehmensberatungen anders. Ich glaube Training und Beratung, bei uns merken wir es, laufen immer mehr zusammen. Ich gucke nach solchen Themen. Ich gucke eben, was kann ich von Unternehmern lernen? Ich habe zum Beispiel jetzt ein Podcast Format gemacht, war ganz witzig, das gabs anscheinend noch nicht. Zumindest habe ich nichts Richtiges dazu gefunden, Leaders Cafe heißt es, da interviewe ich Top Führungskräfte, eben Leader, nach ihren Führungsprinzipien, eben aus der Praxis für die Praxis. Schau nach anderen Formaten. Zu viel vom Gleichen bringt dich auch nicht weiter, weil viele sagen ja: „Lieber eine gute Kopie als ein schlechtes Original.“ ich sage lieber ein Original als eine Kopie. Dann musst du eins: Aushalten können.

Ist immer ganz witzig, Leute die mich von früher kennen, sich aber nicht mit mir beschäftigt haben, dass ich mich weiter entwickelt habe – es gibt ja auch Menschen die entwickeln sich nicht weiter – die sagen das ist doch der alte Draufklopper und das musst du aushalten können, weil viele wissen, dass es eben nicht so ist. Alexander Christiani, mein Freund, sagt immer „Harte Schale, weicher Kern.“ und die Menschen gucken zu wenig dahinter. Und als Trainer/Speaker glaube ich eine, die auch noch mehr lernen können – in meiner Wahrnehmung – ist: Unternehmerdenken. Sie sind oft Künstler. Und Künstler leben oft wie wir wissen von der Hand in den Mund und das ist in unserem Business auch oft so. Ich hab vor kurzem mit meinem Freund Klaus Fink zusammengesessen und da haben wir gesagt: „Mensch, wie viele kennst du die wirklich als 1 Mann Show mit 2-3 Angestellten vielleicht wirklich erfolgreich und auch finanziell frei geworden sind“, weil, ich mach das hier ja nicht nur, weil ich eine Botschaft habe und ich glaube der Welt gutes zu tun. Am Ende aller Tage mache ich das auch um Geld zu verdienen. Wenn Menschen sagen: „Ja Geld ist ja nicht alles, Gesundheit -“ wenn ich das immer höre, alles super. Ich sage aber auch immer, wenn du keine Geldenergie hast, und sagst – Geld ist Freiheit, für mich ist Geld Freiheit – ja, dann wird Geld nie zu dir kommen, weil Law of Attraction, Gesetz des Universums, wie sollst du Geld anziehen, wenn du keine Geldenergie hast? Und warum spielen 20 Millionen Menschen jeden Samstag Lotto?

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei, deine Ziele deutlich schneller zu erreichen. Was mir machen, ist kein Schakka Motivationstraining, nein, wir gehen gemeinsam in die Umsetzung, an deine Fitness, deinen Erfolg, deine Ziele, deine Motivation und dein wundervolles Leben. Schreib mir einfach!

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