Redeangst überwinden – was hilft?

Redeangst überwinden – was hilft?

Redeangst wird auch als Logophobie bezeichnet. Diese Angst kann den Betroffenen sinnwörtlich die Sprache rauben. Für die meisten Menschen erfordert es eine große Überwindung, vor Publikum zu reden, während es für andere zu einer regelrechten Qual werden kann. Für Außenstehende wirkt diese Angst hingegen oft wie Unsinn.

Welche Ursache hinter der Redensangst steht und wie Sie sie endgültig überwinden können, erfahren Sie hier.

Lampenfieber ist völlig normal

Lampenfieber gehört auch nach jahrelanger Erfahrung für jeden geübten Redner zur Normalität. Die Menge der gehaltenen Vorträge ändert nichts daran, dass ein Kribbeln im Bauch und auch das gelegentliche Auftreten von feuchten Händen völlig normal sind.

Immerhin hat das Lampenfieber auch positive Seiten: Die Nervosität und Anspannung sorgen dafür, dass der Vortrag besser wird. Der Grund dafür ist, dass sie Produktion von Adrenalin steigt und das Gehirn so zu Höchstleistungen befähigt. Dadurch steigen Konzentration und Aufmerksamkeit und der Körper wird besser mit Energie versorgt.

Redeangst ist nicht gleich Lampenfieber

Während sich Lampenfieber positiv auf einen Vortrag auswirkt, erzeugt die Redeangst ein Gefühl der Panik. Es erscheint den Betroffenen unmöglich, zu sprechen, oder überhaupt nur vor die Zuhörer zu treten.

Logophobie gehört zu den sozialen Phobien. Das Kernproblem liegt in der Angst vor sozialer Ablehnung, nämlich genau dann, wenn vor einer Gruppe von Menschen gesprochen werden muss.

Logophobie in ihrem Ursprung

Redeangst setzt sich aus mehreren Ängsten zusammen:

– Die Angst vorm ausgelacht werden: Wer unter Logophobie leidet, hat große Angst davor, sich während seiner Präsentation zu blamieren und dafür ausgelacht zu werden.

– Die Angst zu versagen: Viele Menschen mit Redensangst machen sich große Gedanken über den Inhalt ihres Vortrages. Sie befürchten, ihre Rede könnte nicht gut beim Zuhörer ankommen und daher auf Ablehnung stoßen. Diese Versagensangst führt bei manchen Menschen sogar zu Panikattacken.

– Die Angst davor, im Mittelpunkt zu stehen: Bei machen Fällen von Logophobie geht es gar nicht um den Vortrag an sich. Allein das Gefühl, von allen beobachtet zu werden und im Mittelpunkt aller Anwesenden zu stehen, kann ausreichen, um die Angst ausbrechen zu lassen. » mehr zu den verschiedenen Ängsten bei Redenangst im www.Psychic.de Portal. Im angrenzenden Forum kann man sich auch Hilfe einholen.

Logophobie überwinden: Mit diesen sieben goldenen Regeln klappt es ganz sicher!

Natürlich ist es nicht möglich, die Angst vorm Reden von heute auf morgen abzulegen. Ängste sind tief im Charakter eines Menschen verankert und wurden teilweise durch negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit geprägt. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Mensch seinen Ängsten hilflos ausgeliefert ist. Mann kann etwas gegen Redensangst unternehmen!

Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, Ihre Ängste zu überwinden:

1. Sie sind nicht allein. Machen Sie sich das bewusst

Fast jeder Mensch leidet unter Lampenfieber und die Angst vorm Sprechen ist keine Seltenheit. Ganze 40 Prozent der Menschen können nicht vor Publikum sprechen.

2. Entspannungsübungen helfen

Wenn Panik und Nervosität die Kontrolle gewinnen, helfen verschiedenste Entspannungsübungen dabei, ruhig zu bleiben und zu entspannen.

3. Ausgiebige Vorbereitung zählt

Wer sich lang genug auf dein Vortrag vorbereitet hat, wird automatisch sicherer. Außerdem sinkt mit Zunahme der Vorbereitungszeit das Risiko, dass während der Präsentation etwas schief geht.

4. Den Ängsten stellen

Um eine Angst zu überwinden, muss man sich ihr stellen. Sie sollten überlegen, woher Ihre Angst kommt und ob es in der Vergangenheit ein Ereignis gab, das dieses Gefühl hervorgerufen hat.

5. Den Zuschauern reinen Wein einschenken

Wer es schafft, den Zuhörern vor Beginn des Vortrages seine Nervosität mitzuteilen, wird auf Verständnis stoßen. Viele kennen das Gefühl der Redensangst und so wird eine Menge Stress und Anspannung vom Redner abfallen.

6. Den Blickkontakt stets aufrecht halten

Ihre Körpersprache hat Einfluss darauf, wie Ihre Mitmenschen Sie wahrnehmen. Den Blick zu Boden zu richten wird also nicht helfen, die Präsentation angenehmer zu gestalten. Stattdessen sollten Sie aufrecht stehen und den Kopf heben.

7. Nicht alles persönlich nehmen

Redner machen oft den Fehler, alles im Raum gesagte auf die eigene Person und Rede zu beziehen. So wird ein Gähnen schnell zu allgemeiner Langeweile und eine kurze Unterhaltung zweier Sitznachbarn mündet direkt in Lästern. Sie sollten nicht alles direkt auf Ihren Vortrag beziehen und als negativ einstufen.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar