Motivation – was ist das eigentlich?

Motivation – was ist das eigentlich?

Die richtige Motivation ist entscheidend

Was ist eigentlich Motivation?

Die Frage nach der Motivation ist nicht nur ein bekanntes Coachingthema. Sie hat bereits eine historische Dimension. Im Buddhismus wird zum Beispiel bewertet, mit welcher Motivation eine Handlung oder Nicht-Handlung von Mönchen oder religiösen Laien ausgeführt wird. Dabei wird zwischen positiver und negativer Motivation und unbekannter/neutraler Motivation unterschieden. Auch eine Entscheidung, in bestimmten Situationen nicht zu handeln, beruht auf einer bewussten oder unbewussten Motivation. Mit welcher Motivation man eine Handlung ausgeführt hat, entscheidet im Buddhismus über die karmischen Auswirkungen. Tötet man einen Menschen absichtslos, unwissentlich oder versehentlich, hat das andere Auswirkungen auf das Karma, als wenn man es absichtsvoll, gezielt und bewusst tat. Unabhängig davon ist die weltliche bzw. juristische Beurteilung eines Tötungsdeliktes. Die befürchteten karmischen Auswirkungen stärken meist die Motivation, bewusster zu handeln.

Eine andere Unterscheidung könnte man treffen, indem man eine bewusste Motivation kultiviert oder die unbewussten Motive hinter jedem Handeln und Nicht-Handeln hinterfragt. Viele Dinge im Leben tun Menschen, ohne sich ihrer Motivation bewusst zu sein. In der Wikipedia wird Motivation als die Gesamtheit aller Beweggründe oder Motive definiert, die letzten Endes eine Handlungsbereitschaft – und meist auch ein gezieltes Handeln – nach sich ziehen. Dennoch ist es schwer, den Begriff „Motivation“ genauer zu definieren. Es spielen emotionelle Faktoren ebenso hinein wie erlernte oder bestimmten Bedürfnissen entsprungene. Einerseits können Menschen ihre Motive vor sich selbst verleugnen und Gründe für ein bestimmtes Handeln oder Nicht-Handeln ins Unbewusste verschieben. Andererseits können wir bewusst an unserer Motivation in einer bestimmten Angelegenheit arbeiten.

Das Entstehen einer Motivation kann demnach komplex sein. Es können bestimmte Bedürfnisse vorliegen, die eine Grundlage für einen kräftigen Motivationsschub bilden. Beispielsweise kann jemand das Bedürfnis nach Anerkennung verspüren und deshalb Arzt werden wollen. Ein anderer kann mit einer anderen Motivation denselben Wunsch verspüren – zum Beispiel, weil er anderen helfen möchte. Die interessante Frage ist, ob und wie sich die jeweilige Motivation auf das Handeln in den kommenden Jahren auswirken wird. Gefühle und Ziele sind ebenfalls im Spiel. Beide können bewusst oder unbewusst in den nachfolgenden Entscheidungsprozess einfließen. Außerdem können sich auch verschiedene Motive vermischen.

Motivation auf Weltrekord Niveau

Welche Formen der Motivation gibt es?

Im Wesentlichen unterscheidet die Motivationsforschung zwei grundsätzlich verschiedene Motivationsformen: die intrinsische und die extrinsische. Bei der intrinsischen Motivation steht das Streben im Vordergrund, etwas ohne Eigennutz und aus selbstlosen Motiven heraus zu tun. Man tut etwas um einer Sache willen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Die extrinsische Motivation unterscheidet sich durch das Bedürfnis, etwas zu tun, weil man sich davon etwas verspricht. Hier geht es um die Erzielung positiver Ergebnisse (z. B. Belohnung, Anerkennung) oder die Vermeidung negativer Ergebnisse (z. B. Bestrafung, Kritik). In neuerer Zeit wurden zwei intrinsische und drei extrinsische Motivationsformen herausgearbeitet. Die Motivationen von Menschen werden demnach aus fünf Quellen gespeist:

  1. dem Handeln um eine Sache selbst willen (Motivation intrinsisch)
  2. dem Handeln nach eigenen Maßstäben, Werten und Standards (Motivation intrinsisch)
  3. dem Handeln aufgrund der Erwartung konkreter Vorteile und Belohnungen durch andere (Motivation extrinsisch)
  4. dem Handeln gemäß von Erwartungen, die andere an einen stellen (Motivation extrinsisch)
  5. dem Handeln gemäß von Zielen, die ein Unternehmen oder eine Organisation vorgeben (Motivation extrinsisch)

Die Motivationsforschung findet für diese Motive unterschiedliche Fachbegriffe, nämlich (in derselben Reihenfolge wie oben)

  1. interne Prozessmotivation als Motiv
  2. internes Selbstverständnis als Motiv
  3. instrumentelles Motiv
  4. externes Selbstverständnis als Motiv
  5. sowie internalisierte Ziele als Motiv.

Dabei können intrinsischen Motive auch durch die Einwirkung extrinsischer Faktoren aufgehoben, negiert oder zerstört werden.

Man unterscheidet heute außerdem Inhaltsmodelle und Prozessmodelle. Wenn man ein bestimmtes menschliches Verhalten beispielsweise auf innerpsychische Komponenten zurückführt, geht es bei den Prozessmodellen auch um die Beteiligung von physischen Faktoren. Zugrunde liegende Bedürfnisse oder Gefühle stehen hier nicht im Vordergrund. Beispiele für die Inhaltsmodelle finden sich in der Bedürfnispyramide, die Abraham H. Maslow aufstellte. Weitere wären die Leistungs-/Motivationstheorie von David McClelland, die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg oder die Motivationstheorie von Mausner & Snyderman. Beispiele für Prozessmodelle finden sich in dem Zirkulationsmodell von Lyman W. Porter und Edward E. Lawler, der Equity-Theorie von John Stacey Adams oder der Motivationstheorie von Pritchard und Ashwood.

Motivation

Anleitung, Tipps und Tricks zur Motivationssteigerung

Um Mitarbeiter in ihrer Motivation zu stärken, sollten sie mit den Unternehmenszielen vertraut gemacht werden. Ihre Identifikation mit dem beschäftigenden Unternehmen ist dann ungleich größer. Vor allem aber möchten Mitarbeiter, dass ihre Vorgesetzten Vorbilder sind. Diese sollten ihre Ideale nicht nur predigen, sondern auch selbst erkennbar leben. Menschen möchten bevorzugt sinnvolle Dinge tun. Sie wollen etwas zum Ganzen beitragen. Die Unternehmensziele sollten daher für sie nicht abstrakt, sondern plastisch und erkennbar werden. Jeder Mitarbeiter möchte autonom und nützlich sein, auch wenn seine Aufgabe nur einen kleinen Teil der Gesamtleistung im Unternehmen darstellt. Die Unternehmenskultur beeinflusst die Motivation der Mitarbeiter. Wichtig ist auch, mit wem man zusammenarbeitet. Teams, die funktionieren, arbeiten wesentlich effektiver als Einzelpersonen. Man motiviert sich im Team gegenseitig und spornt sich zu Bestleistungen an. Voraussetzung dafür ist gegenseitiger Respekt. Für die Stimmung im Team können Unternehmer einiges tun, damit es rund läuft. Dabei ist das Feedback von Vorgesetzten ebenfalls wichtig. Die Motivation eines Mitarbeiters, der sich nicht wahrgenommen und beachtet fühlt, sinkt rapide. Die Art des Feedbacks sollte positiv und unterstützend sein. Objektive Leistungsbeurteilungen und der Ansporn, etwas noch besser zu machen, steigert die Motivation von Mitarbeitern. Deren Ideen sollten als wertvoll wahrgenommen werden. Transparenz und regelmäßiges Feedback fördern die Motivation. Ein Mitarbeiter benötigt aber auch Methoden der Selbstmotivation, um eigene Ziele im Unternehmen zu erreichen.

Techniken und Methoden zur Motivationsteigerung

Seine Selbstmotivation kann man mittels verschiedener Methoden und Techniken stärken. Beispiele dafür sind

  • Motivation durch die Erstellung innerer Drehbücher oder Visualisierungen
  • Motivation durch das Aufschreiben von bereits erzielten Erfolgen
  • Motivation durch die Eliminierung von inneren Negativ-Programmierungen, die zur „self fulfilling prophecy“ werden
  • Motivation durch die Festlegung konkreter Ziele, die man erreichen möchte
  • Motivation durch die schriftliche Niederlegung von konkreten Schritten zum gewünschten Ziel
  • Motivation durch die Festlegung von Belohnungen für das Erreichen von Zielen
  • Motivation durch der „Power-Nap“, Atemübungen oder andere Entspannungsübungen zur Stressminimierung und Konzentrationsteigerung
  • Motivation durch Methoden der Selbstprogrammierung bzw. des Selbstcoachings
  • Motivation durch oder die Nutzung von To-Do-Listen und optimiertem Zeitmanagement.

Ein Unternehmer kann ebenfalls zahlreiche Methoden und Techniken nutzen, um die Motivation seiner Mitarbeiter zu stärken. Vorgesetzte können beispielsweise die Mitarbeiter fordern und ihnen mehr Eigenständigkeit bei Entscheidungen zubilligen. Je autonomer Mitarbeiter sind, desto effektiver arbeiten sie oft. Effektives Controlling ist aber trotzdem sinnvoll. Teams sind generell motivierter als Mitarbeiter, die für sich arbeiten. Weitere Beispiele für motivationssteigernde Verhaltensweisen sind

  • Respekt, Wertschätzung und Anerkennung
  • eigene Werte vorzuleben
  • Führungsstärke zu zeigen, aber auch Schwächen zugeben zu können
  • realistische Zielsetzungen, die den Potenzialen von Mitarbeitern gerecht werden
  • glaubhaftes Lob, sinnvolle Belohnungen
  • den Anschein von Willkür, Benachteiligung oder Begünstigung anderer vermeiden
  • realistisches Feedback über Arbeitsleistung, Serviceorientiertheit und Können.
  • Beteiligung von Mitarbeitern an wichtigen Entscheidungen
  • Delegierung von Verantwortung an Untergebene
  • Erweiterung individueller Handlungsspielräume
  • Know-how, Erfahrungen und individuelle Fähigkeiten von Mitarbeitern stärken und nutzen
  • Eigenmotivation von Mitarbeitern positiv wahrnehmen
  • Mitarbeitern bei kritischen Entscheidungen wie Abmahnungen, der Rücknahme von Kompetenzen oder Versetzung keinen Gesichtsverlust zuzufügen.

Bezug zur „Life Challenge“-Strategie

Die „Life Challenge“-Strategie macht es möglich, seine Motivation in jedem Lebensbereich langfristig aufrecht zu erhalten. LCS vermittelt allen Interessierten Fertigkeiten, die etwas mit Intuition, Talent oder Genialität zu tun haben. Jeder Mensch verfügt darüber. Man nutzt solche Ressourcen aber nicht immer bewusst. Mit der „Life Challenge“-Strategie kann man persön­liche Ziele leichter erreichen, weil man sie bewusster, zielgerichteter und motivierter angeht. Dazu werden in sieben Modulen Stategien entwickelt, die einzeln oder im Komplex eingesetzt werden können. Dazu gehören die Definition von Zielen oder Träumen und die Nutzung von Ressourcen wie brach liegender Talente und Potenziale. Durch die einzelnen Module der „Life Challenge“-Strategie beantworten sich viele Fragen, durch die jeder eine Klärung der persönlichen Ressourcen herbeiführen und sich ihrer bewusst werden kann. Sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen können diese vielschichtigen Strategien anwenden. Sie betreffen den Umgang mit dem Körper genauso wie den Geist oder die Seele. Das Bewusstsein für die eigenen Ressourcen wird durch die Anwendung unterschiedlicher Techniken innerhalb jedes Moduls gestärkt. Zur Anwendung kommen beispielsweise

  • im Modul „Geist“ Techniken wie „Megabrain“, „NLP“ oder die „Screentechnik“

  • im Modul „Körper“ Techniken, die Fitness-Steigerungen und Regeneration ermöglichen

  • im Modul „Kommunikation“ Techniken wie die „Landkartenmethode“ oder die non-verbale Kommunikation.

  • im Modul „Willenskraft“ geht es um effektive Gegenmittel gegen Lethargie, Ausreden oder „Verschieberitis“, sowie um das bewusste Verlassen der Komfortzone zwecks Zielerreichung.

Die „Life-Challenge“-Strategie ist das Endergebnis jahrelanger Forschungen. Diese wurden zum Teil auch von anderen vorgenommen. Eingeflossen sind Forschungsergebnisse aus der Motivations- und Persönlichkeitsforschung, der Persönlichkeitspsychologe von Stephen Reiss, der Effektivitätsarbeit von Stephen R. Covey, Anthony Robbins und Timothy Ferriss, der Gestalttherapie von Fritz Perls, der Familientherapie von Virginia Satir sowie der Psychoanalyse nach dem Modell von Milton H. Erickson. Außerdem sind wichtige Grundlagen von Judith DeLozier, Robert Dilts, Charles Faulkner, Leslie Cameron-Brandler, Steve und Connirae Andreas, David Gordon oder Tad James eingeflossen. Dadurch ergibt die „Life Challenge“-Strategie ein komplexes Tool, mit dem jeder seine Motivation bewusst steigern kann.

Zur Effektivität von Trainingsmethoden

Die Effektivität von Trainingsmethoden in Bereich der Motivation ist erfreulich hoch. Sie hängt jedoch davon ab, wie, von wem und in welchem Zusammenhang diese Strategien vermittelt werden. Der Vermittler muss sein Publikum begeistern können. Er muss es abholen, wo es gerade steht, und in sein Thema mitnehmen können. Nur wenn Mitarbeiter oder Unternehmer überzeugt sind, dass die Techniken und Methoden zur Steigerung der Motivation effektiv und sinnvoll sind, werden diese auch in ihrem vollen Umfang angewendet. Dazu sind aktive Auseinandersetzung und sinnvolle Fragestellungen zu komplexen Lebensthemen notwendig. Nur dann werden Potenziale und Möglichkeiten freigesetzt, die bisher ungenutzt waren oder nicht erkannt wurden.

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