Menschen lesen können // Vladimirs Podless

Menschen lesen können // Vladimirs Podless

Vladimir der Menschenversteher

Schön, herzlich Willkommen. Heute bei uns hier im Interview mein Freund Vladimir Podless. Vladimir, Du bist Verkaufstrainer und Du kannst noch viel, viel mehr. Du hast eine Spezialisierung, man nennt Dich auch in Geheimkreisen den „Menschenversteher“. Und das unterrichtest Du auch. Erzähl mal ganz kurz: Wie wir man Menschenversteher?

Ja, hallo Chris erst mal. Ich bin Verkaufstrainer und auch Gesichterleser und Mentalist und Menschenversteher. Was heißt Menschenversteher? Ich trainiere Menschen, wie sie in Verhandlungsgesprächen, in Verkaufsgesprächen nicht typischen Einbahnverhandlungen machen oder Präsentationstechnik und Abschlusstechnik, sondern wir machen einen Schritt davor. Bevor wir damit anfangen gibt es bei mir ein Modul, das heißt „Menschen verstehen.“ Das heißt, wenn Du etwas präsentierst musst Du doch wissen „Ist das angekommen? Ist das nicht angekommen? Hat der Interesse, hat er kein Interesse?“ Und wenn alle sagen „Ja gut, wir können auch fragen stellen“, „Ja“ sage ich „Stimmt. Aber woher weißt Du ob der das ehrlich beantwortet?“ Weil wir lügen alle ungefähr durchschnittlich, was denkst Du? Wie viel mal wir alle? Nicht Du und ich, wir nicht, aber die anderen?

Die grosse Lüge

Ja, die anderen natürlich häufig, so zehn bis hundert Mal. Ich natürlich gar nicht.

So habe ich mir es auch vorgestellt. Das nächste Mal, wenn Du lügst, musst Du mit den Schultern nicht nach oben gehen. Das ist ganz wichtig. Dann bleibst Du souveräner und es wirkt authentischer auf jeden Fall.

Ich lüge gar nicht.

Also man sagt so durchschnittlich bis zu zweihundert Mal pro Tag lügen wir durchschnittlich alle, durchschnittlich. Wir unterscheiden aktive und passive Lüge. Und das ist nicht, wenn wir mit Kindern arbeiten, nicht wenn wir als Beamte, als Polizisten unterwegs sind und nicht wenn wir im Verkauf sind. Da sind die Zahlen wesentlich höher.

Noch höher. 

Noch höher, ganz genau. Das heißt, ich muss doch ein Tool haben um zu erfahren ob, wenn ich etwas frage, ob ein Mensch ehrlich ist oder nicht und ob ich sehen kann, ob er ein Interesse hat oder nicht. Und genau das bringe ich bei und das geht durch nonverbale Kommunikation und besonders ist gemeint die Mimik. Also bei diesem Menschenversteher-Tool, ist klar, geht es um die richtige Fragetechnik, aber als Basis ist dieses mimische Signal, das heißt bei mir Gesichtercode-Modul, wo wir lernen, „Was können wir im Gesicht überhaupt sehen? Was können wir erkennen? Welche Signale können wir sehen?“ Andersherum gesagt: „Wir können menschliche Emotionen nur durch das Gesicht erkennen und sehen.“ Und darum geht es bei mir beim Menschen verstehen.

Der Gesichtercode

Ja, ok. Und bei Dir kommt das Wort, der Begriff Gesichtercode vor. Was ist das? Was hat das damit zu tun? Ist das dasselbe?

Also, Gesichtercode ist ein Programm, dass es/es gibt so ein Codierungssystem von Dr. Paul Eckmann, wir kennen alle Körpersprache im Kommunikationstraining. Das sind alles viele interessante Sache, aber es sind auch viele Floskeln und Sachen, die nicht bestätigt sind. Bei dem Mimik/dem mikromimischen Bereich, sind 90 Prozent was wir machen ist bestätigt, wissenschaftlich bestätigt. Das heißt, ich kann hundert Prozent sagen, wenn Du Angst in Deinem Gesicht zeigst, ist das eine Maske oder ist das ein ehrliches Angstsignal? Eben war zum Beispiel Überraschung im mikromimischen Bereich. Und wir können das nicht kontrollieren, wir können das nicht steuern, das passiert unbewusst.

Emotionen, schnell und überall

Es geht also immer darum Mimik zu lesen bei anderen Menschen und in Verbindung zu setzen mit Emotionen und dann auch richtig zu deuten und letztendlich ist es ja/Emotionen sind ja überall, ob im Privaten in Beziehungen, wenn wir in einem Unternehmen sind, das Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, aber auch im Verkauf arbeitet man ja mit Emotionen. Wie kann ich bei anderen Menschen Emotionen wecken?

Erst mal muss ich sagen: „Alle Menschen sind emotionale Lebewesen“, das heißt alle Entscheidungen, 80 Prozent der Entscheidungen, die wir treffen, ob im Privatleben oder im Berufsleben werden emotional getroffen, 80 Prozent. Und mit den restliche zwanzig Prozent finden wir eine Begründung warum wir diese Entscheidung getroffen haben. Wahnsinnig. Das heißt/die Frauen schon, aber wir nicht. Das heißt, wenn wir ein neues Auto kaufen, wir kaufen ein starkes PS-Auto, weil das sicherer ist, nur deswegen. Wir kaufen einen Geländewagen nur, weil wir von oben die Verkehrslage anschauen können und sicher fahren können. Also Emotionen sind immer im Spiel und das können wir auch kaum steuern. Das wird schneller durch unser Gehirn schneller bei uns hereingeht und es löst eine Funktion, wo wir sagen „Ja oder nein“, wir können noch nicht mal darüber diskutieren in unserem Gehirn, „Ja oder nein, passt oder passt nicht, will ich haben, will ich nicht haben.“ So deswegen ist es auch sehr wichtig in Verkaufsgesprächen zu verstehen, „sind die Emotionen angezündet, hat er Interesse, gibt es das?“ Signale. Und beim, Du hast die Frage gestellt, Emotionen wecken. Ich sage mal so, im Prinzip brauchen wir Emotionen nicht wecken. Sobald irgendwas interessantes komt oder sobald was komisches oder schockierendes kommt, dann sind die Emotionen auf unserem Gesicht da. Die sind zwar sehr schnell weg, das dauert 500 Millisekunden und dann sind die weg.

Tipps für Augentraining

Das heißt, Deine Botschaft ist: Bei Gesprächen genau hinzuschauen, was im Gesicht passiert. Hast Du vielleicht so ein Best of-Übungen, die Du uns mitgeben kannst, die wir so im Alltag testen oder anwenden können? Ich vergleiche das mal mit dem Sport, wie ich meine Ausdauer, wie ich meine Kraft trainiere und dafür klassische Übungen habe, kann ich das ja auch bestimmt trainieren. Wie mache ich das im Alltag?

Also in erster Linie empfehle ich jedem das Buch vom Dr. Paul Eckmann zu lesen. Das ist ganz wichtig. Und natürlich gibt es bei mir ein pdf zum herunterladen. Das ist auch kostenlos über sieben Basisemotionen. Das ist die Basis. Dann weiß ich ungefähr, „welche Signale können überhaupt auftauchen“. Diese sieben Basisemotionen sind auch zu wissenschaftlich hundertprozentig bestätigt und sind auch bei allen Menschen auf der Welt gleich. Das heißt, völlig egal mit wem Du Dich auf der Welt unterhältst, wenn er Angst zeigt, dann ist da Angst, dann ist das hundertprozentig Angst. Wenn er Überraschung zeigt ist das hundertprozentig Überraschung und wenn er Wut zeigt, ist das hundertprozentig Wut. Das ist der erste Schritt. Schwierig ist sage ich mal, wahrzunehmen was geschieht, weil wir von vielen Kanälen Informationen bekommen. Das muss man so trainieren. Unsere Augen müssen trainiert werden das wahrzunehmen, permanent. Und ich gucke seit Jahren kein fern, aber ich habe einen Fernseher und den nutze ich genau dafür. Also ich schalte den Fernseher und mache den Ton komplett aus. Und ich setze mich nicht hin und gucke die ganze Zeit, das wäre ein bisschen komisch, sondern ich mache meine Sachen und/ #00:07:25#

Könnte man Dir aber auch zumuten.

Sondern ich schalte die Nachrichten an, damit das keine Schauspieler sind, sondern damit etwas live abgeht und dann läuft das und ich versuche mit Peripherieblick, also mit Peripherieblick, weißt Du was das heißt? Wenn wir gerade gucken, dann gucke ich gerade, wirklich mit dem Seitenauge aufzunehmen was geschieht und wenn ich da Emotionen aufnehmen, ja? Dann werde ich wach, dann gucke ich genauer. Aber auf jeden Fall trainiere ich mein Auge überhaupt ab und zu ins Gesicht zu gucken, um Signale zu merken. Das ist wichtig. Man muss es so sehen im mikromimischen Bereich: es gibt Makro- und Mikroexpressionen. Die zwei wichtigen. Makroexpressionen sind die Expressionen die wir alle sehen können, die dauern bis zu vier Sekunden, dauern die länger sind das keine echten Emotionen. Zum Beispiel „Vladi, ich werde dich ein Jahr lang kostenlos trainieren“ ich mache >Mimik< Ja? „Danke, wow?“ Und wenn wir sagen „21, 22, 23, 24, 25“ so, dann ist das eine aufgesetzte Maske, dann ist das eine Lüge. Das heißt, „ich wusste dass Du so etwas sagst“, und dann zeige ich/das sieht man bei „Deutschland sucht den Superstar“, dass die Jury da sitzt mit offenem Mund und Augenbrauen hoch. Die haben das zehn mal gefilmt/ Bis die Kamera das auch aufgefangen hat.

Mikromimischer Bereich

Bis es so ist wie es sein sollte, so wie wir das sehen sollen und das sind keine echten Emotionen. Aber wir können alle sehen um zu trainieren, wenn wir wissen wollen, wohin wir gucken sollen „War zuckt genau?“ dann wissen wir „Aha, das heißt das und das“. Und bei der Mikromimik ist das schwerer. Da sind die Emotionen wesentlich schneller, die dauern bis zu 500 Millisekunden, dann sind die weg und da hast Du eine Königsdisziplin, die zu sehen. Und beim ersten Modul trainieren wir überhaupt, „Wie kann ich sehen? Was soll ich sehen? Was soll ich wahrnehmen?“ und dann im nächsten Schritt trainieren wir im mikromimischen Bereich zu sehen und weil wir können nur Emotionen sehen um es so zu verstehen. Wenn wir mit Kunden sprechen. Stell Dir mal vor ein Beispiel, Du bist als Speaker in einem Verkaufsgespräch und hast Dich präsentiert, hast Bedarfsanalysen gemacht, hast Einwandtechnik eingesetzt und dann bist Du beim Abschluss und dann sagst Du: „Haben sie sich das so vorgestellt?“ Und dann sagt der potenzielle Kunde „Das passt alles, wir müssen noch zwei Angebote einholen und wir melden uns. Aber sie können davon ausgehen, wahrscheinlich werden sie bei uns auftreten.“ Erste Variante. Variante Nummer Zwei: „Haben sie sich das auch so vorgestellt?“ „Ja, wissen sie was, genauso haben wir uns dass vorgestellt, nur wir müssen zwei Angebote hereinholen und sie können davon ausgehen, sie werden bei uns auftreten.“ Text ist gleich. Davor habe ich e ein bisschen übertrieben, habe die Lippen gepresst und die Lippen gingen nach unten. Das heißt Skepsis, ein bisschen mit Wutsignal. Wir wissen nicht „Wieso hat er so ein Wutsignal gezeigt? Findet er es nicht so gut, dass du ihm nochmal die Abschlussfrage stellst?“ oder dass er dich nicht so gut findet, das wissen wir nicht, aber wir sehen ein Skepsissignal. Bei der zweiten Variante habe ich extra lächeln gezeigt, Freuede, extra Freude gezeigt und davon können wir dann ausgehen „Aha, das passt“. Natürlich haben wir nur einen Schnitt genommen von dem ganzen Verkaufsgespräch. Meistens ist es so, während der Präsentationstechnik, während des kompletten Gesprächs, sehen wir Signale. Und am Ende müssen wir nicht am Preis kämpfen, wir können schon während des Gesprächs verstehen, „Brauchen wir weiter überhaupt zu sprechen oder können wir stopp sagen und sagen, das bringt nichts wir passen nicht zusammen.“ Dann sind wir schon in Richtung Autobahn oder sind wir Richtung Vertrag unterschreiben?

Tipps und Hinweise

Ja, super. Also sehr sehr spannend. Ich glaube, dass es viele andere Situationen gibt neben dem klassischen Verkaufsgespräch wo wir genau diese Techniken anwenden können. Du hattest eben schon zwei Empfehlungen ausgesprochen. Das war einmal die Standardbuchempfehlung von Dir und einmal das Arbeitsbuch, was wir bei Dir uns herunterladen können. Den Link packen wir unter das Video. Gibt es darüber hinaus noch Literaturtipps, wo Du sagst „Das ist auf jeden Fall Pflichtlektüre, das Programm müsst ihr euch auf jeden Fall anschauen um mal so ein Grundverständnis zu bekommen“?

Also ich sage mal so, auf jeden Fall würde ich alles von Dr.Paul/wenn einer sagt ich habe Interesse, würde ich Dr. Paul Eckmann lesen, der ist der Erfinder/er hat es nicht erfunden, aber bestätigt, wissenschaftlich nachgewiesen und zurück zu Deiner Frage: „Was ist Gesichtercode?“ Unterschiede im Gesichtercode zum typischen System, weil das Thema ist richtig groß, da sind Units mit 900 Seiten, so eine Bibel, über jeden einzelnen Muskel, jeder Muskel ist codiert das brauchen wir nicht. Ich habe mit diesem Gesichtercode-Modul ein Training entwickelt für einen ganz normalen Laien, dass du wirklich ein, zwei Tage das lernen kannst und sofort einsetzen kannst in Verhandlungen und Verhandlungsgesprächen für Bewerbungsgespräche. Das ist aus Allem, kurz und knapp, und das was du schnell einsetzen kannst. Das ist das. Ich habe das wichtigste genommen und „Wie kann ich das schnell einsetzen? Mit richtigen Fragen?“ Um zu verstehen „Was sind Emotionen? Wie werden Emotionen gelöst? Wie bekommen Menschen Emotionen? Wie kann ich Menschen emotional Ansprechen.“ In ein, zwei Tagen herein gepackt. Der zweite Tag ist ein bisschen für Fortgeschrittene, wenn es ein bisschen tiefer gehen soll. Ansonsten alles von Dr. Paul Eckmann empfehle ich, nur da sind auch viele schwierige Sache. Das ist Anthropologie und viele Muskulatursachen, viel Biologie auch, deswegen nicht jedermanns Sache.

 

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei, deine Ziele deutlich schneller zu erreichen. Was wir machen ist kein Schakka Motivationstraining, nein, wir gehen gemeinsam in die Umsetzung, an deine Fitness, deinen Erfolg, deine Ziele, deine Motivation und dein wundervolles Leben. Schreib mir einfach!

Schreibe einen Kommentar