Marketing meets Mindset // Alisha Belluga

Marketing meets Mindset // Alisha Belluga

Herzlich Willkommen, heute bei uns im youtube Kanal die liebe Alisha. Die Überschrift ist: „Marketing meets Mindset“. Meine erste Frage: du machst also Menschen und Unternehmen im Internet groß. Worauf kommt es denn dabei an?

Das allerwichtigste, was ich sagen kann, wenn es um Marketing geht – und das wird teilweise sehr steifmütterlich behandelt – ist es, dass du dich erstmal mit dir als Person auseinandersetzt. Das wird uns ja immer so übergestülpt, dass wir einen Kundenavatar kreieren sollen und uns immer viel mit Kunden beschäftigen müssen.  Was die wollen und und und. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dadurch ganz viel kaputt geht, weil jeder Unternehmer unterschiedliche Dinge braucht um auch glücklich zu werden mit seinem Business und auch in unterschiedlichen Situationen einfach glänzt. Das heißt, wenn ich gut bin in Onlinekursen oder Webinaren, heißt das nicht, dass meine Kunden das genauso gut können. Man sollte da immer feintunen – was passt zur jeweiligen Persönlichkeit? Und auch das Marketing dementsprechend anpassen. Das ist das allerwichtigste, was ich zum ersten Schritt sagen kann.

Das heißt die Persönlichkeit des Unternehmers als solches steht bei dir da im Fokus und was passte einfach auch zu der Person. Bei der Überschrift „Marketing meets Mindset“ – was sind denn so die wichtigen Schritte deiner Arbeit?

Die Persönlichkeit des Kunden erfassen – Schritt für Schritt 

Der allererste Schritt: bevor ich überhaupt weiterarbeiten kann mit einem anderen Menschen, geht es mir darum, ein Motivations-Profiling zu erstellen. Das hört sich jetzt so ganz hochtrabend an. Aber es geht mir wirklich darum: Ich muss einmal begriffen haben, warum du selbstständig bist. Es wird eine viel tiefgreifendere Motivation geben, warum du diese Akademie gegründet hast. Das ist ja nichts willkürliches, was wir uns überlegen, so „Ich glaub das geht gut auf dem Markt, das mach ich jetzt einfach mal“. Sondern: das hat ganz oft etwas mit unserem Leben, mit unserer Geschichte zu tun. Ganz oft auch mit unserer Kindheit. Da gehe ich dann erstmal ganz tief in den Coaching-Prozess. Es reicht ja nicht, wenn ich sage: du hast total Spaß, Marketing zu (unverständlich). Das interessiert eigentlich niemanden, dass mir das Freude macht. Es geht darum, jemanden zu bewegen.  Das ist die Motivation, die ich eigentlich habe. Das ist der erste Schritt. Dann kann man basierend auf dieser Persönlichkeit mit verschiedenen Techniken arbeiten. Eine ganz coole ist zum Beispiel aus Hollywood, die sie für Drehbücher verwenden. Das nennt sich das (unverständlich). Das heißt, Hauptdarsteller werden besonders gestaltet, damit der Zuschauer sich diesen Menschen besonders gut einprägen kann. Je mehr Polaritäten wir in einem Charakter finden können, desto interessanter ist der. Zum Beispiel Forrest Gump. Forrest Gump kennt eigentlich jeder. Hat irgendwie ein Gefühl für diesen Darsteller, weil er einfach auf den ersten Blick nicht so der kluge Mann ist – ist einfach so.  Aber auf der anderen Seite die Polarität ist, dass er ein Kriegsheld ist. Dass er ganz loyal ist und dass er diesen Baba – diesen Krabbenfischer – gerettet hat. Dass er überhaupt nicht nachdenkt und genau weiß, was das richtige wäre, was er tun sollte. Eine weitere Polarität ist: er kann mit Frauen überhaupt nicht umgehen – da ist er sehr tollpatschig. Aber er ist ein sportliches Ass. Alles was er macht, mit Ping Pong und so weiter – das kann er. Das ist interessant für uns – das können wir uns merken. Und das für andere Menschen herauszuarbeiten, weil jeder das von uns hat – das ist eigentlich die Kunst im Marketing im ersten Schritt.

Wir hatten eben einen kurzen Wackler, genau in dem Moment, in dem du gesagt hast, wie diese Methode heißt – das wäre noch einmal interessant. Wie heißt diese Hollywood Methode?

Profil der Polaritäten

Ich nenne das „Profil der Polaritäten“. Das man einfach guckt, was sind bestimmte Eigenschaften, die besonders interessant sind? Das hat nichts mit Manipulieren zu tun, sondern einfach zu gucken: Was ist sehr entgegengesetzt, was ist sehr lustig daran? Das so in den Fokus zu stellen. Ich zum Beispiel bin ein sehr leidenschaftlicher Mensch – ich bin auch sehr fröhlich bei meinen Themen. Allerdings kann ich sehr knallhart und taff werden – was man nicht denkt, weil ich sehr klein bin. Aber ich kann so ein richtiger Thrill-Instructor werden, wenn meine Unternehmer nicht so wollen, wie ich. Das ist dann wieder interessant für die. Denn ich kann das von jetzt auf gleich: Leute, das ist absoluter Bullshit. Wir müssen das so und so machen. Da  kann ich sehr geradlinig werden und so habe ich das natürlich auch für mich erarbeitet, damit mich Leute besser in Erinnerung behalten.

Merkt man überhaupt nicht, dass du Spaß bei dem hast, was du machst!

Nee, gar nicht, mh?

… und dass du gerne lachst. Du, jeder Mensch hat ja eine Geschichte zu erzählen. Und ganz häufig erzählt das Marketing ja Geschichten, um die Produkte und um die Unternehmen. Welche Geschichte hast du denn zu erzählen?

Das V wie Verletzlichkeit – hinter jedem steckt eine Geschichte 

Das ist eine sehr interessante Frage, weil ich genau das auch unterrichte. Also, es geht darum – ich könnte jetzt natürlich alle möglichen Geschichten erzählen – es gibt eine bestimmte Technik, das nenne ich immer das V für Verletzlichkeit. Ich kann bestimmte Dinge aus meinem Leben auswählen, je nachdem, wer mir gerade gegenübersitzt. Womöglich eine schnelle Gemeinsamkeit, um Vertrauen zwischen uns herzustellen. Also, eine Geschichte, die ich erzählen kann – obwohl ich schon seit fünf Jahren selbstständig bin und auch so viele Unternehmer betreut habe, am Anfang auch in den USA gearbeitet habe und auch sicher bin mit meinen Themen und das absolut liebe, gab es einen Zeitpunkt in meinem Leben, da war ich 15 Jahre alt und ich wurde in das Büro des Direktors reingerufen und meine Eltern waren da. Und ich musste mich dann da reinsetzen und ich merkte schon, was das für eine angespannte Stimmung ist. Da hat mir der Direktor verkündet, dass ich aus der Oberstufe fliege vom Elitegymnasium, weil ich acht Monate nicht zur Schule gegangen bin und das keinem aufgefallen ist, weil ich immer die Klassenbeste gewesen bin. Da konnte ich lange meinen Schnitt halten, aber irgendwann kam das raus und ich bin geflogen. Mit den Worten: aus mir wird nie etwas werden, ich bin ein Versager und so jemanden wie mich wollen sie da nicht haben. Das ist natürlich als 15-jährige ganz tief in einem drin dann und ich hatte dann auch einige Jahre Probleme, mich damit zurecht zu finden. Was ich damit sagen will, ist: in dem Moment habe ich gelernt, mich nicht nur auf das Urteil anderer zu verlassen, sondern eine Art von Resilienz und innerer Motivation für mich zu entwickeln. Und möchte einfach nur mitgeben: was ich jedem Unternehmer raten kann, ist, sich zu befreien von der Anerkennung anderer. Das erlebe ich nämlich wieder ganz oft – womit wir wieder beim Thema Mindset sind – dass viele business Gründungen nur machen, um die Anerkennung der Familie, des Partners, Konkurrenzgedanken in der Familie zu erfüllen. Und das ist falsch, dann geht es immer schief. Das ist definitiv etwas, was ich mitgeben kann: etwas, wodurch ich definitiv manchmal so lange durchgehalten habe: ich brauche die Anerkennung anderer halt einfach nicht mehr seit dem Moment.

Du wirkst da sehr sehr klar wie du arbeitest, wie du kommunizierst und ich denke, das ist wahrscheinlich auch einer der Schritte, was du bei deinen Coachees als erstes erarbeitest. Die Klarheit, warum willst du eigentlich diesen Schritt gehen, bevor wir alles andere drum herum packen. Was ist denn deine Motivation mit deinen Kunden zu arbeiten? Was motiviert dich bei deiner Arbeitstaktik?

Die Motivation bei der Arbeit

Meine wahrste innere Motivation ist folgende: ich glaube, dass die Lebensaufgabe eines jeden Menschen ist, das eine zu finden, wo du Raum und Zeit vergisst, wo du also in so einen flow Zustand kommst. Weil ich denke, dass wir dann die beste Version unserer selbst sind. Zum einen. Und zum anderen auch die größte Motivation für andere. Das muss nicht in Form von Existenzgründung sein, aber die Menschen, die das darin gefunden haben, möchte ich gern dazu befähigen, davon leben zu können, damit sie ihr ganzes Leben mit dieser Sinnhaftigkeit verbringen können. Das ist das, was mich motiviert.

Cool, sehr spannend. Wenn du jetzt die Möglichkeit hättest, wenn dieses Video, was wir gerade machen, die ganze Welt erreichen würde, wenn dir die ganze Welt zuhört, welche Botschaft hättest du?

Die Bedeutung unserer Ängste 

Da, wo deine Angst ist, solltest du genauer hingucken. Das ist meine Botschaft. Angst ist der Kompass für Entscheidungen. Ich möchte meine Leben lieber mit einer Liste von Misserfolgen, was ich nicht geschafft habe, anstatt mit einem riesigen Eimer von Potenzial. Das heißt, da wo die Angst ist, gehe ich insbesondere hin, um über mich hinauszuwachsen. Das wäre meine Botschaft.

Cool, sehr spannend. Wir können natürlich im Rahmen von so einem Interview immer nur Teilsequenzen beleuchten. Es wird jetzt Menschen geben, die wir voll getroffen haben, die sagen: „Wow das ist ja ein Energiebündel, da brauche ich mehr von, die würde ich gern mal persönlich kennen lernen.“ Deshalb werden wir auf jeden Fall deine Verlinkung auch unter das Video packen, damit dich Menschen auch direkt erreichen – du bist ja auf allen Plattformen vertreten. Und welche zusätzlichen Tipps hast du noch? Geheimtipps aus dem Bereich Marketing, Mindset, aus dem Coaching-Bereich, Tools, mit denen du arbeitest. Was findest du besonders empfehlenswert für andere Menschen, was wir jetzt auch noch mit unten drunter verlinken können?

Geheimtipps zum Schluss

Zwei Dinge kann ich absolut empfehlen: das ist zum einen die Formel für Vertrauen. Die letzten Jahre habe ich mich ganz viel damit beschäftigt, wie entsteht sofortiges Vertrauen bei anderen Menschen? Das ist etwas ganz entscheidendes und das andere ist der Begriff „Customer Journey“. Der wird oftmals falsch interpretiert, weil die Leute denken, wie viele touching points habe ich eigentlich, bevor sich ein Kunde zum Kauf entscheidet. Das ist so nicht ganz richtig, denn das eigentliche Abenteuer beginnt ja erst, sobald der Kunde dir das erste Mal Geld gegeben hat, denn das ist der erste Moment, wo ich dir vertraue. Und da kommt es eigentlich drauf an. Und da konzentrieren sich die meisten gar nicht mehr so drauf. Was ich da an Tipps geben kann, was mir auch immer wieder im Social Media auffällt, ist: würden wir uns jetzt einfach beim Gassi-Gehen treffen – wir kennen uns nicht, ich habe Hunde und wir treffen uns durch Zufall. Die Zuschauer – was ist die eine Botschaft, wenn ich euer Wunschkunde wäre, die ihr mir mitgeben könnt, damit ich mich für eure Expertise öffne? Denn wir haben alle immer ein paar Bereiche, von denen wir uns gar nicht bewusst sind, dass wir sie bräuchten, um weiter zu kommen. Das habe ich auch immer bei meinen Kunden. Das heißt, ich bin auf einem Level C mit meiner Expertise – genau wie du. Es gibt Dinge, von denen ich gar nicht weiß, dass ich sie bräuchte, um über mich hinauszuwachsen. Sportlich, leistungsfähig. Und so weiter. Wir neigen dann dazu, die Kunden direkt am Anfang schon total zu überfordern. Wir können dieses machen und jenes. Das heißt, ich habe so eine Matrix entwickelt, in der du extrem runtergehen kannst, auf Level 0. Um jetzt zurückzukommen zur Formel des Vertrauens. Die besteht aus absoluter Klarheit. Ein Kunde kauft nichts von dir, wenn er nicht versteht, worum es geht. Der sieht den Mehrwert einfach nicht, der versteht gar nicht, warum der das braucht. Das nächste ist Empathie. Der hat nicht das Gefühl, dass du das Ganze in der Situation jetzt wirklich verinnerlicht hast. Du verstehst meine Situation – das ist der zweite Grund, warum Menschen nicht kaufen und  das dritte ist: Autorität – ich trau es dir nicht zu. Und diese drei Faktoren in Einklang zu bringen, das schaffst du halt mit so einer customer journey. Indem du wirklich auf Level 0 runtergehst, die Sprache der Kunden sprichst und ihnen das Gefühl gibst, zum Beispiel durch so eine V-Übung, die ich ja auch gerade gezeigt hatte, ihnen zu zeigen, ich versteh deine Situation, denn ich habe das gleiche durchgemacht.

Sehr spannend. Du hast da wahrscheinlich auch nochmal einen Link, den wir auch mit unten drunter packen und dann möchte ich mich jetzt auch schon bedanken. Vielen Dank für deine Zeit!

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei, deine Ziele deutlich schneller zu erreichen. Was mir machen, ist kein Schakka Motivationstraining, nein, wir gehen gemeinsam in die Umsetzung, an deine Fitness, deinen Erfolg, deine Ziele, deine Motivation und dein wundervolles Leben. Schreib mir einfach!

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