Flexibel bleiben (Teil 1)

Flexibel bleiben (Teil 1)

Flexibilität, Rückschläge und Stress bei der Zielerreichung

„Der dritte Tag ist der schlimmste“, wussten alle, die mich vor der Tour beraten hatten. Und sie sollten Recht behalten: der dritte Tag wurde beinahe eine Katastrophe.

 

Ab Basel ist der Rhein kanalisiert, vollständig schiffbar – und öde: An beiden Ufern blickte ich auf betonierte Böschungen, dahinter endlose Pappelreihen. Nicht gerade abwechslungsreich. Zugleich wurde es kniffliger, denn Schiffe sind eine echte Gefahr: Selbst wenn sie dich sehen, können sie dir nicht ausweichen. Sie fahren einfach über dich drüber, auch wenn sie abzudrehen versuchen, denn sie sind träge. Und sie haben natürlich Vorfahrt. Ich musste selbst zusehen, dass ich ihnen aus dem Weg gehe. Das war nicht immer einfach und erforderte oft delikate Entscheidungen: Wann nutze ich die Fahrrinne, um in der schnelleren Strömung besser voranzukommen, wann orientiere ich mich zu meiner eigenen Sicherheit näher ans Ufer, wo ich vergleichsweise langsam vor mich hindümple?

Was ich aber vollkommen unterschätzt hatte, waren die Staustufen. Die gibt es am Niederrhein nicht. Es sind monströse Bauwerke aus Beton mit Schleusen, in die auch noch die längsten Kohlenschlepper passen. Für einen Surfer ist es völlig unmöglich, durch Schleusen zu paddeln, er würde es bei den Turbulenzen möglicherweise nicht überleben. Ich musste also rechtzeitig eine Ausstiegsstelle finden und das 20 Kilo schwere Brett um die Staustufe herumtragen. In der Regel sind Ausstiegsstellen Treppen aus Beton, die einige hundert Meter vor dem Schleusentor aus dem Wasser führen. Manchmal verpasste ich sie, dann musste ich zurückpaddeln. Nahm ich eine zu früh, lief ich unnötig lange.

Es dauerte, bis ich so eine Staustufe auf dem Ufer umgangen hatte; zweimal brauchte ich sogar eine Stunde dafür. Das war schon anstrengend genug; schlimmer war, dass mich das immer wieder aus dem Flow riss. Ständig rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln – so gerät man in keinen meditativen Zustand.

Stress im Nebel

Stress im Nebel

Wenn man nicht im Flow ist, dann macht sich alles doppelt bemerkbar. Die Schmerzen, die Müdigkeit, der Frust, der Gegenwind, der jetzt wirklich kräftig blies und mich kaum noch vorankommen ließ. Als dann ein Gewitter aufkam, musste ich das erste Mal eine Zwangspause einlegen. Die Zeit zerrann mir zwischen den Fingern.

Dass mir zwischendurch einmal die Finne kaputtging, machte die Sache nicht besser. Seit ich in tiefem Wasser surfte, hatte ich sie fest am Brett befestigt. Aber auch am Oberrhein ist man vor Untiefen nicht ganz sicher. Als ich dann ohne es zu merken über eine Felskante fuhr, passierte zwar das Brett, aber die Finne blieb hängen. Es fühlt sich an wie ein Autounfall: es gibt einen enormen Ruck und ein schwer einzuschätzendes, aber beängstigendes Geräusch von gestauchtem Material. Das Brett blieb hängen und ich flog mit meiner vollen Reisegeschwindigkeit ins Wasser. Ich musste zu meinem Board zurück, irgendwie sehen, dass ich ans Ufer kam und meinem Team Bescheid sagen. Die Finne haben wir dann austauschen müssen und es ging weiter.

Nachts kam Nebel auf. Ich hatte Probleme, die Positionslichter der Schiffe zu erkennen, vom Ufer sah ich ohnehin nichts mehr. Mein eigenes 360-Grad-Licht reflektierte im Nebel, meine Helmlampe knipste ich gleich ganz aus, die blendete mich nur.

 

 

 

 

 

 


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