Etappe 6: Fokussieren auf das Wesentliche (Teil 1)

Etappe 6: Fokussieren auf das Wesentliche (Teil 1)

Etappe 6: Fokussieren auf das Wesentliche

 

Das Gute Gefühl, Energieräuber und Erfolgsfaktoren

„Motiviert extrem“ – das war ich, als ich am siebten Tag morgens in Köln ankam. Ich fühlte ich mich wirklich zuhause. Ich wohnte in Sürth im Kölner Süden, wo der Rhein einen weiten Bogen macht, und konnte genau die Stelle erkennen, wo meine Wohnung war. Hier war ich zuhause, hier fühlte ich mich gut. Hinzu kam, dass viele meiner Freunde am Ufer und auf Brücken standen und mich anfeuerten. Manche hatten Transparente drucken lassen. Von der Kölner Südbrücke hing eine Stoffbahn: „Go, Chris, go!“ stand darauf. Es war ein langes Transparent, aber von unten sah es fast aus wie ein Serviettenschnipsel. Meine Unternehmerfreunde, die zu zehn, zwanzig Leuten seit sieben Uhr in der morgendlichen Kühle ausgeharrt hatten, erzählten mir später, ich sei erstaunlich schnell unter ihnen hindurchgerutscht.

Dieser Zuspruch, dieser Einsatz, ja diese Leidenschaft, obwohl es doch ich war, jemand ganz anderes als sie, mit dem sie privat nicht einmal unbedingt viel zu tun hatten: das hat mich schon sehr ergriffen. Niemand ist ja verpflichtet, sich vier Stunden sonntagmorgens in den Septemberwind zu stellen und die Hände notdürftig am Kaffeebecher zu wärmen, nur um für einen winzigen Moment einen Kollegen unter sich her huschen zu sehen, der auch nicht viel mehr machen kann, als kurz zu winken und dann auf der anderen Seite zwischen Kranhäusern und Aurora-Mühle im Dunst verschwindet.

Ich befand mich in einem emotionalen Hoch. Jeder Sportler weiß, wie wichtig das Anfeuern ist – aber ich hatte mir ja ein einsames Unterfangen ausgesucht. Die vielen Freunde und Bekannten, die nun mit einem Mal auftauchten und riefen und jubelten, die sorgten für die schönsten Momente, die ich auf der ganzen Tour bis dahin hatte. Mit einem Blick auf den Kalender hätte ich eigentlich nicht so einen Grund zur Freude gehabt: Weniger als ein Tag blieb mir theoretisch noch, um den Rekord einzustellen. Ein Ding der Unmöglichkeit, das wusste ich. Aber aus der Jagd nach dem Weltrekord war längst ein Kampf zwischen Gut und Böse geworden: Gut waren mein Team und ich, meine Freunde und Unterstützer, alle die mir Kraft gaben. Böse dagegen waren meine Zweifel und die widrigen Umstände. Der innere und der äußere Feind. Der schlimmste äußere Feind wurde im Verlauf des Tages wieder der Wind.

Am Anfang war die Situation noch erträglich. In Neuss und Düsseldorf standen Freunde und Familie am Ufer und feuerten mich an. Auch sie hatten Transparente gemacht: „1.200 Kilometer Rhein, du packst das!“, stand darauf. Es ist wie der berühmte Trommelwirbel, der Kämpfer zur Höchstleistung anspornt. Das alles gab mir immer wieder neue Energie. Ich war stolz, bis hier hin gekommen zu sein. Aber ich hatte noch ein paar Kilometer vor mir. Und nach einem Hoch lässt der nächste Einbruch nicht lange auf sich warten. Ab Düsseldorf entfernte mich endgültig wieder von meinem Zuhause, war aber noch ziemlich weit vom Ziel entfernt. Keine günstige Lage.

Und der Wind wurde immer heftiger. Es war nun schon der dritte oder vierte Tag, an dem ich ununterbrochen gekämpft hatte. Immer wieder habe ich mich auf das Wichtige fokussieren müssen. Paddeln links, paddeln rechts. Keine Energie an das verschwenden, an dem man nichts ändern kann. Ich wurde immer langsamer, in 24 Stunden hatte ich mich gerade mal von Köln nach Duisburg bewegt. Mit dem Auto fahre ich die Strecke in einer dreiviertel Stunde. Gut – ich nehme nicht die Rheinschleifen mit. Trotzdem war es bitter. Und es wurde immer schlimmer. Hinter Wesel biegt sich der Rhein etwas nach Westen, ein steifer Wind blies mir direkt ins Gesicht.

 

 

 


 

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Buchautor Chris Ley

Sie werden auf dem Wellenritt Ihres Lebens begleitet. Dabei lernen Sie nicht nur, was Gesund ist und wie Sie sich fit machen oder halten, sondern vor allem, wie Sie es im Alltag umsetzen, durchhalten und Ihre ganz persönlichen Ziele auf langer Strecke erreichen – praxisnah und für jedermann, vom Spitzensportler bis zum Bewegungsmuffel. Setzen Sie auf den leidenschaftlichen Sportler, Buchautor („Die Welle deines Lebens“, „Motiviert Extrem“), Vortragsredner, Personal Trainer, Fitness-Coach und Weltrekordhalter im Stand-Up-Paddeln, der Ihnen durch seine Erfahrungen in hunderten Trainings und Coachings in Sachen Gesundheit, Fitness, Ernährung und Motivation zu mehr Wohlbefinden und beruflichen Erfolg verhilft und Ihr Experte rund um die Themen Motivation und Erfolg ist.

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