Ein Leben ohne Schmerzen

Ein Leben ohne Schmerzen

 

„Gehabte Schmerzen, die hab´ ich gern.“ Wilhelm Busch

Álvaro Domínguez hatte schlimme Rückenschmerzen. Bandscheibenvorfall. Monatelang ging nichts. […]

Domínguez: […] „Eine Erleichterung. Es ging mir zuvor nicht gut. Das schlägt einem aufs Gemüt.“ Therapie, Reha, tägliche Rücken-Übungen. Domínguez ist sichtlich stolz, dass er es geschafft hat.81

Für chronischen Schmerz gibt es so viele unterschiedliche Ursachen, wie es Sand am Meer gibt. Tatsache ist, dass chronischer Schmerz zu einem bedeutenden Verlust der Lebensqualität führt. Er beeinträchtigt Stimmung und Verhalten. Die Schulmedizin fokussiert sich auf die Behandlung der Schmerzen, vergisst dabei jedoch, dass zumeist die Ursache aus der Welt geschafft werden muss, um den Patienten dazu zu verhelfen, wieder dauerhaft schmerzfrei leben zu können. Das Zusammenwirken von Psyche und Körper wird dabei leider allzu oft vernachlässigt. Und das, obwohl die WHO (World Health Organization) bereits seit 1946 eine ganzheitliche Position bei der Definition von Gesundheit vertritt:

„[…] ist ein Zustand des vollständigen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“.

Die Medizin kümmert sich nicht darum, obgleich sich bereits die wissenschaftlichen Zweige der Psychosomatik, der Somatopsychologie, Psychoneuroendokrinologie und Psychoneuroimmunologie umfassend anerkannt werden. Über kurz oder lang wird die Schulmedizin ihren Status an diese oben genannten Disziplinen abgeben müssen, wenn sie nicht bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Wir sind gerade auf den Sprung in ein neues Zeitalter der Medizin, welche eine ganzheitliche Sichtweise vertritt. Ein Beweis für die Wirksamkeit psychosomatischer Heilverfahren sind die Erfolge einer Rehabilitation, welche auf dem Dogma der ganzheitlichen Sichtweise aufgebaut sind.

Sehr oft treten bei dauerhaften Schmerzzuständen mehrere Folgeerscheinungen wie beispielsweise Verminderung der Beweglichkeit, Schlafstörungen oder Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit auf. Das schlägt sich wieder auf die Stimmung nieder und kann eine Depression auslösen. Es muss aber die Depression nicht schon vorher da gewesen und Auslöser der Schmerzen sein. Auch die umgekehrte Variante ist eine Möglichkeit, denn durch die Annahme der Psychosomatik, dass Physis und Psyche miteinander in Wechselbeziehung stehen, sind bei jeder Krankheit immer beide Elemente betroffen.

Inhalt Ein Leben ohne Schmerzen

  1. Das Schmerzgedächtnis
  2. Der Placebo-Effekt
  3. Auf Gesundheit programmieren 
  4. Methoden der Schmerzbehandlung 
  5. Sport trotz Schmerzen
  6. Warum Verzeihen so wichtig ist

 


1.Das Schmerzgedächtnis

„Ich weiß, dass das seltsam klingt, aber Charaktere leben in verschiedenen Teilen meines Körpers.[…] Meine Rolle Louise lebte in meinem Bauch. Und das klingt vielleicht komisch, aber ich hatte während des gesamten Drehs Bauchschmerzen. […] Ich wusste, dass, sobald mir übel war, ich mit Louise verbunden war“.

Amy Adams zum Dreh von „Arrivals“

Bis heute ist sich die Wissenschaft nicht darüber im Klaren, wie der komplexe Prozess der Bildung eines Schmerzgedächtnisses entsteht. Zu Beginn steht ein akuter biochemischer Schmerzreiz, der sich unbehandelt im Zell- bzw. Nervengedächtnis festsetzt. Es kann bei lang andauernden, unbehandelten Schmerzen ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entstehen, das sich mithilfe bildgebender Verfahren auch nachweisen lässt. Die Nervenbahnen, die den Schmerz durch das Rückenmark ins Gehirn transportieren, sind einem andauernden Reiz ausgesetzt. Dabei wird der chemische Botenstoff Serotonin vermindert vom Körper produziert, welcher die Schmerzempfindung genauso beeinflusst wie die Stimmung. Je früher eine Therapie begonnen wird, desto größer ist die Chance, das Schmerzgedächtnis wieder auszuschalten.

Jeder akute Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers. Wenn Du beispielsweise beim Laufen einen Schmerz im Knie spürst, ist das ein Hinweis Deines Körpers, einmal eine Pause zu machen und der Ursache des Schmerzes auf den Grund zu gehen. Nicht umsonst schicken Nervenzellen elektrochemische Reize über das Rückenmark zum Gehirn. Je nach Art und Stärke des Reizes reagiert der Körper mit dem Reflex des Wegziehens, der Schmerzvermeidung oder einem erhöhten Schlaf- und Ruhebedürfnis. Durch diese Prozesse garantiert Dein Nervensystem dafür, dass Du Deinen Körper in der Zeit der Rekonvaleszenz schonst.

Langanhaltender Schmerz, der sich über mehrere Monate hinwegzieht, kann sich zu einem chronischen Schmerz entwickeln, der nicht mit Schmerzmitteln zu behandeln ist. Die Nervenbahnen haben sich in der Zeit des Schmerzes verändert. Die Verbindungen, so genannte Schmerzspuren, sind stärker ausgeprägt, die Nervenzellen sind überreizt und schicken sogenannte spontanaktive Signale fortan auch ohne auslösenden Reiz an das Gehirn. Das kann zu Schon-, Fehl- und Vermeidungshaltungen führen. Durch diese Fehlhaltungen werden Muskeln und Sehnen belastet, die ihrerseits wieder mit Schmerzreizen reagieren. Ein Teufelskreis beginnt. Oft weiß der Patient nach unzähligen Arztbesuchen schon nicht mehr, welche Belastung zuerst da war: Die psychische oder die physische.

Bestimmte Menschengruppen sind anfälliger für chronische Schmerzen. Dazu zählen Menschen mit Depressionen und anhaltenden beruflichen oder privaten Belastungen im Alltag.

Die gute Nachricht:

Das Schmerzgedächtnis kann gelöscht werden

Hast Du schon einmal vergessen, wo Du ein Schriftstück über die Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung verlegt hast? Genau dasselbe Verfahren kann man anwenden, um das Schmerzgedächtnis auszuschalten.

 


 

2. Der Placebo-Effekt

Wie es allein durch die Macht der Gedanken gelingt, die Selbstheilungskräfte in Gang zu setzen, erforscht die Placebo-Wissenschaft. Placebo wirkt einfach nur, weil die positive Erwartung einer Gesundung da ist. Das zeigt eine beeindruckende Studie:

Derselbe Effekt passiert genauso bei echten Medikamenten. Dabei kommt es darauf an, was der Arzt in Aussicht stellt. Der Körper, oder besser das Unterbewusste, ruft bei einer positiven Aussicht die jeweils gewünschte Wirkung hervor. Wenn ein Parkinson-Patient eine Besserung seiner Motorik erwartet, wird sie eintreten. Es zählt allein die Zuversicht. Dabei spielt das Vertrauen in den Arzt eine wichtigere Rolle als die Therapie selbst. Gedanken beeinflussen die Heilung genauso wie die Nicht-Heilung.

Im Zweiten Weltkrieg ging den Ärzten das Morphium aus. Daraufhin spritzten sie den verwundeten Soldaten eine Kochsalzlösung, welche außer der Blutverdünnung keinerlei Nutzen für den Körper hat. Trotzdem spürten die Patienten eine Besserung ihrer Beschwerden.

 

  • Expertenwissen

Placebo-Forscher Paul Enck ist davon überzeugt. Es gibt im Gehirn Verbindungen, welche Gedanken in biochemische Prozesse umwandeln. Er geht davon aus, dass sich im Körper etwas verändern, wenn man etwas glaubt.

 

Die Schulmedizin hat sich in den letzten Jahren dem Placebo-Effekt zugewandt und geht heute, nach zahlreichen Studien, sogar davon aus, dass dieser fast „magisch erscheinende Trick unseres Gehirns“ einen großen Teil des Behandlungserfolges ausmacht. Einige Mediziner sind davon überzeugt, dass durch den richtigen Einsatz dieses „geistigen Mechanismus“ der Einsatz von Medikamenten reduziert oder ganz vermieden werden kann. Positive Erwartung führt zu einem positiven Ergebnis. Negative Erwartung führt zu einem negativen Ergebnis.

Der Nocebo-Effekt

Wenn eine normalerweise wirksame Therapie nicht anschlägt, ist das Gegenteil des Placebos, der Nocebo-Effekt, wirksam. Forschungsergebnisse zeigen, dass dieser einfacher zu erzielen ist, als sein „guter Zwilling“. Er schlägt auch gerne zu, um den Patienten mit Nebenwirkungen zu quälen, die er vorher zu intensiv auf dem Beipackzettel studiert hat.

Nach diesen Erkenntnissen werden die Forderungen an Ärzte immer lauter, bewusst Aussagen zu vermeiden, die zum Nocebo-Effekt führen könnten. Anstatt zu sagen: „Diese Therapie vertragen 10% der Patienten nicht“, ist es besser, das Positive hervorzuheben: „Diese Therapie vertragen 90% der Patienten gut.“ Auch die Frage, ob der Patient über alle Nebenwirkungen im Detail aufgeklärt werden möchte, könnte angebracht sein. Denn gerade ängstliche Menschen neigen zum Nocebo-Phänomen.

 


 

3. Auf Gesundheit programmieren


 


 

4. Methoden der Schmerzbehandlung

Im Durchschnitt dauert die Leidensgeschichte eines Schmerzpatienten von sieben bis zu über 20 Jahre. Schuld daran ist auch der Umstand, dass sie gar keine wirksame Therapie bekommen.

Die Geduld auf die Probe stellen – Schmerztherapie kann Jahre dauern

Chronischer Schmerz wird heutzutage als eine eigene Krankheit betrachtet. Neben der langwierigen Ursachenforschung und der Suche nach einer geeigneten Therapieform muss auch immer mit einer langjährigen Heilbehandlung gerechnet werden.

Grundsätzlich kommen mehrere Therapieansätze in Betracht. Da chronischer Schmerz meist in einer Wechselwirkung zwischen Körper und Geist entsteht, hat sich eine Kombination aus zwei bis drei verschiedenen Therapieformen, die gemeinsam Körper und Geist beeinflussen, bewährt.

Entspannungstherapie

Zu jeder Schmerztherapie gehört eine Entspannungstherapie prinzipiell mit dazu. Patienten und Therapeuten berichten in vielen Fällen von einer Beschleunigung des Behandlungserfolges. Die Therapie verhilft zu einer verstärkten Schmerz- und Impulskontrolle. Muskeln werden gelockert und schon allein dadurch der Schmerz vermindert.

Diese Methoden bieten gute Erfolge:

  • Autogenes Training
  • Meditation
  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
  • Musiktherapie
  • Traum- oder Seelenreisen

 

TENS

Die Transkutane elektrische Nervenstimulation ist eine physikalische Form der Schmerztherapie, bei der mit Wärme- und Kälteanwendungen sowie mit elektronischen Stimulationen gearbeitet wird.

Kognitive Verhaltenstherapie

Diese Therapieform geht davon aus, dass ein ungesunder Umgang mit unseren Gedanken und Gefühlen eine Auswirkung auf den Körper hat.

In der Sitzung wirst Du zunächst ungesunde Gedankengänge, beispielsweise mittels Situationsanalysen, identifizieren. Du erinnerst Dich dabei an Situationen, in der der Schmerz heftiger wurde und analysierst die Gedanken und Gefühle, die mit diesen Situationen in Verbindung stehen. Danach werden womöglich mittels Rollenspielen neue Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle zu den genannten Situationen gelernt, die, im Alltag angewendet, zur Reduktion des Schmerzempfindens beitragen sollen. Diese Therapieform hat schon vielen Menschen geholfen, über ihre chronischen Schmerzen hinwegzukommen oder zumindest diese zu lindern.

Tiefenpsychologische Psychotherapie

Diese Form der Therapie geht davon aus, dass Schmerz durch unbewusste, verdrängte Konflikte entsteht und sich ungelöst ab einem gewissen Lebensalter negativ auswirken können. In der Therapie werden ungesunde Muster, vor allem aus der Kindheit, identifiziert und so bearbeitet, dass sie keinen negativen Einfluss mehr auf die Gegenwart und Zukunft haben. Ein Beispiel für ungesunde Muster ist das Unterdrücken von Gefühlen, das zu Stress und Muskelanspannungen führen kann (z.B.: Schluckbeschwerden durch Traurigkeit). Diese körperlichen Symptome können weitere, eigenständige Symptome auslösen, für die der Arzt keine Erklärung findet. Wieder beginnt ein Teufelskreis. Im Setting versucht der Therapeut alle bio-psycho-sozialen Gesichtspunkte aus ganzheitlicher Sicht zu betrachten und die Lebensgeschichte mit dem Klienten entweder aufdeckend oder bewältigend aufzuarbeiten.

Hypnose

Hypnose wirkt sowohl bei akutem als auch bei chronischem Schmerz und wirkt dort, wo Schmerzmittel versagen. Ihre Wirksamkeit wurde bereits durch etliche Studien belegt. Im Setting führt der Therapeut den Klienten in einen Trancezustand. Charakteristisch dafür ist eine veränderte Zeit- und Außenwahrnehmung. In diesem Zustand ist das Gehirn besonders empfänglich für Suggestionen.

Biofeedback

Chronischer Stress kann zu chronischem Schmerz transformieren. Diese Art von Stress lässt sich durch Biofeedback bewältigen. Das Gerät schickt Wellen durch den Körper und sendet Signale an zurück, die der Klient hört oder sieht. Damit kann der Klient lernen, seine Beschwerden bewusst zu steuern.

Die Feldenkrais-Methode

Mit der Feldenkrais-Methode werden schädigende Körperhaltungen und ungesunde Bewegungen identifiziert und optimiert. Veränderungen im Gebrauch des Körpers führen zu neuen Verknüpfungen der Nervenbahnen, was wiederum zu einer Schmerzbefreiung führen kann.

 


 

5. Sport trotz Schmerzen

 

Bewegung statt Schmerzmittel!

  • Sport besiegt Kopfschmerz

Viele Migränepatienten schwören auf sanfte Formen Bewegung wie ein Lauftraining, um ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen. Besonders Ausdauersport ist gegen Kopfschmerz zu empfehlen. Das Gehirn wird dabei optimal mit Sauerstoff versorgt.

  • Sport lindert Stress-Symptome

Sport entspannt die Muskeln und setzt Glückshormone frei. Das führt zu mehr Ausgeglichenheit im Alltag. Auch hier gilt: Ausdauersport ist empfehlenswerter als Kraftsport.

  • Sport gegen Gelenksprobleme

Durch Sport wird mehr Flüssigkeit im Gelenkknorpel produziert, was dazu führt, dass sich Gelenke schneller und besser erholen können. Schwimmen ist bei Gelenksproblemen besonders empfehlenswert.

  • Sport vertreibt Rückenschmerzen

Bewegung lässt Rückenschmerzen verschwinden. Die Annahme, dass allgemeine Schonung zur Heilung von Rückenschmerzen beiträgt, hat sich als falsch erwiesen.

 


 

6. Warum Verzeihen so wichtig ist

Chronische Schmerzen sind oft Symptom von chronischem Stress. Dieser kann durch vielerlei Arten ausgelöst werden. Manche Menschen empfinden Dauerstress aufgrund ihrer Familienverhältnisse, andere wiederum aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen oder schwieriger Beziehungen.

Menschen reagieren völlig verschieden auf Stress. Manche bekommen Ausschläge, Ekzeme oder eine Gürtelrose, andere wiederum kämpfen mit Verspannungen oder sogar mit dem Auftauchen blauer Flecken. Diese blauen Flecke entstehen durch die überdurchschnittliche Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ins Blut. Diese Symptome können jeden treffen. Besonders betroffen aber sind Menschen, die schon in frühem Alter stressauslösende, psychisch überfordernde Erlebnisse hatten. Nach dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen kann Stressanfälligkeit unbestritten mit belastenden Erlebnissen in der Kindheit in Zusammenhang gebracht werden.

Anzeichen psychosozialer Ursachen

Chronischer Schmerz tritt oft in Verbindung mit langanhaltenden, brodelnden Konflikten, nicht akzeptierten Überforderungen und kaschierten Kränkungen auf.

Stress führt im Körper ausnahmslos zu Muskelanspannungen, was zu Muskelverhärtungen und somit zu schmerzauslösenden Fehl- und Vermeidungshaltungen führen kann. Lang andauernde Verspannungen, vor allem der Tiefenmuskulatur, benötigen ein Übermaß an Energie und führen deshalb zu Schwellungen, Entzündungen und Erschöpfungszuständen. Erschöpfungszustände können zu Burnout und Depression führen. Ein ewiger Kreislauf, der unbedingt unterbrochen gehört.

Gefühle können zu körperlichen Schmerzen werden

Wie kommt ein Mensch über Schmerzen und alte Wunden hinweg? Die Antwort könnte lauten: Durch Vergebung. Vielleicht wurdest Du von einem anderen Menschen enttäuscht. In diesem Fall kann das Geschehene weiterhin, auch über viele Jahre hinweg, schmerzhaft sein.

Ohne Deine Geschichte bist Du frei. Denn viele leiden vor allem unter ihrer Vergangenheit. Lieblosigkeit und Kälte, Liebesentzug und Strafen, Zurückweisung, Einsamkeit und Trauer, dass tragen wir alles oft bereits in der Kindheit mit uns herum. Später folgen Niederlagen und Misserfolge oder das Scheitern im Beruf und in Beziehungen. Das führt zu Gefühlen wie Scham, Schuld, Verzweiflung, Wut, Hoffnungslosigkeit und Angst. Viele unter uns haben sich ein eigenes Gefühlsgefängnis geschaffen.

Du musst anfangen, Dich selbst zu lieben, um Liebe und Freiheit zu erlangen. Die Verletzungen aus unserer Kindheit kann kein anderer für Dich heilen, nur Du selbst. Für den Einzelnen ist es wichtig, alte Verstrickungen mit Vater und Mutter zu lösen. Ohne das Lösen dieses Knopfes bleibt diese Struktur bis ins hohe Alter bestehen. Du wiederholst in Deinen Erlebnissen die Leiden und Enttäuschungen Deiner Kindheit so lange, bis Du die Verstrickungen aufgelöst hast.

Gedanken erzeugen Lebenswirklichkeit. Deshalb ist das Verzeihen so wichtig. Deine Erfahrungen hatten alle einen Sinn – es gibt nämlich nichts Sinnloses in unserem Universum. Vergib anstatt zu verurteilen. Schuldzuweisungen machen Dich zum Opfer. Unsere Seele, unser Herz und unser Körper, sie sehnen sich alle nach Liebe, Freude, Frieden und Leichtigkeit.

Wenn Du Dich also dazu entschlossen hast, alte Verletzungen loszulassen und Vergebung zu lernen, so ist dies der richtige Schritt, um seelische und körperliche Heilung zu erfahren. Viele Krankheiten entstehen durch unangenehme Gefühle wie Wut, Angst und Schuldgefühle. Nicht nur die Seele verliert an Stabilität, auch körperliche Krankheiten wie Diabetes, Magengeschwüre, Kopfschmerzen und Bluthochdruck treten auf. Negative Emotionen schädigen am meisten.

Wir sollten uns bemühen, alte Wunden abzuschließen, um sie für ewig ruhen zu lassen. Denn so lange Rachegefühle, Wut und Zorn fortwirken, werden die Wunden schlecht heilen oder immer wieder aufbrechen. Ein Tipp um die Heilung zu unterstützen, ist Biografiearbeit. So wirst Du Dir Deiner Vergangenheit bewusster, das Unbewusste gelangt an die Oberfläche. Vergebung beeinflusst unsere Gesundheit. Vergangene Kränkungen können krank machen. Wer sich mit anderen nicht versöhnlich zeigt, dem drohen dauerhafte Schäden von Körper und Seele. Viele halten sich in der Opferrolle gefangen. Das ist bequemer und erfordert weniger Aufwand. Wenn Du Vergebung ausschließt, bindest Du Dich an die Person und behinderst Deine eigene Persönlichkeit, sich voll zu entfalten. Viele Alkoholprobleme gründen auf Bitterkeit, die uns körperlich und seelisch krank macht.

Manchmal ist es wichtig und richtig, vorerst Abstand von einer Person zu gewinnen.

Immer am 7. Juli feiern wir den Globalen Tag der Vergebung. Weltweit ist man davon überzeugt, dass Menschen, die verzeihen können, ruhiger und zufriedener leben können als andere. Schon seit der Antike gilt jemand, der schnell verzeihen kann und ein großes Herz hat, als Mensch mit nachahmungswürdigem Charakter.

Einer der schmerzvollsten und härtesten Sätze, die man hören kann, ist: Das werde ich Dir nie verzeihen. Allerdings ist dieser Satz nicht nur schmerzvoll für denjenigen, dem nicht verziehen wird, sondern auch für denjenigen, der ihn ausspricht. Daher ist es für Dich selber so wichtig, verzeihen zu lernen. Denn erst beim Loslassen können Wunden heilen.

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei, deine Ziele deutlich schneller zu erreichen. Was wir machen ist kein Schakka Motivationstraining, nein, wir gehen gemeinsam in die Umsetzung, an deine Fitness, deinen Erfolg, deine Ziele, deine Motivation und dein wundervolles Leben. Schreib mir einfach!

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