Wie Du mit 0 EURO Menschen für Deine Idee begeisterst

Wie Du mit 0 EURO Menschen für Deine Idee begeisterst

Nehmen wir einmal an du machst dich gerade mit deiner Idee/ deiner Dienstleistung selbständig oder du stellst dir die Frage wie du mehr Kunden gewinnst. Du hast vielleicht noch zu wenig Kunden, um dich von den Einkünften finanzieren zu können oder vielleicht keine großen Budgets, die du in Marketingagenturen investieren kannst. Statistisch gesehen haben wir alle ca. 500 warme Kontakte. Warme Kontakte, die du also sofort anrufen könntest und sie mit deinem Namen etwas anfangen können. Was glaubst du wie viele von diesen Kontakten mit deine Dienstleistung/ mit deiner Idee erfolgreicher wären oder mehr Zeit hätten? Was glaubst du wie viele von den 500 Kontakten wieder 500 Kontakte haben, die mit deiner Idee erfolgreicher wären oder mehr Zeit hätten? Schon fallen dir ein paar Kontakte aus deinem Netzwerk ein, die du auf deine Idee oder deine Dienstleitung ansprechen könntest nicht wahr?

 

Überzeuge die beste Freundin, um an deinen Schwarm zu kommen

In der heutigen Zeit werden wir im Alltag jedoch von so vielen Kontakten, Ideen, Produkten oder Werbung angesprochen, dass viele schon allergisch darauf reagieren. Besser also einen Umweg gehen, der erfolgsversprechender ist. Wie hast du beispielsweise deinen Mann, deine Frau, deinen Freund oder deine Freundin kennen gelernt? Hast du sie/ihn einfach angesprochen? Dann hattest du schon einen sehr guten Spruch auf Lager gehabt. Tatsächlich empfehle ich dir es zu machen wie beim Flirten. Wenn du ernsthaft eine Frau/ Mann kennenlernen willst, überzeuge zunächst die beste Freundin von ihr oder ihm. Wenn du das geschafft hast, lässt du dich von ihr bei deinem Schwarm vorstellen. Wenn es jetzt zwischen euch funkt, wird er oder sie Rat bei seiner besten Freundin suchen, die ihr ja schon überzeugt habt. Und schon hast du die Katze im Sack!

Und genauso machst du es wenn du dich für deine Idee/Dienstleistung empfehlen lassen willst.

Damit du vor allem den finanziellen Wert einer solchen Empfehlung verstehst, rechnen wir jetzt gemeinsam ein Beispiel:

Dein Durchschnittskunde bringt dir 10.000,- Euro im Jahr. Deine durchschnittliche Kundenbindung beträgt 3 Jahre.

Daraus ergibt sich bei einer Empfehlung ein finanzieller Wert von:

10.000,- Euro x 3 Jahre = 30.000,- Euro

Wie viele Empfehlungen brauchst du also um so richtig Spaß an der Arbeit zu haben?

 

Die 29%-Lösung: Wie du zu einem der erfolgreichsten Netzwerken wirst

Der US-amerikanische Psychologe Stanley Milgram untersucht in den 60er und 70er des vergangenen Jahrhunderts mit mehreren Experimenten das „kleine Welt Phänomen“.  Dieses Phänomen besagt, dass jeder Mensch über 6 Ecken mit jedem anderen Menschen verbunden ist.

Dass dies nicht so ist, konnte Milgram mit seinen Studien erfolgreich beweisen. Im Schnitt waren es in seinen Versuchen 29% der Personen die durch sechs Personen zu ihren Zielkontakten getrennt waren. Anders: Bei 71% der Personen galt dies nicht!

Mit Übung können wir unser Netzwerkarbeit aber verbessern und schließlich doch zu den 29% gehören, die über nur sechs Ecken jeden Menschen auf der Welt kennen. Die folgende Übung gibt dir eine Rückmeldung darüber wie weit du von den 29% entfernt bist und an welchen Punkten du dich noch verbessern kannst.

 

ÜBUNG: SELBSTANALYSE

Diese Selbstanalyse orientiert sich an den Ausführungen des Netzwerkexperten Dr. phil. Ivan R. Misner und Autor des Buches „The 29% Solution“.

Ordne jeder Aussage 1 bis 5 Punkte zu (1=überhaupt nicht; 5=immer).

__1. Ich habe meine langfristigen Netzwerkziele schriftlich festgehalten.

__2. Ich halte in meinem wöchentlichen Arbeitsplan Zeiten für regelmäßige Netzwerkaktivitäten frei.

__3. Ich kann meinen bevorzugten Kunden gut beschreiben

__4. Ich habe ein starkes Team aus Empfehlungsgebern.

__5. Ich verschaffe anderen eine Geschäftsgelegenheit, bevor ich von anderen etwas erwarte.

__6. Ich verfüge über ein System zur Verwaltung der Kontaktdaten meiner Geschäftspartner, das ich wirklich nutze.

__7. Ich kenne die 10 Eigenschaften eines guten Netzwerkers.

__8. Ich habe ein vielschichtiges persönliches Netzwerk von Menschen.

__9. Ich weiß, wer mich auf meinen Zielmarkt bringen kann.

__10. Ich halte den Kontakt zu Menschen von Organisationen, denen ich angehörig war.

__11. Ich stelle sicher, dass jeder aus meinem Umfeld erklären könnte, womit ich mein Geld verdiene.

__12. Ich nehme an zwei Netzwerkveranstaltungen in der Woche teil.

__13. Ich gehöre einer Netzwerkgruppe im Internet an.

__14. Ich bin jemand, den Leute um Rat fragen, wenn sie Hilfe benötigen.

__15. Ich bringe in meine Beziehungen persönliche Werte mit ein.

__16. In Netzwerk-Beziehungen bin ich es meist, der den Stein zum Rollen bringt.

__17. Ich habe einen Netzwerk-Rechenschaftspartner.

__18. Ich biete mich aktiv als Freiwilliger für sinnvolle Aktivitäten an.

__19. Ich versende regelmäßig Dankes Karten.

__20. Ich gehe systematisch Empfehlungen innerhalb von 24 Stunden nach.

__21. Ich habe schon im Supermarkt oder im Aufzug Netzwerkbildung betrieben.

__22. Ich nutze meine Hobbies, um Menschen zu treffen.

__23. Wenn ich mit jemandem Esse, steht für mich im Mittelpunkt demjenigen zu helfen.

__24. Ich bin geübt darin, eine Verbindung herzustellen, wenn ich eine neue Person kennenlerne.

__25. Ich bin ein aktives Mitglied einer Empfehlungs-Netzwerkgruppe.

__26. Ich bin ein aktives Mitglied einer Handelskammer oder eines Verbandes.

__27. Ich sponsere einmal im Jahr eine Veranstaltung eines Netzwerkpartners.

__28. Ich bin mehrmals im Jahr Gastgeber einer Veranstaltung für die Mitglieder meines Netzwerkes.

__29. Ich bin darin geübt, einem Netzwerkkontakt die richtigen Fragen zu stellen.

__30. Meine Botschaft bezieht sich auf die Vorteile meines Produktes für den Kunden.

__31. Ich kann meinen Zielmarkt lückenlos beschreiben, ohne „jeder“ zu sagen.

__32. Ich stelle sicher, dass man die Leidenschaft in meiner Stimme hört, wenn ich über mein Geschäft spreche.

__33. Ich mache mit meiner Visitenkarte einen guten ersten Eindruck.

__34. Wenn ich eine Präsentation halte, liefere ich Informationen, die für meinen Zuhörer wertvoll sind.

__35. Ich sende meinen Geschäftspartnern einen Newsletter.

__36. Ich gebe regelmäßig Pressemeldungen über mein Unternehmen raus.

__37. Ich habe Artikel geschrieben, die veröffentlicht wurden.

__38. Ich lasse mir im Rahmen meines Verkaufsprozesses Empfehlungsschreiben geben.

__39. Ich habe meinen Empfehlungspartnern Erfolgsgeschichten über mein Geschäft zu Verfügung gestellt.

__40. Ich verfüge über ein persönliches Profil in Schriftform,  das verwendet werden kann, wenn man mich in Gruppen präsentiert.

__41. Ich berichte gerne über meine Errungenschaften.

__42. Ich achte darauf, stets Rückmeldung von meinen Kunden zu erhalten.

__43. Um neue Geschäftsbeziehungen auf zu bauen, übernehme ich zunächst die Rolle des Gastgebers bei Veranstaltungen.

__44. Ich habe meine Lieferanten um Empfehlung gebeten.

__45. Ich biete Unterstützung für meinen Zielmarkt, die über meine Dienste hinausgehen.

__46. Ich bitte jeden Tag um Empfehlung.

__47. Ich spreche gerne in der Öffentlichkeit.

__48. Ich versuche jeden Tag Empfehlungen für andere zu bekommen.

__49. Ich umgebe mich mit Personen, die meinen Kunden helfen können.

__50.  Ich unterstütze andere in der Kunst, der Wissenschaft und der Philosophie ihrer Netzwerkbildung.

__51. Ich verfüge über einen Beraterstab für mein unternehmen.

__52. Mir macht es Spaß mehr über Netzwerkbildung zu erfahren.

Gesamtpunktzahl:__________________

 

Auswertung der Selbstanalyse

260 Netzwerkmeister: Ruf mich an. Ich muss dich kennen lernen.

234-259 Außergewöhnlich: Du weißt definitiv wie man ein Netzwerk aufbaut!

208-233 Sehr gut: Du machst schon viel richtig!

182-207 Gut: Du glaubst bereits an Netzwerken!

156-181 Durchschnitt: Du schaffst es schon gute Beziehungen aufzubauen!

130-155 Schwach: Die Welt wartet darauf mehr über dich zu erfahren!

0-129 Hilfe: Lies die folgenden Zeilen ganz genau!

 

 

Plane deine Zukunft: Netzwerk aufbauen

1. Erfolgreiche Unternehmen haben Ziele

Erfolgreiche Unternehmer unterscheiden sich von weniger erfolgreichen darin, dass sie Ziele haben – Marketingziele, Umsatzziele, Jahresziele und viele mehr. Theoretisch ist uns auch allen bewusst, dass Ziele wichtig sind. Was wir draus machen ist die andere Frage.

Der erste Schritt beim Networking ist es die Netzwerkbildung nicht dem Zufall zu überlassen. Netzwerkziele helfen dir dein Netzwerk systematisch und organisiert auf zu bauen.

SMARTe Netzwerkziele

SMART als Kürzel für: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert gibt dir bei der Zieldefinition eine gute Orientierung. Dein Ziel ist spezifisch, wenn es eindeutig definiert ist. Dabei werden die W-Fragen beantwortet und es hilft dir dich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Messbar ist dein Netzwerkziel in der Regel mit einer messbaren Zahl, einer Menge oder einem Prozentsatz. Im nächsten Jahr mehr Umsatz zu generieren über Empfehlungen ist also weder spezifisch, noch messbar. Besser: Du legst genau fest, dass du 30% mehr Umsatz mit strategischem Empfehlungsmarketing im nächsten Jahr generieren wirst. Jedes Netzwerkziel muss attraktiv bzw. sexy sein, es sollte aber trotzdem realistisch bleiben. Große Ziele sind motivierend, zu hoch gesteckte Ziele, die außer Reichweite gelangen sind wiederum demotivierend. Realistisch sind deine Ziele, wenn du sie aus eigener Kraft erreichen kannst. Ist dein Ziel von anderen Menschen z.B. abhängig wird es schwer werden dieses zu erreichen. Das terminieren von Zielen ist wie die Ziellinie beim Marathonlauf. Es hilft dir dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und wird vor allem wettbewerbsorientierte Menschen sehr ansprechen.

AUFGABE FÜR DEINE ZIELE:

Bevor du jetzt weiter liest, formuliere jetzt deine konkreten Netzwerkziele schriftlich. Beachte dabei die gerade kennengelernte SMART Regel!

 

Der eignen Kontaktkreis

Kontaktkreise bestehen aus Firmen, Unternehmen oder Berufen, die man kennt und für seine Branche wichtig sind als potentieller Kooperationspartner. Sie stellen aber auch die Berufe dar, zu denen man noch Kontakt sucht.

AUFGABE

Ergänze deinen eigenen Kontaktreis.

Habe ich:

– Allgemeinmediziner

– Grafiker

– Steuerberater

– Autohaus

 

Suche ich:

– ….

– ….

– ….

 

2. 52% aller Geschäftsleute investieren 4 Stunden Zeit pro Woche

Werbung kostet Geld – Networking kostet Zeit.  Diese Zeit musst du dir nehmen und dem Netzwerk geben, um Beziehungen auf zu bauen und zu pflegen. Nur so erhältst du Empfehlungen.

Aber wie viel soll ich jetzt investieren? Mehrere Studien zufolge, wenden 52% aller Geschäftsleute (die Networking verstanden haben und strategisch nutzen) 4 Stunden oder weniger pro Woche für Netzwerkaktivitäten auf. 27 Prozent aller Geschäftsleute 8 Stunden oder mehr in der Woche. (6 Stunden mehr Zeit gewinnen – am Tag!)

Networking besteht nicht nur aus sozialen Kontakten wie bei XING oder facebook und dem Besuchen von Veranstaltungen, sondern auch aus dem Pflegen von Beziehungen.

Beantworte dir folgende Fragen:

  1. Wie viel Zeit will ich pro Woche für Netzwerkbildung investieren?
  2. Wie viele neue Personen will ich pro Woche kennen lernen?
  3. Wie viel Prozent meines Marketingbudgets will ich für meine Mundpropaganda aufwenden?

 

3. Beschreibe deinen Lieblingskunden so genau wie möglich

Stelle dir einmal vor wie schön es wäre, wenn deine Auftragsbücher nur mit Lieblingskunden voll wären. Fühlt sich das nicht schön an?

Damit das erreicht werden kann, musst du deinen Lieblingskunden möglichst genau beschreiben können. Nur so weist du, welche Menschen du auf dem Weg dorthin kennen lernen musst. Bei der Beschreibung deiner bevorzugten Kunden musst du herausfinden wodurch diese Person so attraktiv für dich werden.

Dabei helfen die folgenden Fragen: Was benötigt der Kunde von meinem Angebot wirklich? Welche Probleme kann ich besser lösen als meine Konkurrenten?

 

AUFGABE ZU DEINEM LIEBLINGSKUNDEN

Beschreibe deine Lieblingskunden so genau wie möglich.

Diese Stichworte sollen dir helfen weitere Ideen der Beschreibung zu finden:

Privatkunden, Geschäftskunden, Geschlecht, Ort, Familie, Einkommen, Bildungsstand, Kinder, Beschwerden, Krankheiten, Hobbies, Größe der Firma, Anzahl der Mitarbeiter, Industriezweig.

Mein Lieblingskunde…

 

4. Du brauchst eine Vertriebsmannschaft – Deine Empfehlungsgeber

Wirklich große Wellen können wir nur im Team reiten. Stell dir jetzt vor, nicht nur du alleine machst deinen Vertrieb, sondern du hast 5 oder noch besser 10 richtig gute Vertriebsmitarbeiter. Je stärkere dein Team ist, desto mehr Geschäftsgelegenheiten bekommst du.

Mit dem Wissen musst du dein Team jetzt gut ausgewählt zusammenstellen. Beachte bei der Zusammenstellung deines Teams, dass jeder im Team einen Mehrwert hat. Nur so ist die Arbeit erfolgsversprechend und macht Spaß.

Ich gebe dir ein Beispiel aus eigener Erfahrung:

Entgegen der Empfehlung nicht an „satte“ Unternehmer heran zu treten, habe ich eine seit 20 Jahre laufende Physiotherapiepraxis in einem Kölner Villenviertel angesprochen. Beim persönlichen Gespräch sagte mir die Inhaberin, dass sie komplett ausgelastet sei und keinen einzigen Kunden mehr aufnehmen kann. Trotzdem war sie so begeistert von meiner Arbeit und meinem Auftritt, dass sie mir in wenigen Wochen Aufträge in 5stelliger Höhe verschafft hat.

Welche Eigenschaften braucht ein Mitglied deines Empfehlungsteam?

  1. Sie müssen regelmäßig Kontakt zu deinen bevorzugten Kunden haben.
  2. Sie kennen dich gut, mögen dich und/oder vertrauen dir blind.
  3. Sie sind so einflussreich, dass andere sich anhören, was sie zu sagen haben.
  4. Wenn möglich kennen sie deine Dienstleistung und Produkte und deren Nutzen für den Kunden.

 

5. Die wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Netzwerkers

Eine Umfrage unter mehr als zweitausend Geschäftsleuten in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien beschreibt Netzwerken nicht als Hände schütteln und Visitenkarten verteilen, sondern als den Aufbau von sozialem Kapital. Die Umfragenteilnehmer beschrieben die 10 wichtigsten Eigenschaften, die ein guter Netzwerker benötigt:

  • Schnell einer Empfehlung nachgehen
  • Positive Einstellung
  • Enthusiasmus/ Motivation
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Die Fähigkeit zuzuhören
  • Engagement
  • Dankbarkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Aufrichtigkeit
  • Bereitschaft für das Netzwerk zu arbeiten

 

SELBSTEINSCHÄTZUNG 

Welche Eigenschaften sind bei dir besonders stark ausgeprägt, an welchen möchtest du noch arbeiten?

 

6. Du hast genau eine Chance – der richtige Auftritt

Du hast genau eine Chance für den entscheidenden ersten Eindruck. Noch dramatischer: Die ersten 7 Sekunden nutzt dein Gegenüber um dich ein zu ordnen, dich zu beurteilen und in eine Schublade zu stecken. Doch recht erschreckend zu wissen, dass diese 7 Sekunden Interaktion darüber entscheiden, wie der Kontakt weiter verläuft.

Umso wichtiger diese Zeit in den Kategorien äußeres Erscheinungsbild, Körpersprache, Wortwahl und professioneller Gesamteindruck beim Gegenüber zu punkten.

Bedenke die Kraft deiner Kleidung, egal ob du im Jogginganzug und alten Sportschuhen oder in einem Anzug einem Menschen begegnest. Gerade als Körperexperte ist deine Körpersprache unglaublich wichtig. Achte besonders auf: Blickkontakt, Armbewegung, Haltung und Gesichtsausdruck.

Stelle dir in den nächsten Tagen jedes Mal bevor du das Haus verlässt die Frage: Welche Botschaft möchte ich mit meinem Erscheinungsbild vermitteln?

 

7. Erst geben, dann nehmen

Warum soll ich einen anderen empfehlen?

Eine geschäftliche Beziehung ist gut zu vergleichen mit der Beziehung zu deiner Partnerin/ deinem Partner. Beide müssen sich in der Beziehung wohl fühlen und wenn sie auf Dauer bestehen bleiben soll, müssen beide Seiten in die Beziehung investieren. So wie du deinen Partner/ deine Partnerin zum Essen einlädst, ihm oder ihr Blumen oder einfach nur Zeit schenkst, gehst du mit einer Empfehlung den ersten Schritt auf deinen Geschäftspartner zu.

Du wirst aber auch erleben, dass du Menschen bei Problemen helfen kannst und damit zum Problemlöser wirst. Wenn Menschen merken, dass du in jeder Lebenslage mit einem wertvollen Kontakt weiterhelfen kannst, auch über dein eigenes Geschäft hinaus, wirst du zum richtigen Magneten für dein Umfeld.

 

8. In 60 Sekunden überzeugen

Eins haben alle Unternehmer in der heutigen Zeit gemeinsam – sie haben keine Zeit. Gleichzeitig ist Zeit für jeden Menschen ein kostbares Gut. Umso wichtiger, dass du dich und dein Unternehmen präzise und kurz auf den Punkt vorstellen kannst.

Stelle dir einmal vor du triffst im Aufzug genau den Entscheider der dich und dein Projekt ganz weit nach vorne bringen kann und du hast nur vom Erdgeschoss bis in den 6. Stock Zeit dich und deine Idee vorzustellen und einen Termin zu bekommen ihm das Projekt dann ausführlich vor zu stellen. Genau das nennen wir dann Elevator Pitch.

AUFGABE

Bereite deinen Elevator Pitch abhängig von der Zielgruppe vor:

Name:___________________________________________________________

Geschäft oder Beruf:__________________________________________________

Kurzbeschreibung:___________________________________________________

Alleinstellungsmerkmal:_______________________________________________

Aussage und Nutzen:_________________________________________________

 

9. Im Kopf des Anderen hängen bleiben

Ein kurzer Test:

Zu welchen Unternehmen gehören diese Slogans?

„Quadratisch, praktisch, gut!“ ________________________________________

„Wohnst du noch oder lebst du schon?“ __________________________________

„Mit dem Zweiten sehen Sie besser.“ ____________________________________

„Wir leben Lebensmittel.“ ___________________________________________

Mit einem Slogan schaffen wir es also im Kopf der Anderen hängen zu bleiben und damit allzeit präsent zu sein. Slogans sind Botschaftsträger, die positiv belegt werden und den Nutzen präsentieren.

AUFGABE

Bilde deinen eigenen Slogan und stellen dabei den besonderen Nutzen deiner Dienstleistung heraus. Slogans bleiben besonders gut im Kopf, wenn ein Gedächtnisanker in Form eines Bildes im Kopf des Zuhörers gemalt wird.

Bitte notiere dir hier, an welche Kolleginnen und Kollegen aus deinem Netzwerk du diesen Artikel empfehlen kannst:

_____________________

 

10. Social Media ist ein „must have“

Kannst du mir alle deine wichtigen Kontakte namentlich nennen? Ihre Geburtstage und ihre Positionen?

Wahrscheinlich nicht. Und Wahrscheinlich könntest du das auch selbst dann nicht, wenn du von allen Visitenkarten hättest und diese noch mit Notizen alphabetisch geordnet.

Brauchst du auch nicht, denn dafür gibt es social media. Soziale Netzwerke in denen wir unser Kontakte nach Gruppen, Geschäftlich oder Privat, nach Vorlieben und Interessen oder Position verwalten und sogar mit den neusten Informationen über uns begeistern können. Meiner Meinung führt der Weg für einen Unternehmer an zwei großen Plattformen nicht mehr vorbei – facebook und XING.

Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ so ihr Motto. Auch wenn facebook zunächst den Eindruck erwecken lässt, dass es nur von privaten Usern genutzt wird, haben alle Marktführer der unterschiedlichsten Branchen eine eigene Unternehmensseite. Immerhin sind es 2013 bereits mehr als 1,22 Milliarden Mitglieder. Nicht dabei zu verachten ist, dass wir mit dem Veröffentlichen unseres privat/beruflichen Lebens immer auch ein Stückchen gläsernder werden.

XING ist eines von verschiedenen webbasierten sozialen Netzwerken. Eine der grundlegenden Kernfunktionen ist das Sichtbarmachen des Kontaktnetzes: Beispielsweise kann ein Benutzer sehen, „über wie viele Ecken“ – also über welche anderen Mitglieder – er jemanden kennt. Dabei wird das sogenannte Kleine-Welt-Phänomen sichtbar. Daneben bietet die Plattform zahlreiche Community-Funktionen wie: Neuigkeiten mit Kontakten teilen und Jobs oder Links empfehlen, Suche nach Personen, Interessengebieten und Themen, Unternehmensseiten, die in den bezahlten Versionen interaktive Funktionen enthalten sowie rund 55.000 Gruppen zu unterschiedlichen Interessengebieten.

 

11. 780 Gelegenheiten – Gehe niemals allein Essen

Bei drei Hauptmahlzeiten am Tag, sind es 15 Gelegenheiten in einer Arbeitswoche oder 780 Gelegenheiten im Jahr eine Verabredung zum Essen wahr zu nehmen. Das bedeutet nicht dass du so oft jemanden einladen sollst und auch nicht dass du nur mit Geschäftspartner diese Gelegenheit zur Beziehungspflege und zum Netzwerken nutzen kannst. Die Verabredung zum Essen kann aus Netzwerksicht sein, eine Beziehung zu festigen, einen Kollegen bei der Lösung eines Problems helfen, zu erfahren wie du jemanden empfehlen kannst, Menschen vorstellen und zusammenbringen, oder jemanden erläutern wie er dich empfehlen kann.

Diese Termine sind natürlich oft schöner als in dunklen Meetingräumen, dennoch sollen sie strategisch und zielorientiert sein. Es müssen also nicht erst 5 Bier getrunken werden, um dann über das Geschäft zu sprechen. Die investierte Zeit muss sich lohnen. Persönlicher Tipp: Nicht die Bewirtungsquittung vergessen.

 

12. Golfspielen lernen…nein danke

Viele Menschen sind der Ansicht, dass auf dem Golfplatz eine gute Gelegenheit ist Geschäft zu machen. Voraussetzung dafür ist du kannst es und es macht dir Spaß. Bei mir trifft beides nicht zu. Jetzt könnte ich natürlich hingehen und es lernen oder es auch einfach sein lassen. Ich bin davon überzeugt, dass es ganz egal ist welcher Freizeitaktivität du nachgehst, jede Veranstaltung kann genutzt werden um auf sich aufmerksam zu machen, Beziehungen zu pflegen und Geschäft zu generieren. Ob das der Karneval- oder Schützenverein ist, der Tennis- oder Ruderclub, die Pfadfindergruppe oder der Kirchenchor spielt dabei keine Rolle. Zum einen dienen diese Gruppen als Plattform dich und deine Dienstleistung zu präsentieren, zum anderen aber auch Menschen einander vorzustellen und bekannt zu machen.

Ein Beispiel aus meinen persönlichen Erfahrungen:

Ich war eingeladen zum jährlichen Sommerfest des Hockeyclubs, für die ich das Athletiktraining der Bundesligamannschaft gemacht habe. Der aktuelle Cheftrainer verließ zum Ende der Saison nach vielen Jahren den Club. Da die Abfindung für ihn so hoch war, sollte das Budget für den Athletiktrainer, also mich, gestrichen werden. Gleichzeitig suchte ein großes Versicherungsunternehmen aus meinem Netzwerk weitere Leistungsmannschaften, die sie sponsern konnten. Also nahm ich einen Kollegen aus diesem Versicherungsunternehmen mit zu dem Sommerfest und machte ihn mit dem Vorstand des Vereins bekannt. Der Deal zwischen den beiden kam zu Stande und der Auftrag war für die nächste Saison für mich gesichert.

ERFOLGSTIPP

Nutze deine Interessen und Hobbies um dich bekannter zu machen und Menschen zu vernetzen!

 

13. Ausgewählte Veranstaltungen sponsern

Kein großes Sportevent wird heutzutage ohne Sponsoren durchgeführt. Egal ob ein Autorennen, ein Fußballspiel oder ein Marathonlauf. Die Werbung der Sponsoren ist immer mit dabei. Ebenso nutzen auch Vereine, Verbände, Organisationen, Messen und Ausstellungen diese Möglichkeit sich zu finanzieren.

Mit einem Sponsoring erfährst du eine entsprechende Sichtbarkeit und hilfst gleichzeitig der Person sein Ziel zu erreichen.

Suche dir die Veranstaltung gut aus und stelle dir bei der Überlegung etwas zu sponsern folgende Fragen:

  • Wie sieht der Zielmarkt für diese Veranstaltung aus?
  • Welche Art der Außendarstellung erhalte ich?
  • Erhalte ich direkten Zugang zu dem Publikum?
  • Warum sollte ich es nicht tun?

 

14. Hol dir Feedback und frage nach Empfehlungen

Frage deine Kunden, Geschäftspartner oder Netzwerkpartner regelmäßig um Rückmeldung. Die Rückmeldung ist eine einfache Möglichkeit Informationen zur Verbesserung der Abläufe, des Auftrittes und vieles mehr zu erfahren.

Egal ob die Rückmeldung positiv oder negativ ausfällt, sollten wir sie neutral aufnehmen und dafür nutzen unser Unternehmen und unsere Dienstleistung im Sinne des Kunden zu verbessern und neue Ansätze zu entdecken. Dabei sind es vor allem oft die kritischen und negativen Rückmeldungen die uns weiterbringen.

Wen und wann du nach Rückmeldung fragst spielt dabei keine Rolle und muss nach Dienstleistung und Prozess unterschieden werden. Bei Kursen oder Seminaren ist z.B. eine schriftliche Evaluation direkt im Anschluss üblich. In der Arbeit als Personal Trainer bietet sich eine Zwischenrückmeldung beim Kunden Recheck nach 6 oder 8 Wochen an oder nach einer 3 monatigen Coachingphase, wenn der Kunde jetzt seinen Weg weiter alleine geht. Möglicherweise macht es bei dir aber auch Sinn nach einem Abnehmkurs die Nachhaltigkeit nach 6 Monaten nach Beendigung des Kurses ab zu fragen.

Wichtig ist, dass du überhaupt einen Rückmeldeprozess in deinen Geschäftsablauf integrierst und du von dem Wert der Rückmeldung profitierst.

 

15. Dankeskarte & Geburtstagsgrüße

Wann hast du das letzte Mal eine handgeschrieben Dankes- oder Glückwunschkarte erhalten? Wie hast du darauf reagiert?

In der heutigen schnelllebigen Zeit ist es kaum noch üblich eine handgeschriebene Karte zu verschicken und genau hier kannst du dich von anderen abheben. Die zusätzliche Sichtbarkeit weckt Emotionen, ruft dich ins Gedächtnis des anderen und bringt dein Unternehmen jedes Mal ein Stück voran. Zudem drückt eine Dankeskarte noch mehr Herzlichkeit aus, als wenn die Worte nur per Mail kommen.

Karten lassen sich heutzutage einfach personalisieren und vorfrankieren, Geburtstage kommen in der Regel auch nicht spontan und sind damit planbar, sodass du gut unterwegs mal bei 2 Minuten Leerlauf ein paar warme Worte schreiben und in den nächsten Briefkasten schmeißen kannst.

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