1 Million Euro sammeln für den guten Zweck

1 Million Euro sammeln für den guten Zweck

 

„Kluge Egoisten denken an andere, helfen anderen so gut sie können –  mit dem Ergebnis, dass sie selbst davon profitieren.“ Dalai Lama

Landeswelle Thüringen, 21.06.2016

„Zusammen mit Hörern, Firmen, Vereinen und Schulen haben wir uns gemeinsam für das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz stark gemacht. Der Beneficus Award bestärkt uns darin, diesen Weg weiter zu gehen. Das Kinderhospiz und seine Mitarbeiter haben uns tief bewegt. Wir wollen helfen, dass diese Einrichtung ihre unschätzbar wichtige Arbeit fortsetzen kann. Auch 2016 wird es deshalb wieder ein LandesWelle Weihnachtswunder geben.“

Die LandesWelle Thüringen konnte innerhalb von zwei Monaten, im November und im Dezember 2015, mit seiner Programmaktion „Das LandesWelle Weihnachtswunder“ über eine Million Euro für das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz sammeln. Ihr regelmäßiger Spendenaufruf zur Weihnachtszeit im Radio LandesWelle Thüringen wurde ein großer Erfolg.

Erfolgreiche Menschen teilen ihr Wissen und Können, um anderen damit zu helfen. Das unterscheidet sie von denen, die gerne erfolgreich wären, es aber nicht wirklich sind.

In den meisten Fällen haben sich diese Menschen ihren persönlichen Erfolg hart erarbeitet. Dahinter stecken Schweiß, Tränen, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit.

Wenn Du erfolgreich sein möchtest, spielt Dein persönliches Umfeld eine große Rolle. Wenn dir das bewusst ist, dann weißt Du auch, dass Erfolg nur in einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Geben und Nehmen funktioniert. Du gibst Deinem Umfeld etwas und Dein Umfeld gibt Dir dafür wieder etwas zurück. So bleibst du erstens im Bewusstsein der Menschen, zweitens tust du etwas Gutes.

Du hast Lust auf ein Lebensprojekt, von dem noch Deine Urenkel erzählen werden? Dann starte eine Spendenaktion mit dem Ziel, eine Million Euro für den guten Zweck zu sammeln.

Ich erkläre Dir hier, wie Dir dieses Projekt gelingen kann. Halte Dich an diese Schritt-für-Schritt-Anleitung und Du wirst schon bald deine erste Million für einen guten Zweck gesammelt haben.

 

Zur Erinnerung:

Erfolgs-Axiom 6: Im Prinzip kann jeder alles erreichen

Erfolgs-Axiom 12: Die richtigen 20 % bringen 80 % Ergebnis

 

 

Inhalt: 1 Million Euro sammeln für den guten Zweck

Monat 1: Konzept ausarbeiten

Monat 2 – 3: Kampagnen planen

Monat 4 – 6: Mit der Umsetzung beginnen

Monat 7: Startschuss

Monat 7 – 18: Dein Projekt läuft

Monat 19: Projekt abschließen

Bonus – Ideen und Vorschläge

Erfolgreiche Spendenaktionen aus der Vergangenheit

 

Mit kleinsten Beträgen Großes bewegen: Eine Erfolgsgeschichte

In Österreich gibt es seit September 2013 die Kampagne „Aufrunder bewirken Wunder“ von der Caritas.  Bei jedem Einkauf in einem Geschäft der REWE-Gruppe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) sowie Sutterlüty und Libro kann die Kaufsumme aufgerundet und gespendet werden. In den vergangenen drei Jahren konnte die REWE Gruppe so über eine halbe Million Euro an Spendengeldern sammeln.

 


 

Monat 1: Konzept ausarbeiten

Schneide Deine Strategie auf Deine Persönlichkeit zu

Bevor Du zur Tat schreitest, setze dich hin und plane deine Projektierung bis ins kleinste Detail durch.

Lifehack: Beantworte folgende Fragen

  1. Welches Projekt / welche Organisation möchtest Du mit Deiner Spende unterstützen?
  2. Welchen Hintergrund hat die Entscheidung, Dich für genau diese Organisation einzusetzen? Welche persönliche Bedeutung hat die Spendenaktion für Dich?
  3. Was willst Du mit dem Spendengeld bewegen?
  4. Was sind Deine Kompetenzen? Welche Fähigkeiten kannst Du einsetzen, um auf Dein Projekt aufmerksam zu machen?
  5. Möchtest Du die Spendenaktion allein ausarbeiten oder willst Du eine der Möglichkeiten nutzen, die verschiedene Organisationen für eine eigene  Spendenaktion anbieten?

Lege ein Spendenziel fest

Dein Ziel ist in diesem Fall die Millionenmarke. Das heißt für Dich: viel Arbeit, um kostenlose Möglichkeiten zu finden, die genauso gut sind, wie die kostenpflichtigen. Reichlich Zeit, um Ideen für dein Projekt zu suchen. Grenzenloses Networking, um deine Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen von deinem Vorhaben zu überzeugen und sie zu überreden, mitzuwirken. Ob es darum geht, ein kostenloses Spendenkonto auszuhandeln, eine Kampagne so kostenfrei wie möglich zu halten oder die Kampagne zu verbreiten: Du wirst wochen-, monatelang deine gesamte Freizeit für dieses Projekt aufbringen müssen.

Jetzt die gute Nachricht: Es gibt genügend Unternehmen, die Spendenaktionen unterstützen. Es gibt Banken, die kostenlose Spendenkonten anbieten. Es gibt Ideen und Tools zu Virtual- und Real-Life-Kampagnen, die so gut wie nichts kosten. Ich werde Dir hier im Laufe des Textes einige Vorschläge dazu unterbreiten. Das erspart Dir eine Menge an Rechercheaufwand.

Grundsätzlich vereinfacht es die Sache ungemein, eine Organisation mit Namen hinter Deiner Aktion stehen zu haben.

Sehr viele Vereine bieten von sich aus die Möglichkeit an, eigene Spendenaktionen mit ihrer Unterstützung ins Leben zu rufen. Diese Option wird meistens für „Spende statt Geschenke“-Aktionen zu Trauerfeiern oder Geburtstagen genutzt.

Falls Du Dich für diese Version entscheidest, hier einige Organisationen im Internet:

  • http://www.meine-spendenaktion.de
  • https://www.german-doctors.de
  • https://www.licht-fuer-die-welt.at
  • https://www.rotenasen.at

Ein Spendenkonto eröffnen

Jede geschäftsfähige Privat- oder juristische Person darf ein Spendenkonto eröffnen. Leider lehnen viele Banken die Eröffnung eines Zweitkontos ab. Einige Banken bieten dafür wieder eigens dafür gedachte kostenlose Konten an.

Bei kostenpflichtigen Konten lohnt sich der Vergleich. Stelle einen Antrag auf ein normales Girokonto.

Privatperson oder Verein?

Privatpersonen müssen alle Spendeneinnahmen dem Finanzamt melden. Sie unterliegen sogar dem Einkommenssteuergesetz. Privatpersonen dürfen auch keine Quittung ausstellen, die Spender jedoch verlangen, um die Unterstützung steuerlich absetzen zu können. Quittungen dürfen nur von gemeinnützig gemeldeten Vereinen ausgestellt werden.

Du hast zwei Möglichkeiten, wie du einer Besteuerung entgehst:

  • Entweder hast du einen namhaften Verein hinter Dir.
  • Oder du gründest einen eigenen gemeinnützigen Verein.

Wer mit anderen Vereinen kooperiert, erspart sich das Eröffnen eines eigenen Spendenkontos. Steuern fallen weg. Quittungen werden in diesem Fall von der Organisation ausgestellt.

Wenn du selbst einen Verein gründest, verlangt die Bank verlangt im Normalfall die Vorlage der Vereinssatzung, Kopien des Eintrags in das Vereinsregister und des Protokolls der letzten Vorstandswahl.

Tipp: Bei folgenden deutschen Banken kann ein kostenloses Spendenkonto in Form eines Girokontos eingerichtet werden:

  • Norisbank
  • Deutsche Kreditbank AG
  • ING DiBa
  • Netbank
  • Degussa Bank
  • Commerzbank

Seit einiger Zeit bietet Paypal die Möglichkeit, ein Spendenkonto einzurichten. Das ist eine erfolgreiche Art, um Spender über das Internet zu lukrieren. Über den Donation Button gelangen Unterstützer ganz einfach zum Spendenkonto. Diese Buttons können auf jeder Webseite, auch in einem WordPress-Blog, leicht eingebaut werden. Der Nachteil: Das Finanzamt akzeptiert keine PayPal-Quittungen. Du als Verantwortlicher müsstest jedem Spender eigens eine Quittung ausstellen.

Plane eine Vorlaufzeit von einem halben Jahr ein, bis Deine Aktion startet.

Je mehr Personen du ansprechen, je mehr Geld du sammeln möchtest, desto länger dauert die Vorlaufzeit. Schließlich möchtest Du eine große Anzahl an Menschen mit deiner Aktion erreichen. Und dafür brauchst Du vor allem Zeit.

Wie lange soll die Aktion laufen? Wann endet sie?

Um genügend Geld bei der Aktion sammeln zu können, solltest Du Dir mindestens ein Jahr Zeit geben. Insgesamt bedeutet das also, dass dein Projekt „1 Million sammeln“ eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen wird. Das heißt, Du wirst monatlich über 83.000 Euro an Spendengeldern lukrieren.

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Monat 2 -3: Kampagnen planen

Wie kannst Du so viele Menschen wie möglich mit Deiner Aktion erreichen?

Die nächste Frage, die Du Dir stellen musst, ist die Frage der Veröffentlichung. Wie gestaltest Du die Information, dass sie so vielen wie möglich ins Auge fällt? Welche Zielgruppe möchtest Du erreichen? Wichtig dabei ist auch, dass Du auf den Nutzen Deiner Aktion aufmerksam machst.

Plane die Umsetzung folgender Punkte:

  • Eine Kundgebung veranstalten.
  • Wie kann ich im Internet schnell sehr schnell eine große Anzahl an Menschen erreichen?
  • „Nonprofits on Facebook“ nutzen, um deine Aktion aufzuziehen.
  • Eine Kampagne mithilfe eines Videos in Medien wie youtube erstellen.
  • Eine kostenlose Werbeschaltung in Zeitungen organisieren. (Weiter unten zeige ich Dir eine Möglichkeit, wie Du kostenlos in die Zeitung kommst. Und nein – du musst dafür nicht das Gesetz brechen.)
  • Geht ins Ohr: Eine Audio-Kampagne für das Radio erstellen.
  • TV-Werbung: Die Königsdisziplin meistern.
  • Einen Spendenbrief / eine Spenden-Mail an Privatpersonen und Firmen formulieren.
  • Die Kampagne auf deinen Blog oder deine Internetseite stellen.

Gespendet wird eher zufällig.

Selten macht sich selbst jemand Gedanken zum Thema Spenden. Menschen spenden, weil sie

  • auf der Straße von einem Fundraiser einer Organisation angesprochen werden und gerade in Spendelaune sind.
  • eine Person kennen, die für eine Organisation arbeitet.
  • von einer Aktion hören, die ihnen emotional nahegeht. Beispielsweise, weil sie eine Person kennen, die an einer Krankheit starb oder daran erkrankt ist.

Viele Spender möchten wissen, welcher Teil des Geldes überhaupt beim Projekt angekommen ist. Deshalb solltest Du keine Geheimniskrämerei betreiben und alles, dazu zählen beispielsweise anfallende Werbe- und Administrationskosten, offenlegen.

Plane eine Kundgebung

Eine Kundgebung ist nichts anderes, als eine öffentliche Versammlung. Öffentliche Versammlungen abhalten zu dürfen ist eines Deiner Grundrechte (Artikel 8 – Versammlungsfreiheit). Sprich: Du musst eine Kundgebung zwar anmelden, aber niemand kann sie Dir verbieten. Eventuell musst Du einige Auflagen einhalten. Informiere Dich über die Versammlungsgesetze des jeweiligen Bundeslandes. Das ist eine kostengünstige Art, um auf Dein Projekt aufmerksam zu machen, denn die Anmeldung und Genehmigung darf Dir keine Kosten verursachen. Im Internet findest Du Musteranmeldungen für Demonstrationen. Zuständig für die Versammlungsanzeige ist in Österreich die Landespolizeidirektion bzw. die Bezirkshauptmannschaft oder das Magistrat, in Deutschland die Kreispolizeibehörde und die Stadtverwaltung oder das zuständige Landratsamt.

Zwei Formen von öffentlichen Aktionen kommen dabei besonders infrage:

  1. Kundgebungen und
  2. Mahnwachen

Tipp: Eine Kundgebung hat noch einen praktischen Nebeneffekt. Lokale Zeitungen werden darauf aufmerksam und bringen Fotos davon. Du kannst sie auch noch einmal über Tag und Uhrzeit der Kundgebung informieren, weil du ja so nett und hilfsbereit bist und der Zeitung zu guten Artikeln verhelfen möchtest. Auf diese Weise kommst du zu deinem kostenlosen Auftritt in der Zeitung.

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Plane eine Internet-Kampagne

Gerade das Internet ist für die Verbreitung von Informationen bestens geeignet. Im Weltweiten Netz gibt es unzählige Möglichkeiten, um Kampagnen kostenlos auszuarbeiten und anzupreisen.

Diese kostengünstigen oder kostenlosen Aktionen kommen beispielsweise infrage:

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Sehr wichtig ist die Verbildlichung deines Anliegens: Deine Message. Dazu mehr im unter dem nächsten Punkt: „Mit der Umsetzung beginnen.“

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Plane eine Video-Kampagne für Internet und TV und eine Audio-Kampagne fürs Radio

Starte deine Videokampagne. Dafür brauchst du nicht einmal eine Kamera. Das einzige, das du benötigst, ist dein Bildschirm mit eingebautem Aufnahmegerät und eine gratis Software wie beispielsweise Open Broadcaster oder eLektra Screen Recorder.  Du kannst auch einfach ein Video mit deinem Handy machen. Erinnere dich an die Ice-Bucket Challenge: Da war nicht viel Professionalität notwendig. Ein innovativer, witziger Einfall, eine Message und das war´s auch schon. Deine Video-Kampagne kann auch aus einem Video bestehen, dass während deines Marathonlaufes aufgenommen wurde. Oder auf Wandertour. Oder während deiner Radtour. Verbreite dein Video wieder mithilfe deines Internetauftritts und über die Sozialen Medien.

Noch einfacher geht´s mit der Audio-Kampagne

Dazu nutzt du am besten das Aufnahmegerät deines Handys. Zu deiner Inspiration kannst du dir in youtube folgende Audio-Kampagnen von „Werbewunder Radio“ anhören:

  • „Parkplatz | Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“
  • „Emoji | Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“

Das Radio ist der Tagesbegleiter Nummer Eins. Es ist das klassische Massenmedium für alle Generationen.

Gestalte deine Audio-Kampagne kurz, knackig und prägnant. Denn im Radio bezahlst du nach Sendezeit und Sekunde. Vielleicht schaffst du es ja sogar, einen Radiosender als Sponsor zu bekommen? Dann wären auch die Radiospots für dich kostenlos.

Mit Massenmails vertraut machen.

Eine weitere Art ist der Spendenbrief an Privatpersonen und Firmen. Heutzutage wird auch er via E-Mail verschickt. Das schont die Umwelt und die Geldbörse. Sprich aber große Firmen, die als Sponsoren auftreten könnten, möglichst persönlich an.

Räume Spendern auf deiner Internetseite die Möglichkeit ein, ihre Mailadresse zu hinterlassen, um persönlich darüber informiert zu werden, was mit ihrem Geld passiert ist. Auch das ist kostenlos möglich. Suche in Google danach. Du wirst fündig.

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Monat 4 – 6: Mit der Umsetzung beginnen

Mit deinem Blog online gehen. 

Erstelle deinen Blog oder lasse ihn von einem Helfer erstellen. Mach deine Social-Media-Auftritte fertig. Arbeite auf dein festgelegtes Datum für die Online-Stellung hin.

Der beste Zeitpunkt für einen Blogeintrag

Blogpostings bringen dir mehr Besucher und Aktivität während des Tages. Eine Studie zu Optimierungsparametern hat ergeben, dass die meisten Blogpostings in den frühen Morgenstunden gelesen werden. Du solltest News also in aller Frühe ins Netz stellen. Am besten ab 5:00 Uhr morgens. Dann befindet sich dein Beitrag auch schon im RSS-Briefkasten oder im E-Mail-Postfach, wenn der Leser aufsteht und seinen Frühstücks-Kaffee vor deinem Blog trinkt.

Um Anzeigen in Social Media zu optimieren, ist geplantes Ausprobieren und Testen wichtig. Um auswerten zu können, was wann die meisten Aktivitäten und Likes bekommt, solltest du immer nur einen Parameter verändern. Wie sich eine einzelne Änderung auswirkt, musst du mindestens eine Woche lang testen. So lässt sich Schritt für Schritt eine Anzeigenoptimierung erreichen.

Am besten funktioniert es, wenn du mehrere Plattformen gleichzeitig nutzt und mehrere geplante Aktionen gleichzeitig ausführst.

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Hier einige schöne Bild-Kampagnen. Es sind zugegebenermaßen Bilder von Organisationen, die mehr Geld für solche Zwecke zur Verfügung haben, aber sie sind eine tolle Inspirationsquelle. Ich sage dir, du bekommst das auch mit deinem Budget hin!

  • WWF „Es wird eng“
  • WWF „Deadline“
  • Greenpeace „Die Zukunft der Arktis“
  • Greenpeace „Genmanipuliert“
  • Mainzer Bündnis gegen Depression „Depression ist behandelbar“

Falls du es doch etwas professioneller angehen möchtest, denke an die 10-Sekunden-Regel:

So viel Zeit hast du, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen. In dieser Zeit entscheidet sich, ob dein Video weiter angesehen, oder ignoriert wird. Ein erfolgreiches Video weckt gleich in den ersten Sekunden Emotionen.

Stelle dein fertiges Video auf Youtube und teile es wieder auf deiner Internetseite und auf den sozialen Medien. Vergiss nicht, deine Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen um ihre Mithilfe bei der Verbreitung zu bitten.

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Monat 7: Startschuss

Ab jetzt wird’s ernst: Dein Projektjahr beginnt:

Stelle deine Kampagnen so zusammen, dass jederzeit eine davon auf einem Medium zu finden ist. Kombiniere beispielsweise die Aussendung deines Radiospots mit dem Hochladen deines Kampagnen-Videos in Youtube. Das ganze Jahr über sollten deine Kampagnen immer wieder zumindest in einem Medium präsent sein. Je mehr Geld zu gesammelt hast, desto öfter kannst du auch die kostenintensiveren Werbungen in TV und Radio schalten.

 


 

Monat 7 – 18: Dein Projekt läuft

Nun, nachdem du gewaltige Kräfte für dein Projekt aufgewendet hast, sollten die wichtigsten Punkte ab Monat sieben laufen. Und das soll ein ganzes Jahr lang auch so bleiben:

  • Dein Internetauftritt wird gepflegt und mit neuen Blogeinträgen versorgt.
  • Du veröffentlichst deine Kampagne / deine Kampagnen immer wieder über Soziale Medien und steigerst damit die Chance, potentielle Unterstützer zu finden.
  • Du sammelst E-Mail-Adressen für deinen Newsletter und versendest Informationen und Nachrichten zum Thema.
  • Du veranstaltest eine weitere Kundgebung, wenn es gut gelaufen ist.
  • Du erstellst eine weitere Bild-, Video- oder Audiokampagne.
  • Du sorgst für Aufmerksamkeit durch verschiedene Medien.
  • Du kontrollierst die Spendeneinnahmen auf deinem Spendenkonto.
  • Du vernetzt dich mit Menschen und sensibilisierst sie für das Thema.
  • Du findest durch Gespräche neue Möglichkeiten, mit wenig Geld zu mehr Aufmerksamkeit zu kommen.
  • Du weist im Internet immer wieder einmal auf deine Internetseite hin.
  • Du telefonierst mit Unternehmern und versuchst, sie für dein Projekt als Sponsor zu gewinnen.

Monat 19: Projekt abschließen

Wie kommt das gesammelte Geld zum Projekt

Vergiss die klassische Übergabe eines Spendenschecks, denn auch diese Veranstaltung kostet wieder unnötiges Geld, das Hilfsbedürftigen zugutekommen könnte. Effizienter ist es, den Spendenbetrag einfach an die Organisation zu überweisen. Hebe dir den Beleg darüber auf. Verfasse einen kurzen Bericht an deine Unterstützer und teile ihnen darin mit, was mit ihrem Geld bisher passiert ist. Den Beleg kannst du an die Informations-Mail anhängen und auch in sozialen Plattformen verbreiten. Du kannst ihn dir danach aber auch einrahmen und aufhängen. Schließlich sammelt nicht jeder in seinem Leben eine Million für Hilfsbedürftige. Bitte die Organisation, Fotos über die Dinge zu schicken, die mit dem Geld erreicht worden sind. Diese Fotos sind das letzte, das du auf deinen Blog stellt, auf den Sozialen Medien veröffentlichst. Bedanke dich bei deinen Sponsoren per E-Mail.

 


Bonus – Ideen und Vorschläge

1. Laufen, um anderen zu helfen

Du kannst Deinen Marathon zu einem Spendenlauf machen. Du hast auch die Möglichkeit, das mithilfe einer Spendenplattform publik zu machen.

2. Spenden-Event

Hier hast Du die Qual der Wahl. Am besten ist es, Du entscheidest Dich für ein Event, dass nach Deinen Möglichkeiten leicht umsetzbar ist. Wenn Du beispielsweise ein Lokal besitzt, hast Du schon einmal beste Voraussetzungen. Ein DJ könnte genauso ein Benefizkonzert planen. Oder eine Tänzerin ein Dance-Event. Ein Volksschullehrer könnte einen Domino-Day organisieren, bei dem ein Preis pro Dominostein festgesetzt wird. Die Steine werden aufgestellt und je mehr Steine beim Schubsen umfallen, desto mehr muss derjenige spenden. Veranstalte doch einfach eine Tombola. Oder organisiere einen Bingo-Abend. Als Künstlerin veranstaltest du eine Benefiz-Vernissage mit einer kleinen Aktion: Jeder Spender verewigt sich künstlerisch auf einer großen Leinwand. Daraus entsteht ein großes Gemeinschaftswerk, das auch wieder für einen guten Zweck verkauft werden kann. Hier sind der Individualität und Ideenvielfalt keine Grenzen gesetzt.

3. Auf Geschenke verzichten – Spenden wünschen

Diese Projektidee ist einer derjenigen, die für jedermann leicht umsetzbar ist. Falls Du eine Party planst, erwähne es in der Einladung.

Auch auf Facebook kannst Du Deine Bitte publik machen. Teile zu Deinem Geburtstag, oder besser noch einen Tag zuvor, eine Spendenaktion, beispielsweise via „Nonprofits on Facebook“, welthungerhilfe.de oder change.org und bitte Deine Freunde um das Geschenk einer Spende.

  • Spende statt Blumen

Diese Vorgehensweise hat sich in letzter Zeit auch bei Trauerfeiern durchgesetzt. Auf dem Parte wird darum gebeten, von einer Kranzspende abzusehen und dafür an eine Hilfsorganisation zu spenden.

  • Spende 10% Deiner Einnahmen aus einem Deiner Projekte

Diese Idee ist für all jene gedacht, die projektbezogen arbeiten. So kannst Du beispielsweise 10 Prozent der Einnahmen eines Buches spenden. Ich unterstütze mit 10% der Einnahme aus diesem Buch die Stiftung »Kinder fördern – Zukunft stiften«, welche sich um hilfsbedürftige Kinder kümmert.

  • Selbstgemachtes mit persönlichem Wert für den guten Zweck verkaufen

Ob Du gerne strickst, bastelst, malst, häkelst, töpferst, nähst, kochst, bäckst oder fotografierst: für den guten Zweck kannst Du alles Selbstgemachte jederzeit verkaufen. Mach daraus doch eine Facebook-Challenge: „Wer näht die schönste Einkaufstüte?“. Du könntest die Teilnehmer gleich bitten, die Tüten über Etsy oder Ebay zu verkaufen und die Spende an ein Spendenkonto weiterzuleiten. Ich habe beispielsweise eine Stunde lang für einen Obdachlosen gearbeitet und auf der Straße Dankbarkeitssteine verkauft.

Mehr dazu findest Du in youtube unter dem Wortlaut: „Jeden Tag eine gute Tat – 1 Stunde für einen Obdachlosen arbeiten“ und unter http://dankbarkeitsstein.chris-ley.de

Erfolgreiche Spendenaktionen aus der Vergangenheit

Gelungene Spendenaktionen können jederzeit in leicht abgeänderter Form übernommen werden. Erinnerst Du Dich an die gigantische Welle der „Ice-Bucket-Challenge“, die im Sommer 2014 publik gemacht wurde? Sie war als Spendenkampagne gedacht, mit dem Ziel, die Menschen für die Nervenkrankheit ALS zu sensibilisieren. Insgesamt konnten durch diese Aktion weltweit im Jahr 2014 über 220 Millionen Dollar an Spenden verzeichnet werden.

Der Internetriese Google hat durch seine Kampagne auf https://onetoday.google.com/page/refugeerelief/bereits 10 Millionen Euro für die Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan gesammelt. Mit diesem Geld werden diverse Projekte wie beispielsweise humanitäre Hilfe an der griechischen Küste, Nahrungsmittel für hungernde Kinder, medizinische Grundversorgung und Wasser in Auffangzentren, usw. finanziert.

Die Til Schweiger Foundation hat sich als Stiftungsziel die Chancenverbesserung für benachteiligte Kinder auf die Fahnen geschrieben. Die dazugehörende Geschichte, die über Facebook publik gemacht wurde, ist wohl so gut wie jedem bekannt.

Wer die Geschichte noch nicht kennt, kann sie hier in Kurzfassung nachlesen: https://tilschweigerfoundation.de/ueber-uns

Die privaten Stiftungen zweier der einflussreichsten Männer der Neuzeit möchten hier noch erwähnt werden: Die Bill & Melinda Gates Foundation kämpft mit ihrer Stiftung gegen die weltweite Armut. Und die Chan Zuckerberg Initiative hat sich der Weiterentwicklung des Humanpotentials und der Förderung der Gleichstellung verschrieben.

An dieser Stelle möchte ich mit denselben Worten schließen, mit denen ich dieses Kapitel begonnen habe. Nämlich mit einem Zitat des Dalai-Lama: „Kluge Egoisten denken an andere, helfen anderen so gut sie können –  mit dem Ergebnis, dass sie selbst davon profitieren.“

Als Motivationstrainer helfe ich dir dabei, deine Ziele deutlich schneller zu erreichen. Was wir machen ist kein Schakka Motivationstraining, nein, wir gehen gemeinsam in die Umsetzung, an deine Fitness, deinen Erfolg, deine Ziele, deine Motivation und dein wundervolles Leben.
Schreib mir einfach!

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